Beiträge von Graubart

    Hallo Dieter,
    die Gattung Peltigera (Hundsflechten, Schildflechten) ist richtig. Von der Größe und Form her kommen zwei Arten in Frage, die sich sehr ähnlich sehen:
    Peltigera canina (Echte Hundsflechte) und
    Peltigera praetextata (Schuppen-Hundsflechte) ->LINK.


    Einen wichtigen Unterschied hast Du entdeckt: die kleinen Schüppchen am Rand der Lappen. Von den beiden Arten kommen sie nur bei Peltigera praetextata vor. Sie sind oft nur spärlich vorhanden. Dann ist die Unterscheidung der beiden Arten schwierig.
    Die Schüppchen sind sogenannte Isidien, die bei Flechten der asexuellen Vermehrung dienen. Sie können abbrechen und werden dann vom Wind oder von Tieren weitertransportiert. Sie enthalten sowohl Pilzmyzel als auch Algen, so dass beide notwendigen Bestandteile einer Flechte schon zusammen sind.


    Die Flechtenform wird vom Pilz vorgegeben. Als Algenpartner dienen in der Gattung Peltigera vor allem Blaualgen = Cyanobakterien.


    Viele Grüße
    Lothar

    Liebe Interessierte,
    meine Hoffung in Beitrag #5, dass der neue Fund weiterwächst und untersucht werden kann, hat sich nicht erfüllt.
    Am Donnerstag waren sie kleiner geworden, einer roch schon nach Verwesung, der andere war ziemlich trocken und führte nicht weiter.
    Seitdem ist kein neuer Fruchtkörper aufgetaucht.


    Zum Hasel-Milchling: Haseln gibt es, aber in 25 m Entfernung, hangaufwärts, 2,50 - 5 m höher gelegen. Das halte ich für zu weit weg, auch wenn ich immer wieder erlebe, dass der nächstgelegene Baum nicht der Mykorrhiza-Partner sein muss.


    Zur Unterscheidung von anderen Arten ist die KOH-Reaktion der Milch zu überprüfen. Außerdem muss noch mal genau die Verfärbung der Milch beim Eintrocknen geprüft werden.


    Es heißt also: immer wieder mal nachschauen, ob es neue Fruchtkörper gibt.



    Zu den Sporen:
    Melzer habe ich nicht, ich hatte mir die Sporen zunächst in Wasser angeschaut. Da war wenig zu erkennen, aber die ersten sahen zebriert aus. Ich kam dann längere Zeit nicht mehr zum Mikroskopieren. Beim nächsten Versuch war das Wasser verschwunden und ich konnte Strukturen, ziemlich grob zwar, erkennen. Ich habe freihändig durchs Okular mit meiner Lumix LX7 fotografiert, wozu sie eigentlich nicht gedacht ist. Daher ist die Qualität der Bilder bescheiden. Ich zeige sie trotzdem.


    Die Sporen sind anscheinend nicht zebriert ornamentiert. Die Beschreibung in der Wikipedia "Das Sporenornament ist 0,5–“1 µm hoch und besteht aus Warzen und Graten. Diese sind oft verzweigt oder über dünne Linien verbunden und bilden vereinzelt geschlossene Maschen. Isolierte, oft verlängerte Warzen sind ziemlich zahlreich" könnte passen, trifft aber sicher auch für andere Arten zu.


    Ich habe bisher keine Erfahrung mit Sporenornamenten, daher schweige ich besser.



    (9)


    (10)


    (11)


    (12)


    (13)


    Mal schauen, ob dieses Jahr noch ein Fruchtkörper aus dem Boden auftaucht und ich ihr erwische.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo Pablo und Helmut und andere Interessierte,
    am Donnerstag-Nachmittag bin ich wieder zu den beiden neuen Exemplaren gefahren, um sie zum Pilzstammtisch mitzunehmen.


    Aber: die waren nicht mehr gewachsen, sondern sind geschrumpft. Einer von beiden hat schon nach Aas gerochen.


    Die Oberflächenstruktur der Sporen passt nach dem ersten Eindruck nicht zu L. flexuosus.


    Hallo Helmut,
    ich habe den Fund zur Diskussion gestellt, da ich mir selbst nicht sicher bin.


    Zur Bestimmung benutzt habe ich vor allem:
    - Handbuch für Pilzfreunde Bd 5. - 2. Aufl. - Jena: 1983 (Lactarius-Schlüssel 6 auf S. 79ff und Artporträt Nr. 36)
    - Frieder Gröger Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Bd 2 . Regensburg 2014.
    - Großpilze Baden-Württembergs Bd 2. Stuttgart: 2000.
    - Wikipedia

    Beim Geschmack schwanken die Angaben zwischen scharf und sehr scharf


    In manchen Bundesländern wird in der Roten Liste Gefährdungsstufe 3 (gefährdet) angegeben, bei anderen r = selten. In der hessischen Roten Liste ist kein Status angegeben. In dem Buch Ulla Täglich: Pilzflora von Sachsen-Anhalt. Halle 2009 wird auf S. 248 angegeben "zerstreut", d.h. 11-20 Fundstellen, und "durch Eutrophierung rückläufig".



    ich war heute noch mal am Standort: dort wächst kein Haselstrauch in der Umgebung, daher kann es kein Lactarius pyrogalus (L. hortensis) sein.


    Zu Deiner Frage, welche Kriterien (außer Mykorrhizapartner) ich verwendet habe?
    - Hut glänzend (ähnliche Arten haben einen matten Hut)
    - sehr breiter, kurzer Stiel, ockerliche Flecken an der Basis
    - Milch auf den Lamellen nicht verfärbend
    Eine KOH-Probe mit der Milch hatte ich nicht gemacht.


    Zur Sporengröße:
    Ich habe nur 10 Sporen ausgewertet, daher statistisch nicht signifikant, aber ein Anhaltspunkt: 7,6 µm x 6,6 µm, Q=1,15.


    Erfreulich: ich habe heute, in 90 cm Entfernung von der Birke, zwei junge Exemplare gefunden. Ich hoffe, sie halten bis Donnerstag am Standort durch und ich kann sie zum Pilzstammtisch mitnehmen.


    (7) Einer der beiden jungen Fruchtkörper


    (8) Die Lamellen sind auch jung ockerlich. Mit Taschenspiegel aufgenommen.



    Mal schauen, was die neuen Exemplare bringen.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    nach langer Zeit habe ich endlich einen Pilz gefunden, bei dem ich mir Chancen ausgerechnet habe, ihn zu bestimmen.


    Gestern habe ich in einem Park einen Milchling gefunden, den ich für einen Verbogenen Milchling (Lactarius flexuosus) halte. Es gab nur 1 Exemplar.



    Hier die Details:
    Fundort: Nordwestlicher Vogelsberg, Gemeinde Mücke, TK25: 5320/3 ca 300 m hoch gelegen.


    Geologie, Boden: Basalt; lehmiger, leicht basischer Boden; Boden nicht besonders feucht.


