Beiträge von Rada

    Und wehe, es regnet morgen, meine lieber SchiG ;)


    Nä, es regnet nicht. Beste Voraussetzungen für meine geheime Hardcore Steinpilz-Fichtenschonung mit 40 Grad Gefälle und Altbrombeerverhau. Der absolute Härtetest.


    Morgen, liebe Melanie, wird Dein Korb sicher nicht frei von Ästchen und Nadeln bleiben.:D


    Und von Pilzen auch nicht.


    Ahso, bring besser ein Käppi oder sowas mit.;)

    Das mit den Sandborstlingen ist auch interessant. Ging die Entwicklung denn von Mykorrhizapilzen, die erst direkt an der Wurzel bzw. unter der Erde wuchsen zu solchen, die Fruchtkörper mit Hut uns Stiel über dem Boden ausbilden?
    Aber ... Trüffel und Becherlinge sind doch Schlauchpilze ... und keine Ständerpilze ...
    Was sind denn die Nachfahren der Becherlinge? Gibt es da welche? Oder endet da der Ast?
    Ich frag euch noch Löcher in den Bauchpilz.


    Ich sehe das mit der Entwicklung etwas anders. Im Devon gab es sogenannte Prototaxiten, die als Vorfahren der heutigen Flechten und Pilze angesehen werden. Die wurden bis 10 Meter hoch und konnten über einen Meter Stammdurchmesser erreichen. Versteinerte Stücke davon kann man heute noch in manchen Kiesgruben finden. Ich hab hier noch ein größeres Stück, welches schon lange auf Bearbeitung wartet.


    Jedenfalls waren diese Vorfahren sicher nicht hypogäisch. Ergo kann man m.M. nach höchstens von einer zweigleisigen Entwicklung sprechen. Dabei ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sich einzelne Arten zum hypogäischen Wachstum entwickelt haben, andere wiederum an die Oberfläche gewandert sind.


    Hypogäische wachsende Pilze gibt es übrigens sowohl bei den Schlauchpilzen, als auch bei den Ständerpilzen.


    Die Frage ob die hier gezeigten Geopora nun Entwicklungsgeschichtlich dabei sind, unter der Erde zu verschwinden, oder ob sie grade aus dieser hervorkommen, kann ich nicht beantworten. Ich denke, das ist zum großen Teil eine Sache des Glaubens. Frag mich in 50.000 Jahren nochmal.:D

    Hallo Nobi,


    danke für die Antwort.


    Ich hatte ja schonmal gefragt, wie denn nun die reifen Sporen aussehen. Im Netzt ist da nix zu finden. Also müssen die braun sein, das ist wohl schonmal klar. Und dann ? Der geschwollene Teil auf meinen Fotos ist der Sporenkopf, aus dem Rest wird das Pedicell? Oder blähen sich noch mehr Teile auf und werden zu einer Art Kette ?


    Und das apikale Kügelchen im Ascus müsste hier



    zu sehen sein ? Als hyalines Kügelchen ?


    Sorry, wenn ich so blöde frage, aber das Problem der Visualisierung besteht halt.


    Das Problem ist, dass Du nicht bereit bist, die Bilder so einzustellen, dass sie ohne zusätzliche Mühe anzuschauen sind.
    Warum sollen wir uns dann die Mühe machen ?


    Du willst ja was von uns wissen, oder ?;)

    Wer sich ein bisschen tiefer mit der Mykologie befasst, hat ja immer so ein paar Kandidaten, die er gerne mal finden würde.
    Ich rede jetzt nicht von Exoten oder irgendwelchen mykologischen Kostbarkeiten. Nein, ich meine so an sich recht häufige oder zumindest nicht ungewöhnliche Arten, die fast jeder schonmal gefunden hat, außer einem selbst natürlich.


    Sowas kann sich dann auch schonmal zur Manie entwickeln. So dass man an geeigneten Stellen auf den Knien rumrutscht, dabei beschwörend die Worte "Hier muss er doch sein, hier muss er doch stehen, hier ist es doch ideal" vor sich hinmurmelnd. Federkopfschmuck und Kürbisrasseln fehlen dabei zwar meist, würden aber durchaus passen.


    Aber Nein, ganz gleich wie oft man auf die Knie fällt, egal wie perfekt der Standort ist, man findet die kleine Sau einfach nicht. Gestern hat der Maier ihn gefunden, heute finde ich ihn nicht, morgen findet der Müller ihn.


    Reale Phantompilze also.


    Irgendwann, meistens jedenfalls, nach langen Monaten, ja Jahren vergeblicher Suche wird man dann mal belohnt. Meist wenn man gar nicht mehr damit gerechnet hat, diese Art endgültig in das Reich der mykologischen Massenhypnose verdrängt, die alle Mykologen befällt, gegen die nur man selbst immun ist.


