Beiträge von Rada

    Grasmilben: mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, legen ihre Eier in die Haut. Der Mensch ist Fehlwirt, die Eier sterben ab, es juckt wie Sau, brennt oder schmerzt nicht und sieht aus wie viele kleine Insektenstiche nebeneinander. Typische Lokalisationen: Beine, Leisten, Bauchnabel, Achselhöhlen.


    Die Rötungen auf Laras Bildern stammen meiner Meinung nach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Grasmilben (Erntemilben). Die Biester haben mich schon mehr als einmal erwischt. Un da nutzt auch eine lange Hose nix.


    Die legen auch nicht ihre Eier in die Haut, sondern deren winzig kleine Larven warten an Grashalmen auf vorbeikommende Opfer und saugen an der Haut des Menschen und das führt zu brennenden und juckenden Pusteln, die mehrere Tage anhalten können. Durch Kratzen oder reiben wird das dann schön rot.


    Grasmilben sind zudem die einzig logische Erklärung nach Laras Beschreibungen.

    Naja, wird ne kurze Bilderserie. War aber auch ein kurzer Ausflug.


    Bei gefühlten 52 Grad im Schatten und 192% Luftfeuchtigkeit verging mir schnell die Lust am Buddeln.


    Trotzdem hat es für den nächsten Neufund gereicht.

    Bunte Hirschtrüffel
    (Elaphomyces muricatus)






    Äußerlich nur schwer von der Warzigen Hirschtrüffel (Elaphomyces granulatus) zu unterscheiden.



    Aber die "inneren Werte" zeigen den Unterschied.



    Nein Lara, das arme Tier kann nix dafür.


    Auf dem Foto ist der Eichenspinner (Lasiocampa quercus).


    Der mit den schlimmen Raupen ist der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea).


    Ist was ganz anderes.:)


    Was ganz anderes ist vermutlich auch Dein Ausschlag. Google mal nach Grasmilben. ;)


    Hallo Melanie,


    gleiches Waldstück, aber 100m Luftlinie entfernt. Da stand er voriges Jahr auch schon. Klar wird der nochmal fotografiert, wenn er groß ist.


    Weißt Du noch, wie wir (ich) an dem rumgerätselt haben?:D

    Wachsam sein, wenn sich dann Beschwerden einstellen, das ist richtig und gut.


    Aber wie bitte soll man gegen etwas mit bloßem Auge nicht sichtbares wachsam sein? Wie soll man sein Verhalten anpassen, wenn man die Erreger mit dem Staub in der Luft einatmen kann?


    Meiner Meinung nach ist das alles Panikmache (ausgenommen die alten Hütten und Schuppen, aber da kehrt man normalerweise sowieso mit Mundschutz, wenn überhaupt).


    Und wie schon gesagt. Die Mehrheit der Hanta-Besorgten hat meiner Überzeugung nach keinen ausreichenden Tetanusschutz.


    Oder: Wenn jemand mit einem Maschinengewehr vor Dir steht, macht es wenig Sinn sich vor dem Einschlag unbemannter Flugkörper zu fürchten.

    Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: " Wer sich in die Natur begibt, läuft Gefahr darin umzukommen."


    ;)


    Das geht jetzt keinesfalls gegen Dich, aber...


    von den Medien wird hochgepuscht, was Leser/Zuschauer bringt.


    Natürlich kann man sich über Hanta, Fuchsbandwurm etc. Gedanken machen, muss man aber nicht.


    Ein Großteil derer, die das tun sollten sich mal überlegen, wie lange die letzte Tetanusimpfung her ist. Das ist nämlich eine sehr reale Gefahr, die aber meist völlig verdrängt wird.

    Hallo Sibo,


    ein gutes Unterscheidungsmerkmal zwischen H. fasciculare und H. capnoides ist die Farbe des Stielfleisches.


    Wenn man den Stiel der Länge nach aufbricht, ist das Fleisch bei H. fasciculare deutlich gelb, bei H. capnoides grau-weiß.


    Man kann zur Unterscheidung auch ein kleines ! Stückchen kurz zerkauen (und nachher ausspucken). Die Bitterkeit ist recht schnell wahrnehmbar.

    Hallo Tonie,


    was wir so treiben, kannst Du hier im Unterforum "Alle Pilzarten- Bilderserien von Ausflügen" unter dem Thema "Pilzfestival" finden.
    Einfach die Boardsuche benutzen und "Pilzfestival" eingeben.


    Wenn Dir sowas gefällt, kannst Du gerne mitkommen.


