Hallo Andreas,
Dein Foto zeigt doch eine perfekte Schnalle???
an der Stelle verzweigen sich aber die Hyphen und an der Stelle haben die unverzweigten Hyphen so eine schnallenartige Erweiterung. Oder zählt das auch? An Stellen, wo sich die Hyphen nicht verzweigen, habe ich immer einen glatten Übergang beobachtet (bzw. leicht eingeschnürt). Allerdings waren einige Septen im Verlauf durch die Hyphe etwas angewinkelt, wobei sich der Knick im Innern der Hyphe befindet. Ich weiß jetzt nicht, ob das auf Septen hindeutet, die nur nicht in der Betrachtungsebene liegen, oder ob nur die Septen nicht immer gerade verlaufen. Zwar konnte man da manchmal eine leichte Anschwellung sehen, aber nach Schnallen sah es nicht so richtig aus.
Zitat
Zu den Sporenmaße, hm, grenzwertig. Bei candolleana gibt es schon Ausreißer bis 10 µm, aber sehr, sehr selten - sofern keine 2-sporigen Basidien beigemischt sind. Bei pseudogordonii sollte die Masse stets ÜBER 8 µm liegen.
Hm, ich habe das Gefühl, dass sich die Sporenmaße bei mir um die 8 µm bewegen. Es gibt sowohl größere als auch kleinere. Ich habe einfach mal ein paar Bilder gemacht und eine Spore, die genau 8 µm lang ist, gekennzeichnet:




Hier habe ich einen Ausreißer gefunden, der vor allem in der Breite zu P. pseudogordonii passt (9 x 6,5 µm):

Ich werde die Stelle auf jeden Fall im Auge behalten. Unterscheidet sich die Art denn frisch auch makroskopisch von candolleana?
Zitat
Wirf die Pilze nicht weg, egal ob ich zur Sachsentagung kommen (Lust habe ich immer, aber prompt zieht dann der Deibel seine Kreise...). Könnte sein, dass du den ersten gesicherten deutschen Fund getätigt hast. Es gibt bisher nur einen vagen (Fl. BW), dann je einen aus England und Spanien, und drei aus Italien (einer davon suspekt).
Oh, damit hätte ich ja nun nicht gerechnet.
Viele Grüße
Toffel