    Soweit alles irgendwie normal, völlig im Rahmen gewöhnlicher Mykologie.



    Aber manchmal, nur manchmal, kann einen sowas auch schier wahnsinnig machen. Nämlich dann, wenn man ganz (ziemlich) unmykologisch mit Frau und Hunden einen schönen Herbstspaziergang macht. Wenn man dabei, logisch, natürlich den Blick nicht vom Erdboden bekommt, und dabei, auch logisch, nix interessantes entdeckt.
    Wenn dann aber von der anderen Seite des Weges die Stimme der Ehegattin - die sich im übrigen so gut wie gar nicht für Pilze außerhalb des Küchenbereichs interessiert, und die auch einen halbmetergroßen Orangebecherling höchsten mit den Worten " Sieht aus wie Plastik" quittiert - ja wenn dann diese Stimme glucksend sagt:" Ooch, der sieht aber komisch aus, kuck mal, als wenn da zufällig was draufgefallen wär."


    Ja, wenn man dann hinübergeht, und "ihn" dann dort stehen sieht. An der Kante der Böschung, genau auf Augenhöhe, unübersehbar, quasi "Hier bin ich" schreiend, einzig der gelb-orange blinkende Leuchtpfeil fehlt, dann gehört das zu den großen Ungerechtigkeiten dieser Welt.









































    Zum Glück blieb der Supergau - Fotoapparat nicht mitgenommen - diesmal aus.


    Kleiner Nest-Erstern (Geastrum quadrifidum):D


    Nun, der Schlafzimmerplan würde, selbst wenn ich das anstreben sollte, spätestens am Veto meiner Frau scheitern.:)


    Wenn der Artikel online gehen sollte, verlinke ich gerne, ansonsten scanne ich ihn ein.


    Nä, für die Bildzeitung würd ich das nicht machen. Die würden sowas auch nicht bringen, sondern warten lieber auf die Opferberichte.:D

    Letzten Mittwoch, bei der Exkursion mit Björn, haben wir im Stadtnahen Waldgebiet ungewöhnlich viele Gifthäublinge (Galerina marginata) gefunden. In deren Gesellschaft standen reichlich Stockschwämmchen, Hallimasch und auch Rauchblättrige Schwefelköpfe.
    Stadtnah bedeutet auch, dass es hier besonders viele Speisepilzsammler gibt, was durch hier und da abgeschnittene Büschel diverser Arten belegt wurde.


    Das hat mir keine Ruhe gelassen, und darum habe ich gestern die lokale Presse angerufen und die Sache geschildert.


    Die waren sehr interessiert und so haben wir noch am selben Nachmittag einen Termin vereinbart, um die Sache in Augenschein zu nehmen.


    Am Treffpunkt war dann die Reporterin, aber nicht der bestellte Fotograf. Die haben ein Eigenleben und zeichnen sich durch höchste Unzuverlässigkeit aus, erfuhr ich.:)


    Also wurde ich kurzerhab zum Pressefotografen erklärt und so ging es zu zweit in den Wald. Auf dem Weg zu den Gifthäublingen prasselten Fragen über Fragen auf mich ein.
    Nun hab ich schon öfter mit der Presse zu tun gehabt, aber ein solch intensives Fragen und nachbohren hatte ich noch nicht erlebt. Es hatte aber einen ziemlich nichtjournalistischen Grund, wie sich später herausstellte.
    Wir kamen nach kurzem Fußmarsch an eine Fundstelle des Gifthäublings, der sich auch reichlich und in Gesellschaft mit Stockschwämmchen und Hallimasch, incl. deutlicher Sammelspuren, präsentierte. Glücklicherweise waren die Gifthäublinge wohl unberührt, was entweder vom Wissen des vor Ort gewesenen Sammlers zeugte, oder von instinkthaftem Selbsterhaltungstrieb.


    Auf jeden Fall konnte ich der Dame sehr anschaulich die Gefahren erklären und durch nebeneinanderlegen von Stockschwämmchen und Gifthäubling auch die erhebliche Verwechslungsgefahr aufzeigen.


    Nach etwa einer halben Stunde, es wurde schon langsam dämmerig im Wald, war dann alles gesagt und erklärt.


    Da zeigte die Dame dann zu einem Büschel Pilze zu ihren Füßen und fragte, welche das denn nun seien. Ich rupfte das Büschel Hallimasch aus und erklärte Ihr Merkmale und Speisewert. Als ich das Büschel dann wegwerfen wollte, nahm sie es mir aus der Hand und meinte, das würde sie mit nach Hause nehmen um sie zu probieren.:)


    Ich zeigte auf weitere Exemplare und sagte, die könne sie dann auch noch mitnehmen, weil mit 5 Hallimasch wäre ja nicht viel anzufangen.


