Beiträge von Norbert.S

    Hallo Ditte,
    Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
    Da die von Dir erwähnten Arten nicht mal in den Großpilzen stehen , lege ich diese Pilze mal unter den ungeklärten ab , mit den dazugehörigen Kommentaren.
    Und keine Angst wegen der Geschmacksproben , wenn irgendwo ein Geschmack als Bestimmungsmerkmal erwähnt wird , dann mache ich die auch.
    Aber ganz vorsichtig :
    Kleines Stückchen vorsichtig nur mit den Vorderzähnen kauen , bis sich ein Geschmack einstellt (Zungenspitze)
    Dann gleich ausspucken , nichts schlucken.
    Nachspülen und Zähne putzen, damit nichts in den Zahnzwischenräumen verbleibt.
    So hat man auch bei starken Giften eine schädliche Dosis nicht erreicht.
    (Alles ist Gift , die Dosis machts)
    Dank und Gruß
    Norbert

    Hallo Pablo,
    Danke für dein Interesse, aber wir haben da wohl doch verschiedene Mallocybe gefunden.
    Einerseits war das Habitat bei meinen nicht sandig , tendiert eher zu Sumpfrand mit Lehm.
    Außerdem sahen die Zystiden an der Stielspitze bei meinem Fund so aus :

    Das hat mit deinemn Mikroaufnahmen keine Übereinstimmung.
    Und ich habe die paar noch zu sehenden Cortinafäden als weiß interpretiert (vor Ort , extra bewusst angeschaut)
    Trotzdem , bei Mallocybe ist wohl derzeit alles unsicher....
    Gruß Norbert

    Hallo Stefan,
    Danke für deine Einschätzung. Ich habe ja auch nach den Großpilzen geschlüsselt ,und kam direkt bei dulcamara raus , hätte ert bitter /süß geschmeckt , hätte ich erst gar nicht gezweifelt.
    Dieter, Viel Erfahrungssache , wenn man so den 30ten Risspilz gefunden hat (wenn auch oft nicht fertigbestimmt) , bekommt man einen Blick dafür.
    (Hutoberfläche radialfaserig , Cortina usw.)
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen.


    Da hier weiterhin Trockenheit herrscht , habe ich die Uferzone im Gebüsch am See wieder mal abgesucht. Dabei fand ich diese Risspilzchen , welche ich bisher aber noch nicht festnageln konnte.

    Fund : am Seeufer in feuchtem Humus (Blätter und Ästchen von Erle ,Birke und Salweide , mit Zapfen und Kätzchen , viele Holzreste), Boden sauer.

    Hut : bis 3,5cm breit , braun , Mitte ezwas dunkler , Huthaut radialfaserig bis filzig , manchmal schuppig aufreißend. Bei Jungpilzen feine weiße Cortina zu sehen.

    Lamellen : Hellocker bis grauocker , untermischt.

    Hutfleisch : Dünn , weißlich.

    Stiel : Bis 4cm lang , bis 0,6cm dick , hohl ,graubraun , längsfaserig. Basal mit weißlichen Myzelfäden , oft mehrere am Grunde miteinander verwachsen.

    Geruch : unauffällig

    Geschmack : Mild , schwach pilzig , unauffällig.

    Chemie : Huthaut bräunt mit KOH

    Mikro : Sporen 9,1-11,4 X 5-6,9 , glatt , kartoffelförmig (für Bohnenförmig zu unregelmäßig). Schnallen vorhanden. Cheilozystiden keulig , ohne Kristalle. Basidien 4-sporig. An der Stielspitze jede Menge keulenförmige dünnwandige Zystiden , nach unten zu weniger werdend.


    Beim Schlüsseln komme ich bei Inocybe dulcamara raus , aber da passt der Geschmack nicht.

    Kann mir da jemand weiterhelfen ? –“ ich habe da großes Vertrauen.


