Beiträge von pilzmade

    Hallo,

    Hey, schöne grüße aus der nachbarschaft (tecklenburg)

    naja, etwas fahren muss ich schon (ca. 70km), um die schönen Kalkwälder und Wiesen zu sehen....aber der Weg lohnt sich eigentlich immer :-)

    aber toller Pilz, tolle Fotos und tolle Mikroskopbilder!

    Vielen Dank!

    ich hatte bisher weder barlae noch minor, nach dem Schlüssel von ascomycete.org solltest du aber richtig liegen.

    Auf jedenfall ein sehr schöner, nicht alltäglicher Fund!

    Häufiger ist S. trechispora oder legaliae bei den rundsporigen Arten.

    S. trechispora hatte ich auch ausgeschlossen, da dort die Randhaare deutlich länger hätten sein müsssen. S. legaliae mit spitzen Ornament ebenfalls.

    Danke für deine Einschätzung!

    Ich plädiere bei Deinem Fund ebenfalls für Scutellinia minor.

    na dann werde ich den Fund unter S. minor ablegen :-)

    Vielen Dank auch für die angehängten Arbeiten, die werde ich mir auf jeden Fall angucken.

    Die Wiese, auf der die Pilze wachsen, ist auch reichlich mit Schafen beweidet....da bin ich auch schon gespannt, ob`s da noch was interessantes gibt.

    Ansonsten werden die größeren Pilze dort langsam weniger. Saftlinge nur noch vereinzelt zu finden.

    ...einige kalkliebende Erdzungen gab`s dort auch noch. Über Geoglossum cookeianum hab ich mich sehr gefreut.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    gestern gab`s eine schöne Scutellinia auf Kalkmagerrasen eines alten Steinbruchs bei Lengerich (NRW).

    Ich hatte gehofft, bei der Bestimmung der rundsporigen Art sicherer zum Ergebnis zu kommen.

    Geschlüsselt habe ich mit "Schumacher" und "Het geslacht Wimperzwam" und lande irgendwo bei Scutellinia minor und Scutellinia barlae.

    Doch erstmal die Bilder:

    Die Randhaare 240-370µ lang, 2-3fach septiert, die Wand ca.5,5µ dick, die Basis überwiegend einfach wurzelnd


    Die Asci ca. 280µ lang, Sporen uniseriat


    Paraphysen septiert, keulig verdickt


    Sporen sind rundlich...allerdings auch breitelliptisch 16,6 - 18,9µ im Durchmesser, die Warzen wirken auf mich eher abgerundet und sind bis zu 3µ breit


    Die Becherchen sind 4mm breit und wachsen auf nackter Erde


    Bei der Bestimmung habe ich mich für S. minor entschieden, da die Sporen zu S. barlae nicht immer kreisrund sind. Zudem sind die Sporen etwas kleiner als bei S. barlae.

    Bei den rundsporigen Scutellinen habe ich allerdings noch keine eigenen Referenzmuster, daher würde ich mich über euere kritische Meinung dazu freuen.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    Erbsenstreulinge, Haldentrüffel oder Schiefertrüffel...wie auch immer, sind Pilze die ich bisher weder finden noch verkosten durfte.

    Doch Dank Nobi, hat sich zumindest der kulinarische Horizont in dieser Sache erweitert. So wartet die "Haldentrüffel" seit Wochen, an ihrem Ehrenplatz im Pilzregal, auf ihren Einsatz.

    Lange haben wir überlegt, was wie wir damit zubereiten. Wir haben uns für vegetarische Frikadellen entschieden.

    Neben in Gemüsebrühe gekochtem Reis, sind 1 Möhre, ein bisschen Kichererbsen, Paniermehl, 1 Ei, eine angebratene Zwiebel, etwas geriebener Käse, Bestandteile des Experiments.

    Gewürzt haben wir nur mit Salz, etwas Pfeffer, einem Klecks Senf, einem Hauch Muskat ....und eben Erbsenstreulingen:)

    ...die haben wir etwas gemörsert und mit in den Teig eingearbeitet.

    Gebraten in etwas Butterschmalz waren die Dinger überraschend würzig und echt lecker.

    Ein Steinpilzcarpaccio und kurz gebratene Edelreizker runden diese besondere Vorspeise ab (diese Kombination dürfte man selbst in Edelrestaurants wohl lange suchen).