    In dem kleinen Park wachsen Laub- und Nadelbäume, zwischen den Bäumen wächst Gras, das ab und zu gemäht wird.
    Eventuelle Mykorrhizapartner: am nächsten benachbart (ca 2 m): Birke, in 3 m noch eine Birke; in ca 5-10 m eine Roteiche (Quercus rubra)


    Hut: ca 9 cm Durchmesser, Oberfläche unregelmäßig gewellt, Mitte vertieft, violettlich grau, glänzend, glatt, mit Wasser benetzt schmierig.
    Die Huthaut ist am Rand nach innen umgebogen.


    Fleisch: weiß, weißlich
    Lamellen: +- ocker.
    Milch: bei Verletzung weiß, auch so bleibend (keine Verfärbung)


    Stiel:ca 4 cm hoch, oben ca 2,8 cm breit, nach unten schmaler werdend;
    etwas heller als der Hut, an der Basis gelbliche Flecken, bereift.



    Geschmack: nach einigem Kauen scharf (Zungenspitze), aber nicht sehr scharf
    Geruch: schwach obstig



    Sporenabwurf: hat leider nicht geklappt. Eventuell mache ich heute Abend ein Quetschpräparat.



    Hier nun die Bilder:


    (1) Standort.


    (2) Der Hut.


    (3) Lamellen und Stiel. Die Lamellen wurden mit dem Taschenmesser geritzt (rechts). Es zeigen sich weiße Tropfen, die sich nicht verfärben.
    Der Effekt war nicht sehr stark, vermutlich, weil es einige Tage trocken und warm war.
    An der Stielbasis sind gelbliche Flecken.


    (4) 9 cm Hut-Durchmesser.
    Die Tropfen sind jetzt ewas größer.


    (5) Der Stiel ist beeindruckend kurz und stämmig.


    (6) Im Querschnitt: dickes Hutfleisch, der Stiel ist nicht hohl.


    Auf Grund der Größe, dem grauen Hut und Stiel, der Farbe der Lamellen und der nicht verfärbenden Milch komme ich zu


    Verbogener Milchling (Lactarius flexuosus)

    Im Habitus erinnert er an den Rosascheckigen Milchling (Lactarius controversus), den ich im vergangenen Jahr in ca 20 m Entfernung bei einer Salweide gefunden hatte und in 1 km Entfernung bei Zitterpappel. Der Fruchtkörper hat bei ihm aber deutliche rötliche Farben. Auch der Mykorrhizapartner fehlt.


    Was ist Eure Meinung dazu?


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    heute nachmittag (dh inzwischen gestern) habe ich den ersten schönen Fund diesen Frühjahrs und Sommers von einem Pilz mit Stiel gemacht. Ich hatte die Art vor ca zwei Jahren schon einmal an demselben Standort gefunden. Ich hänge die neuen Bilder an den alten Thread an, um mir die Beschreibung von Örtlichkeit etc. zu sparen.


    Amanita lividopallescens = Ockergrauer (Riesen-)Scheidensstreifling, auch Blasser oder Blassbrauner Scheidenstreifling



    Da das (heute einzige) Exemplar makroskopisch wie die 2014 gefundenen ausschaut, habe ich keine Zweifel, dass es sich um dieselbe Art handelt.


    Zu ergänzen:
    Hutdurchmesser 8 cm
    Stiel: 12 cm


    (19) Hut von oben. Die Streifen sind sehr deutlich.


    (20) Ich muss demnächst eine Grasschere mitnehmen. :shy:  
    Der genatterte Stiel ist trotzdem erkennbar.


    (21) Hier der Stiel in voller Länge


    (22) Die Innenseite der Volva (oben rechts) hat in etwa die Farbe wie der Hut


    (23) Die Lamellen in der Übersicht


    Viele Grüße
    Lothar



    PS: Die oben verlinkte Seite von fungiworld ist leider nicht mehr zugänglich. Leider wurden die Seite auch nicht bei archive.org archiviert. Das größeren Datenbanken ist das ein Problem. Statische Webseiten sind leichter zu archivieren.
    Von wegen: das Netz vergisst nichts!

    Hallo zusammen,
    bin eben über den Beitrag gestolpert: hübsch schauen die Becherchen aus.


    Als Einsteigerbuch zu Pflanzen wurde mir in den 90er Jahren auf einer Exkursion empfohlen:
      Pareys Blumenbuch / Richard Fitter et. al.

    Möglicherweise ist es zur Zeit nicht lieferbar. Bei bücher.de wird als Erscheinungstermin 2017 angegeben . Antiquarisch ist es auch zu normalen Preisen zu bekommen, wenn auch mit Gebrauchsspuren.
    Es enthält sehr viele sehr gute Zeichnungen. Bei einer der früheren Auflagen waren die Farben etwas blass, dass sollte aber die Ausnahme sein.
    - Nicht enthalten sind Gräser im weitesten Sinn. Für diese gibt es ein separates Buch aus der Parey-Reihe.
    Hilfreich ist, wenn man in der Schule einige Pflanzenfamilien kennengelernt hat: Schmetterlingsblütler, Kreuzblütler usw. , wie das bei mir der Fall war, Interesse vorausgesetzt. Inzwischen dürfte das in den Schulen die Ausnahme sein.


    Man wird im Parey aber auch durch einen bebilderten Schlüssel zu den Familien und Arten geführt. Da ich Vorkenntnisse hatte, habe ich das selten gebraucht, kann also wenig dazu sagen. Daneben bleibt natürlich das Blättern.


    Online ist unschlagbar:
    Flora-de: Flora von Deutschland, besser bekannt unter dem ursprünglichen Namen Blumen in Schwaben.


    Zum Beispiel die Gattung Weißwurz:
    http://blumeninschwaben.de/Ein…ngewaechse/weisswurz2.htm
    Das Salomonssiegel gehört dazu. In Gärten angepflanzt und manchmal verwildert ist ein Bastard aus Vielblütiger Weißwurz und Salomonssigel, der dort ebenfalls gezeigt wird.


    oder Mädesüß
    http://blumeninschwaben.de/Zwe…ngewaechse/maedesuess.htm



    Zur Verbreitung von Pflanzenarten:
    Am häufigsten benutze ich Floraweb:
    http://floraweb.de
    Über den Artnamen kommt man zu einer Seite mit Informationen zur Art und einem Link zu einer Verbreitungskarte. Diese öffnet sich in einem neuen Fenster bzw. neuen Tab. Regelmäßig stolpere ich über die Eigenschaft, dass sich nach der Eingabe eines anderen Artnamens und Klick auf die Verbreitungskarte kein neuer Tab öffnet, sondern der bisherige Tab aktualisiert wird.


    Wichtig zu wissen: Verbreitungskarten sagen nur aus, dass mindestens 1 mal 1 Exemplar der Pflanze dort gefunden wurde. Die Häufigkeit wird dadurch nicht erfasst. In Artporträts z.B. in der Wikipedia ist dann zu lesen: weit verbreitet, aber nirgends häufig.
    Außerdem: es gibt gut untersuchte Regionen und weniger gut untersuchte, und es gibt z.B. Einrichtungen, die viele Daten erhoben haben, sie aber aus welchen Gründen auch immer nicht weitergeben.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo Florian,
    herzlichen Glückwunsch. Böhmische Verpeln würde ich auch gerne finden.


