Beiträge von nochn Pilz

    Oktober 2021

    Lieblingswald- Katzeklo - diesig - Freude

    von Suku



    Herbstmorgen


    Zwitschern, Rascheln, Knistern, Huschen, Raureiftropfen fröstelnd kalt.

    Spinnenfäden, Glitzerschimmer im blätterbunten Lieblingswald.

    Des Sommers Echo in der Ferne verhallt in sanftem, klaren Ton,

    Diesig, feuchte Nebelschwaden täuschen, tarnen, schwinden schon.



    Windig, wuchtig, wilde Stürme rücken von Nord düster heran,

    Blätter wiegen sanft von Ästen, schmiegend dem feuchten Boden an.

    Verkleiden heimlich alle Pilze, schützen vor Raub hungriger Gier,

    warme, rote, gelbe Farben, prächtig ist des Haines Zier.



    Am Horizont auf weite Sicht flattern, knattern bunte Drachen,

    reißen sich der Leinen los, stieben den Donnern in den Rachen.

    Taumeln, stürzen, rütteln sich, flattern auf in hellen Fetzen,

    Kronen rauschen, Stämme ächzen, wirbelnd, schwindelnd Blätter hetzen.



    Schwere Trommeltropfen platschen, Geruch nach Erde, Moos und Laub,

    Zeichnen in groben Pinselstrichen Kringelkreise in den Staub.

    Tosend, brüllend, zischend, krachend, zuckend erleuchtet ist der Wald,

    Zähne klappern, klamme Füße, erwartet wird der Winter bald.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Auch beim PPC 5/21 war die Teilnahme wieder sehr erfreulich, gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten! Aber wartet nicht zulange, dieses ist für dieses Jahr der letzte PPC, im Dezember stimmen wir dann über das Pilzgedicht des Jahres ab.


    Es geht darum der sträflich vernachlässigten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    APR- Spätherbst- Zweifel

    Abgabeschluss ist der 23.11.21 24:00 Uhr.

    Ihr Lieben!

    Ich habe mich sehr über Eure freundlichen und fröhlichen Glückwünsche gefreut.

    Ich wünsche uns Allen, dass bald die Zeit kommt, wo wir wieder nach Herzenslust Pilztreffen organisieren können und gemeinsam miteinander feiern und uns an unseren kleinen Freunden freuen können.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 31. Oktobers.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Lieblingswald- Katzeklo - diesig - Freude.


    Und hier nochmal die Beiträge:


    Los gehts


    Im Herbst, die Nächte werden kalt

    geh ich in meinen Lieblingswald.

    Den kenne ich schon dreißig Jahr,

    jede Tour, wie wenns gestern war.


    Erinnerung, trotz lang zurück

    bleibt im Gedächtnis jedes Stück,

    Funde und Gegebenheiten,

    selbst Freunde ließen sich verleiten.


    Jeder muß mal mit mir mit

    der Wald ist nun einmal der Hit!

    Da gibt es auch bei Frost noch Funde

    drum dreh ich dort die Lieblingsrunde.



    Herbstwald


    Früh morgends geht es wieder los.

    Es treibt mich förmlich in den Wald!

    Wo ist denn nur mein Messer bloß?

    Dazu, die Luft ist ziemlich kalt!


    Soll so im Spätherbst noch was wachsen?

    Bei dieser Kälte in der Nacht?

    Ich hör schon die Familie flachsen,

    wenn ich den leeren Korb gebracht.


    Das sind jetzt nicht die besten Zeichen

    doch die Neugier ist zu stark.

    Alle Zweifel müssen weichen

    auch wenn ich friere bis ins Mark.


    Im Walde wächst nun wirklich wenig,

    Maronen nur mit viele Maden,

    der Hallimasch ist schon ganz sehnig,

    nur die Schnecken sich dran laben.


    Doch dann im Dickicht, wo ists diesig

    was sehen meine Äugelein?

    Da freu ich mich dann doch ganz riesig,

    Krause Glucke, nicht mal klein!


    Genuß beim Ernten und betrachten,

    könnten sein sechshundert Gramm!

    So etwas das muß man achten!

    Mit Liebe in den Korb sodann.


    Die Überraschung für zu Hause

    ist gelungen, sag ich mir.

    Das gibt ne große Nudelsause

    und als Prämie auch ein Bier.



    Herbstmorgen


    Zwitschern, Rascheln, Knistern, Huschen, Raureiftropfen fröstelnd kalt.

    Spinnenfäden, Glitzerschimmer im blätterbunten Lieblingswald.

    Des Sommers Echo in der Ferne verhallt in sanftem, klaren Ton,

    Diesig, feuchte Nebelschwaden täuschen, tarnen, schwinden schon.


    Windig, wuchtig, wilde Stürme rücken von Nord düster heran,

    Blätter wiegen sanft von Ästen, schmiegend dem feuchten Boden an.