    Mit den übrigen Erbsenstreulingen werden wir in Kürze wohl etwas in Richtung Sahnesauce probieren....wir sind gespannt.

    Besonderen Dank an Nobi und allen, die hier wertvolle Rezepideen eingestellt haben.

    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    zu den schönen Beiträgen möchte ich auch noch ein paar Bilder beitragen.


    Seidiger Tigerritterling - Tricholoma filamentosum


    Grünbrauner Raukopf - Cortinarius venetus


    Gelbfleischiger Lilabecherling - Peziza michelii


    Habichtspilz - Sarcdon imbricatus


    Cortinarius spec.


    Minikoralle auf Buchenblättern...vielleicht Ramaria ochracea???


    Es waren sehr schöne pilzige/pilsige Tage im Harz:)

    Vielen Dank an allen, die dabei waren. Insbesonderer Dank an Silke und Hartmut für die tolle Organisation.


    Beste Grüße

    Martin

    Moin Nobi,


    vielen Dank für deine Einschätzung.

    A. mancus hatte ich auch auf dem Zettel unter "am wahrscheinlichsten" abgespeichert, doch waren auch mir die Sporen etwas zu kurz und zu schmal.

    Beim Ornament hab ich auch noch etwas Zweifel...

    Der Versuch mit Auflicht Fotos vom Fruchtkörper zu bekommen ist wegen der Winzigkeit nicht wiklich gut gelungen.


    ein wegen schlechter Qualität ausgemustertes Sporenbild zeigt gelegentlich eher warzige Sporen.


    Zur Zeit erscheinen am Substrat noch Saccobolus depauperatus (noch so ein Winzling :-)), und Coprinopsis cordispora.

    Ich gucke mal in ein paar Tagen, ob es dann reifere Exemplare gibt.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auf Pferdedung wachsen zur Zeit winzige, kleine (vermutlich) Ascobolus.

    Die Pilze sind im Schnitt 210-280µ hoch und 100-150µ breit.

    Auf Grund des tonnenförmigen Kleistothecium würde ich die Sektion Dasyobolus vermuten.


    Das Hyphengewebe würde ich als Textura epidermoidea bezeichnen


    Die Asci waren schwer festzuhalten, da sie auf Druck sehr empfindlich reagieren.


    Sporen: 17,4-18,4-19,8 x 8,3-9,2-9,8

    Das Episor ebenfalls druckempfindlich

    so richtig gefällt mir in der Sektion Dasyobolus eigentlich nix, was passen könnte.

    Vielleicht habt ihr eine Idee, was es sein könnte?


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Hagen,


    toller, hübscher Pilz die Podospora anserina (pauciseta).

    Die Art gedeiht bei mir auch gerade auf Pferdeäpfel.

    Die apikale Caudae scheint leider sehr vergänglich zu sein.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    obwohl ich meinen Lieblingswald schon seit ca. 10 Jahren regelmäßig begehe, staune ich immer wieder über persönliche Neufunde.

    Heute gab´s den Schwarzschuppigen Faltenschirmling - Leucocoprinus brebissonii (Godey) Locq. 1943 im reinen Fichtenbereich des Waldes.

    Die Pilze wachsen gesellig.

    Größere Exemplare erreichen einen Hutdurchmesser von 6cm. Die Ringzone sitzt am weißen Stiel recht weit zur Basis.

    Der Geruch pilzig, leicht süßlich.

    Die Fruchtkörper sind in allen Teilen sehr fragil.

    Weitere Beschreibungen siehe Bild.


    Die HDS bestehend aus tonnenförmigen bis globosen Elementen ohne Schnallen


    Basidien relativ kurz ca. 20-25µ lang, meist 4sporig aber auch 2sporig


    Cheilozystiden ca.75µ lang, Pleurozystiden nicht gefunden


    Sporen in Wasser: 8,6-9,2-10,4 x 5,1-5,4-5,9µ mit auffälligen Keimporus (einzelne Sporen von 2sporigen Basidien auch größer)


    Sporen in Melzer stark dextrinoid


    Mir selbst war die Art bislang unbekannt. Sie kommt allerdings in Niedersachsen wohl doch dann und wann mal vor (ca. 1 Dutzend Einträge bei pilze-deutschland).

    Interessant ist meiner Meinung nach das Vorkommen im reinen Fichtenbestand.


    Beste Grüße

    Martin

    Moin Nobi,


    vielen Dank für deine Antwort.