    Zu den Pflanzen:
    In Deutschland gibt es 4 Lerchensporn-Arten: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida), Mittlerer Lerchensporn (Corydalis intermedia) und Zwerg-Lerchensporn (Corydalis pumila). Die ersten beiden sind in Hessen die häufigsten.


    Bei dem Lerchensporn auf dem Bild handelt es sich um den Gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida). Er hat unterhalb des Blütenstands ein gefingertes Tragblatt. Beim Hohlen Lerchensporn ist das Tragblatt "ganzrandig", das heißt am Rand nicht eingeschnitten oder gezähnt. Auf dem Bild ist (etwas unscharf) ein gefingertes Tragblatt zu erkennen.


    Beim Gefingerten Lerchensporn gibt es nur violett blühende Exemplare. Beim Hohlen Lerchensporn gibt es am selben Standort sowohl weiß blühende als auch violett blühende Exemplare, in etwa in gleichen Anteilen.


    Wenn man eine Bestimmungshilfe für Blütenpflanzen braucht, ist Blumen in Schwaben eine ausgezeichnete Hilfe. (*). Die rot/violett blühenden Lerchensporne sind in dieser Datenbank ->hier zu finden.


    Waldmeister (Galium odoratum) und Kletten-Labkraut (Galium aparine) gehören immerhin zur selben Gattung.


    Viele Grüße
    Lothar


    Hallo Anna und Wiltrud!
    Ich danke Euch fürs Anschauen und Euer Lob.


    Nun habe ich noch ein Bild für unsere Flechtenfreunde...




    Hallo Tuppie,
    bei Deiner Zeichnung gehe ich davon aus, dass das eine Gelbflechten (Xanthoria parietina) ist. Die Apothecienscheiben sind normalerweise gelb bis intensiv orange.
    Wenn sie wie auf der Zeichnung intensiv braun sind, dann liegt das an einem parasitischen ("lichenicolen") Pilz:
     Xanthoriicola physciae


    Hier sind Fotos davon:
    http://www.dorsetnature.co.uk/pages-lichen/lch-92.html
    http://www.irishlichens.ie/pages-lichen/l-521.html


    Lichenicole Pilze sind ein Untersuchungsgebiet, das noch viele Neufunde ermöglicht.


    Beim Institut für Vegetationskunde und Landschaftsökologie gibt es im Downloadbereich eine Checkliste der flechtenbewohnenden Pilze Deutschlands:
    http://www.ivl-web.de/download_frame.htm


    Link zur Checkliste der lichenicolen Pilze Deutschlands:
    http://www.ivl-web.de/docs/CL_Lifus_Deutschland.pdf


    Bei diesem Interessengebiet muss sowohl bei Flechten als auch bei diesen Pilzen fit sein, das hat schon was.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo Dieter,
    die Verteilung von Caesium 137 war innerhalb der Bundesrepublik regional (und auch lokal) sehr unterschiedlich. Generell war sie höher als zu erwarten, da Ostwind geherrscht hat. Besonders betroffen war Ostbayern und der Alpenraum.


    Eine meiner Meinung nach lesenswerte allgemeine Darstellung ist hier zu finden:
    http://www.senioren-ratgeber.d…ktiv-belastet-258061.html


    Zu den Messergebnissen:


    Für Deutschland gibt es hier eine Übersicht:
    http://www.bfs.de/DE/themen/io…dbret/pilze-wildbret.html
    Maronen sind allgemein stark belastet, aber bei manchen Messungen durchaus auch andere Speisepilze.


    Für Bayern stehen die Ergebnisse der Probennahmen der Landesanstalt für Umwelt im Internet zur Verfügung:
    http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe
    Man kann dort z.B. Caesium 137 auswählen und die untersuchten Materialien, z.B. Pilze.


    Wildschweine werden auch vom Bayerischen Jagdverband untersucht. Dessen Messwerte werden an die LfU geliefert, fließen laut ntv jedoch nicht in die Datenbank ein:
    http://www.n-tv.de/panorama/Wi…acht-article14927056.html


    Die Sicht des Umweltinstituts München ist hier nachzulesen:
    http://www.umweltinstitut.org/…/gesundheitsschaeden.html


    Für Sachsen gibt es hier eine Zusammenstellung:
    http://www.forsten.sachsen.de/wald/2886.htm


    Das Argument von KiHO, dass Pilze nur kurzlebig sind (und daher nicht viel Material aufnehmen können) stimmt so nicht, da nur die Fruchtkörper selbst kurzlebig sind, nicht aber das Myzel.


    Die Regel "die Menge macht das Gift" gilt natürlich auch hier. Ob Schweinefleisch aus industrieller Produktion insgesamt weniger problematisch ist als Wildschwein?


    Im Handel gibt es auch Pilze , die aus Osteuropa kommen. Die Kontrollmöglichkeiten der radioaktiven Belastung dürften begrenzt sein.


    Viele Grüße
    Lothar

    Guten Morgen allerseits,
    gestern am späten Nachmittag war ich noch mal am Standort und habe ein Stück von einem älteren Fruchtkörper abnehmen können, der in meiner Reichweite war. Das Fotografieren war mühsam: es war kurz nach 17 Uhr, aber es war wegen dicker Wolken schon ziemlich duster. Im Südosten, über dem Hoherodskopf im Vogelsberg, war es viel heller.
    Das beste von 25 Fotos zeige ich hier:


    (4d) Die Poren sehen meiner Meinung nach tatsächlich orangerot aus. Der blaue Hintergrund auf dem Foto sind meine Jeans.


    (4e) Ausschnitt daraus:


    So sollte die Oberfläche aussehen?


    Da ich mir den Namen besser merken kann, schreibe ich ihn noch mal:


    -> Orangeroter Knorpelporling (Skeletocutis amorpha)
     
    Bei Species fungorum hat die Art eine beeindruckende Liste von über 40 Synonymen:
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=305993


    Ich freue mich jedenfalls, einige für mich neue Pilzarten kennengelernt zu haben.


    Die Arten sind ohne Zweifel häufig, aber für mich sind sie neu. In den 90er Jahren hatte ich einen botanischen Kurs teilgenommen, in dem es zunächst um Gräser ging: da habe ich zum ersten Mal gelernt, wie man Sauergräser, Binsen / Hainsimsen und Süßgräser unterscheidet. Glatthafer und Knaulgras hatte ich zwar schon gesehen, aber nicht benennen können. Nach und nach wurden es mehr Arten. Ich fand es toll, dass ich am Wegrand oder auf Wiesen immer mehr Arten benennen konnte. Plötzlich hatte die Wiese eine Struktur. So geht es mir auch bei den Pilzen. Dass unter manchen Bäumen abgefallen Äste liegen, die fast nichts wiegen, das kannte ich schon lange. Dass das auf Pilze zurückzuführen ist, war mir auch klar. Aber ich freue mich, dass ich jetzt an einer Eiche den Rindensprenger erkennen kann und weiß, da fällt bald ein Ast herunter, auch wenn der Baum selbst noch lange stehen bleiben kann.


