Beiträge von Wanderer

    Ne Pablo, .... Weil das kürzlich mal zur Diskussion stand, ob die langen schleimigen dünnfüssigen Nordhang-Maronen mit den Hochwaldmaronen, mit viel Sonne und ganze anderem Wuchs genetisch identisch sind. Klar hab ich Wastl ein bisschen auf die Schippe genommen, aber so ganz war die Geschichte von den zwei Maronen-Arten noch nicht aus meinem Kopf. Aber ich denke es ist eine Art. Fertig.

    Genau das Thema treibt mich um. Ich für mich unterscheide - wenigstens in diesem Pilzherbst, in dem es mehr als ausreichend Pilze gibt - ganz klar zwischen den dünnstieligen "Wassermaronen", häufig unter Birken anzutreffen, die bereits ganz jung schon komplett weich und matschig sind. Und den dickstieligen, festen Maronen, die kaum 5 m weiter wachsen, weil dort eine Kiefer oder Buche steht.


    Nach Maronen unter Birken bücke ich mich nicht mehr, sie überleben selbst vorsichtigen Transport kaum, ohne unansehnlich zu werden. Das kann in der nächsten Saison natürlich wieder völlig anders aussehen, so wählerisch werde ich sicher nicht jeden Herbst durch den Wald laufen können.


    Mich wundert wirklich, dass es keine genauere Klassifizierung gibt.


    Viele Grüße Kai, die nachher wieder nach den dickstieligen Maronen Ausschau hält...

    Hallo,


    ich lasse auch alles weg, was das Pesto ranzig werden lässt. Sogar das Spülwasser. Wenn es am Tag zuvor geregnet hat, die Blätter also frisch, sauber und wieder trocken sind, dann ist die richtige Zeit zum Sammeln. Die Blätter mit Öl pürieren, unbehandeltes Meersalz gebe ich freihand dazu, etwas Öl für den Luftabschluss obendrauf. Deckel auf die (kleinen) Schraubgläser und ab in den Kühlschrank. Im März, wenn es Nachschub gibt, sind meine Bestände aufgebraucht. Bis dahin ist nie etwas ranzig oder fad geworden.


    Und morgen Abend gibt es Spaghetti mit Bärlauchpesto.


    Viele Grüße Wanderer

    Morgen soll es bei uns erstmals seit Monaten ergiebig regnen. Vllt. wächst danach doch noch was? Wobei ich wenig Hoffnung habe. An meiner letztjährigen Pfifferlingsstelle war vor Wochen sogar der Farn völlig vertrocknet, zwischenzeitlich ist sogar den Bäumen die Puste ausgegangen.


    Schön also, wenigstens anderer Leute herrliche Pilzfunde bewundern zu können. :)

    Vorgestern habe ich meiner ergiebigen Pfifferlingsstelle vom letzten Jahr (im Landkreis OF) einen ersten Besuch abgestattet. Leider hat sich noch keiner blicken lassen. Aber nach diesen tollen Fotos kann ich es gar nicht mehr erwarten und werde morgen wohl wieder nachschauen. :cool:

    Hallo,


    hier kaufen die Menschen mehrheitlich lieber abgepackte Pilze beim REWE - sehr zu meiner Freude! :)


    Ich war gestern Mittag fußläufig Pilze suchen, nie weiter als 500 m von Zuhause weg. Es gibt zur Zeit so viele, dass ich mich auf kleine Maronen und Steinpilze konzentriert habe. Meine Konkurrenten sind lediglich Schnecken, Mäuse und Würmer. (Und das nur 20 km von Frankfurt/Main entfernt.)


    Grüße Wanderer

    Hallo Cara,


    interessant, auch der Link. Danke dafür!


    Sehr gründlich gegart habe ich die Pilze, sie waren zart und haben ausgezeichnet geschmeckt. Allerdings: Einer der Hexenröhrlinge war tatsächlich überdurchschnittlich groß. Da er aber entgegen meiner ersten Vermutung noch ganz fest und völlig unversehrt war, habe ich ihn mitgenommen. Den habe ich in recht große Stücke geschnitten und genau diese habe nur ich gegessen, weil mein Partner nur die kleinen, erkennbaren Pilze mag.