    Grüße Norbert




    Hallo zusammen,
    Heute beim Stöckchendrehen im feuchten Buchenlaub an einem armdicken Aststück diese braunen Knöpfchen gefunden.
    An der Unterseite des noch recht festen Holzes im feuchten Laub.
    3 Millimeter breit , ungestielt.
    Sporen oval , 19-21 X 11,7-12,2 µm mit 2 großen Tropfen.
    Paraphysen 210-220 µ lang , am Grund 2,5 bis 3 µ dick , an der stäksten Stelle vorm Ende 8-9 µ dick , 3-fach septiert.
    Wer kennt den gesuchten Kandidaten und kann mir weiterhelfen ?
    Mit Melzers und KOH bin ich noch nicht dran , habe nur 2 Knöpfchen als Material und eines davon schon zerlegt....
    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert


    Hallo zusammen,
    Nachdem ich ja diese Tage bei einem vermeintlichen Häubling auf Nacoria (Erlenschnitzling) gestupst wurde (Danke)
    http://www.pilzforum.eu/board/…n-haeubling-naucoria-spec
    ..und ich absolut nicht bis zur genauen Artbestimmung weiterkam , ging ich heute nochmal an dieses Seeufer um noch ein paar Proben zu holen .
    Tatsächlich standen da etliche , aber diesmal mit gerieften Hüten.


    Die sehen irgendwie anders aus als die letztes Mal , vielleicht wachsen da verschiedene aus der Gattung. Aber als ich den nassen Humusboden dort näher betrachtete , fand ich diese Scutellinia spec. , kenne ich bisher eigentlich nur von Holz

    Wie auch immer , diese Pilzchen geben immer wieder wunderschöne Mikrobilder ab :

    Bei genauerem Hinsehen standen da überall in diesem Biotop Scutellinias in Mengen , welche ich früher nie sah. Ich dachte , die wären selten , dabei habe ich mich nur nie ausreichend gebückt.....
    Ansonsten ist es hier im Büdinger Wald derzeit pilzarm und zu trocken für grosse Hoffnungen.
    Bis zum nächsten ausgiebigen Regen kümmere ich mich mal mehr um meine Kakteen , die blühen auch bei Trockenheit.

    Dies ist keine Bestimmungsanfrage sondern einfach so...mir war danach.
    Grüße Norbert

    Hallo,
    Da ich keine Ahnung habe , hab ich mal ein wenig rumprobiert (Kongo + Melzer) , die einzigen Strukturen ausser den tibiiformen Cheilos waren diese :

    Da ich aber recht unbeleckt bin , könnten es für mich auch unreife Basidien sein.
    Gruß Norbert

    Hallo Pablo,
    Danke für deine Einschätzung.
    Rein optisch würde tibiicystis sogar passen , über die Sporenbreite würde ich da garnicht weiter nachgrübeln ,aber :
    1) sind da nur so ein paar Moosfasern , auch im Bild zu sehen
    2) Ist das schonmal kein Spaghnum
    3) Steht in PiBaWü : ohne spezifischen Geruch......wenn ich mit meiner Krüppelnase schon deutlich was rieche , dann riecht der auch...
    Wär ja auch sonst alles zu einfach...
    Gruß Norbert
    EDIT : ..und die Hüte sind bei meinem Fund nicht gerieft.

    Hallo zusammen,
    Gestern fand ich neben den gestern bestimmten Inocyben am selben Platz auch noch diese recht kleinen Braunen. Ich sage mal Häubling dazu , aber zur Art finde ich nicht durch.
    Fundort : flaches , immer feuchtes Seeufer , Humoses Substrat von Wasser durchdrungen , mit gemischtem Bewuchs ,siehe Bild.
    Die Pilze wuchsen nicht auf erkennbarem Holz , auch nicht mit Moos.


    Hut : Bis 1cm breit , braun , glockig.
    Lamellen : Etwas heller braun als Hut , angeheftet , untermischt.
    Fleisch : Braun wie Hut , dünn. Im Stiel dunkelbraun
    Stiel : bis 3cm lang , nur 0,2 bis 0,3cm dick , braun , stellenweise weißlich befasert , enghohl.
    Geruch : Aromatisch pilzig mit starker Mehlkomponente.
    Geschmack : Eher unauffällig pilzig , auf Zungenspitze schwach schärflich.
    Sporenstaub : Rostbraun
    Mikromerkmale : Sporen 9,2-10,5 X 5,7-7,2 µm. Schnallen vorhanden.
    Die Cheilozystiden (Bild) sehen interessant aus , bringen mich aber nicht weiter.
    Irgendwie fehlt mir noch die Erfahrung.
    Kann mir jemand weiterhelfen ?
    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert





    Hallo Pablo und Ditte,
    Danke für die Antworten. Ich habe ja mit dem Erkennen dessen was ich im Mikro sehe noch Schwierigkeiten.
    Meine Mikroskopkamera ist auch etwas verschmutzt , bin gerade bei einem Reinigungsversuch.
    Aber das auf diesem Bild passt doch gut zu den Cheilos im Netz (auch bei dir , Ditte).