    Vielen Dank für die Bestimmungshilfen an Ingo und Pablo,
    und ein schönes Frühjahr für alle


    Lothar

    Hallo Pilzvogel,
    bei der Auswahl habe ich die Produktübersichten von CHIP genutzt - nicht wegen der Testergebnisse, sondern weil dort viele technische Daten erfasst sind. Besonders wichtig fand ich: Kann der Akku gewechselt werden (um den leeren mit dem geladenem Zweitakku zu tauschen) oder muss ich immer die Kamera selbst ans Ladegerät hängen. Oder: wie groß ist die Kamera (Höh x Breite x Tiefe), passt sie in die Jacken- oder Hemdentasche? Dabei aber auch die Maße der Kamerahülle berücksichtigen. Meine ist etwas dicker, was mir sehr gut gefällt.


    Ein wichtiger Tip kam entweder in meinem Thread oder woanders her: die Kamera muss gut in der Hand liegen. Die beste Kamera nutzt nichts, wenn sie einem zu schwer, zu leicht oder zu unhandlich ist und deshalb zu Hause bleibt. Bei mir sind dadurch technisch bessere Kameras nicht in Frage gekommen.


    Mit Bridge-Kameras kann man tolle Fotos machen. Meine Frau fotografiert mit sowas einheimische Zikaden auf 1 m Entfernung. Aber: die Dinger würden nicht in meine Jackentasche passen. Das war bei mir auch eine Vorgabe.


    Hier der Aufsatz ->LINK ist mindestens ein Jahr alt, aber sicher noch in den meisten Bereichen ok, auch wenn man im Detail anderer Meinung sein kann.


    Viele Grüße
    Lothar

    Guten Abend zusammen,
    vielen Dank für die Komplimente. :)


    @Ingo: Vielen Dank für den Tipp. Samstag oder Montag will ich noch mal zum Standort von Pilz Nr. 4 , der Skeletocutis amorpha (Orangeporiger Knorpelporling) (*) sein könnte. Ich hoffe, dass es auch noch Fruchtkörper gibt, die besser erreichbar und einigermaßen fit sind.


    Ein schönes Wochenende wünscht
    Lothar



    (*) In den beiden Threads kommen wissenschaftliche Artennamen vor, bei denen es eine Weile dauern wird, bis ich mir die wenigstens ungefähr merken kann. Wenn die Namen vorhandene (oder auch nicht vorhandene) Eigenschaften einer Art beschreiben, und ich das erkenne und verstehe, dann klappt das irgendwann. Schlimmer sind die, die auf der Grundlage von Personennamen gebildet werden. Bei den Flechten hat das in den letzten Jahren um sich gegriffen, vor allem bei der Aufspalterei von Gattungen, die zur Zeit Mode ist.


    Es gibt eine schöne Anekdote: ein Virusforscher hat seiner Frau zu ihrem Geburtstag ein besonders Geschenk machen wollen. Er hat einen neu entdeckten Virus nach ihr benannt. :)
    Auf die Mykologinnen und Mykologen übertragen: ... er / sie hat einen coprophilen Pilz nach ihr / nach ihm benannt.


    Ich schweife jetzt ab. :shy:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    vor ein paar Tagen hatte ich im Forum etliche Fragen zu Holzpilzen, die ich auf einem Spaziergang rund um die Eisenkaute von Bernsfeld im nordwestlichen Vogelsberg in Hesen gesehen hatte. -> LINK . Ich war danach noch 2 mal dort und habe weitere Pilze entdeckt. Zum Teil handelt es sich um einen Exkursionsbericht, da einige Bestimmungsfragen auf dem Marburger Pilzstammtisch beantwortet wurden.


    Am Anfang will ich den Fund vorstellen, der für mich am überraschendsten war:


    1. Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea)
    (1a) Auf dem Ast einer Hasel nicht weit über dem Boden.

    Er soll nicht so häufig sein. Mal schauen, ob ich ihn auch geöffnet zu sehen bekomme.


    Ansonsten habe ich gefunden:




    2. Häutiger Lederfältling (Meruliopsis corium)
    Auf der Unterseite von in der Regel dünnen Ästen wuchsen weißliche Pilze.


    (2a) Der Ast war abgeschnitten und im Geäst hängen geblieben. Man blickt auf die Unterseite.


    (2b) Ein Fruchtkörper aus der Nähe


    (2c) Er wuchs auch auf dickeren Ästen. Auch dieser war abgeschnitten worden.

    Auf dem Pilzstammtisch in Marburg wurde ein Pilz mit diesem Namen herumgegeben, der meiner Meinung nach genauso ausgesehen hat.


    (2d) Einige, vermutlich ältere Exemplare gingen farblich ins ockerliche über.




    3. Gemeiner Violettporling (Trichaptum abietinum)
    Am Rand einer ehemaligen Eisenerzgrube stand eine abgestorbene Kiefer.



    (3a) Die Rinde hatte sich schon abgelöst. Einige Äste waren abgebrochen und waren mit dem oberen Teil hängen geblieben.


    (3b) Am Fuß des Kiefernstamms waren viele Pilzfruchtkörper zu sehen..


    (3c) Von oben haben die Pilze nicht sehr spannend ausgesehen.


    (3d) Aber oha: die Unterseite war dunkel-violett, und sie war porig.


    Nachblättern im Laux und Nachfrage beim Marburger Pilzstammtisch führte zur obengenannten Art.
    Anscheinend ein sehr häufiger Pilz, auf den ich aber bisher nicht gestossen war, weil ich mehr in Laubwäldern unterwegs bin.



    4. Unbekannter Rindenpilz
    Auf einem der herunterhängenden Äste wuchsen mehrere Exemplare eines mir unbekannten Rindenpilzes - kein Wunder, mir sind fast alle unbekannt.
    -> Ergebnis: Orangeroter Knorpelporling (Skeletocutis amorpha)


    (4a) Die rötliche Schicht ist ein Rest der Rinde.


    (4b) Hier aus der Nähe. Ich musste mich strecken und mit Zoom arbeiten.


    (4c) Hier der saß etwas höher. Ich konnte ihn nur mit nach oben ausgestreckten Armen fotografieren.


