Beiträge von Rada

    Hallo Karen,


    Glückwunsch zu dem sehr interessanten Fund.


    Da ich auch grade im Trüffelfieber bin, würden mich die näheren Fundumstände interessieren. Kannst Du mal den Fundplatz näher beschreiben?


    Also ob ´s ne Böschung war, ne Senke, ein Hügel, direkt am Stamm der Kiefer, ob Du sie freigebuddelt hast oder ob sie so rausgeschaut hat. usw.


    Da wäre ich dankbar.

    Hallo Jorge,


    Glückwunsch zum lang ersehnten Fund. Ich hab die auch erst zweimal gefunden und das ist schon eine Ewigkeit her.


    Vermutlich übersehen.:D

    Ich denke es ist dem Pilz völlig egal, ob sich ein Baum selbst gesät hat, oder angepflanzt wurde.


    Viel wichtiger scheint mir die Bodenbeschaffenheit und das Kleinklima.


    Der Fichtensteinpilz ist ein prima Beispiel dafür.


    Er kommt bei uns in Jungfichten-Monokulturen jahrweise massenhaft vor. Allerdings immer nur für wenige Jahre. Haben die Fichten ein gewisse Größe erreicht, geht das Vorkommen der Fichtensteinpilze sukzessiv zurück. In älteren Beständen findet man ihn dann nur noch ganz vereinzelt. In Fichtenmischwäldern mit Naturverjüngung ist er ebenfalls nur selten zu finden.
    Gut möglich, dass er in unseren Böden nur bei einem gewissen Kleinklima in Mengen auftritt.


    Was ich zum Ausdruck bringen möchte ist, dass wohl nicht entscheidend ist, ob die Bäume von Menschenhand gepflanzt sind, sondern wie dicht oder zahlreich sie an einem Standort vertreten sind und wie der Boden dort ist.


    Der Pfifferling hingegen ist ein eher unspezifischer Vertreter. Den finde ich von der Fichtenschonung über reinen Laubwald, im Mischwald bis in die Wiese hinein. In einem Jahr ist er überall spärlich, dann mal hier häufig und dann mal an einem anderen Ort. Man erscheint er schon im Juni, mal gibts im Oktober einen Massenausbruch. Mal erscheint er im Juli in Mengen an der Grenze Wiese/Wald und Wochen später reichlich in der Fichtenschonung.


    Es gab bei uns gestern Nacht ein sehr starkes Gewitter, ich nehme an, dass der Regen sämtliche SCHuppen abwusch.
    Deer Hut ist ca. 15 cm groß, und am Stiel erkennt man serh schwach eine Natterung.
    Übrigens: ICh fand den Schirmling unweit von ein paar Pfiffis ;)
    15cm sind ein bisschen groß für die Todesschirmlinge, oder?


    Hmm, ist der Pfifferling nicht ein bisschen groß für einen Pfifferling?


    Nein, ist er natürlich nicht.


    So wie der Pfifferling, können auch andere eher kleinwüchsige Arten unter besonders guten Bedingungen außergewöhnliche Größen erreichen. Auch die Annahme, dass die Schuppen vom Regen abgewaschen sind, ist eben nur eine Annahme, kein Merkmal.


    Sei bitte sehr vorsichtig, wenn Du die Größe der Fruchtkörper oder vergängliche Merkmale zur Bestimmung heranziehst.


    Es ist natürlich möglich, dass der abgebildete Schirmling diese etwas suspekte var. permixta ist.


    Andererseits, wenn man Hufgetrappel hinter sich vernimmt, sollte man nicht zuerst an ein Zebra denken.;)


    Um Dir wirklich helfen zu können, sind jedoch bessere Fotos und genauere Beschreibungen unabdingbar. Vor allem solche, die Bestimmungsrelevante Merkmale zeigen bzw. erklären.


    Ansonsten lass den Kopf nicht hängen, wenn Dir hier mal Zweifel oder Kritik entgegenkommen. Wir meinen es nur gut. ;)

    Hallo Thomas,


    es gibt wohl Menschen, die den bitteren Geschmack nicht wahrnehmen.
    In diesem Fall glücklich, denn dann kann man den Gallenröhrling bedenkenlos essen.


