Beiträge von Rada

    Hallo Björn,


    Danke. In Richtung Laccaria hatte ich auch gedacht, das schien mir aber dann vom Habitus her fraglich.
    Dann muss ich halt schauen, demnächst welche mit reifen Sporen zu erwischen.
    Ich weiß ja wo sie wohnen.:)

    Hallo Alexyndra,


    ein sehr schöner Fund. Kannst Du bitte weitere Angaben machen.
    Ich nehme an die Pilze schuaten zumindest z.T. aus der Erde heraus, oder hast Du sie ausgebuddelt?
    Ein paar Angaben zur Größe, evtl. Geruch und zur Ökologie wären auch sehr hilfreich. Und in welcher Gegend Du den Fund gemacht hast.

    ..bin ich bei diesem Fund.


    Er wuchs auf Erde in einer jungen Fichtenschonung aus einem dichten Moospolster heraus.
    Der sehr kleine Hut (8mm) in Verbindung mit dem langen Stiel (8cm) geben ihm eine eigentümliche Erscheinung. Der Stiel hat einen durchgehenden, ca. 3mm breiten Kanal. Geruch ist nicht vorhanden. Die Lamellen sind frei, Das Stielfleisch langfaserig/holzig. Sporen waren noch nicht zu finden.


    Einer eine Idee ??



    Pfifferlinge werden ja meist eher aus kulinarischen, denn aus mykologischen Gründen gezeigt.


    Der hier macht mal eine Ausnahme.


    Sehr gefreut habe ich mich über den Fund des Aprikosen- Pfifferling ( Cibarius friesii) weil er für mich ein Erstfund ist.


    Er stand am Wegrand im Gras unter Hainbuchen.




    Er erscheint garde wieder in großer Zahl in unseren Fichtenschonung.
    Ich habe ihn als Bocks-Dickfuß (Cortinarius camphoratus cf.) bestimmt.
    "cf" weil es eine rein makroskopische Bestimmung ist.
    Er besticht vor allem durch die "innere Schönheit".






    Hallo Lara,


    meine Intention bestand darin, dass man Pfifferlingsvorkommen nicht an einem bestimmten Biotop oder gar der Geologie festmachen kann.


    Ich bin sowohl in Österreich, als auch im ehemaligen Jugoslawien förmlich in Pfifferlingen gewatet. In Mengen, die für meine Heimat unvorstellbar sind.


    Selbstverständlich gibt es viele Gegenden, in denen man die Pfifferlinge nicht groß suchen muss.
    Jedoch scheint der Themenstarter nicht in solch einer Gegend zu wohnen, wie ich auch nicht. Und da heißt es dann suchen, suchen, suchen.


    Die Suche auf irgendwelche Standorte einzugrenzen kann bedeuten, das man genau an den falschen Stellen sucht und nie fündig wird.
    Erst wenn man mal weiß, wo die Dinger im eigenen Revier vorkommen, kann man gezielt ähnliche Standorte ablaufen.


    Auch gibt es Gegenden, in denen es keinen sandigen Boden gibt. Wo soll der arme Kerl dann suchen.;)


    Mit den Wachstumsphasen ist es ähnlich. Pfifferlinge wachsen bei uns zwar auch von Juli bis sogar Dezember (wenn der Frost ausbleibt), aber nie die ganze Zeit über am selben Standort. Wenn sie im Laubwald ausbleiben, kann man in den Fichtenschonungen fündig werden, und umgekehrt.


    Ich würde außerdem darauf wetten, dass man Pfifferlinge auch in einem Stadtpark finden kann, wenn die Ökologie passt. Da ich jedoch Kilometerweise herrliche Natur um mich herum habe, treibt es mich zur Pilzsuche ganz bestimmt nicht in den Stadtpark.


    Daher mein Rat an den Themenstarter:


    Laufen, laufen, laufen. Regelmäßig und möglichst abwechslungsreiche Biotope absuchen, bis sich Funde einstellen. Und wenn in der direkten Umgebung nix zu finden ist, mal ins Auto setzen und ein paar Kilometer fahren und dort das Gleiche von vorne.

    Ist beispielsweise eine Anrede (Hallo...) Eurer Ansicht nach ein Muss, ist eine Verabschiedung (Grüße...) Standard? Oder sollte man das alles nicht so eng sehen, weil's halt "nur" ein Forum ist?


    Als fauler Mensch, der nicht mit Eimern voller Diplomatie und Sensibilität überschüttet wurde, mache ich das je nach Gusto, Faulheit oder wasauchimmer. Wenn ich jemanden zitiere, wie hier, sehe ich das meist schon als ausreichende Anrede an.
    Wenn ich mit Björn im Meinungsaustausch bin, schreib ich nicht bei jedem Beitrag "Hallo Björn" weil wir uns schon hundertmal Hallo gesagt haben. Auch im nonverbalen Dialog muss meines Erachtens nicht in jedem Beitrag eine Anrede stehen.
    Ich verwende jedoch immer eine Anrede, wenn aus dem Beitrag oder dem Zitat nicht klar hervorgeht, an wen ich mich wende. Ich verwende keine Anrede, wenn ich allgemeines von mir gebe.