    Ich habe die Art versucht auch an Hase zu finden und bin fündig geworden.

    D. marchalii macht den Eindruck als wäre es eine reine „Sommerart“?

    Ich hänge mal ein Foto an, wo man die Schleimhülle besser sieht.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    ich meine hier Delischia marchalii auf Reh gefunden zu haben.

    Unsicher macht mich zum einen das Substrat, welches eindeutig Reh ist. Die Art scheint allerdings eigentlich Hasen- oder Rehhinterlassenschaften zu bevorzugen.

    Das zweite Problem was sich mir stellt, ist, dass ich nur einen einzigen Pyreno auf dem Substrat fand.

    Folglich ist die Dokumentation nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

    Ascus: 8sporig, uniseriat, ca. 80µ x 10µ


    Sporen: 11,3-12,2-13,1 x 4,7-5,0-5,3µ, an den Septen nur wenig eingeschnürt, Keimspalte fast parallel

    Sporen mit Schleimhülle


    Ist schon ärgerlich, wenn sich keine weiteren Fruchtkörper zeigen. Aber ich schätze mit diesem Problem muss als Dungifunghijäger ab und an zurecht kommen.;)

    Da die Sporen für eine Delitschia recht klein sind, hoffe ich, dass es für eine Bestimmung trotz der dürftigen Daten reicht.


    Beste Grüße

    Martin

    Moin,


    also, ich finde Morcheln in Sahne kommen ziemlich lecker daher.

    Wir hattten die Sauce bereits einige Male. In einer guten Morchelsaison bedeutet das aber auch zwei bis drei Kilo mehr Gewichtszunahme....;)

    In einem schlechten Jahr nimmt man das aber wieder ab, wenn man oft und viel vergeblich unterwegs ist.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auch wenn zur Zeit die Morchelsaison auf Hochtouren läuft, sollen die Kleinpilze ja nicht zu kurz kommen.

    Meine erste Zygospermella wächst zur Zeit auf recht altem Dung vom Highlandrind.

    Dankenswerterweise gibt es im Lundquist nur 2 Arten zum Schlüsseln (Z.striata & Z.insignis).

    Ich meine, dass es sich hier um Zygospermella insignis handelt.

    Die Fruchtkörper haben apikal auffällige Haare am Perithecium.


    Die Fruchtkörper selbst sind irgendwie spacig...

    Perithecium: 600-850µ breit x 925-1400µ lang

    Ascus: 8sporig, ca. 280µ lang


    Die Sporen sind typisch 2zellig und pigmentiert und an jedem Pol mit einer Caudae.

    Sporengröße: 49,7-50,5-52,0 x 13,0-13,5-14,2µ

    Zu den Sporenmaßen konnte ich im Lundquist nichts finden. Im Vergleich mit Funden im Forum scheinen die Maße für Z. insignis recht klein, aber für Z. striata zu groß. Leider habe ich bisher immer nur Fruchtkörper erwischt die noch nicht ganz reif waren, was wohl die etwas kleineren Maße erklären könnte.

    typisch für Z. insignis ist wohl die hohle Caudae....ich meine die auf dem folgenden Bild zu erkennen.


    Nun warte ich auf reifere Sporen, um noch ein paar schöne Bilder mit Tusche nachzureichen.

    Für die Bestimmung von Zygospermella insignis sollten die Infos hoffentlich ausreichen?


    Hier noch ein Gruß zum ersten Mai:


    Beste Grüße

    Martin

    Vielen Dank Nobi,


    Für die Bestätigung:kaffee: der Arten.

    Zur Zeit brummt es mächtig auf verschiedenen Substraten.

    Die Einarbeitung in neue Gattungen braucht ja immer etwas Geduld, macht aber auch viel Spaß....und wirft auch weitere Fragen auf.

    Nur gut, dass es dieses Forum gibt:thumbup:


    Beste Grüße

    Martin

    Moin miteinander,


    in meinem "noch nicht erledigt" Ordner hab ich noch 2 Sordari-Arten, wo ich meine, dass ihr noch einmal drübergucken solltet, bevor ich die Dateien so ablege.


