Beiträge von nochn Pilz

    Nee, nee, neee! Wenn das blöd läuft, ... müsste ich auswandern. Da mag ich gar nicht drüber nachdenken.

    Kein Problem Wutzi, dann kommst Du zu uns. :gwinken:


    Offizielles Endergebnis Bremen-Neustadt: CDU 7,4 SPD 24,4 Linke 15,6 Grüne 38,5 FDP 5,7 AFD 2 Sonstige 6,4 Wahlbeteiligung 84,5.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 05. Oktobers.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Lieblingswald- Pfifferlinge - gestern.


    Und hier nochmal die Beiträge:


    Könnte schlimmer sein...


    Gestern pure Existenz

    lebte ich in Saus und Braus

    heut schau ich nach Inzidenz

    und bleib lieber mal zu Haus


    Gestern warn wir im Konzert

    dicht gedrängt und ganz verzückt

    heute finden wir das ganz verkehrt

    um nicht zu sagen schwer verrückt


    Gestern trafen wir uns jährlich

    wenn Mausmann uns zusammenrief

    heute ist das zu gefährlich

    so dass das Treffen sanft entschlief


    Gestern war es knochentrocken

    keine Pilze weit und breit

    heut war ich schon fast erschrocken

    mein voller Korb das Herz erfreut


    Na immerhin!



    Der alte Pfifferling


    Der alte Pfiffer steht still im Regen,

    Auf einem Bein, kann kaum sich bewegen.

    Ich frag´ ihn was los sei. Er wird verlegen,

    erzählt mir dann doch, warum und weswegen:


    „Ich saß auf der Couch, wollte mich pflegen,

    meine Frau trug mir an, die Treppe zu fegen.

    Ich sagt´ ihr, das käme mir nicht so gelegen,

    ich wolle heut´ chillen, die Beine hochlegen.


    Mein Weib hat ´ne Zunge scharf wie ein Degen,

    Sagte, sie zeigt mir, was ihr sei gelegen.

    Sie schnappt´ sich den Besen und haute ihn gegen

    Mein Schienbein, das schmerzte als tät´ sie´s zersägen.

    Das war zuviel, musste sehr mich erregen,

    Seitdem hängt er schief, der gute Haussegen.

    Sie warf mich zur Tür raus, war mir überlegen,

    Jetzt stehe ich hier, dem Wetter entgegen.“

    Die Moral der Geschicht´? Kannst ´mal überlegen.

    Vielleicht, sich besser nicht mit der Frau anzulegen?



    Was ist besser?


    Es gibt im Leben schöne Dinge,

    Sex und Schnaps gehörn dazu,

    doch wenn es gibt die Pfifferlinge

    mache ich die Augen zu!


    Stöhne laut aufgrund der Menge

    lustvoll abgeschnitten mit dem Messer,

    die Pilztour zieht sich in die Länge,

    ist Sex denn wirklich so viel besser?


    Sex, das kann man täglich haben,

    doch wenn man Pfifferlinge hat

    kann man sich an diesen laben

    und man wird davon auch satt.



    Ich kenn´ alle Pilze


    Endlich raus aus der Arbeit, ich kenn keinen Halt.

    Ich schnapp mir meinen Korb und geh in den Wald!

    Ein paar Pilzlein fein, die find ich im Nu.

    Heut Abend gibt’s Pasta mit Rahmsoß´ dazu.


    Der Korb ist halb voll, da kommt Herr Nachbar.

    So neugierig wie er, noch kein anderer war.

    Was hasten da feines drin? Darf ich mal schau´n?

    Oh Gott, die würd ich mich nicht essen trau´n!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Aber, was ist denn jetzt das, was soll das denn sein?

    Pfifferlinge natürlich, ganz jung und ganz fein.

    Ich weiß nicht so recht, mit orangenem Ton?

    Ach, Herr Nachbar, was weißt du schon davon?


    Der Standort, mein Lieber, der macht ganz viel aus.

    Mal steh´n sie im Schatten, mal bleicht die Sonne sie aus.

    Mal sind sie im Trocknen, total zusammengedörrt

    Mal sind sie vor Feuchtigkeit ganz kräftig gefärbt!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Zu Hause angekommen werden sie natürlich gleich geputzt.

    Die Frau kommt vorbei, wie üblich, sie stutzt.