    Bei meinen ersten Hexenröhrlingfunden wenige Tage zuvor handelte es sich nur um kleine Exemplare, die mir auch keinerlei Beschwerden bereiteten. In Zukunft lasse ich alle größere Pilze stehen und hoffe wieder auf ungetrübten Genuss.


    Viele Grüße Kai

    Seit ich heute vor einer Woche eine Mahlzeit fast ausschließlich aus netzstieligen Hexenröhrlingen gegessen habe, habe ich leichte Verdauungsprobleme. Lags am Sauergespritzten, den ich dazu getrunken habe? Mein Verdauung ist normal sehr robust und mein Partner hat keinerlei Probleme, auch er hat vertrauensvoll kräftig zugelangt.


    Ich bin unschlüssig, ob es tatsächlich an den Pilzen lag, vllt. ist die Kombination mit (auch wenig) Alkohol aber besser zu vermeiden?


    Wie es dem Sammler erging, der am nächsten Morgen sämtliche der über 20 Gallenröhrlinge scheinbar für Steinpilze hielt und sie alle mitnahm, darüber will ich aber erst gar nicht spekulieren... :eek:

    Hallo,


    ich bin neu, wurde sehr freundlich empfangen und habe wirklich bessere Tipps bekommen, als in irgendeinem Buch so kompakt nachlesbar.


    Da ich nun täglich hier mitlese, habe ich den besagten Thread mitbekommen und durchaus - auch als Neuling in diesem Forum - Verständnis für die Verärgerung der Stammschreiber.


    Denn: In einer Community werden immer alle möglichen Antworten kommen, damit muss man leben. Ein Forum ist kein Dienstleister.


    In diesem Sinne - Kai


    (4) ....
    ---> Nein, der drastische Rückgang ist vorrangig zurückzuführen auf Biotopveränderung/Biotopzerstörung


    Das ist leider wahr. Erst gestern bin ich durch ehemals pilzsichere Wälder gelaufen. "Ehemals", weil gründlich durchgeforstet und Holz gemacht wurde. Die Wälder sehen dort großflächig wie Mondlandschaften aus. Mit Brachialgewalt und nur unter dem kurzsichtigen Aspekt des Gewinnes werden die Wälder auf Jahre geschädigt. Ein Nachbar, ehemals leitender Forstangestellter, schüttelt über diesen irrsinnigen Raubbau auch nur noch völlig verständnislos den Kopf.


    Viele Grüße Kai

    Danke für eure Antworten, die jedoch zeigen, dass es tatsächlich nicht so genau mit der Menge genommen werden muss. Ich dachte bisher, in Deutschland gibt es für jede Handbewegung in der Öffentlichkeit eine gesetzliche Vorschrift - falsch gedacht.


    PS: Eine Waage muss ja nicht sein. Wenn der Korb voll ist, dann weiß ich, dass die Menge zum Sattwerden reicht. Und bei Überfluss nehme ich nur die kleinen, ganz festen Pilze mit und lasse alles andere stehen.


    Viele Grüße Kai

    Hallo,


    anderswo habe ich diese Woche gelesen, dass jemand innerhalb 3 Tagen 47 kg (!) Steinpilze bei Würzburg aus dem Wald geschleppt hat. Was macht eine Vierköpfige Familie mit fast einem Zentner Pilzen? Wahrscheinlich verrottet der größte Teil. Ich habe nun mal geschaut, ob es hierzulande irgendwelche Einschränkungen bezüglich der Mengen gibt, bin aber nicht fündig geworden. In Österreich dürfen wohl nur 2 kg Pilze pro Person gesammelt werden. Aber bei uns? Weiß jemand mehr?


    Gefrustete Grüße - ich habe heute im Odenwald rund um Vielbrunn fast vergebens gesucht. Nach 4 Stunden mühsamer Suche ist ein knappes Pfund zusammengekommen. Die wenigen gefundenen Steinpilze waren fast alle völlig madig.


    Kai

    Nochmals danke, Andreas.