    Edit: Bilder der Poren (Bild 4d und 4e) in Beitrag #6



    5. Ästchen-Schichtpilz (Stereum rameale / ochraceoflavum) oder Striegeliger Schichtpilz (Stereum hirsutum)?
    Ich zeige zunächst einmal die Bilder:


    (5a) Auf der Unterseite des Astes sitzen +- schüsselförmige Schichtpilze


    (5b) Und so aus der Nähe. Durchmesser bis ca 2 cm
     


    (5c) Die Pilze auf den Ästchen habe ich erst zu Hause fotografiert. Durchmesser bis 1 cm
    pilzforum.eu/attachment/159599/


    (5d) Der Haarfilz (Tomentum) eines Exemplars auf dem dickeren Ast


    (5e) und hier von einem Exemplar auf dem Ästchen


    Welche welche der beiden oben genannten Arten handelt es sich?
    Auf Grund der Beiträge zum "zottelig behaarten Baumpilz" war ich gewarnt: nicht jeder Schichtpilz, der auf Ästchen wächst, ist ein Ästchen-Schichtpilz.
    Ein Blick in JÜLICH und GPBW klärt die Frage: die Farben des Hymeniums sind nicht graugelb, sondern zumindest am Rand orange. Die Filzschicht ist nicht grau, sondern hat dunklere Streiben. Das spricht an sich schon für S. hirsutum.
    Die beiden Arten unterscheiden sich laut den beiden Bestimmungsschlüsseln vor allem dadurch, dass S. hirsutum zwischen Tomentum und Trama eine dunkle (+- rotbraune) Schicht hat (Cortex). Sie fehlt bei S. ochraceoflavum. Darauf hat in dem genannten Beitrag Lothar Krieglsteiner hingewiesen.


    Ein Schnitt in je einen Fruchtkörper und der Blick durch die Stereolupe bestätigen die Vermutung. Bei beiden Fruchtkörpern gibt es eine deutliche dunkle Schicht.


    Daher handelt es sich bei beiden um die
      Striegelige Tramete (Stereum hirsutum) !


    Ich habe das so ausführlich beschrieben, weil ich bei der Form dieser Fruchtkörper nicht auf diese Art gekommen wäre.



    6. Muschelförmiger Feuerschwamm (Phellinus conchatus)
    Wiedergesehen habe ich einen alten Bekannten, den Muschelförmigen Feuerschwamm. Ihn hatte ich schon 2014 vorgestellt.
    ->LINK (Bild 10 und 11)


    (6a) Er sieht noch fast genauso aus.




    Damit will ich es genug sein lassen. Vielleicht habt Ihr ja einen Hinweis auf den unbekannten Rindenpilz Nr. 4


    LG
    Lothar

    Hallo,
    ich bin den offenen Fragen noch mal nachgegangen.


    zu Art Nr. 3: Schichtpilz (Stereum spec.)
    am Marburger Pilzstammtisch wurde (für das Exemplar 3d/e von meinem letzten Beitrag) ebenfalls die Meinung vertreten, dass es sich um
      Stereum hirsutum
    handelt. Der "Stiel" gehört zum Substrat.



    zu Art Nr. 7: Polsterförmiger Feuerschwamm (?) (Phellinus cf punctatus)
    am 10.3.16 war ich noch mal im Gebiet. Auf einem anderen alten Weiden-Stamm, dessen Exemplar nicht mehr so frisch ausgesehen hat, aber auch so polsterförmig war und so etwas wie Jahresringe auf der Oberfläche hatte, habe ich einen Teil herausgeschnitten:


    (7c) Oberfläche mit Jahresringähnlichen Strukturen


    (7d) Die Schichten sind deutlich zu erkennen.


    Ich denke, ich kann den guten Gewissens unter
    Polsterförmiger Feuerschwamm (Phellinus punctatus)

    ablegen.



    zu Art Nr. 8: unbekannter Holzpilz, evtl. Cylindrobasidium evolvens/laeve (Ablösender Rindenpilz)
    Meiner Erinnerung nach war er so gefärbt, aber die Erinnerung kann trügen.
    Am 8.3. kam ich nicht mehr bis dort hin. Im Westen hat es so ausgesehen:


    (11)
    Es hat dann auch kräftig geregnet.


    Am 10.3. habe ich die Pilze nicht wiedergefunden, obwohl das Foto (8a) nur 48 Sekunden nach dem letzten Phellinus-Bild (7a/b) entstanden ist.
    Es war seit den Fotos 2 Tage trocken geblieben. Vielleicht sind sie jetzt nur blassocker? Ich muss da mit Sprühflasche hin.
    -> bleibt vorerst ungelöst.


    Zu Art Nr. 9: unbekannter Holzpilz, evtl. Scytinostroma hemidichophyticum (Mottenkugelpilz)
    Ich habe den Standort wiedergefunden, ein Stück abgeschnitten: deutlicher Geruch nach Mottenkugeln!
    Das ist
    Scytinostroma hemidichophyticum (Mottenkugelpilz)
    .




    Vielen Dank für Eure Hilfen. Da habe ich vieles dazugelernt. :alright: :alright: :alright:


    Am 10.3. habe ich noch weitere neue Pilze gefunden. Die stelle ich in einem neuen Thread vor. Das geht leider nicht direkt im Anschluss, weil noch andere Arbeiten anstehen.


    Viele Grüße
    Lothar

    Guten Abend,
    heute nachmittag war ich noch mal an den Fundstellen von Arten, zu denen Ingo Fragen gestellt hat.


    Zu Art Nr. 3: Ein Schichtpilz (Stereum spec)
    @Ingo: die Frage nach einem Bild der Unterseite war genau richtig :alright:
    Dieses Mal habe ich einen Fruchtkörper mit dem Taschemesser aus dem Holz gelöst, unter einer kräftigen Moosdecke.
    Das war eine Überraschung:


    (3d) Oberseite. Wichtiger: das sieht aus, als hätte der Fruchtkörper einen Stiel !?


    (3e) Unterseite. An der Basis ist das Hymenium rostbraun !?


    Auf Druck mit dem Daumen wurde die Unterseite dieses Mal etwas dunkler (rechter Lappen, oben).
    Die Schichtpilze verwirren mich. :rolleyes:




    Zu Art Nr. 4: Mottenkugel-Rindenpilz (Scytinostroma hemidichophyticum, syn. S. portentosum)
    Der Pilz riecht eindeutig nach Mottenkugeln. Altersbedingt kenne ich den Geruch noch aus den 50er und 60er Jahren.


    Bei der Suche nach der Art bin ich zufällig auf ein Video von Lothar Kriegelsteiner gestossen. Er beschreibt den Geruch anders.


    Es gibt dort noch ein paar Filme zu anderen Pilzen mit ihm.



    Zu Nr. 7: Phellinus spec.
    Pablo : Meistens werden in meinen Büchern Weiden und Hasel (Corylus avellana) als die häufigsten Substrate genannt. Das würde passen. Im Mannheimer Bereich kann das ja anders sein. Bei uns sind Robinien relativ selten.
    @Ingo & Pablo: ich kann mal schauen, ob ich auch Fruchtkörper an senkrecht stehenden Stämmen finde.



    Zu Nr. 8: Cylindrobasidium evolvens/laeve (Ablösender Rindenpilz) (Ingo)
    Kommt denn die Farbe hin? Im Artenportrait ->LINK steht
    FK, jung weiss, Rand weiss bleibend (Zuwachszone), im Zentrum cremebeige bis hellbraun verfärbend. ...Im ausgetrockneten Zustand hell cremebeige in Schollen aufbrechend.
    Hier der Fruchtkörper ist lila / violett (oje, die Farbbezeichnungen).



    Zu Nr. 9: Scytinostroma hemidichophyticum (Pablo)
    Wird im Alter die Fruchtschicht dünner. Riecht der Fruchtkörper dann noch?