    Und um das Chaos perfekt zu machen, verstoße ich permanent gegen obige, selbstauferlegte Regeln.:)


    Das Grußwort zum Schluß hab ich (Faulheit, hatten wir schon) in die Signatur eingebaut.


    Unerlässlich ist in meinen Augen jedoch ein Wort des Dankes, wenn mir bei einer Frage geholfen wurde.


    Resümee:


    alles nicht so eng sehen.;)

    - Hut ab, wenn du sogar nur nach Bild eine dir bekannte Pilzart –žintuitiv–œ erfassen kannst.
    ---> Mir gelingt das (ohne ein Minimum an Merkmalsüberprüfung) nicht einmal im Feld immer noch nicht.
    ---> Ok, ich muss nicht bei dir in die Lehre gehen, da du immerhin dein Bestimmungsergebnis drastisch durch –žaber meist richtig–œ einschränkst.


    Hallo Gerd,


    mach Dir nix draus. Wenn Du mal 40 Jahre lang ausschließlich eine Handvoll verschiedener Speisepilze gesammelt hast, wirst Du diese auch aus der Lameng bestimmen können. Du wirst lernen, eine Gruppe Pfifferlinge schon aus 10 Metern als solche zu erkennen und sogar sicher vom gleich großen und gleich weit entfernten Semmelstoppelpilz zu unterscheiden wissen.
    Du wirst auch Perlpilze in jeder Größe und jedem Alter als solche einordnen können, ohne die geriefte Manschette oder das rötende Fleisch zu erkennen. Sogar dann, wenn nur der Hut eines sehr jungen Exemplars grade eben aus der Erde schaut. Du wirst so manchen Perlpilz auf den ersten Blick vielleicht auch nicht als solchen erkennen, weil er eben "untypisch" aussieht. Macht nix, so rum kann nix passieren. Du wirst aber ganz sicher keinen Nicht-Perlpilz bedenkenlos ins Körbchen legen oder jemand anderem zum Verzehr empfehlen.


    Als verantwortungsvoller Mensch wirst Du natürlich bei Fotobestimmungten immer darauf hinweisen, dass die Bestimmung anhand des schlechten Fotos nicht belastbar ist, dem Fragenden jedoch einen Hinweis gegeben haben, mit welcher Art er diesen, oder einen kommenden Fund mal vergleichen kann.
    Du wirst auch Deine eigenen Funde im Feld, obwohl Du Dir nach der "Fernbestimmung" sicher bist, nochmals eingehend aus der Nähe betrachten und - so sich denn doch noch ein leiser Zweifel einstellt - diesen nicht in Deinen Korb legen.


    Du wirst auch kein Einzelfall sein, kein Pilzkenner und schon gar nicht der Beste auf diesem Gebiet. Du wirst vielleicht mal regelmäßig mit einem wirklichen Kenner der Pilzwelt auf Exkursion gehen. Du wirst ihn zu einem filzigen Etwas befragen das da vorsichtig aus der Erde lugt und von dem außer der Huthaut noch nullkommanix zu sehen ist.
    Du wirst baff erstaunt sein, wenn dieser Kenner Dir sofort Name und Anschrift dieses rudimentär zu erkennenden Pilzes nennt.
    Du wirst ihn fragen, woran zum Teufel er diese Art denn nun erkannt hat. Und er wird Dir antworten, dass er den schon tausendmal gesehen hat. Dann wirst Du staunen und gleichzeitig etwas verzagen weil Dir klar wird, dass Du noch viele Jahre brauchst, bis Du viele Arten tausendmal gesehen hast. Denn Du kannst das nach über 40 Jahren erst bei einer Handvoll Speisepilze.




    Nein Gerd, das alles wirst Du natürlich nicht. Weil Du eben selbst schon jahrzehntelang auf Pilzpirsch gehst. Weil Du sicher sehr viele Arten aus der Lameng, auf einen Blick, nur weil Du sie schon tausendmal gesehen hast, recht sicher bestimmen kannst. Weil Du selbst einer der Kenner bist, der auf einer Exkursion dem handvollerfahrenen Speisepilzsammler Name und Anschrift eben jenes rudimentär erkennbaren Winzpilzchens um die Ohren hauen kannst.


