Beiträge von Norbert.S

    Hallo zusammen,
    Dieses Jahr wollte ich mich mal deutlicher um die Täublinge kümmern .. wollte ich !
    Doch bisher waren unsere schleimigen Konkurrenten immer schneller als ich , immer nur total zerfressene Exemplare ohne Lamellen gefunden.
    Doch gestern , im Fichtenwald , was leuchtet da ?
    Zwei intakte schönfarbene Täublinge , leider mit einer eingestreuten Buche daneben und einer Eiche in Wurzelradiusentfernung. Mykorrhizapartner also unklar.
    Und über Nacht nur so wenig Sporen gefallen , daß die Farbe des Sporenpulvers nicht sicher bestimmbar war.
    Also suche ich eure Hilfe , vielleicht kommt wenigstens die Richtung raus.
    Hut : 7cm breit , Farbe siehe Bilder , Huthaut 1/3 abziehbar , Fleisch unter Haut zum Hutrand violett überhaucht.
    Fleisch weiß
    Lamellen weiß , sehr brüchig , keine Zwischenlamellen , einige gegabelt , aber nur in Stielnähe.
    Stiel weiß , voll, 5cm lang , Basis 1,5cm dick , Spitze 2,5cm dick.
    Geruch : unauffällig.
    Geschmack : mild.
    Mit Eisensulfat langsam rosa/orange anlaufend.
    KOH und Ammoniak keine spezifische Reaktion.
    Mit Phenol nur das übliche langsame Bräunen.
    Sporenstaub WAHRSCHEINLICH blass gelblich.


    Die Pilze sind auffällig brüchig , obwohl nicht vermadet habe ich inzwischen in der Dose im Kühlschrank nach diversen Untersuchungen nur noch Trümmer.


    Hat jemand einen Tip ?
    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert





    Das sollte die Lamellenschneide sein , beim Aufbringen auf den Objektträger bröckelt das so , daß ich mir die Stelle ohne Kugelige Zellen ausgesucht und als Schneide definiert habe.


    Und noch ein Bildchen der Huthaut in KOH:

    Hallo Peter,
    Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag auch von mir , vom Ex-Offenbacher an Offenbacher.
    Bleib wie du bist und feier schön.
    Irgendwiewo werden wir uns ja dieses Jahr nochmal begegnen.
    Liebe Grüße
    Norbert

    Hallo,
    habe heute nochmal die Pilze durchgecheckt , Mikro , Literatur , Inet , passt alles prima zu Mycena pelianthina (Schwarzgezähnter Rettichhelmling).
    Wird also so abgelegt und fertig.
    Basalmycel habe ich gar keines gesehen , da in der nassen Laubschicht sogar die Stielbasen schon am Vergehen waren.
    Dank an alle und Grüße
    Norbert

    Hallo zusammen,
    Hier fliegen die Antworten ja nur so rein......
    Alex hat die Richtung gezeigt , Pablo hat konkretisiert, also so irgendwas ist es schon.
    Hat hier halt jeden Tag geregnet , alle Pilze durchweicht , Gerüche kaum wahrnehmbar.
    Anastomosierende Lamellen sehe ich allerdings keine.....
    Na ja , morgen schmeiß ich nochmal das Mikro an , aber als Arbeitsname ist Mycena pelianthina schonmal ein Fortschritt.
    Danke euch allen , jetzt mach ich Feierabend (mit einem Glas Rotwein ohne Pilze (geklärt))
    Grüße Norbert


    Nachtrag :
    Hallo Stefan,
    ich lasse immer auf Glas aussporen , da kann ich gegen weißes Papier prüfen , im Notfall auch gegen Schwarzes.
    Gruß Norbert

    Hallo Tuppie,
    Deine Fotos sind inzwischen richtig genial , gleichen sich deinen Zeichnungen an.
    Dieser Garten wurde wohl lange nicht gedüngt , da bleiben die Tomaten halt kleiner , aber die Artenvielfalt nimmt zu.
    Gruß Norbert