    Nummer 1:


    vermutlich Sordaria fimicola

    Substrat: Reh

    Perithecium: 375µ hoch X 260µ breit

    Ascus: 200µ lang, 8sporig, schräg uniseriat

    Sporen: 19,1-19,8-20,8 x 10,1-10,7-11,2µ, mit Keimporus, deutliche Schleimhülle invaginiert zum Keimporus

    hier nochmal mit Tusche


    Nummer 2:


    vermutlich Sordaria macrospora,

    (hier war ich lange am schwanken zwischen S. macrospora und S. superba. Wegen dem Substrat (Hase) und die Sporenbreite (bis 20,3µ) habe ich mich dann für S.macrospora entschieden.

    Substrat: Hase

    Perithecium: 700µ hoch x 500µ breit

    Ascus: 250-260µ lang, 8sporig, uniseriat

    Sporen: 28,3-30,9-33,5 x 17,6-18,4-20,3µ, mit Keimporus und deutlicher Schleimhülle

    auch hier ein bisschen Tusche


    Vielen Dank vorab für`s drübergucken


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Nobi,


    Vielen Dank für die rasche Antwort.
    klar bleibe ich am Ball 🏀

    Ich finde gerade bei den Sporormiellas muss man schon genau gucken.

    Daher ist mir gerade bei Unsicherheiten in der Bestimmung die Anfrage hier im Forum wichtig.

    Wenn man in einer Gattung erst einmal ein paar Referenzmuster anlegen kann, hilft das ungemein weiter, denn je mehr Arten man ausschließen kann, desto weniger bleiben übrig.:)

    s.dubia konnte ich bereits in der klassischen Größe öfters an Pferdedung finden, dann finde ich die Art auch unproblematisch.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    die Sporormiellas wollen mich immer wieder gerne aufs Glatteis führen. So hatte ich bei der Bestimmung von Sporormiella leporina ab und an Unsicherheiten mit dem Schlüssel von Ahmed & Cain.

    Eindeutig fand ich zunächst nicht, ob uniseriat oder biseriat.

    Bei S. lepoina dürfen die Sporen laut Ahmed & Cain aber wohl im basalen Bereich des Ascus durchaus uniseriat sein...alles andere hätte auch nicht gepasst.


    Die Langstieligkeit des Ascus fand ich diesmal unproblematisch, somit war mein erster Favorit S. minima wohl auch raus (es fehlt auch der typische Knick in der Keimspalte).


    Die Sporenmasse: 30,7-31,4-33,0 x 5,7-6,3-7,0µ

    die Septierung überwiegend gerade, die Keimspalte parallel, die Sporenendzellen leicht zugespitzt,

    kaum zerfallende Sporen festgestellt.

    Spore mit Schleimhülle


    Wegen der zugespitzen und parallelen Keimspalte war ich dann auch vorschnell bei S. dubia - aber die Sporen waren schon deutlich kleiner.

    Aber um den Restzweifel zu beseitigen, frage ich deshalb gerne wegen der Korrektheit von Sporormiella leporina nach.

    Ach ja, Substrat ist Hase.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auf Hasendung gibt`s nach wie vor einiges zu tun.

    Ich hab hier eine vermeintlich leichte Podospora, wo ich mich freuen würde, wenn ihr mal drüber guckt.

    Das Perithecium ca. 900x700µ mit auffallenden Tuberkeln schlüsselt sich gut in die Sektion Rhypohilia, um dann bei P. pleiospora zu landen.


    Der Ascus hat 16-32 Sporen, somit hatte ich Podospora myriaspora(128 Sporen) ausgeschlossen.


    Die Sporen: 29,6-31,6-33,0 x 18,2-19,2-20,7 fand ich anfangs etwas klein für P. pleiospora, aber erst recht zu groß für P. myriaspora.

    Auch die Caudae passt meiner Meinung nach besser zu P. pleiospora.


    Ich finde, P. pleiospora und P. myriaspora sehen sich sehr ähnlich (bis auf die Sporen im Ascus), so dass ich die letzten Prozentpunkte zur Bestimmung von euch brauche.

    Ähnliche Probleme habe ich zur Zeit bei einer Sordaria...aber dazu die Tage mehr.


    Beste Grüße

    Martin

    Moin Nobi,


    Der Fund fehlt aber noch bei Pilze-Deutschland.

    Die Sache mit der Kartierung ist bei mir zur Zeit noch eine Baustelle. Mit Mykis hatte ich mich in der Vergangenheit zwar schon beschäftigt, doch dann gab`s einen neuen Rechner und das Programm war futsch. Naja, ich hoffe, in Zukunft mehr Zeit für die Kartierung zu haben und die Funde der letzten Jahre nachzuholen.