    Nehmen wir also mal I. hygrophorus an , passt ganz gut.
    Mich freut schon , dass ich wenigstens die Gattung schon selber finde.
    Ganz herzlichen Dank für die Hilfe.
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Im Wald ist es hier etwas zu trocken , also heute Morgen ab an den See im alten Bergwerk. Da ist eine flache , immer feuchte Uferzone mit allereli Baum,- und Gestrüppbewuchs.

    Tatsächlich wachsen dort einige Pilzchen im modernden Laub.
    Eine Art habe ich mir näher betrachtet , ich komme auf Inocybe spec. raus , ansonsten verirre ich mich in den Schlüsseln.
    Kann mir jemand die Inocybe bestätigen oder widerlegen oder weiß genaueres ??


    Beschreibung :


    Hut : Bis 5cm breit , hellocker , kegelig , alt etwas abflachend , eingewachsen fein radialfaserig.
    Lamellen : Weißlich , ganz schwach grauocker , angeheftet bis fast frei , Schneiden glatt.
    Fleisch : weißlich , glasig.
    Stiel : Etwas heller als Hut , bis 4cm lang , unten 0,5 cm dick , zur Spitze hin etwas auf 0,4cm verjüngend , mit nur angedeutet knolliger Basis , voll. Längsfaserig aber trotzdem brüchig.
    Geruch : unauffällig
    Geschmack : unauffällig.
    Sporenstaub : Erdbraun
    Mikromerkmale : Sporen bohnenförmig , 9,2-10,4 X 5,2-5,9 µm. Keine Schallen gefunden. Keine Zystiden gefunden , wenigstens keine , welche ich von Basidiolen unterscheiden könnte.
    Basidien 4-sporig.

    Chemie : KOH 3% auf Hut schwach bräunend.





    Grüße Norbert





    Hallo Ulla,
    Danke für die Bestätigung.
    Ein toller Tag für mich :
    Trotz Trockenheit etwas an der Grenze meiner Sehfähigkeit gefunden..
    Mit der kleinen "Reisekamera" gute Aufnahmen gelungen
    Mit kleiner Richtungshilfe richtig bestimmt
    ...und dann noch die Aufnahmen gelobt....
    besser kanns nicht kommen (doch , es könnte mal regnen)
    Ich danke euch allen , morgen gehts wieder raus.
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Danke euch , ihr habt mich in die richtige Richtung geschoben.
    Einen der Kleinen hab ich mal schnell unterm Mikro durchgeschoben , wenn ich da so im Netz vergleiche , dürfte es wohl Comatricha nigra sein.
    Mit kleiner "Übersetzung" :

    Das Capillitium mit 40X Objektiv :

    Und die Sporen nochmal 60X , die haben so 8,8 bis 10,1 µ Durchmesser :

    Wäre schön , wenn noch ein Experte was dafür oder dagegen sagen könnte , ich betrete hier für mich Neuland.
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Obwohl ich fast täglich mit dem Rad unterwegs bin und auch oft absteige und stöbere , ist im Moment pilzlich tote Hose. Also dreht man in der Verzweifelung Stöckchen. Auch da meistens nichts . Aber heute , an der Unterseite eines liegenden Birkenstammes in eine Mulde im Holz diese Winzlinge.
    Maximal 1mm hoch , an der Grenze meiner Sehfähigkeit (man wird nicht jünger)
    Weiss da jemand wenigstens die Richtung ?
    Grüße Norbert

    Hallo Tuppie,
    Dann trink ich in Gedanken mal einen mit.
    Wer solche Weine trinkt , dem lässt der Herr auch passende Becher im Garten wachsen , du benutzt das Glas ja nur , weil die Becher zu klein sind (Der HERR muß wohl noch üben).
    Gruß Norbert

    Hallo Björn,
    Wenn etwas mehr orange in der Färbung wäre , würde ich Orangeroter Kammpilz - Phlebia radiata - sagen. So aber bin ich unsicher , warten wir auf die Experten.
    Gruß Norbert