    Die isst du selber, ich rühr´ sie nicht an.

    Du weißt schon, dass man sich mit Pilzen vergiften kann?


    Für mich gibt’s heut´ eine große Schüssel Salat.

    Der schön frisch ist und ordentlich Vitamine drin hat.

    Für dich habe ich auch eine Portion Vitamin.

    Wennst mit´m Kochen fertig bist, im Kühlschrank ist er drin.


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Ich weiß nicht, was los ist, ich sitz´ nur am Pott.

    Mit diesem Salat, da holst dir noch den Tod.

    Diesen Unsinn treibe ich ihr schon noch mal aus.

    Isst nur Salat, da wird doch nichts draus.


    Mit diesem Quatsch hat sogar die Pasta nach Radieschen geschmeckt.

    Eine Portion ist noch von gestern da, die wird gleich in die Mikro gesteckt.

    Heut´ gibt’s keinen Salat, so viel sie auch jammern mag.

    Heut´ bekommen die Pilze ihren richtigen Geschmack!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Seit einigen Tagen hab ich so trockenen Mund.

    Das kommt vom Salat, sowas ist nicht gesund.

    Es zwickt und es zwackt überall mal im Bauch.

    Und enormen Durst, ja den hab ich auch!


    Ein heftiger Schmerz im Lendenbereich.

    Ich leg mich mal hin, das gibt sich dann gleich.

    Du weißt schon, Schatz, dass ich verunsichert bin?

    War da sicher kein Giftiger mit drin?


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Wir sind heut´ versammelt, um von ihm Abschied zu nehmen.

    Für ihn gab es nichts schöneres, als durch den Wald zu gehen.

    Er war stets gesund, doch dann ging es geschwind,

    hinterlässt in Trauer, Frau, Hund und Kind.


    Er kannte alle Pilze, er kannte sie im Traum.

    Er kannte sie so gut, dass er sie alle hat mitnehmen traun.

    Andere jammerten, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Er ging ihnen nach, sein Korb, der war voll.

    Lieber Nobi, ich glaube, Euer Pilzbuch gönne ich mir.

    Pilzbücher kann man ja (wie Werkzeug) nie genug haben.


    Ich war heute übrigens zum dritten Mal auf Exkursion mit dem

    Naturwissenschaftlichen Verein zu Bremen von 1864, AK Pilzkunde.

    Ich freue mich sehr, dass ich auf die gestossen bin, sehr freundliche Pilzleute, z.T. mit einem unglaublichen Wissen und z.T. mit einem feinen Humor. Die nächste Exkursion werde ich fürs Forum mal dokumentieren, heute hatte ich nur Telefonkamera dabei.

    Könnte schlimmer sein...


    Gestern pure Existenz

    lebte ich in Saus und Braus

    heut schau ich nach Inzidenz

    und bleib lieber mal zu Haus


    Gestern warn wir im Konzert

    dicht gedrängt und ganz verzückt

    heute finden wir das ganz verkehrt

    um nicht zu sagen schwer verrückt


    Gestern trafen wir uns jährlich

    wenn Mausmann uns zusammenrief

    heute ist das zu gefährlich

    so dass das Treffen sanft entschlief


    Gestern war es knochentrocken

    keine Pilze weit und breit

    heut war ich schon fast erschrocken

    mein voller Korb das Herz erfreut


    Na immerhin!

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Beim PPC 3/21 war die Teilnahme eher überschaubar, aber wahrscheinlich gibt es jetzt, in der pilzreichen Zeit, viele neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche: probierts mal mit den Pilzgedichten!


    Es geht darum der sträflich vernachlässigten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    Lieblingswald- Pfifferlinge - gestern





    Abgabeschluss ist der 23.09.21 24:00 Uhr.





    Eure Beiträge könnt Ihr direkt hier veröffentlichen.

    Die Abstimmung startet voraussichtlich am 25.08. in einem gesonderten Thread.





    Viel Spaß mit den Pilzgedichten!

    August 2021

    Urlaub - Gewitter- Test

    von Suku




    Vom Untergang des Ur

    oder: wie man konsequent Themen umgeht


    Ein Ur sucht man heute leider vergeblich,

    Es wohnte dereinst in unserem Land.