    Beste Grüße

    Martin

    Danke Nobi, danke Hilmgridd,


    es ist in der Tat spannend, wenn sich viele Arten gleichzeitig auf einem Substrat zeigen.

    Doch ich muss auch ermutigend feststellen, dass man mit etwas Übung zumindest in die verschiedenen Gattungen ganz gut reinkommt. Auch wenn in Gattungen wie z.B. Podospora oder Schizothecium es nicht immer einfach ist, so gibt es auch in ihnen Vertreter, die sich recht schnell und sicher bestimmen lassen - so findet man hier in der Gegend Schizothecium tetrasporum auf sehr vielen Substratproben.

    Coniochaeta hansenii durfte ich zu meiner Freude auch schon finden.
    Nun werde ich mal gucken, ob sich schon was neues auf den kleinen Kugeln getan hat^^.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auch wenn die Gattung der Pilobolus überschaubar ist, möchte ich mir die Richtigkeit meiner Bestimmung sicherheitshalber zur Diskussion stellen.

    Bestimmt habe ich ihn als Pilobolus roridus.

    Die Sporen sind 6,4-7,3-8,0 x 3,7-3,9-4,2µ schwach gelblich.

    Für P. crystallinus ist mir insbesondere die Sporenbreite zu klein (aber auch die Länge).

    Für P. kleinii ebenfalls, und zudem finde ich den Sporeninhalt nicht gelb genug pigmentiert.

    Für P. umbonatus fehlt der Zipfel auf der Sporenkapsel.

    Auch die Arten mit globosen Sporen scheiden aus.

    Das artenreiche Substrat war diesmal Hase. Einiges los auf den Köttel. 8 Arten waren es alleine gestern und da kommt bestimmt noch was nach.

    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Nobi,

    vielen Dank für den interessanten Hinweis auf A. michaudii :daumen:

    Ich habe das nochmals gecheckt mit dem Schlüssel von van Brummelen und mit dem Schlüssel van Brummelen&Doveri 2004.

    Mehrere Fruchtkörper beobachte ich schon seit ca. einer Woche und war rasch auf der A. furfuraceus Schiene. Bei einer ersten Messung, von weit entwickelten Sporen, kam ich auf eine durchschnittliche Sporengröße von 22,5-10,9µ die ich aber nur zur goben Vorbestimmung gemessen hatte, da sie sich noch im Ascus befanden. Möglich ist auch, dass ich bei der späteren Sporenmessungen unbewusst dazu neigte die größeren Sporen zu messen, da auch ich sie für A. furfuraceus grenzwertig klein hielt.

    Auch hatte ich erwartet, dass die Apothecien bei Reife ins grünliche umschlagen....aber das tuen die auch nicht:/

    So gesehen wäre A. michaudii wohl eine echte Alternative.

    Allerdings hatte ich tags zuvor, auch Sporen fotografiert, wo die Furchen des Epispor etwas enger angeordnet schien:

    Wie auch immer, ein paar Pilzchen sind noch auf der Highlandprobe.

    Wenn die reif sind, gucke ich da noch mal drauf und lege was fürs Herbarium zurück.

    Fazit: Die coprohilen Pilze sind nach wie vor eine sehr interessante Facette im Reich der Funghi.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    in letzter Zeit fand ich öfters diverse Ascobolus.

    Kann sein, dass die beiden Arten, die ich hier habe nix Neues sind, aber wäre schön wenn ihr trotzdem mal drüber schaut.


    Den ersten hab ich fürs erste Ascobolus crenulatus benamst.

    Substrat: Reh

    Apothecium: 700-900µ

    Ascus: ca. 100x10µ

    Sporen: 11,9-12,6-13,1 x 6,5-6,8-7,2µ


    Der zweite Ascobolus der folgt, sollte Ascobolus furfuraceus sein.

    Substrat: Highland-Rind und weitere Funde auf Pferd

    Apothecium: ca. 1,5mm

    Ascus: 170-190 x 20µ

    Sporen: 23,5-24,2-24,8 x 10,8-11,0-11,2µ


    Ich hoffe, dass ich mit der Bestimmung richtig liege; falls nicht bin ich gespannt, wo ich beim Bestimmen falsch abgebogen bin :cool:


    Beste Grüße

    Martin