    So glitt die Dame unmerklich, aber unaufhaltsam in ein leichtes Pilzsammelfieber, ungeachtet der Tatsache dass keiner von uns beiden ein Behältnis mit hatte, um die Pilze zu transportieren.
    Sie verschränkte beide Hände vor dem Bauch und ich legte hinein, was an eßbarem aufzufinden war. Als Ihre Transportkapazität erschöpft war, hab ich dann noch gesammelt, was ich tragen.
    So kam eine kleine, aber abwechslungsreiche Portion Hallimasch, Stockschwämmchen, Maronen, Violette Lacktrichterlinge und zum Schluß noch ein schöner Parasol zusammen.
    Damit zum Auto jonglierend erklärte mir die Dame, dass sie schon immer ein großes Interesse an Pilzen hatte, sich aber mangels Wissen nie getraut habe, selbst welche zu sammeln. Und so erklärte sich dann auch das, selbst für einen Journalisten ungewöhnliche, intensive Befragen auf dem Weg zur Fundstelle.:)


    Am Parkplatz angelangt, wurde das Erlebte nochmal zusammengefasst und sie glich es mit Ihren Notizen ab.
    Na, da hatte sie ob der Fülle an Informationen dann doch Zweifel, ob sie das nachher in einem Artikel vollständig und richtig wiedergeben könne.


    Wie schon gesagt, habe ich nicht zum ersten mal mit der Presse zu tun und weiß, welcher Blödsinn da manchmal bei rauskommen kann. Ist bei aller Mühe des Journalisten auch verständlich, wenn der am nächsten Tag anhand von Notizen und Gedächtnis einen Artikel schreiben muss. Darum hatte ich vor dem Treffen schnell einen kleinen Artikel geschrieben, den ich ihr am Auto überreichte. Das fand sie Klasse.:D


    Interviewter, Autor, Fotograf, Berater und Packesel in einem, das hatte ich bis dato auch noch nicht. :)


    Insgesamt war es aber ein sehr nettes Erlebnis mit hoffentlich gesundheitlichen Schäden verhütenden Folgen für den Teil der Leserschaft, die ungeübt "in die Pilze" geht.


    Zum Abschluß haben wir dann noch eine gemeinsame Sammeltour für die nächsten Tage ausgemacht. :D

    Ich frage mich gerade, ob ich unglücklich verliebt bin. Glaube ich aber nicht, wahrscheinlich höre ich den Song einfach nur so. Oder ich bin unglücklich, weil gar nicht verliebt? Aber ich bin doch gerade wunschlos glücklich?


    Mach einfach auf glücklich unverliebt, das ist am problemlosesten.;)

    Hallo Reinhilde,


    Nr 1: ist richtig, heißt aber jetzt Postia caesia.


    Nr. 2: Kann sein, ist aber nicht richtig zu erkennen


    Nr. 3: Cortinarius sp.


    Nr. 4: Vielleicht eher eine Hebeloma?

    Speisepilze die im Winter gesammelt werden haben keine giftigen nur ungeniesbare Doppelgänger.


    Das ist ein gefährlicher Irrglaube. Erst mal ist die Definition "Winter" sehr schwammig. Ich hab letztes Jahr Mitte Dezember noch Stockschwämmchen gesammelt. Und der Gifthäubling war auch noch anzutreffen.
    Pilze richten sich nicht nach Kalendern, sondern ausschließlich nach Wachstumsbedingungen. ;)

    Ich muss das jetzt einfach loswerden.


    als ich gestern von der Exkursion zurück war, fand ich auf meinem Schreibtisch ein Päckchen.
    Das ist nun nicht ungewöhnlich, da mir meine Kunden des öfteren ihre Steine zum bearbeiten schicken. Auch hier dachte ich zunächst an einen Auftrag.
    Als ich das Päckchen dann zur Seite legen wollte, merkte ich dass es für Steine viel zu leicht war.


    "Was ist denn das ?"


    Ich schaue auf den Adressaufkleber, kein Absender ? Komisch.


    Bestellt hatte ich auch nichts, also mal aufmachen.


    Ja, und dann war ich vollkommen geplättet. Da hat mir doch jemand aus diesem Forum hier ein wirklich nettes und vollkommen unerwartetes Geschenk gemacht. Und ein so extrem leckeres noch dazu.
    Mensch, was hab ich mich gefreut.:)


    Auch auf diesem Weg ein ganz herzliches Dankeschön für die wirklich gelungene Überraschung.