    Zu Art Nr. 11 Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica):
    Auf der Unterseite des Astes konnte ich eine Peniophora entdecken, vermutlich der Eichen-Zystidenrindenpilz (Peniophora quercina). Daher ist Tremella mesenteric ok.


    (10b) Eichen (?)-Zystidenrindenpilz (Peniophora cf quercina)


    (10c) Die Farbe ähnelt dem trockenen Eichenlaub, vor Ort war nur ein kleiner violetter Schimmer zu sehen. Vermutlich wird sich die Farbe ändern, wenn man den Pilz befeuchtet.



    So viel für heute.


    Vielen Dank für die Hinweise. Da bin ich doch ein ganzes Stück weiter, aber bei Stereum noch tiefer in der Verwirrung.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    vorgestern, am 5. März, war ich nach langer Zeit wieder mal unterwegs, um nach Pilzen zu schauen. Hier wachsen zur Zeit nur Holzpilze, die schön anzuschauen waren, aber bei denen ich oft nicht mal eine Idee habe, welche Gattung das sein könnte.


    Ort: eine ehemalige Eisenerzgrube, stillgelegt Anfang der 60er Jahre, im nordwestlichen Vogelsberg in der Mitte von Hessen, auf ca 300 m Höhe. Untergrund: lehmig, darunter basischer Basalt. Aber bei Holzpilzen sollte das nicht so relevant sein. Substrate: vor allem Weiden (Salix spec.), Eichen, Hasel.


    Es war zwar nur knapp über 0 Grad, aber ausnahmsweise ohne Wind. Die Tage zuvor hat es lange andauernd geregnet.



    (1) Ein erster Frühlingsanzeiger: die Kornelkirsche hat viele Knospen.



    (2a) Der erste Fund: ein Stielporling. Ich vermute den Winter-Stielporling (Polyporus brumalis). Hutdurchmesser > 5 cm, ca 3 Poren pro mm, am Rand deutlich enger. Der Hutrand ist nach untern eingeschlagen, der Hut stoppelig behaart. Ganz sicher bin ich bei der Art nicht, die Sporen warten noch auf eine Messung.


    (2b)




    (3a) Am selben Standort, aber evtl. anderes Substrat: ein Schichtpilz (Stereum spec.). Leider habe ich so meine Probleme mit S. hirsutum und S. subtomentosum
    3. -> Ergebnis: Striegeliger Schichtpilz (Stereum hirsutum)


    (3b) Hier zur Klärung ein Lupenbild der Oberfläche (mit bescheidenen Mitteln aufgenommen). Ist das striegelig oder samtig?.


    (3c) Aber dann hier der Querschnitt. Zwischen dem filzigen Bereich und der Trama befindet sich eine braune Schicht. Diese soll bei S. subtomentosa fehlen.
    .


    Auf Druck hat sich die Unterseite nicht verfärbt.


    Daher meine Vermutung: Striegeliger Schichtpilz (Stereum hirsutum).
    (Ich weiß, es ist eine banale Art, wenn man sich auskennt.)



    4. Dann ganz in der Nähe, auf einem dicken Weidenast, ein Pilz, den ich nicht zuordnen kann:
    -> Ergebnis: Mottenkugelpilz (Scytinostroma hemidichophyticum, syn. S. portentosum)


    (4a)


    (4b)



    5. Auch wieder nur ein paar Meter weiter: das sieht für mich nach einem Reibeisenpilz aus. Ich weiß auch dass man die nur mikroskopisch sicher bestimmen kann. Die Erhebungen waren aus einigen Metern Entfernung schon deutlich zu sehen, so dass sich die Anzahl der Kandidaten reduzieren sollte.
    In den Westfälischen Pilzbriefen gibt es einen Aufsatz zu den Stachelpilzen: Jahn, H.: Einige resupinate und halbresupinate "Stachelpilze" in Deutschland (hydnoide resupinate Aphyllophorales). Westfälische Pilzbriefe Band 7, S. 125



    (5a)


    (5b) Die Erhebungen enden stumpf.


    Der Reibeisen-Rindenpilz (Hyphoderma radula) sieht bei der Bildsuche im Internet auf Fotos so ählich aus, aber was kommt noch in Frage?



    6. Auf einem Eichenast wuchs hier der Pilz. Ich vermute den Gemeinen Rindensprenger (Vuilleminia comendens):
    -> Ergebnis: Gemeiner Rindensprenger (Vuilleminia comendens)


    (6a)



    7. In der Nähe ein Feuerschwamm (Phellinus spec.). Substrat? Die Rinde schaut nach Hasel aus.
    -> Ergebnis: Polsterförmiger Feuerschwamm (Phellinus punctatus)


    (7a)


    (7b)



    8. Noch ein Pilz, bei dem ich keine Idee habe, wo er hin gehört. Gesehen habe ich ich sicher schon mal, auch in Bilderbüchern.
    -> Kein Ergebnis
    (8a)



    9. Ein farblich sehr hübscher Pilz, aber auch da habe ich keine Idee, welche Gattung oder Art das sein könnte.
    -> Ergebnis: Mottenkugelpilz (Scytinostroma hemidichophyticum, syn. S. portentosum)


    (9a)



    10. Zumindest habe ich bei diesem hübschen Pilz einen Verdacht: Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica). Substrat: Eiche.
    -> Ergebnis: Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)


    (10a)



    11. Zum Schluss noch ein cyphelloider Pilz, auf den mich im November/Dezember Wolfgang Schößler aufmerksam gemacht hat:
    das Rasige Hängebecherchen (Merismodes confusa), seit neuestem wohl synonymisiert mit Merismodes fasciculata. Es gibt einen ganzen Stall von Synonymen.
    Vor Ort hatte ich bei dieser Exkursion kein Foto gemacht, da das Ästchen (ca 1 cm Durchmesser) und die Pilzgruppe sehr unscheinbar waren.
    Substrat: Salweide (Salix caprea).


    (11a) Leider kam ich erst später dazu, das Ästchen zu fotografieren.


    (11b) Am 20.12.2015 hatte ich im gleichen Gebiet eine größere Gruppe auf einem dickeren, schon heruntergefallenen Ast vor Ort fotografiert. Sie wuchs auf einer sehr alten Salweide.



    Holzpilze aus dem Gebiet hatte ich im Jahr 2014 ein paar Mal vorgestellt. Der Gemeine Feuerschwamm ist heute noch zu finden, bei den anderen müsste ich mal nachschauen.


    1.3.2014
    Bildergalerie Gemeiner Feuerschwamm (Phellinus igniarius agg.) ?


    11.3.2014
    Muschelförmiger Feuerschwamm (Phellinus conchatus) auf Weide


    11.3.2014
    Resupinater Rindenpilz auf Weide (Salix): Phellinus spec.


    11.3.2014
    Resupinater Rindenpilz auf Weide (Salix): kein Phellinus


    5.4.2014
    Phellinus punctatus und / oder andere Rindenpilze?


    18.2.2015
    Anis-Tramete (Trametes suaveolens) ?
    (Nicht mehr vorhanden, auch kein neues Exemplar).



    Tja, dieser Beitrag ist der Kontrast zu Pablos Beitrag Auf dem Holzweg (mit und ohne Poren), der vor ein paar Tagen hier im Forum erschienen ist und unglaublich detailliert viele Arten vorgestellt hat.