    Verkleiden heimlich alle Pilze, schützen vor Raub hungriger Gier,

    warme, rote, gelbe Farben, prächtig ist des Haines Zier.


    Am Horizont auf weite Sicht flattern, knattern bunte Drachen,

    reißen sich der Leinen los, stieben den Donnern in den Rachen.

    Taumeln, stürzen, rütteln sich, flattern auf in hellen Fetzen,

    Kronen rauschen, Stämme ächzen, wirbelnd, schwindelnd Blätter hetzen.


    Schwere Trommeltropfen platschen, Geruch nach Erde, Moos und Laub,

    Zeichnen in groben Pinselstrichen Kringelkreise in den Staub.

    Tosend, brüllend, zischend, krachend, zuckend erleuchtet ist der Wald,

    Zähne klappern, klamme Füße, erwartet wird der Winter bald.



    Des Katers stilles Geheimnis


    So viel der Kater doch gar nicht gefressen hat.

    Zum fünften Male er heut schon in seiner Streu rum scharrt.

    Wobei, heute früh ist er gleich nach´m Fressen rein,

    seitdem nicht mehr raus, was kann das wohl sein?


    Das kommt mir komisch vor, mich interessiert nur eine Frag´.

    Was macht der da drinnen nur, den ganzen Tag?

    Das ist ja bei weitem nicht das erste Mal,

    seit Wochen immer wieder derselbe Fall!


    Was da los ist, da komme ich bestimmt gleich drauf.

    Sofort mache ich vom Katzeklo den Deckel auf.

    Oh mein Gott, ich glaub, ich bin von Sinnen,

    ganz und gar diesig ist es, da drinnen!


    Langsam verzieht sich der Nebel, die Sicht wird klar.

    Was ich nun erblick´, verwundert mich, fürwahr.

    Ein rauchendes Tütchen steckt in seiner Pfote.

    Erst jetzt vernehme ich eine süßliche Note.


    In einer Ecke ein paar Knospen Mohn gelegen,

    aus der anderen fliegen Pilze mir entgegen!

    Düngerlinge, Kahlköpfe, und was weiß ich, was noch,

    da entdeck´ ich hinten ´nen Kräuterstapel, ganz schön hoch!


    Was ich dann noch sah, ja das ist hart!

    Weiße Pulverreste er am Näschen kleben hat!

    Nachdem ich meinen Augen immer noch nicht ganz trau,

    schaut er mich verträumt nur an und haucht „Mie-jau!“



    Letzte Woche in Fronkreisch


    Neulich war ich in Bordeaux

    Und sass in einem Top-Bistro

    Wo meine Katze leise fauchte

    Weil sie wohl offensichtlich brauchte

    Zuhaus vergess'nes Katzeklo


    Wir tranken erstmal 1 Pernod

    Und anschliessend noch 3 Merlot

    Dann wurd' die Katze langsam wild

    Sie attackiert' ihr Spiegelbild

    Und ging in Runde 3 k.o.


    Es war 'ne recht bizarre Show

    Die Katze war wohl nicht recht froh

    Drum fuhren schnell wir in den Wald

    (Ganz nebenbei 'nen Pilz gekrallt)

    Zufried'ne Katze sowieso.

    Letzte Woche in Fronkreisch


    Neulich war ich in Bordeaux

    Und sass in einem Top-Bistro

    Wo meine Katze leise fauchte

    Weil sie wohl offensichtlich brauchte

    Zuhaus vergess'nes Katzeklo


    Wir tranken erstmal 1 Pernod

    Und anschliessend noch 3 Merlot

    Dann wurd' die Katze langsam wild

    Sie attackiert' ihr Spiegelbild

    Und ging in Runde 3 k.o.


    Es war 'ne recht bizarre Show

    Die Katze war wohl nicht recht froh

    Drum fuhren schnell wir in den Wald

    (Ganz nebenbei 'nen Pilz gekrallt)

    Zufried'ne Katze sowieso.

    Dan Anfang macht, wie versprochen, ein "Überhangmandat" von Wildschwaiger


    Los gehts


    Im Herbst, die Nächte werden kalt

    geh ich in meinen Lieblingswald.

    Den kenne ich schon dreißig Jahr,

    jede Tour, wie wenns gestern war.


    Erinnerung, trotz lang zurück

    bleibt im Gedächtnis jedes Stück,

    Funde und Gegebenheiten,

    selbst Freunde ließen sich verleiten.


    Jeder muß mal mit mir mit

    der Wald ist nun einmal der Hit!

    Da gibt es auch bei Frost noch Funde

    drum dreh ich dort die Lieblingsrunde.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Beim PPC 4/21 war die Teilnahme sehr erfreulich, aber wahrscheinlich gibt es jetzt, in der pilzreichen Zeit, viele neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche: probierts mal mit den Pilzgedichten!