    Joa, der Zugang zur Tiefsee liegt etwa 10 Km weit weg. Naja, so tief war das Meer im Devon dort nicht, denn die Korallenstöcke und allerhand Fossilien treten noch zu Tage.:)


    Fische, Amphibien und Reptilien haste noch vergessen, die kann ich auch ganz gut. Was fehlt, ist weitestgehend die Ornithologie. Zu flatterhaft.:D


    Was die Farbe angeht könnte das ein Relikt au sgrauer Vorzeit sein, als die Ururur(usw)ahnen noch überirdisch wuchsen.


    " Hach, hab die Farbe dringelassen", sagte die Evolution. " So what"...:D


    [hr]


    Hi Melanie,


    die war so knapp 2 cm groß.


    Nix foppen, isse voll echt. :D

    Was ich mir übrigens so überlege: Die Trüffeln lassen sich ja absichtlich ausbuddeln, zwecks Mycelverjüngung, Verbreitung und Vervielfältigung. Aber was passiert mit dem Mycel des Pilzes, wenn es umgegraben wird? Sitzt ds in einer Tiefe, die die Schweine nicht erreichen?


    Statt einer ellenlangen Abhandlung deren Wahrheitsgehalt wohl niemand überprüfen kann, mache ich es kurz und bündig:


    "Ich habe nicht die leisteste Ahnung".


    :)

    Das bringt mich zu der Frage - gibt es eine "Bibel", eine Heilige Schrift für Pilzbestimmung? Oder ist das wie so oft alles subjektiv zu betrachten. Ich meine, Bücher gibt es sicher unzählig viele - meist jedoch eher was für den "Einmal-im-Jahr-Pilzesucher", der hier die Merkmale von Champis, Steinpilzen und Pfifferlingen erklärt bekommt...


    Hallo Mortisaga,


    erst mal willkommen in unserem Forum.


    Dann ein ausdrückliches Lob für die recht gut zur Bestimmung geeigneten Fotos.:thumbup:


    Auch wenn das bei dem Cortinarius nix nutzt. :(


    Und dabei schließe ich auch gleich Deine Frage nach der "Bibel" ein.


    Nein, die gibt es nicht. Es gibt gute und weniger gute Bücher. Es gibt sehr gute Bücher um einen Teil der heimischen Pilze zu bestimmen.


    Es gibt leider auch ungezählte Arten, die makroskopisch nicht von denen in den Büchern zu unterscheiden sind. Grade die Gattung Cortinarius ist eine recht komplizierte und überwiegend nur mit Mikroskop und wissenschaftlicher Bestimmungsliteratur zu benennen.


    Und diese Bestimmungsliteratur gibt es nicht als Buch, sondern ist aufgeteilt in wiederum unzählige Fachartikel, Aufsätze, Facharbeiten etc. pp. Und das auch noch in den unterschiedlichsten Sprachen und auch in unterschiedlicher Qualität.


    Bessere Bestimmungsbücher sind z.B.


    Breitenbach und Kränzlin - Die Pilze der Schweiz - Band 1-6


    und


    Krieglsteiner - Die Großpilze Baden-Würtembergs Band 1 - 4


    Sicher gibt es noch ein paar mehr, aber kein Werk zeigt auch nur annähernd alles.

    Lange hab ich heute kratzen müssen und dicke Arme bekommen. Aber es hat sich gelohnt.
    Eine neue "Trüffel" kam dabei heraus.


    Fundort war eine Senke unter einer alleinstehenden Birke.


    Ich denke mal es handelt sich um die Gattung Pachyphloeus, möglicherweise um Pachyphloeus citrinus.










    Ansonsten war nicht viel zu sehen, es ist einfach zu trocken.


    Dennoch stolperte ich über Pfirsischtäublinge (Russula violeipes)



    Feuerschüpplinge (Pholiota flammans)




    Lederbraune Öhrlinge (Otidea alutacea)




    und Birnenstäublinge (Lycoperdon pyriforme)






    Die "Trüffel" ist natürlich das Highlight.:)


    Ansonsten bleibt nur, auf kommenden Regen zu hoffen, denn es wird mit jedem Tag weniger an Pilzen.


    An solchen Wühlstellen musst Du den durchwühlten, losen Dreck untersuchen. Manchmal sind die Hirschtrüffel mit einem Mantel aus Lehm oder Humus überzogen, und die Schweine finden die nicht alle.
    Kannst ruhig den Dreck mit den Füßen auseinandertreten und dabei auch auf nahezu runde Dreckklumpen achten. Manchmal löst sich der Mantel auch beim auseinandermachen, weil schon eingetrocknet.
    Dann siehst Du die hell- oder dunkel ockerbraunen Trüffel sofort. Die sind auch oft nicht klein sondern 1-2 cm groß.


    Nö Beorn,


    ich glaub nicht dass Dutchy auf ´n Trip will.:D
    Dazu hat er schon zu oft nach anderen Pilzen gefragt.;)


    @ Dutchy


    Ich denke auch es handelt sich um Cortinarius sp.


    Zur genauen Art kann ich leider nix sagen.