    Im Gegensatz zu ihm habe ich so gut wie keine Ahnung. Ich halte mich dann halt an das Eingangslied der Sesamstraße, die ich mit meinen Kindern gern gesehen habe: "wer nicht fragt, bleibt dumm!".



    Ich würde mich freuen, wenn ich zu den Arten Hinweise bekommen könnte.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    ich bin kein Jurist. Dennoch einige Aspekte unter Gesichtspunkten des deutschen Urheberrechts, mit dem ich beruflich zeitweise zu tun hatte.



    1. Gesetze, z.B. das Urheberrechtsgesetz (->LINK), gelten wie alle anderen Gesetze auch dann, wenn auf das Gesetz auf der Homepage des Forums nicht hingewiesen wird.
    Ein wesentlicher Bestandteil ist, dass der Autor genannt werden muss, selbst wenn er die Verwertungsrechte übertragen hat (Zeitung, Buchverlag, Webseitenbetreiber, Forum). Für die hauptamtlichen Mitarbeiter mag das anders geregelt sein. Meistens werden in Zeitungen dann Kürzel angegeben.


    § 13 Anerkennung der Urheberschaft
    Der Urheber hat das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk. Er kann bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist.


    Das gilt auch bei der kostenlosen Bereitstellung von Texten oder Bildern, z.B. mit der Creative Commons Lizenz. Man kann diese Freigabe gestuft erteilen.
          -> Was ist Creative Commons?
    Man veröffentlicht z.B. in der Wikipedia Bilder unter einer der Creative Commons-Lizenzen, aber bei jeder dieser Varianten ist die Namensnennung ein wesentlicher Bestandteil. Die Wikipedia hat schon vereinzelt Prozesse deswegen geführt, um das Prinzip deutlich zu machen.


    Dabei spielt es in Deutschland keine Rolle, ob es sich um ein Lichtbildwerk (eigene schöpferische Leistung) oder ein Lichtbild handelt. Das hat in Deutschland nur Auswirkung auf die Dauer der Schutzrechte.



    2. Es gibt neben der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort), die in den Medien regelmäßig auftaucht, auch eine Verwertungsgesellschaft für den Bildbereich, also auch für Fotografien, die
          VG Bild und Kunst
    Sie vertritt natürlich nur diejenigen Bildautoren, die ihr diesen Auftrag explizit gegeben haben.


    3. Die VG Bild und Kunst hat auf ihrer Homepage eine Seite mit den Tarifen für die Bereitstellung von Bildern, die nicht nur von der Anzahl der Bilder, sondern auch von den Bildnutzern abhängen.
          http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/tarife/tarife.html
    Die "Bekanntmachung über die Festsetzung von Tarifen für die Nutzung von Werken der Bildenden Kunst und Fotografien im Internet - mit Gültigkeit ab dem 01.01.2015 -" der VG Bild und Kunst kann ->HIER heruntergeladen werden.


    Je nachdem, ob das ZDF als "gemeinnützige kulturelle und pädagogische Institution" oder als "gewerblicher Anbieter" gilt, wäre die Gebühr für 1 Werk per Monat und Webseite 15,- oder 30,- Euro, wenn ich die Tabelle richtig interpretiere.



    Das mindeste ist aber, den Urheber zu nennen. Ich kann nicht ausschließen dass Foren oder vor allem riesengroße Anbieter kostenloser Bildseiten (ich nenne keine Namen) sich Verbreitungs- und Nutzungsrechte übertragen lassen. Das Recht, den Urhebernamen zu unterdrücken, dürfte nur selten dabei sein, zumindest bei den Foren. (Ich gebe zu, damit hatte ich mich noch nicht beschäftigt).



    Bei Journalismus-Studenten fehlt das Urheberrecht bestimmt nicht bei den Studieninhalten.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    die Teilnehmer des Treffens hatten das (gealterte) Original vorliegen, nicht nur die Bilder.


    Der Hut war meines Erachtens hygrophan. Ausblassend stelle ich mir gleichmäßiger vor.
    (9)


    Die Farben habe ich so verändert, dass sie auf meinem Bildschirm in etwa so aussehen wie in meiner Erinnerung. Irgendwie hat bei den Farbeinstellungen am Fotoapparat etwas nicht gestimmt, vermutlich wurde was von mir verkurbelt.


    Zum Geschmack: in den 70er Jahren hatte ich den Pilz im Herbst öfters gegessen, da gab es wenig Konkurrenten. Der Geschmack war schon sehr speziell und bleibt in Erinnerung. Dieses Exemplar hat völlig anders geschmeckt.


    Zum Frost: in den letzten Wochen war es bei uns immer über 0 Grad. Oft ist es Ende Mai kühler. Eventuell / wahrscheinlich hat es in der Nacht davor etwas Bodenfrost gegeben, der Standort liegt ja in einer Mulde.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo Ingo und Emil,
    wegen Ingos Antwort habe ich noch in einem Bilderbuch nachgeschaut:
      Roger Phillips: Der große Kosmos-Naturführer Pilze. 3. Aufl. Stuttgart: Franckh-Kosmos 1998.


    Dort sind beide Arten nebeneinander abgebildet, und zwar auch die Unterseite des Huts. Die Lamellen bei L. sordida (dort als Fleischbrauner Rötelritterling) stehen sehr viel weiter auseinander.
    Dadurch habe ich mich wieder an Gröger erinnert:


    Gröger:
    L. sordida: 25-60 Lamellen erreichen den Stiel
    L. nuda: 40 - 100 Lamellen erreichen den Stiel


    Ludwig:
    L. sordida: eng bis ziemlich entfernt
    L. nuda: eng


    Auf Bild (6) ist beim Bruchstück unten ca 1/4 des Hutes zu sehen. Ich komme dabei auf ca 20 Lamellen, die den Stiel erreichen, also insgesamt auf 80 bezogen auf den ganzen Hut.


    Wie sagt der Faust bei Goethe
    "Da steh ich nur ich armer Tor,
    und bin so klug als wie zuvor;"


    Naja, dem Mephisto werde ich mich wegen dem Pilz nicht verschreiben. :P


    Bleibt noch eine Eigenschaft (ich weiß jetzt nicht mehr, woher):
    L. sordida: Hut hygrophan
    L. nuda: Hut ausblassend


    Da frage ich mich als Laie: wie unterscheide ich das?


    Ich mache jetzt ein Foto bei Tageslicht machen, mit Blitz waren sie zu rotstichig.


    An sich hatte ich vor, heute abend zum Vereinstreffen zu kommen. Allerdings ist Schnee und Eis angesagt. Ich entscheide mich dann kurzfristig.


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo und ein gutes neues Jahr!