    Seine Zahl reduzierte sich früh schon erheblich,

    Es wurd' ihm zu warm hier, das ist bekannt.


    Dort, wo sich früher Steppen befanden,

    Wuchsen plötzlich Bäume und Wald,

    Das Ur hat das nicht so richtig verstanden,

    Früher war es hier doch angenehm kalt.


    Jetzt suchte das Ur Laub sich zum fressen,

    Denn dieser gewaltig behörnte Stier

    War von ries'gem Hunger besessen,

    Es fand kein Gras mehr, das arme Tier.


    Lange witterte es, noch Gras zu finden,

    Rannte stupide hin und her,

    Es fand leider nichts, außer Blätter und Rinden,

    Sich umzustellen fiel ihm sehr schwer.


    Krieger wohnten auch in diesem Gebiet.

    Deren Lieblingsessen war Rinderbraten,

    Auch davon handelt dieses Lied,

    Was geht das das Ur an? Kannst ja mal raten.


    Die Recken hatten Pferde, gaben dem Schimmel Sporen,

    Jagten das Rind mit erhobenem Speer.

    Damit hatte dies' endgültig verloren,

    Um im Wald zu kämpfen war es zu schwer.


    Das Ur sich darüber nicht sonderlich freute,

    Zur Gänze verspiesen von gieriger Meute.

    Dafür plagt den Menschen die Gicht bis heute:

    Die Strafe für Zuviel von fleischlicher Beute.

    Eine Abstimmung ist diesen Monat gar nicht erforderlich. :gkopfkratz:

    Suku hat offenbar alle potentiellen Mitpoeten nachhaltig geschockt und kampflos das Gedicht des Monats August abgeliefert. :gaufsmaul::grofl:

    Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Sieg in Folge und natürlich kommt auch dieses Gedicht in das PPC-Poesiealbum. :gwinken:

    ...ich gebe zu, ich habe die Regeln etwas gedeeeehnt, aber gerade darin fand sich für mich der Reiz. ....

    Das Ergebnis ist doch durchaus ansehnlich.

    Kommt natürlich in die Wertung, ist doch klar. :gnicken:

    Juli 2021

    Fußball - Europa- Meisterschaft

    von Suku



    Das Buch


    Es begann ganz harmlos mit einem Buch,

    Letztes Jahr im Oktober; es wurde zum Fluch.

    Als Geschenk meiner Frau wurde es mir zuteil,

    Der Inhalt ganz simpel: Pilze suchen ist geil.


    "Man kann unterscheiden vielerlei Arten,

    Lamellen und Röhren, zum Kochen und Braten."

    So steht's da geschrieben, das schien mir ganz leicht,

    Schon war ich nur noch auf Pilze geeicht.


    Mit Messer und Körbchen und Buch in den Wald:

    Da, am Wegrand, 'ne pilz'ge Gestalt.

    "Ein riesiger Steinpilz", freu ich mich zu früh,

    Der ist schon vergammelt und völlig perdü.


    "Ach komm, das macht nix", denke ich heiter.

    "Reiss dich zusammen und such einfach weiter".

    Es dauert nicht lange, dann stehn da versammelt,

    'Ne Gruppe Parasols, kein bisschen vergammelt.


    Die Freude war riesig: juhu und jipieh,

    Doch wieso riechen die so stark nach Pippie?

    Ich hab's dann kapiert: Menschen mit Hunden,

    Drehen im Wald hier auch ihre Runden.


    Der Herbst vergeht, der Erfolg ist mau,

    Aber dazu kann sie ja nix, meine Frau.

    Im Buch steht drin, es ist fast zum Lachen:

    "Im Winter suchen, kann man machen".


    Es gebe Austern und solche Ohren,

    Auch Samtfussrüblinge werden beschworen.

    Ich werde ermuntert von der Lust auf 'nen Fund,

    Im Wald mich bewegen wäre gesund.


    Mit Stiefeln, Mantel, Handschuh und Schal

    Im Wald rumzulatschen erweist sich als Qual.

    Der Forst ist leer, da hilft auch kein Suchen,

    Mir platzt der Kragen, muss lautstark fluchen.


    Doch da: Trameten, kann man die essen?

    Ne, lass stecken, kannste vergessen.

    Auch die and'ren Porlinge an Holz

    Erfüllen mein Herzchen nicht wirklich mit Stolz.