    Es geht darum der sträflich vernachlässigten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    Lieblingswald- Katzeklo - diesig - Freude









    Abgabeschluss ist der 24.10.21 24:00 Uhr.









    Eure Beiträge könnt Ihr direkt hier veröffentlichen.

    Die Abstimmung startet voraussichtlich am 25.10. in einem gesonderten Thread.









    Viel Spaß mit den Pilzgedichten!

    Und ein weiterer Monatsgewinner im Jahr 2021 steht fest.

    Wieder einmal konnte sich Da_Schwammalmo durchsetzen. :gbravo::gbravo::ghurra:

    Immerhin vier eingereichte, eins außer der Wertung und ein unterschlagenes Gedicht waren dabei.

    Die Resonanz wird besser. :gnicken:

    Ich hoffe, das motiviert die bisher stumm gebliebenen Poeten zum Nachdichten.

    Ich verspreche Euch: Das macht Spaß!


    Griffel gespitzt und mitgemacht! :gzwinkern:





    Sämtliche Monatssieger findet Ihr auch im PP-Poesiealbum

    September 2021

    Lieblingswald- Pfifferlinge - gestern

    von Da_Schwammalmo


    Ich kenn´ alle Pilze


    Endlich raus aus der Arbeit, ich kenn keinen Halt.

    Ich schnapp mir meinen Korb und geh in den Wald!

    Ein paar Pilzlein fein, die find ich im Nu.

    Heut Abend gibt’s Pasta mit Rahmsoß´ dazu.


    Der Korb ist halb voll, da kommt Herr Nachbar.

    So neugierig wie er, noch kein anderer war.

    Was hasten da feines drin? Darf ich mal schau´n?

    Oh Gott, die würd ich mich nicht essen trau´n!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Aber, was ist denn jetzt das, was soll das denn sein?

    Pfifferlinge natürlich, ganz jung und ganz fein.

    Ich weiß nicht so recht, mit orangenem Ton?

    Ach, Herr Nachbar, was weißt du schon davon?


    Der Standort, mein Lieber, der macht ganz viel aus.

    Mal steh´n sie im Schatten, mal bleicht die Sonne sie aus.

    Mal sind sie im Trocknen, total zusammengedörrt

    Mal sind sie vor Feuchtigkeit ganz kräftig gefärbt!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Zu Hause angekommen werden sie natürlich gleich geputzt.

    Die Frau kommt vorbei, wie üblich, sie stutzt.

    Die isst du selber, ich rühr´ sie nicht an.

    Du weißt schon, dass man sich mit Pilzen vergiften kann?


    Für mich gibt’s heut´ eine große Schüssel Salat.

    Der schön frisch ist und ordentlich Vitamine drin hat.

    Für dich habe ich auch eine Portion Vitamin.

    Wennst mit´m Kochen fertig bist, im Kühlschrank ist er drin.



    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Ich weiß nicht, was los ist, ich sitz´ nur am Pott.

    Mit diesem Salat, da holst dir noch den Tod.

    Diesen Unsinn treibe ich ihr schon noch mal aus.

    Isst nur Salat, da wird doch nichts draus.


    Mit diesem Quatsch hat sogar die Pasta nach Radieschen geschmeckt.

    Eine Portion ist noch von gestern da, die wird gleich in die Mikro gesteckt.

    Heut´ gibt’s keinen Salat, so viel sie auch jammern mag.

    Heut´ bekommen die Pilze ihren richtigen Geschmack!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Seit einigen Tagen hab ich so trockenen Mund.

    Das kommt vom Salat, sowas ist nicht gesund.

    Es zwickt und es zwackt überall mal im Bauch.

    Und enormen Durst, ja den hab ich auch!


    Ein heftiger Schmerz im Lendenbereich.

    Ich leg mich mal hin, das gibt sich dann gleich.

    Du weißt schon, Schatz, dass ich verunsichert bin?

    War da sicher kein Giftiger mit drin?


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!



    Wir sind heut´ versammelt, um von ihm Abschied zu nehmen.

    Für ihn gab es nichts schöneres, als durch den Wald zu gehen.

    Er war stets gesund, doch dann ging es geschwind,

    hinterlässt in Trauer, Frau, Hund und Kind.



    Er kannte alle Pilze, er kannte sie im Traum.
    Er kannte sie so gut, dass er sie alle hat mitnehmen traun.

    Andere jammerten, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Er ging ihnen nach, sein Korb, der war voll.

    ...In Afrika wird da der Mopane-Wurm gegessen...

    Vor einigen Jahren wollte ich in Nordwest-Namibia auf einem lokalen Markt welche kaufen. Aus der Nähe betrachtet sind sie aber doch etwas haarig und insgesamt nicht sehr apetitanregend.

    Wir haben uns dann für irgendwas vegetarisches entschieden. :gpfeiffen: