X. depilatus (...) würde ich ausschließen.
Hallo Tanja,
sorry, aber das Gegenteil - nämlich depilatus - ist hier die korrekte Bestimmung. Da lege ich mich verbindlich fest.
Grüße, Jürgen
X. depilatus (...) würde ich ausschließen.
Hallo Tanja,
sorry, aber das Gegenteil - nämlich depilatus - ist hier die korrekte Bestimmung. Da lege ich mich verbindlich fest.
Grüße, Jürgen
Hallo Pablo,
ich verstehe die dort grassierende Unsicherheit nicht. Der Pilz zeigt doch praktisch alle makroskopischen Merkmale, die ihn als depilatus unverkennbar machen.
Gruß, Jürgen
Hallo Tanja,
Pablo liegt schon richtig. Das ist ein ganz einwandfreier radicans.
Grüße, Jürgen
Hallo,
Gratulation, Du hast die seltene grauhütige Form der Birkenrotkappe (L. versipelle fo. griseotomentosum Herink, vulgo "Graukappe") gefunden.
Mit dem Pappelraufuß oder gar Birkenpilzen hat das nichts zu tun.
Empfohlene Lektüre: Schreiner, J.: Rätselhafte Rotkappen. In: Südwestdeutsche Pilzrundschau 38, 2002, 33-38.
Dort ist der Pilz auf S. 37 auch abgebildet.
Siehe auch den Schlüssel von W. Klofac in der Österr. Z.Pilzk. (PDF), S. 248.
Grüße, Jürgen
Nr. 1 stimmt, zu Nr. 2 mag ich nichts sagen, Nr. 3 sind Maronen, Nr. 4 sehen oberflächlich wie Goldröhrlinge aus, könnten aber auch Rostrote Lärchenröhrlinge sein, das ist bei so alten Schlappen nicht mehr leicht zu sagen.
Hallo,
Nr. 4 sieht speziell auf dem 2. Bild auf den ersten Blick wirklich stark nach dem Rostroten aus (Porenfarbe, kümmerliche häutige Ringreste), aber die Fleischfarbe ist doch arg gelb...
Bei Nr. 2 dürfte man mit dem Eichenfilzröhrling (X. communis bzw. engelii) nicht arg daneben liegen.
Gruß, Jürgen
Hallo,
das sind ganz nach L. nucatum aus, der inzwischen zu L. holopus gezogen wird.
Siehe: http://www.entoloma.nl/html/leccinum_eng.html#holopus
Beachte: "Pileus (...) sometimes brown", "bluish discolorations often visible in cortex stipe base".
Gruß, Jürgen
Und hier passen dann auch das optische Äußere und das Schnittbild wieder zusammen (anders als bei >Karens Pilz<).
Hallo Pablo,
obwohl man im Schnitt deutlich rosaliche Reflexe im Stielfleisch und gelbliche über den Röhren sieht? (wie bei Karens Pilz, aber dort, weil jünger, noch intensiver ausgeprägt)
Aber trotzdem d'accord: X. ferrugineus, denn subtomentosus sieht im Schnitt anders aus.
Grüße Jürgen
Hallo.
Der Pilz auf deinen letzten Bilder ist aber einer der Rotfußröhrlinge, Karen.
...und zwar, so wie's aussieht, X. cisalpinus.
Auch wenn der Gesamteindruck des Pilzes (ohne Schnitt) hier schon zu X. ferrugineus passt, sträubt sich alles in mir, den als Braunen Filzröhrling zu taufen.
Hallo Pablo,
ich hatte den Einwand oben ja auch als Frage formuliert, weil ich die offenbar eher subtomentosus-typische Färbung der Trama schon zur Kenntnis nehme.
Grüße, Jürgen
Xerocomus subtomentosus passt.
Hallo Pablo,
in Anbetracht des völlig fehlenden Blauens in Verbindung mit deutlich gelbem Basalmyzel (Bilder 3-5) wäre doch ernsthaft zu fragen, ob das (trotz der Fleischfarbe) nicht eher zu X. ferrugineus zu ziehen ist.
Grüße, Jürgen
Nr. 1 ist eine Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus).
Nö, ferrugineus. Wenn Du Dir den Pilz genau anschaust, lieber Pablo, wirst Du auch erkennen warum. Zudem ist Fichte als Begleitbaum angegeben.
Grüße, Jürgen
Hallo,
für mich klassisches L. piceinum ss. str.
Gruss, Jürgen
Jürgen Schreiner und Peter Welt hüllen sich ja zu dem Thema leider auch in Schweigen.
Hallo,
es ist ja auch schon alles dazu gesagt worden...![]()
Dennoch:
Punkt 1:
- Leccinum leucopodium hat jung immer rein weißen Stiel und wächst nur bei Espe
- Leccinum aurantiacum (=quercinum) kann ganz jung (Knopfstadium) auch rein weiße Stielschuppen aufweisen (doch ist meist zumindest über der Stielbasis schon ansatzweise ein dunklerer Gürtel sichtbar) und wächst auch bei Espe.
Punkt 2:
- bestimmungstechnisch kaum relevant
Punkt 3:
- bestimmungstechnisch kaum relevant
Empfohlene Lektüre: http://www.entoloma.nl/html/leccinum_ge.html
(mit der Einschränkung, dass der Name albostipitatum für die Weißsteilige Espenrotkappe überflüssig ist, da leucopodium Priorität hat)
Oder man greife beherzt zu Großpilze Baden-Württembergs, Band 2.
Gruß, Jürgen
Hallo,
zurzeit haben wir örtlich in Unterfranken eine Rotfüßchenschwemme, die es erlaubt, sich ein umfassendes Bild dieser Arten zu machen. Ich hatte X. chrysenteron und cisalpinus jetzt mehrfach nebeneinander, z.T. sogar durcheinander wachsen. Das markante Blauen ist bei cisalpinus derart auffällig - bei gleichzeitig praktisch völliger Unveränderlichkeit in chrysenteron -, dass es kaum Probleme bereitet, die beiden zu trennen.
Gruß, Jürgen
Courtecuisse & Duhem (1994) führen B. lupinus unter den "Bolets non salissants", also den (auf Druck) nicht schmutzig verfärbenden Arten. Das widerspricht aber den oben zitierten - richtig zitierten, ich habe es nochmals geprüft! - Angaben bei Marchand (1973). Ich würde trotzdem nicht soweit gehen zu behaupten, dass Marchand eine andere Art vor sich hatte.
Hallo Mausmann,
ich habe meinen Post korrigiert, siehe oben. Andreas macht in Großpilze B-W keine Angaben zur Reaktion der Huthaut auf Druck.
Gruß, Jürgen
Hallo,
ganz klar Boletus lupinus.
In vielen einschlägigen Beschreibungen wird (fahrlässigerweise) gar nicht erwähnt, ob und wie die Huthaut auf Berührung reagiert, vgl. aber z. B. Andre Marchand (1973) in Champignons du Nord et du Midi Bd. 2, S. 126: "Cuticule ... bleu-noir aux endroits contus".
Gruß, Jürgen
KORREKTUR: Bei Andreas Gminder in Großpilze BW 2, S. 216, habe ich mich verlesen, sorry! Das "bei Berührung blauend" bezieht sich dort auf die Röhren, nicht auf die Huthaut. Er schreibt aber auch nicht explizit, dass sie nicht blaut.
ZitatBabys und Leichen sollte man nicht schänden (bestimmen).
Hallo Gerd,
der Versuch ist jedoch nicht strafbar. Auch Babys und Leichen gehören zur Variationsbreite einer Art.
Gruß, Jürgen
Mich interessiert auch nicht ob es sich nun um eine Ziegenlippe oder einen Braunen Filzröhrling handelt, sondern ob man lediglich anhand der leuchtend goldgelben Röhren und dem hellbraunen Hut schon eindeutig auf *irgendeine* Art von Filzrörling schließen kann?
Wenn Du so fragst, kann die Antwort nur heißen: nein.
Nur ein Beispiel: Der Anhängselröhrling (B. appendiculatus) hat goldgelbe Röhren und hellbraunen Hut, mit den Filzröhrlingen aber gar nichts zu tun.
Grüße, Jürgen
Hallo Andy,
wie Du eine Ziegenlippe zuverlässig von ihrem Doppelgänger, dem Braunen Filzröhrling X. ferrugineus, unterscheiden kannst, steht z.B. hier.
Ein Schnittbild schadet bei Filzröhrlingen nie. Wichtig: Nach dem Schneiden ca. 10 Minuten liegen lassen, bis eine evtl. Blaufärbung sich optimal ausprägt hat, dann erst Schnittfläche fotografieren.
Gruß, Jürgen
Hallo,
das ist sehr wahrscheinlich die Echte Ziegenlippe (X. subtomentosus).
Gruß, Jürgen
Hallo auch,
das ist ein ganz junger Nadelholzröhrling (Buchwaldoboletus lignicola), ein naher Verwandter des Pfefferröhrlings. Am Standort müsste sich auch ein Kiefernbraunporling finden lassen.
Gruß, Jürgen
ZitatUnd wenn das auch Boletus mendax wäre, von Dermek damals verkannt? Sporen hat er ja von diesen Teilen wohl nicht bekommen.
Der Pilz, den Dermek beschreibt, ist ziemlich eindeutig dem Formenkreis von erythropus zugehörig. Wenn man sich die Tafel in FRIC 13 anschaut, sprechen insbesondere der robuste Habitus, das Fehlen jeglicher Netzzeichnung und das Fehlen jeglicher Rotfärbung im Stielfleisch gegen eine Gleichsetzung mit B. mendax. Diese Art zeigt ja auch schon im Feld habituell/makroskopisch viel mehr Gemeinsamkeiten mit luridus und dem nah verwandten queletii als mit erythropus.
Gruß, Jürgen
Ich muss Karl Recht geben, der Birkenpilz sieht erst einmal untypisch L. variicolor aus. Es gibt aber laut Lannoy & Estades eine var. sphagnorum, die genau diesen Pilz wiedergibt.
Gruß Peter
Hallo Peter,
könnte aufgrund der hier gezeigten Fotos, inklusive des ersten vom Standort, Leccinum schistophilum bzw. palustre in Betracht kommen? Und wenn nein, weshalb nicht?
Grüße, Jürgen
Hallo Pablo,
mal abgesehen davon, dass das hier tatsächlich nach B. mendax aussieht, wäre ich vorsichtig mit verabsolutierenden Aussagen wie "das sind Rottöne am Hut, die B. erythropus einfach nicht kann". Ich verweise nur auf die var. rubropileus Dermek 1984.
Gruß, Jürgen
Hallo Mausmann,
ich vermag darin auch nichts anderes als Boletus luridus zu erkennen.
Grüße Jürgen