    Warum habe ich ein Bild von einem Pilz im Kopf, der dem flockenstieligen Hexenröhrling aufs Haar gleicht? Wahrscheinlich, weil es ihn damals bei unseren vielen Exkursionen in unserer Gegend nicht gab und ich ihn somit nie in der Natur gesehen habe.


    Ist der auf deinem Foto zu sehende Pilz der Normalfall in Sachen Färbung - also kaum Rottöne? Dann kann man ihn eigentlich nicht verwechseln.


    Deine Signatur habe ich verstanden. Keine Sorge. Im Zweifelsfall lasse ich Pilze immer stehen.


    Viele Grüße Kai

    Danke Andreas,


    dann müsste ich mir um die nächsten Pilzmahlzeiten keine Gedanken mehr machen. Er soll ja sehr gut schmecken und ebenso bekömmlich sein.


    War Spaß. Denn nein, dafür bin ich dann doch nicht sicher genug. Welches sind denn die markantesten Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem netzstieligen Hexenröhrling? Netz oder Flocken - ich sehe da einfach keine eindeutige Unterscheidung. Ging mir früher schon so.


    Danke schon mal für weitere Infos.


    Viele Grüße Kai

    Hallo,


    heute habe ich die restlichen Pilze fotografiert. Die restlichen, denn alle größeren Exemplare von gestern fehlten an diesem Fundort.


    Hier ein noch sehr kleiner Pilz:


    Ein paar größere Exemplare an einer anderen Stelle:


    Einige sehr alte Pilze:


    Die Bruchstelle am Hut färbte sich binnen weniger Sekunden kräftig blau:


    Und mal ein Ausschnitt vom Stiel:


    Sicher sind die Fotos aufschlussreicher als die gestrigen Beschreibungen.


    Zum Erlenröhrling: Meinen nächsten Fund werde ich fotografieren und von den Spezialisten unter euch fachmännisch begutachten lassen. Ich lerne gerne dazu und würde mutwillig niemals etwas der Natur entnehmen, was streng geschützt ist.


    So und jetzt helft mir bitte nochmals bei der Bestimmung des fotografierten, hier sehr häufigen Pilzes. Danke!


    Viele Grüße Wanderer

    Vielen Dank für eure Tipps! Ich werde gleich rausgehen und dieses Mal die Kamera schultern und einen dieser Pilze auch mal anschneiden.


    Zum Erlenröhrling: Ich habe vor 35 Jahren mal Kurse zur Pilzbestimmung belegt und damals lernte ich den Erlenröhrling zu bestimmen: Er sieht dem Lärchenröhrling täuschend ähnlich, wächst aber eben unter Erlen. Also kein exotischer, seltener Pilz.


    Bis später!


    Viele Grüße Wanderer

    Hallo,


    ich freue mich, dieses tolle Forum gefunden zu haben. Ich bin begeisterte Pilzsammlerin, und ich glaube fest daran, dass es dieses Jahr eine gute Saison geben wird. ;)


    Leider habe ich vorhin meine Kamera im Auto gelassen. Ich fand heute neben einigen Steinpilzen, Rotfüßchen und Erlenröhrlingen wieder einmal diese herrlich gefärbten Röhrlinge in größeren Mengen, die ich leider nicht zuordnen kann.


    Die Kappen sind kräftig braun, samtig und nicht gerissen, die Röhren tief weinrot gefärbt, ebenso weinrot sind die kräftigen, teils bauchigen Stiele. Von der Form und Festigkeit her erinnern sie an Steinpilze, wachsen aber teilweise ganz dicht beieinander. Pilzbücher geben mir keinen Aufschluss. Falls die Beschreibung (wie ich vermute) nicht ausreichend ist, liefere ich morgen Fotos nach.


    Satanspilze sind es nicht, die sind von der Form her zwar ähnlich, aber bedeutend blasser, vor allen Dingen die Oberseite der Kappen kenne ich eher steingrau. Ob meine Funde blau anlaufen, weiß ich leider nicht. Die vielen Mäusefraßstellen waren zumindest nicht verfärbt.


    Vllt. hat jemand einen Tipp? Vllt. sinds weder die einen noch die anderen im Betreff genannten Pilze? Ich bin jedenfalls ratlos.


    Viele Grüße von Wanderer