    Hallo zusammen,
    Heute habe ich (unter anderem) einige Pilze gefunden , welche ich nicht mal ungefähr zuordnen kann.
    Möglicherweise kennt sie sonst jeder , aber ich bin ahnungslos.
    Jetzt habe ich genug Pilze analysiert , Faxen dick , den stelle ich hier ein.
    Fundort :
    Im tiefen Laub im Buchenwald , 300m über NN , südlicher Vogelsberg , Nordhang.
    Hut : bis 6cm breit , weißlich bis violettbräunlich überhaucht , wässrig , hygrophan ,brüchig.
    Fleisch : Weißlich mit Graustich , wässrig.
    Lamellen : Weiß , mit violettem Schein , manchmal mit schwach violetter Schneide.
    Stiel : Bis 8cm lang , 0,8cm dick , weißlich , hohl. Unter der Lauboberfläche knickten die Stiele ab , verjüngten sich waagrecht weiterfdührend bis zum Verschwinden.
    Alles sehr brüchig und glibbrig.
    In die Lamellen hab ich auch schnell mit Mikro reingeschaut , Cheilozystiden spindelig , recht groß , manche braunviolett gefüllt (davon der violette Aspekt des Pilzes , besonders nach Befassen.
    Pleurozystiden ähnlich , aber wenige.
    Sporenstaub weiß.
    Hat jemand eine Richtung ??
    Morgen untersuche ich weiter , aber vielleicht weiß ich dann , nach was ich suche.
    Grüße Norbert ahnungslos.





    Lamellenschneide gequetscht :


    Pleurozystide :

    Hallo,
    Bin heute nochmal zum Fundort , habe ein paar Meter weiter noch einige Exemplare gefunden , welche diesmal etwas kräftiger waren.
    Vorsichtig ausgebuddelt - die Knollen brechen aber verdammt leicht ab - und eine gerandete Knolle gefunden.
    Knolle auf Kieferknochen von wasweißich...:



    Also zumindest diese eindeutig Inocybe mixtilis mit gerandeter Knolle.
    Da habe ich mich durch die Dünnstieligkeit der vorgestrigen Funde doch glatt aufs Eis führen lassen - äh - selber geführt.
    Danke für eure Hilfe
    Norbert

    hallo,
    Danke für eure Anregungen.
    Tatsächlich spricht alles für mixtilis , die Pilzchen sind allerdings für mixtilis sehr klein und filigran.
    Und tatsächlich ist es möglich , daß mir die basalen Knollen in der verfilzten Grasnarbe einfach abgebrochen sind....schlampig gearbeitet.
    Wenn ich heute oder morgen Zeit finde , schau ich nochmal nach.
    Grüße Norbert.
    P.S. die Stiele schwärzen nicht beim Trocknen.

    Hallo zusammen,
    Gestern am grasigen-moosigen Wegrand diese Pilze gefunden , Beiwuchs Klee und Fingerhut - kalkarme Erde.
    Dahinter Fichten , auf der anderen Wegseite allerdings Rotbuche.
    Hut : max. 2,3 cm breit , Mitte deutlicher Buckel. Ansonsten siehe Bild
    Stiel : bis 5cm lang , nur 2mm dick.
    Geruch : unauffällig , könnte sehr schwach spermatisch sein (aber lange nicht wie I. geophylla)


    Mikro :
    Sporen unregelmäßig höckerig , ca. 7,6-9,2 X 3,8-4,5 µm.
    Cheilozystiden und Pleuros vorhanden.
    Kaulozystiden über ganze Stiellänge bis unten vorhanden.
    Ca. 25% der Zystiden mit Kristallschopf.


    Wenn der Hut mehr zweifarbig wäre , würde ich Inocybe petiginosa favoritisieren , aber so weiß ich nicht weiter.
    Weiß jemand mehr ??
    Grüße Norbert




    Sporenscan :


    Sporen :


    Zystidengruppe an Stielbasis :


    Zystide einzeln aus Quetschpräparat :

    Hallo zusammen,
    Danke für eure Bestätigung.
    Tatsächlich hatte ich den Verdacht schon im Regen am Fundort , aber da ich mir selber nicht so traue , frage ich solche Perser doch mal im Forum an.
    Und ein Wunder : heute kein Regen !! Dafür erste Pfifferlinge.

    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Nicht , daß ich als Pilzsucher etwas gegen Regen habe, aber momentan fängt es immer an zu gewittern , wenn ich im Wald bin.
    Bleibe ich zu Hause , ziehen die Wolken trocken vorbei.
    Petrus hat wohl was gegen mich .. (Er geht wieder raus , Wasser marsch)
    Aber zum Thema : Mitten im Regenguß am Wegrand im Douglasienwald neben einigen vergammelten Champignons (silvicola oder essettei) ein paar mir unbekannte Pilze.
    Leider die alten von Schnecken total zerlegt , da habe ich schnell im strömenden Regen mit Donner und Blitz drei Kleine eingesackt und weiter.
    Den Foto hole ich bei Nässe ja nicht raus.
    Also nur 3 Fotos zu Hause auf der Fensterbank.
    Gruch intensiv , schwer zu beschreiben.
    Sporenstaub blaß rosa.
    Nach Recherche im Netz bleibt nur der Würzige Tellerling - Clitopilus geminus , Die Sporen unterm Mikro passen auch in Form und Größe.
    Bräuchte ich eigentlich nicht nachzufragen , mach ich bei persönlichen Erstfunden doch gerne (manchmal ist man ja zu dusselig)
    Bitte um Bestätigung oder Korrektur.
    Grüße Norbert