    Kleinere Bahnhaltestellen und Bahnhöfe sind oft interessante Standorte für Ruderalpflanzen und für Flechten. Auf der Suche nach Pflanzen, die bei dieser Wärme im Januar blühen, bin ich wieder einmal zu einer Bahnhaltestelle gefahren, die im Sommer immer sehr schöne Bestände von Gewöhnlichem Natternkopf (Echium vulgare) und dem Doldigen Habichtskraut (Hieracium umbellatum) hat.


    An blühenden Pflanzen gab es nicht so viele Arten, am zahlreichsten war die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana). Aber völlig überraschend stand ein mehr oder minder violetter Pilz im Bereich zwischen dem Betonsteinpflaster und dem Hang. Da hätte ich keinen so großen Pilz vermutet, jedenfalls nicht um diese Jahreszeit.


    Bilder vom 10.1.2016
    (1)


    (2) Bei den roten (und schwarzen) Früchten handelt es sich um Früchte des Weißdorns.


    (3) Rötelritterling war mein erster Verdacht. Aber Lepista nuda konnte das bei diesem Standort nicht sein.


    (4)


    Mangels Gattungskenntnis habe ich den Pilz erst mal stehen gelassen, weil ich auch noch mal ein Stück spazieren gehen wollte.


    Zwei Tage später war ich noch mal da. Inzwischen wusste ich, dass es gar nicht so viele Rötelritterlinge gibt, die an Hut oder Stiel violett aussehen.


    Bilder vom 12.1.2016
    (5) Inzwischen hat es öfters geregnet, der Hut ist jetzt einheitlich gefärbt. Durchmesser: ca 5 cm.


    (6) Der Hut war leicht zerbrechlich, der Stiel nicht sonderlich robust


    (7) Der Stiel ist längsfaserig, etwa 4 cm lang.


    (8) Zwischendurch hat es etwas geregnet. Belohnung war ein Regenbogen.


    Zu den optisch nicht zu klärenden Eigenschaften:


    Geruch: keiner (für meine Nase)
    Geschmack: im Mund lange Zeit nichts, erst beim Ausspucken "Pilzgeschmack", evtl. etwas streng.


    Auf Grund des Standorts, der zierlichen Gestalt, dem brüchigen Hut und dem längsfaserigen Stiel bin ich bei Gröger und GPBW zur Art


    Schmutziger Rötelritterling (Lepista sordida)


    gekommen.


    Interessant ist ein Vergleich der Angaben in der Literatur zu Gruch und Geschmack:


    Gröger: Geruch 0, Geschmack unangenehm,
    GPBW: Geruch krautig-herb,
    Bon (Pareys Buch der Pilze): Fleisch blass mit würzigem Geruch und süßlichem bis bitterlichem Geschmack,
    Handbuch für Pilzfreunde Bd 3 2.Aufl 1977: Geruch mitunter etwas unangenehm, Geschmack mild,
    Gerhardt, Der große BLV Pilzführer: Geruch etwas muffig-erdig
    Ludwig Bd 1: Geruch und Geschmack pilzig-würzig [auch etwas bitter], alt etwas unangenehm.


    Man kann davon ausgehen, dass alle Autoren die Art aus eigener Erfahrung kennen bzw. gekannt haben. Trotzdem unterscheiden sich die Beschreibungen deutlich.


    Wie heißt es so schön: eine sehr variable Art. :)


    Da ich bei vermeintlich sicheren Artbestimmungen deutlich daneben gelegen habe :shy: , habe ich dieses Unterforum gewählt und frage:
    ist die Bestimmung ok?


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    vor ein paar Wochen hatte ich einen Schwarzpunktieren Schneckling (Hygrophorus pustulatus) gefunden, den ich nicht erkannte hatte, weil er trotz regnerischem Wetter einen trockenen Hut hatte.


    Im selben Wald habe ich einen Pilz gefunden, dessen Hut völlig anders aussieht, bei dem ich aber trotzdem vermute, dass es sich um den Schwarpunktierten Schneckling handelt, aber mit Fragezeichen.

    Hallo Heidi,
    der richtige Suchbegriff ist "Stereolupe". Damit findest Du in Suchmaschinen viele Abbildungen. Manchmal ist von Stereomikroskop die Rede, aber Mikroskope haben genau genommen eine andere physikalische Struktur. Das will ich nicht ausführen. Ich meine, dass es hier im Forum auch schon Berichte über Stereolupen gab, ansonsten: "Fragen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens".


    Das Modell, das ich habe, ist hier auf einem Thread bei den Bärtierchen abgebildet:
    http://www.baertierchen.de/apr2012.html
    Ich hatte die Lupe vor ein paar Jahren günstig gebraucht zusammen mit einem Mikroskop gekauft. Für meine Zwecke reicht die Stereolupe. Die Probleme, die in dem Aufsatz beschrieben werden, hatte ich bisher nicht.



    Die Bärtierchen-Seite ist großartig. Seit Juli 2000 gibt es sogar ein Bärtierchen-Journal dazu. Alles zu finden unter:


    http://www.baertierchen.de/


    Ich muss da auch wieder mal stöbern. :)


    Viele Grüße
    Lothar

    Hallo,
    ich habe einen schönen Aufsatz zu Chromocyphella muscicola in einer niederländischen Zeitschrift gefunden:


    Nico Dam & Menno Boomsluiter : Heksenkringen in het mos. In: Coolia 2009 vol.52(2) p. 67-72
        ->LINK


    Die Zeitschrift der Niederländischen Mykologischen Vereinigung ist kostenfrei zugänglich:
    http://www.mycologen.nl/OldCooliaas.html


    In den Niederlanden gab es bis zur Untersuchung der Autoren nur wenige Nachweise des Pilzes. Nachdem die Autoren in der Provinz Geldern systematisch die typischen Hexenringe auf Buchen gesucht haben, hat sich die Zahl der Fundorte stark erhöht. Aus Großbritannien ist bekannt, dass die Art auch auf anderen Baumarten vorkommen kann. In der Gattung gibt es nur eine andere Art, die elliptische Sporen hat (Chromocyphella pinsapinea), für die es aber nach der Erstbeschreibung keinen weiteren Nachweis gegeben hat. Die Gattung gehört zur Familie Cyphellaceae, die wiederum zur Ordnung Agaricales (Champignongartige) gehört, also zu den "normalen" Lamellenpilzen.


    Die Autoren schreiben, dass man die Art findet, wenn man nach scharf berandeten Hexenringen im Moos auf stehenden Baumstämmen sucht. Als Moos, auf der die Art gefunden wurde, wird ebenfalls die Gattung Hypnum (Schlafmoos) genannt. Die Fruchtkörper können bis 5 mm groß werden. In der Zeit vom 31.7. bis 31.12.2008 ist einer der Hexenringe um 5 cm gewachsen. Da es Hexenringe von 30 cm Durchmesser gab, scheint die Art ganzjährig vorzukommen, ist aber bei regnerischem Wetter besser zu finden.


    Der Aufsatz enthält zahlreiche Abbildungen.


    Zum Abschluss noch ein Foto von dem Baum, von dem ich die Probe genommen habe:


    (6) Eigentlich ist das Erscheinungsbild sehr auffällig. Man muss nur erst mal darauf kommen, worum es sich handelt.


    Viele Grüße
    Lothar