    Ich würde aber noch ein paar Testschmecker machen.:)

    Whow, das sind ja mal tolle Bilder.:thumbup:


    Glückwunsch zum Erstnachweis für Deutschland. Das sind immer ganz besondere Momente.


    Gänsedung hab ich auch schon mehrfach in der Kultur gehabt. Null, Nix, Nada, noch nicht mal Schimmel. Überhaupt scheint mir Vogeldung recht "steril" zu sein.


    Also gut, dann werden die falschen Gänseeier demnächst wieder mitgenommen.


    Jaja, wer die dicken Bücher hat, der kann gut Klobrühe verteilen.:D



    Nachtrag.


    Die Hirschtrüffel könnte deswegen interessant sein, weil dort weit und breit keine Fichte oder sonstige Nadelbäume wuchsen. Nur Buchen und Ilex, dessen Wurzeln bis in die Fundstelle reichten.
    [hr]

    Eine 10.0 für diesen 8fach-Tulup ins bergische Nass, ohne jeden Spritzer.


    Muhahahaha, ohne jeden Spritzer.


    Schonmal im Regen im Wald gekniet und im Humus gebuddelt?
    Ne Fangopackung ist nix dagegen.:D

    Hallo Merlena,


    ich glaube nicht dass die genießbar sind. Wäre auch eine kurze Gaumenfreude.:D[hr]



    Hallo Thomas,


    im Feld unterscheide ich die anhand der danebenstehenden alten Fruchtkörper. Die von L. vellereus werden wesentlich größer und breiter. Und im Zweifel kann man sie an den Sporen unterscheiden. War hier aber nicht notwendig.

    Also, zur Bestimmung ist ja alles gesagt.


    Zu Deinem Engagement noch nicht.


    Wer sich zwei Stinkmorcheln greift und die im Laufschritt mit bloßen Händen nach Hause trägt, der hat ein echtes Interesse bewiesen.


    Reschpekt. :thumbup:


    Und gut so, dranbleiben. Du wirst Dich noch wundern, welche abgefahrenen und interessanten Sachen es bei den Pilzen zu entdecken gibt.


    Zum Beispiel:



    Die Hexeneier sind sogar essbar, aber wer ist so verückt und isst die??



    Ich zum Beispiel. Und zwar roh.


    Das Innere des Hexeneis, also der sich grade bildende Pilzkörper, ist roh sehr lecker, Stinkt nicht und ist auch nicht glibbrig. Schmeckt nach Rettich oder Radieschen. Probier es mal.

    Ja, ein ganz besonderer Fund. Nicht wegen der Artzugehörigkeit, als vielmehr wegen der Fundumstände. Dazu aber später mehr.


    Hier nun zunächst die Vorstellung der heutigen Funde.


    Dicht unter der Humusschicht, dort wo auch weißes Myzel (das nicht unbedingt von der Trüffel stammen muss) erscheint, hab ich nach einigem scharren diese hübsche kleine Trüffel gefunden. Ich nenne sie mal Elaphomyces muricatus cf. .





    Eine kleinere kam noch hinzu



    Etwas später, an anderer Stelle, dann noch eine zweite Art. Sicher (lt. Björn) handelt es sich auch um Hydnotria tulasnei, obwohl ich zunächst wegen der Ökologie auf eine andere Art gehofft hatte. Die hier fand sich im Gegensatz zu den Erstfunden unter dichtem, schwerem Humus. Ein Feldfoto hab ich mir wegen grade stattfindender, sintflutartiger Regenfälle verklemmt.





    Hier mal die Gesamtausbeute von 2 Stunden Buddelei.




    Im Detail:


    Elaphomyces muricatus cf.








    Hydnotria tulasnei












    Es gab aber auch "überirdisches" im Sinne des Wortes.


    Ganz besonders gefreut hab ich mich über den Fund vom Langstieligen Pfeffermilchling (Lactarius piperatus). Früher bei uns ein häufiger Pilz, der auch ab und an zur Würze in die Pilzgerichte kam, habe ich ihn in den letzten 20 Jahren nicht mehr beobachten können.