    Hallo Pablo,
    Danke für deine Einschätzung.
    War ich doch auf der richtigen Spur - nur die Farbe hat mich sehr verunsichert.
    Gruß Norbert

    Hallo Holger,
    Wetter ??? jeden Tag wenigstens einmal Regen , daran kanns nicht sein.
    Tja , an den Waldfreund dachte ich ja auch , aber die Farbe machts doch unwahrscheinlich.
    Und der Horngraue hätte diese zusammendrückbare Stielbasis , die fehlt hier.
    Vielleicht ist es auch was ganz anderes , aber ich wüßte nicht was :/
    Gruß aus Hessen
    Norbert

    Hallo zusammen,


    Nur so nebenbei :
    Wenn am Rande eines Bergwerks Erdhaufen mit der Planierraupe zusammengeschoben sind , ist das meist für Naturverbundene kein schöner Anblick...
    Aber wenn sie dann so bewachsen sind , wird es doch hübsch :



    ..und auf dem Rückweg habe ich mich vor einem jungen Perlpilz mal auf die Knie begeben , sieht aus diesem Winkel richtig gut aus :



    Wenn sonst nicht viel hier läuft , dann muß die Knipse halt für sowas herhalten , sonst denkt meine Frau noch , ich wäre nicht im Wald sondern in der Kneipe gewesen...
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,


    Gestern fand ich an einer lichten Stelle im Douglasienwald auf begrastem Nadelstreu diese Pilze.
    Hut : Cremeweiß , bis 4cm breit , teilweise mit leichten Ockerflecken , Rand scharf.
    Hutfleisch : dünn , weiß , nicht ganz bis zum Rand gehend.
    Lamellen : weißlich , dichtstehend , mit Zahn angewachsen.
    Stiel : Bis 5cm lang , nur 2-3mm dick , ockerbräunlich , enghohl.
    Sporenstaub : weiß , eine Spur creme.
    Geruch : kann ich nicht einordnen , schwach pilzig.
    Geschmack : unauffällig.
    Sporen : Wie längliche Zitronenkerne , hyalin , 6,0-7,6 X 3,0-3,9 µm.
    Schnallen vorhanden.
    Eigentlich würde ich auf Rübling tippen , aber ich kann da nichts ganz passendes finden.
    Kennt die jemand ?
    Grüße Norbert


    Hallo,
    Bei mir hat es so funktioniert :
    Die kostenlose Version von CCleaner bei CHIP runterladen , installieren und mit den vorgegebenen Einstellungen durchlaufen lassen.
    Der putzt dann alle Cookies und sonstigen Müll von der Platte , egal wo sie stehen.
    Danach ging es wieder einwandfrei.
    Grüße Norbert

    Hallo Andreas,
    Genau solche Champignons fand ich letztes Jahr in ähnlichem Biotop.
    Nach einigen Recherchen habe ich die mit den üblichen Restzweifeln als Agaricus semotus abgelegt.
    Bliebe noch Agaricus dulcidulus , könnte aber auch ein Synonym von A.semotus sein.
    Gruß Norbert

    Hallo Pablo,
    Weiße Sporen auf Glas mit weißem Papier drüber sehen immer grau aus , da die Sporen einen Teil des durchgehenden Lichtes Absorbieren.
    Hire ein Scan vom Maipilz :

    Farbige Sporen kommen dagegen sehr gut raus , ohne die Abweichungen bei Fotos , weil der Scanner immer die gleiche Belichtung hat. Ist Prima für Vergleiche.
    Aber ich glaube den Flammulaster trotzdem , sonst passt ja alles ......
    Gruß Norbert

    Hallo,
    Heute im Buchenwald auf feuchtem Laub fand ich die gleichen Pilzchen noch einmal.
    Habe 3 Stunden auf einem Objektträger aussporen lassen und im Flachbettscanner gescannt - der erkennt Farbe viel besser als ich.
    Ergebnis : Eigentlich nur Grautöne , wie bei hyalinen Sporen durch die Lichtbrechung immer.
    Für braun bräuchte ich schon viel Phantasie.
    Musste auch feststellen , dass mir die erste Kollektion 4 Zecken spendiert hat - in diesem Waldstück krieche ich nicht mehr rum :cursing:
    Grüße Norbert