    Die wilde Hoffnung stirbt nunmal zuletzt

    Im Lenz ist sie es, die durch's Gebüsch mich hetzt.

    Das Buch sagt: "es gibt Morcheln, geh die suchen".

    Nix da, nicht unter Eschen noch unter Buchen.


    "Jetzt im Sommer wird's endlich famos,

    Da geht es wieder mit den Röhrlingen los",

    Suggeriert mit das Buch und macht mir Beine.

    Denkste, im Wald bleib' ich weiter alleine.


    Nun geb ich's auf, such ein anderes Hobby,

    Fussball zum Beispiel hat 'ne größere Lobby.

    Nein, nicht selber rennen, der Drops ist gelutscht,

    Tief bin ich in das Sofa gerutscht.


    Ist gerade EM, ich werd' Patriot.

    Das hält nur kurz, bin schon wieder Idiot:

    Deutschland-England Null zu Zwei,

    Schnell ist bei mir diese Phase vorbei.


    "Wieder nicht Champions, was will man machen?"

    Denke ich noch und fang an zu lachen.

    "Assoziieren kann hilfreich sein, bringt mich jetzt weiter",

    Freue ich mich und werde ganz heiter.


    Zum Abendessen kommen heute ganz frisch

    Champignons aus dem Supermarkt auf den Tisch!

    Und ein weiterer Monatsgewinner im Jahr 2021 steht fest.

    Von Null auf eins (und dazu auch noch auf zwei!) hat sich Suku katapultiert. :gbravo::gbravo::ghurra:

    Ich hoffe, das motiviert die bisher stumm gebliebenen Poeten zum Nachdichten.

    Ich verspreche Euch: Das macht Spaß!


    Griffel gespitzt und mitgemacht! :gzwinkern:



    Sämtliche Monatssieger findet Ihr auch im PP-Poesiealbum

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Die Abstimmung zum PPC 2/21 läuft zwar noch (hier geht´s zur Abstimmung).

    Aber hier geht es schonmal weiter mit dem PPC 3/21.


    Es geht darum der sträflich vernachlässigten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    Urlaub- Gewitter - Test



    Abgabeschluss ist der 24.08.21 24:00 Uhr.



    Eure Beiträge könnt Ihr direkt hier veröffentlichen.

    Die Abstimmung startet voraussichtlich am 25.08. in einem gesonderten Thread.



    Viel Spaß mit den Pilzgedichten!

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Fußball- Europa- Meisterschaft.


    Und hier nochmal die Beiträge:



    (Ohne Titel)


    Wer sagt, dass ein Gedicht sich reimen muss.

    Manch einem bereit' allein dieses Verdruss.


    Bringst du es darin nicht zur Meisterschaft,

    denkst du, Teilnahme hier wäre zweifelhaft.


    Dabei geht es doch mehr um Ästhetik und Lust,

    Beim Pilzesuchen, oder auch um den Frust.


    Versuch es doch einfach mal dadaistisch,

    Dann brauchst' nicht zu reimen, das wär' doch listig.


    Den Leser hier würd's wahrscheinlich erfreuen,

    Pilzler sind doch offen gegenüber dem Neuen.


    Mit fehlt dazu leider der Mut,

    Ich bin mit den Pilzen noch gar nicht so gut.


    Und auch das kreieren fällt mir recht schwer,

    Mein Kopf fühlt sich an, als wäre er leer.


    Sei's drum, ich probiere es doch

    Und fülle mit Unsinn dies' grässliche Loch:


    Pilze Palze Palonen

    Steinis Flockis Maronen

    WM EM BM Ohweh

    Opel Mercedes Fiat Fauweh

    Mussfall Bushall Fussball: Stuss all


    Kuss und Schluss




    Das Buch


    Es begann ganz harmlos mit einem Buch,

    Letztes Jahr im Oktober; es wurde zum Fluch.

    Als Geschenk meiner Frau wurde es mir zuteil,

    Der Inhalt ganz simpel: Pilze suchen ist geil.


    "Man kann unterscheiden vielerlei Arten,

    Lamellen und Röhren, zum Kochen und Braten."

    So steht's da geschrieben, das schien mir ganz leicht,

    Schon war ich nur noch auf Pilze geeicht.