    Hallo Beorn,


    naja, Pilzarmut ist was anderes, ich nenn das "Jammern auf hohem Niveau".:D


    Immerhin hast Du heute Pilze gefunden, während meine geplante Exkursion ins nicht vorhandene Wasser gefallen ist.:(


    Aber morgen......


    Danke, dass ich heute wenigstens an einem virtuellen Ausflug teilhaben durfte.

    Hallo Jürgen,


    lange Trockenphasen können wirklich auf ´s Gemüt schlagen.


    Ein Hoffnungsschimmer:


    Letztes Jahr hatten wir bis Juni so gut wie keinen Regen. Es war knochentrocken und staubig.


    Doch dann kam der Regen und ab August ging sowas von die Post ab.:)
    Und zwar bis Dezember, da der große Frost ausblieb. Also nicht verzagen, die Pilze werden kommen, je später um so mächtiger.


    Hallo Ralf,


    also so viel Schadenfreude wie ich aus Deinem doch so schönen Bericht raushöre hätte ich Dir nicht zugetraut!;)
    Lass sie doch mal teilhaben an deinen Funden! Damit sie nicht wieder den Ganzen Korb voll Gallis hat!:D


    Würde ich, wenn Sie


    - Ihren Hund halbwegs ordentlich behandelt
    - die böse Tratscherei über alles und jeden aufhört
    - einfach mal nett fragt, ob sie mich mal begleiten darf


    Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch nur eine dieser Voraussetzungen jemals erfüllen wird ist ähnlich groß, wie mit verbundenen Augen willkürlich in die Luft zu schießen und einen Vogel zu treffen. :(

    Heute morgen, gegen 8.00 Uhr.


    Ich schaue aus dem Fenster und sehe Frau Krause (Nein, so heißt sie nicht, aber ich nenn sie jetzt mal so) mit einem riesigen Korb gen Wald hetzen.


    Ich weiß, dass sie auch Pilze sammelt, Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen hat sie mir mal gesagt. Ich kann Frau Krause aber nicht leiden.:nana:
    Sie hat einen Hund und behandelt ihn nicht gut, und auch sonst.... nun ja.


    Gerne zeige ich Ihr meine Funde wenn ich aus dem Wald komme und beantworte Ihre neugierige Frage nach dem "Wo" mit einer weit ausladenden Handbewegung Richtung Wald und der präzisen Antwort " Da hinten". Dann geh ich weiter.


    Nachgelaufen ist Sie mir auch schon, die Frau Krause. Völlig unbemerkt, wie Sie glaubte. Ich hab sie vier Kilometer durch die unwirtlichsten und unergiebigsten Pilzgründe gelockt. Danach hat Sie es nicht mehr versucht.


    Ich schweife ab...


    Also, Frau Krause hetzt gegen 8 Uhr morgens mit dem Korb in den Wald.
    Man muss noch wissen, dass Frau Krause genau diesen Weg jeden morgen um sieben mit Ihrem armen Hund langläuft.


    Messerscharf kombiniere ich: " Die Alte, ääähhh Frau Krause, hat irgendwas beim Gassigehen gefunden und rennt jetzt wie der Teufel, damit ihr niemand (ich) zuvorkommt."


    Soll sie doch.


    Es ist gegen 8:45, als Frau Krause aus dem Wald zurückkommt. Sie scheint schwer an dem Korb zu tragen, hält ihn aber zu meinem Haus abgewandten Seite. Sie sieht mich am Fenster, ich winke und ernte ein triumphales Grinsen. Ohne den Schritt zu verlangsamen zieht sie weiter.


    Heute nachmittag wollen meine Fußhupen Mäuse fangen gehen. Ich hab nicht viel Zeit und entschließe mich, den "Krause-Weg" zu gehen.
    Ziemlich langweilig für Pilzenthusiasten. Nur hohe Fichten, aber bequem zu laufen. Und meine Fußhupen haben jeden Meter was zu lesen, weil das halbe Dorf samt zugehörigen Kötern den Krause-Weg nimmt.


    Zwei Mäuse und vierundzwanzig Hundepinkelstellen weiter kommen wir an den steilen Abhang. Ich schaue und sehe einen alten, gammeligen Gallenröhrling. Dann bleibt mein Blick an einem hellen Fleck haften. Ein Stück weiter noch einer, und noch einer.


    Das will ich wissen. also klettere ich ein Stück hinunter und sehe die Stumpen frisch abgeschnittener Gallenröhrlinge. Hab sie nicht gezählt, aber zwanzig waren es bestimmt.


    Mir dünkt, ich habe den Krause-Claim entdeckt.:)


    Ich muss unbedingt daran denken Frau Krause bei nächster Gelegenheit zu fragen, ob die Steinpilze denn geschmeckt haben.


    :D:D:D