    Auch wenn Du dieses Dein Können hier

    ---> Mir gelingt das (ohne ein Minimum an Merkmalsüberprüfung) nicht einmal im Feld immer noch nicht.


    in Abrede stellst.;)


    Ich glaube an Dich und Dein Wissen und bin sicher:

    Gerd, Du kannst das.

    Hallo Fredy,


    unterschreibe ich so.;)


    Bei den bestimmungen gibt es noch einen Aspekt, den Du nicht aufgeführt hast.


    Ich bin ja alles andere als ein Experte. Nichts desto Trotz sammle ich schon von Kindesbeinen an. So ist es für mich manchmal ganz einfach eine Sache der "Erscheinung", wenn ich einen Perlpilz, Pfifferling oder ähnliches, seit Jahrzehnten wohlbekanntes, auf einem Foto sehe.
    Man hat das im Blick, wissenschaftlich nicht belastbar, aber meist richtig.


    Das dann zu begründen ist recht schwer.:)


    Wenn es geht, original, ich würde sie nämlich entsprechend aufbessern. Falls das nicht geht, dann bitte 640x480 (max. 80kb pro Bild).


    Danke dir. Wenn du deine Bilder nochwas verbesserst, dann können sie gerne auf die Seite drauf, immerhin kannst du ja jetzt 2 Wochen in Ruhe üben und ausprobieren :D


    lg björn


    Original haben die Bilder zwischen 3 und 4 mb. Da würde die Übertragung Tage dauern.:D


    Ich wollte nachher sowieso nochmal neue Bilder machen. Ich kuck mal, was ich Dir schicke.


    Hallo Ralf!


    Ich sehe schon, ich muss dir eigentlich gar nichts erklären.


    Doch, bitte. Wenn Du der Ansicht bist, oder ich den Anschein erwecke, dass ich irgendetwas besser machen könnte, dann schreib das bitte.
    Schließlich hab ich noch jede Menge zu lernen.[hr]


    Hallo Björn,


    nachdem auch Du nun meine Bestimmung zusätzlich zu Ingo bestätigst, freue ich mich natürlich über die gelungene Bestimmung.:)


    Klar kriegst Du die Bilder. Welche Größe brauchst Du ?

    Hallo Merlin,


    die Anzahl Bilder pro Beitrag ist auf 30 begrenzt. Man kann aber mehr einstellen, wenn man zunächst den kompletten Beitrag schreibt, meinetwegen 54 Fotos einbindet, dann - noch bevor man den Beitrag abschickt, von Foto 31 an Text und Fotos kopiert, diese im einzustellenden Beitrag löscht, und dann sofort antwortet und den vorher kopierten Rest als Antwort einfügt.
    Dann steht alles schön hintereinander, man kann dann halt nur nicht mehr ändern.


    Den Fichtenreizker würde ich übrigens als solchen ausschließen. Mehr Angaben und Fotos wären hilfreich, wenn Du auf Bestimmungsarbeit hoffst..


    Dein Bericht und die Fotos sind durchaus gut und der Text nett zu lesen. Gerne mehr davon.


    Pfifferlinge sind zwar nicht Baum gebunden, aber ich bin der Meinung, dass sie leichteres Boden, sandigen Boden und nicht schweren lehmigen mögen.


    Auch den Zahn muss ich Dir leider ziehen.;)


    Wir haben extrem schwere Böden und der Pfifferling wächst z.T. direkt auf Lehm, braucht also noch nicht mal eine dicke Humusdecke.


    Ich denke eher es ist eine Frage, zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein. Die Fruktationsphasen können nämlich sehr kurz sein. Bei uns gab es bis jetzt nur einen Schwung. An geeigneten Stellen fand man zwar sehr gut, aber es kommt nix nach. Vielleicht in zwei/drei Wochen wieder oder dafür an anderen Plätzen.

    Dass Pilze so selte zu Giftmorden verwendet werden liegt einzig und alleine daran, dass Pilzsammler durchweg ausgeglichene Menschen sind, die nie auf Mordgedanken kommen würden (es sei denn, bezogen auf den schrägen Vogel der zum x-ten mal die persönliche Steinpilzstelle geplündert hat) und "normale" Mörder kaum über das notwendige Wissen verfügen, einen bösen Giftpilz zu finden und sicher zu bestimmen.


    Es gibt da doch das Gerücht, nachdem ein betrogener Ehemann jahrelang versucht hat, seine Frau mit Stockschwämmchen umzubringen.:D

    Ich sehe die Sache etwas differenzierter.


    Wie man überall lesen kann, sollte man auf den Genuß roher Pilze im allgemeinen verzichten. Ich beziehe das (ausgenommen die ganz bösen Giftpilze) jedoch auf den Genuß von mehr als einem Eckchen zur Bestimmung des Geschmacks.
    Dieses "mehr" verbindet sich für mich gleich mit der Frage des "warum", die man eigentlich nur mit "weil er mir roh so unwahrscheinlich gut schmeckt" nach der Erkenntnis aus einer Geschmacksprobe beantworten kann.;)


    Ergo ist nach meiner Meinung gegen ein kleines Eckchen zur Geschmacksbestimmung nichts einzuwenden.