    Mit Messer und Körbchen und Buch in den Wald:

    Da, am Wegrand, 'ne pilz'ge Gestalt.

    "Ein riesiger Steinpilz", freu ich mich zu früh,

    Der ist schon vergammelt und völlig perdü.


    "Ach komm, das macht nix", denke ich heiter.

    "Reiss dich zusammen und such einfach weiter".

    Es dauert nicht lange, dann stehn da versammelt,

    'Ne Gruppe Parasols, kein bisschen vergammelt.


    Die Freude war riesig: juhu und jipieh,

    Doch wieso riechen die so stark nach Pippie?

    Ich hab's dann kapiert: Menschen mit Hunden,

    Drehen im Wald hier auch ihre Runden.


    Der Herbst vergeht, der Erfolg ist mau,

    Aber dazu kann sie ja nix, meine Frau.

    Im Buch steht drin, es ist fast zum Lachen:

    "Im Winter suchen, kann man machen".


    Es gebe Austern und solche Ohren,

    Auch Samtfussrüblinge werden beschworen.

    Ich werde ermuntert von der Lust auf 'nen Fund,

    Im Wald mich bewegen wäre gesund.


    Mit Stiefeln, Mantel, Handschuh und Schal

    Im Wald rumzulatschen erweist sich als Qual.

    Der Forst ist leer, da hilft auch kein Suchen,

    Mir platzt der Kragen, muss lautstark fluchen.


    Doch da: Trameten, kann man die essen?

    Ne, lass stecken, kannste vergessen.

    Auch die and'ren Porlinge an Holz

    Erfüllen mein Herzchen nicht wirklich mit Stolz.


    Die wilde Hoffnung stirbt nunmal zuletzt

    Im Lenz ist sie es, die durch's Gebüsch mich hetzt.

    Das Buch sagt: "es gibt Morcheln, geh die suchen".

    Nix da, nicht unter Eschen noch unter Buchen.


    "Jetzt im Sommer wird's endlich famos,

    Da geht es wieder mit den Röhrlingen los",

    Suggeriert mit das Buch und macht mir Beine.

    Denkste, im Wald bleib' ich weiter alleine.


    Nun geb ich's auf, such ein anderes Hobby,

    Fussball zum Beispiel hat 'ne größere Lobby.

    Nein, nicht selber rennen, der Drops ist gelutscht,

    Tief bin ich in das Sofa gerutscht.


    Ist gerade EM, ich werd' Patriot.

    Das hält nur kurz, bin schon wieder Idiot:

    Deutschland-England Null zu Zwei,

    Schnell ist bei mir diese Phase vorbei.


    "Wieder nicht Champions, was will man machen?"

    Denke ich noch und fang an zu lachen.

    "Assoziieren kann hilfreich sein, bringt mich jetzt weiter",

    Freue ich mich und werde ganz heiter.


    Zum Abendessen kommen heute ganz frisch

    Champignons aus dem Supermarkt auf den Tisch!




    Champignons League


    Vor langer Zeit, da war bekannt

    Was heute kaum noch Jemand weiß

    Ein Spiel gab es im ganzen Land

    Das machte alle Pilze heiß.



    Sie spielten es fast jeden Tag

    Sie dribbelten ganz meisterhaft

    Kein Pilz, der dieses Spiel nicht mag

    Und planten eine Meisterschaft.



    Denn Pilze, so war´s damals halt

    Die waren relativ mobil

    Und liefen fröhlich durch den Wald

    erst recht bei ihrem Lieblingsspiel.



    Nur ein Problem, das tat sie stören

    Wie man sich unterscheiden kann

    Da nahm die eine Hälfte Röhren

    Die and´re zog Lamellen an.



    Und nur der schöne Bertiram

    der ließ sich´s etwas kosten

    er wollt so gerne Stacheln ha´m

    den nahm man dann als Pfosten.




    Das große Funghinale



    Die große Meisterschaft geht so langsam nun zu Ende.

    In großen Spielen gab´s erst zum Schluss oft noch ´ne Wende.

    Pilzschaften aus ganz Europa traten und treten gegeneinander an.

    Duelle durften wir erleben, mein lieber Schwan!


    Die Champignons, auf für sie bisher nur siegreichem Stückchen Erde,

    konnten ihren Titel nicht verteidigen. M****!