    Da isser wieder, vor sich hin milchend als wären sie nie verschwunden gewesen.


    (Lactarius piperatus)







    Diesmal umgekehrt zum ersten Trüffelfund.


    Beim "Trüffel-schnüffeln" stieß ich auf diese hübschen Becherlinge.


    Leucoscypha leucotricha







    Last not least standen zwei frische Maronenröhrlinge Modell. Und wegen der recht schwierigen Lichtverhältnisse hab ich gleich mal mit den unterschiedlichen Blitzmodi meiner Kamera rumexperimentiert. Kann sich sehen lassen, finde ich.





    Ah so, was war denn jetzt so besonders an den Trüffelfunden?


    Nun, die bisherigen Funde waren m.o.w. Zufälle. Hirschtrüffel hatte ich schon an Wildschweinwühlplätzen gefunden, von den Ferkeln übersehen.
    Der Zweite Fund war Zufall bei der Becherlingssuche und ich wohl mehr überrascht, als die Trüffel.


    Dann hab ich mit Björn ja haargenau die gleichen Kleinbiotope abgesucht, an denen auch der Zufallsfund gelang. Wir wurden fündig, aber wir wussten ja auch genau, wo und wonach wir suchen mussten.


    Heute aber bin ich einigen Tipps und Hinweisen aus der Literatur, dem Internet und den freundlichen Tips eines Sammlerkollegen gefolgt und habe dort gefunden, wo noch kein Wildschwein mit dem Zaunpfahl gewunken hat. Unberührte Trüffel in unberührtem Boden:D


    Genau das ist für mich persönlich die Hohe Schule des Sammelns. Quasi Schwierigkeitsgrad 10. Und wieder ein Mosaiksteinchen im Verstehen und Begreifen der Natur.


    Und trotzdem erst noch ein jämmerlicher Anfangserfolg. Aber da werden wir dran bleiben.


    Oder, Björn?

    Aber ohne diesen Quatsch säßen wir heute noch alle zusammen in einer Höhle und Ralf wäre eifrig beschäftigt damit, die Erfindung der Keule voranzutreiben (er testet sie gerade an Mausmann's Kopf aus...).


    Falsch, der erste Testlauf ist auf Samstag verschoben. Und nicht Mausmann wird der Testkandidat sein.;)

    Hallo Nobi,


    Danke, das reicht mir schon als Antwort und um meine dürftigen Ergebnisse als Zufall bzw. nicht repräsentativ, einzuordnen.


    Insgesamt sind die Funde von Dung sehr mager geworden. Was der permanente Regen nicht zerfließen lässt, wird von der dichten Vegetation verborgen oder von Vögeln auseinandergenommen. Zur Zeit findest Du keinen Pferdeapfel, der nicht zerlegt ist. Da muss man schon mit dem Eimer hinter dem Gaul herlaufen.:D


    Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten.

    Danke für Deine Bestätigung, Nobi.


    Sag, ich meine in den warmen Monaten geht die Zahl der coprophilen Ascos ziemlich zurück. Jedenfalls erscheint nur sehr wenig auf den gesammelten Proben. Ist das so, oder eher Zufall?

    Es hat sich mal wieder was auf Rehdung getan.


    Wenn ich richtig bestimmt habe, ist das Podospora setosa.


    Stimmts ?









    Servus und hallo.


    Ja das ist ein Pfifferling.
    Gefährlich verwechsel kann man diesen nur mit dem Ölbaum-Trichterling, wenn es diesen denn gibt in Deutschland.


    Das Ohr ;)[hr]
    Oh, Ralf und ich haben vergessen den Falschenpfifferling zu erwähnen, dieser macht aber nur Flitzekacke soweit ich weiß.



    Janee, ich hab gar nix vergessen.:)


    Den Ölbaumpilz gibt es schon in Deutschland. Meine Sorge ist eine andere.