    Was den Fuchsbandwurm angeht, so halte ich das Theater drumherum für einen typischen Medienhype. Nicht weil ich ihn für ungefährlich halte, sondern aus Gründen der Logik.


    Die Eier des Fuchsbandwurms sind mikroskopisch klein und werden vom Wind verdriftet. Man kann sie theoretisch also auch beim knabbern an den Trieben einer hundertjährigen Eiche im Wipfelbereich aufnehmen. Auch wenn das wohl eine recht außergewöhnliche Kontaminationsmöglichkeit darstellt :), so sollte man doch bedenken dass man beim Wandern bei Trockenheit mit seinen Füßen immer Staub aufwirbelt und damit auch die Eier des Fuchsbandwurms, die dann vom Hintermann mit der Atemluft eingesogen werden.


    Hundebesitzer, die mit Hasso, Poldi oder Luna in den Wald gehen haben sogar zu Hause eine permanente und potentielle Infektionsquelle, da Hasso, Poldi und Luna sich einen Kehricht um den Fuchsbandwurm scheren und so manches in die Schnauze nehmen, was Mensch nicht mal mit den Fingern anfassen würde. :)


    Also, wer sich in die Natur begibt, kommt darin um. Die Wahrscheinlichkeit dabei durch den Fuchsbandwurm entleibt zu werden ist irgendwo im Wahrscheinlichkeitsbereich dessen, durch einen plötzlich umfallenden morschen Baum erschlagen zu werden.


    Last not least, ich esse keine rohen Pilze ( mit Ausnahme des Keims im Hexenei). Nicht weil ich glaube daran sterben zu müssen, sondern weil man unter dem Mikroskop reiches Leben auf jedem Pilz entdeckt, welches durch erhitzen zumindest die Hälfte des Ekelfaktors verliert.:D

    Hallo Ingo,


    vielen Dank für Deine Einschätzung. Mit den Hinweisen hast Du natürlich vollkommen Recht.


    Ich messe die Sporen ausschließlich in Wasser, und da auch nur freie und reife Sporen. Die auf dem Foto sind mit BWB eingefärbt und wurden natürlich nicht vermessen.


    Interessanterweise waren bei dieser Art die reifen Sporen durchweg nahezu identisch groß. Das habe ich bei Scutellinia so auch noch nicht erlebt. Abweichungen in den Nachkommastellen habe ich mir zugegebenermaßen aus Faulheit gespart, da sie bei den angegebenen Größenschwankungen in der Literatur sowieso nicht von Relevanz wären. Gleiches (Faulheit) gilt auch für die Angabe des Autors des Bestimmungswerkes, den ich der Einfachheit halber im Text erwähnt habe.


    Beim ungefärbten Präparat (bei Scutellinia sp.) in Wasser hat man meist reichlich freie Sporen zum vermessen. Bild 6 entsstand aus einem nicht gequetschten Dünnschnitt und dient der Abbildung der Asci.
    Hingegen findet man freie Sporen nach dem einfärben fast gar nicht.
    BWB scheint das Präparat zu verkleben, bzw. die Asci irgendwie zu verfestigen, so dass kaum Sporen austreten. Sicher geht auch ein Teil beim absaugen des BWB verloren.


    Wie gesagt, Du hast vollkommen Recht mit Deinen Anmerkungen die mir zwar bewusst sind, die ich aber nicht konsequent dargestellt habe. Das kann ich zukünftig besser machen.;)

    Heute bin ich über diese Scutellinia gestolpert. Aufgefallen ist sie durch ihre Größe von bis zu 14mm Durchmesser, sowie den fast kelchförmigen Habitus. Fundort war eine Vertiefung in einer Karrenspur, die durch ein kleines Rinnsal ständig feucht gehalten wird. Sie wuchs auf einer dünnen Erdschicht auf im Boden eingedrücktem Holz.


    Mit dem Schlüssel von Schumacher komme ich auf Scutellinia nigrohirtula, und auch die beschriebenen Merkmale passen sehr gut.


    Natürlich bin ich alles andere als sicher.











    Hallo Beorn,


    da hast Du ja richtig gut gefunden, eine schöne breite Palette an Arten.


    Der "Holzritterling oder Dachpilz" ist ein Breitblättriger Rübling (Megacollybia platyphylla).


    Die vorletzte Art dürfte der Behangene Faserling (Psathyrella candolleana) ein.


    Denk mal drüber nach, demnächst Bilder von Pilzen für die Du eine Bestimmung erhoffst, zu numerieren.;)