    The Chicken of the Woods, normalerweise ein Sieggarant,

    kamen diesmal gar nicht in die Gänge, enttäuschten ihr ganzes Land.


    Die Speitäublinge, die Roten, spielten feurig wie eh und je.

    Doch der große Traum vom Funghinale war nach 118 Minuten dann passé.


    Die kühnen Myceten von hoch oben aus dem Norden,

    verloren gegen die Gifthäublinge. Auch die sind früh heim g´schickt g´worden.


    Die Pantherpilze – Mensch, welch ein Graus,

    nicht mal im Urlaub ziehen sie ihre weißen Socken aus.

    Wie ihr sehr eigentümlicher Modestil,

    so seltsam ist auch ihr Spiel.

    Einmal haben sie einen Punkt ergattert, einmal sogar drei.

    Doch nach der nächsten Runde war es für sie dann auch vorbei.


    Die Grünen Knollis von der Insel spielten giftig, wie gewohnt.

    Doch wurden sie mit dem Viertelfunghinaleinzug nur belohnt.


    Die Purpurfilzigen Holzritterlinge – stolz wie ein Pfau,

    kamen auch nicht weit, nahmen es mit dem Abschluss nicht so genau.


    Die temperamentvollen Porcini - mamma mia - man brauchte gar nicht hin zu seh´n.

    Obwohl sie so viel liefen, blieb die Null dort auf der Tafel steh´n.



    Ins Funghinale - welch eine Sensation – haben´s geschafft

    die Eierschwammerl mit ihrer schönen Tracht.

    Ihre schicken Lederhosen und ihr Rot-Weiß-Rot.

    Sie stellten seit jeher ihr bestes Aufgebot.

    Obwohl die Buchmacher sie erst gänzlich mieden.

    Entwickelten sie sich zum Funghinal-Topfavoriten.

    Mit Eifer, Mut und Leidenschaft,

    haben sie es nicht umsonst so weit geschafft.


    Auf der anderen Seite, das hätte man vorher auch nicht geglaubt.

    Die Schwindlinge, ihrer Nationalflagge immer noch beraubt.

    Obwohl spielerisch unterlegen, gewannen sie ihre Spiele alle auf seltsame Weise.

    Böse Anschuldigungen wurden erhoben, doch fehlen dazu die Beweise.

    In einem seltsamen Outfit laufen sie heute auf, das ist kein Witz.

    Vom Hut bis hinunter zur Stielbasis - in engmaschigem Netz.

    Schweres Gepäck haben sie dabei, wird aus der Tribüne grad vernommen.

    Ein großer Sack angeblich, drin hört man`s Summen, Schmatzen und auch Brummen.


    Der Trompetenschnitzling betritt das Feld. Handshake, Münzwurf, Anpfiff.

    Die Eierschwammerl haben das Spiel sofort im Griff.

    Ein Pflatschen; von der Tribüne ertönt sogleich ein schriller Schrei.

    Eine Schnecke neberm Stürmer, entschied sich grad noch um, biss den rollenden Bovisten nun entzwei.

    Die Sicherheitskräfte, um Spieler, Zuschauer und das Spiel besorgt,

    mit Blausäure und Kupfer scheuchten sie den Eindringling an einen anderen Ort.




    Die zweite Halbzeit ist fast schon vorbei, viel ist passiert, doch wurde noch kein Tor kassiert.

    Der Schwindlingstorwart hat soeben den zwanzigsten Torschuss meisterhaft pariert.

    Ein weiterer Angriff, der Eierschwammerlstürmer vorm leeren Tor.

    Aus den Tribünen tönt ein Rauschen nun hervor.

    Doch der Weg zum Tor ist noch weit, aber der Stürmer lässt sich nicht bitten.

    Er läuft voran, hat´s fast schon erreicht. Plötzlich wird´s dunkel; Ein Schwarm Pilzmücken!

    Ha, da habt ihr aber Pech, ihr könnt uns nichts tun.

    Gegen euch sind wir Eierschwammerl so gut wie immun!


    Der Torwart ist inzwischen fast schon wieder an seinen Platz zurückgekehrt.

    Der Grund, warum er nicht war, wo er sollte, der bleibt jedoch verwehrt.

    Der Bovist, inzwischen, ist dick von Mücken schon bestückt.

    Aus Verzweiflung der Stürmer nun fest dagegen kickt.