    Wenn man einen Pfifferling noch nicht sicher bestimmen kann (was an sich am Anfang keine keine Schande ist) dann ist die Gefahr groß im Eifer auch etwas anderes mit zu greifen, insbesondere bei sehr kleinen Exemplaren.


    War da nicht mal was in Polen mit Pfifferlingsverwechslung und mehreren Toten ?

    Ich sehe auf den Bildern den Pfifferling.


    Bedenkenlos sammeln kann man die, wenn man sich der Bestimmung sicher ist. Ansonsten besteht durchaus die Gefahr, die falschen Pilze mit einzusammeln. Und das kann, wenn man denn nun so gar nicht Bescheid weiß, auch mal übel ausgehen.


    Also entweder Leute suchen, die man begleiten kann und von denen man lernt, oder mit jedem Fund zur Pilzberatungsstelle und nachsehen lassen.

    Ich bin zwei Stunden durch neues Gebiet gezogen, habe Fichtenschonungen, Fichtenhochwald, Buchen/Eichenmischwald und einen kleinen Birkenhain durchstiefelt. Bin über Regenwasser gespeiste Bäche gesprungen und durch aufgeweichte Erde gewatet.


    Irgendwie drängen sich Erinnerungen an die Gebrüder Grimm auf:


    ich sprang nur über Gräbelein,
    und fand kein einzig Blättelein: meh! meh!,


    Auch wenns da die Ziege war und nicht das Schaf.


    :D:D:D



    Nein quatsch.


    Gratulation zur ersten selbstgefundenen Hexe. Von jetzt ab wirst Du dauernd drüber stolpern.;)
    Die Fotos sind natürlich wieder Extraklasse, wie inzwischen gewohnt.


    Wir scheinen hier im Bergischen unter sehr punktuellem Pilzwachstum zu leiden. Bei mir sind auch weite Teile der Laubwälder nahezu pilzleer. Kommst Du aber in den richtigen Bereich, sanfte Hanglage, nicht zu dicht bewachsen und vor allem Südseite, kann man vor Pilzen fast nicht treten.

    Diese hübschen kleinen Gesellen stellen mich mal wieder vor ein Problem.


    Sie wuchsen auf nackter Erde mit leichten Moosbewuchs unter einem Weißdornbusch. Der Hutdurchmesser beträgt ca. 1 cm, die Stiellänge ca. 2 cm. Hut- und Stielfarbe ist grau-weiß, mit etwas dunklerer Hutmitte.
    Die Lamellen sind gelb-ockerfarben. Der Stiel ist teilweise mit weißem Flaum bedeckt und erweckt den Anschein, dass er leicht spiralig verdreht ist.
    Die Huthaut ist feinfilzig.
    Reife Sporen haben einen Öltropfen, unreife zwei oder mehr.
    Sie wachsen sowohl gesellig zu vier oder fünf Exemplaren, als auch einzeln.


    Für Ideen bin ich dankbar.






    Ich für meinen Teil werde weiterhin Irrtümer und Unsinn schreiben. Ich werde mich weiterhin freuen, wenn jemand korrigierend eingreift und mich berichtigt. Es wird mir weiterhin heiß den Rücken runterlaufen, wenn ich bezüglich einer strunzdummen Aussage, die ich im Überschwang oder in trügerischer falscher Sicherheit getätigt habe, korrigiert werde. Und ich werde weiterhin aus meinen Fehlern wesentlich mehr und schneller lernen, als dadurch, meine Funde im Zweifel nicht zu posten oder aus einem Ausflug 10 Beiträge im Bestimmungsforum zu machen.


    Ich betrachte dieses Forum als Gemeinschaft gleichgesinnter, die mit Spass und Freude sowie zum Teil Unsinn und Fehlern hier teilnehmen, und nicht als drögen virtuellen Hörsaal.


    Und ich bin Dir und den anderen Experten sehr dankbar, wenn ich auf meine Fehler hingewiesen werde. Nicht ganz so dankbar bin ich, wenn Anfänger wie ich (sicher unabsichtlich) zum partiellen Schweigen verdonnert werden sollen.


    Ich fühle mich hier genau wegen dieser Mischung aus Anfängern und Experten sauwohl.