    Von den Angriffen arg mitgenommen kullert dieser über die Linie und bricht dort entzwei.

    „Das war der letzte.“, sprach der Trompetenschnitzling und pfiff ab. Das Spiel ist vorbei!

    Aha!

    Mein Tipp steht.

    Morgen fahren wir übrigens für eine Woche an die Nordsee.

    Ich arbeite gerade an meiner Packliste.

    Würdet Ihr einen Pullover mitnehmen?

    Wirds da abends kalt?

    Hallo Jörg, ja den kenne ich aus dem Schwarzwald.

    Aber ich dachte, der braucht eine gewisse Höhenlage.

    Den habe ich hier im Flachland in 25 Jahren noch nie gesehen.

    Aber die Merkmale passen.

    Sogar die rote Verfärbung der Basis im Anschnitt soll bei älteren FK vorkommen.


    Hier die Nachweise, südwestlich von Bremen kommt der vor:



    Das wars. Wir haben ihn. Vielen Dank Jörg.

    Hallo liebe Pilzfreunde,

    heute hatte ich zum ersten Mal dieses Jahr Finderglück.

    In einem meiner Flocki-Hotspots nahm ich als Beifang zwei Boleten (?) mit, um zu Hause zu überprüfen, ob diese ebenfalls ins Pilzgericht dürfen.

    Damit mir meine köstlichen Flockis nicht verschmutzen, habe ich die Stielbasis in einem Fall saubergekratzt, im anderen Fall abgeschnitten :grotwerd:.

    Zu Hause versuchte ich mit den Schlüsseln aus "British Boletes" hinter diesen Pilz zu kommen, vergeblich.

    Ich hoffe, die Fotos reichen aus, wenn es erforderlich ist, kann ich die Fundstelle nochmal aufsuchen (sind aber 30km).


    Die Fundstelle ist ein Fichtenwäldchen mit gut begehbaren parallelen Rückegassen und eingestreuten Laubbäumchen.

    Da es hier reichlich Flockenstielige Hexenröhrlinge gibt, können wir von saurem Milieu ausgehen.

    Neben meinen Funden habe ich noch zwei, drei sehr zerfressene, ältere Fruchtkörper stehenlassen. Diese hatten ca.10-15 cm Durchmesser.


    Meine Funde haben 4 bzw. 6cm Durchmesser, der vollständige Stiel misst 8 * 1,5cm, in der Basis 3cm.


    Hier zunächst der Hut, scheinbar samtig, bei näherem Hinsehen vielleicht etwas wollig:



    Der Stiel hat eine deutlich verdickte Basis und ein deutliches Stielnetz. Die Basis hat deutliche rote Einfärbungen, die Spitze ist gelb. Er ist evtl. etwas zu "befingert" :



    Die Röhren verfärben auf Druck sofort nach blau-blaugrün und bleiben so (hier Filzstiftkappe) :



    Die Röhrenmündungen stehen eng zusammen :



    Im Anschnitt verfärbt der Fruchtkörper sofort und bleibt mindestens 20 min. so; auffallend ist die rotbraune Stielbasis :



    Lieber nobi, zum Geburtstag wünsche ich Dir das Allerbeste, Glück, Gesundheit und spannende Funde.

    Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder und ich hoffe, wir können im nächsten Frühsommer ein paar Tage die Küste entlangradeln, wenn dann dort wieder alles auf ist.

    Champignons League



    Vor langer Zeit, da war bekannt

    Was heute kaum noch Jemand weiß

    Ein Spiel gab es im ganzen Land

    Das machte alle Pilze heiß.


    Sie spielten es fast jeden Tag

    Sie dribbelten ganz meisterhaft

    Kein Pilz, der dieses Spiel nicht mag

    Und planten eine Meisterschaft.


    Denn Pilze, so war´s damals halt

    Die waren relativ mobil

    Und liefen fröhlich durch den Wald

    erst recht bei ihrem Lieblingsspiel.


    Nur ein Problem, das tat sie stören

    Wie man sich unterscheiden kann

    Da nahm die eine Hälfte Röhren

    Die and´re zog Lamellen an.


    Und nur der schöne Bertiram

    der ließ sich´s etwas kosten

    er wollt so gerne Stacheln ha´m

    den nahm man dann als Pfosten.