Beiträge von Toffel

    Hallo Christian,



    Und aus flüssig wurde hart.


    das spricht für die Theorie, dass er zusammengefallen ist. M. W. ist er dann nicht bestimmbar. E. lycoperdon würde ich aber noch nicht aussschließen. Der sieht so aus wie auf Bild 1, bevor das Plasmodium glatt, rundlich und beige wird.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo,



    Mit der Schwermetallbelastung und Radioaktivität. Sollte kein großes Problem mehr sein. In Sachsen ist nur das südliche Vogtand ein Problem und in Bayern der Bayrische Wald von der Strahlenbelastung her.


    soweit ich weiß, wird vor häufigerem Verzehr (oder überhaupt?) der Marone aus den stärker kontaminierten Gebieten (Südost-Deutschland) immer noch gewarnt.


    Zitat


    Sagen wir mal so. 1-2 Wildpilzmahlzeiten pro Monat sollten aber unkritisch sein.


    Ich denke, da gehen auch ein paar mehr. ;) Kommt aber auch auf die Arten an (Steinpilz oder Kahler Krempling ;))


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Peter,


    herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Alles Gute und bleib so wie du bist. Außerdem immer erfolgreiche Exkursionen und was du dir sonst noch so wünschst.
    An das schöne Wochenende bei dir erinnere ich mich immer wieder gern. Danke noch mal dafür.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Chistian,


    Bild 1 erinnert mich stark an den Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon). Fuligo und Mucilago sehen in diesem Stadium jedenfalls anders aus.
    Auf Bild 2 sieht man jedoch etwas, was erst mal ganz anders erscheint. Seltsamerweise befinden sich die Fruktifikationen in einem dunkleren Bereich und oben lässt sich eine dünne Haut (Hypothallus) erkennen. Vielleicht ist er zusammengefallen? Würde ich mir aber anders vorstellen. Und dann schon ein so differenzierter Hypothallus? Das auf dem dritten Bild sieht eher nach Trichia varia aus. Das kann aber m. E. nicht zum ersten Bild passen. Arten mit einzelnen Fruktifikationen bilden doch vor der Reife nicht Ansätze von Aethalien.
    War das wirklich jeweils exakt die gleiche Stelle?


    Bei Pilz 2 schließe ich mich Pablo an.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Die kurz gestielte Endoperidie und die ~6-8 µm großen Sporen. ;)


    6-8 µm? Das ist selbst für quadrifidum ziemlich groß. Ein Bild von der gestielten Endoperidie hast du nicht zufällig?
    Mir will das nicht gefallen mit dem Peristom, der Färbung und der hohen Lappenzahl (5 und mehr!).


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,


    Geastrum quadrifidum nehme ich dir nicht ab. Was spricht gegen G. fimbriatum?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    In der Literatur gibt es teils unterschiedliche Bewertungen, das ist einfach so. Liegt auch daran, daß viele Bücher eben nicht auf dem aktuellsten Stand sind.


    bei Giftpilzen mag das so sein, aber doch nicht bei Arten, die auch heute noch uneingeschränkt als essbar gelten. Grundsätzlich gilt ja erst mal jeder Pilz als essbar, bis erkannt wird, dass er giftig ist. Warum sollte man auf einmal feststellen, dass ein Pilz doch essbar ist (von einigen Ausnahmen wie dem Netzstieligen HR mal abgesehen)? Die Krause Glucke gilt m. W. seit Jahrhunderten als essbar. Oder meintest du mit aktuellem Stand den Schutzstatus?


    Oft finde ich es aber auch ungünstig, dass nur aufgrund der Seltenheit bestimmter Arten der Speisewert verändert wird. Nur weil ein Pilz selten ist, heißt das ja nicht, dass er nicht essbar oder nicht genießbar ist. Das mag ja ein vernünftiges Anliegen das Autors sein, aber streng genommen ist es ein Fehler.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Die sind hübsch, die blauen Flugkünstler, aber: Warum paaren die sich über den Nacken? 8|
    Solche Anatomie kommt mir jedenfalls fremd vor.


    dieser Nackengriff der Männchen dient nicht der Befruchtung, sondern resultiert aus dem Vorspiel. Allerdings liegen die Geschlechtsorgane von Männchen und Weibchen tatsächlich an unterschiedlichen Stellen.
    Das Männchen packt das Weibchen hinter dem Kopf und beide fliegen gemeinsam. Erst danach krümmt das Weibchen ihren Hinterleib nach vorn, wobei dessen Ende den vorderen Hinterleib des Männchens berührt. Dort findet die Befruchtung statt. Dabei entsteht das so genannte Paarungsrad.
    Hier noch etwas zum Lesen: Wikipedia


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Wie viele sichere (!) Netzhexen ohne Bataille - Linie hast du denn schon gesehen? Ich hielt das immer für ein eher außergewöhnliches Phänomen.


    schon einige, aber ich schaue auch nicht regelmäßig danach. Ich glaube, es wurde mal eine Rate von 30 oder 40 Prozent genannt, wo die Linie fehlt. Es sollte jedenfalls deutlich häufiger der Fall sein als milde Gallenröhrlinge vorkommen.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Markus,


    deine Bilder lassen schon eher B. aereus erkennen. Felsenfest bin ich zwar auch noch nicht überzeugt, aber ihr hattet ihn ja live. Mir fehlt der Stiel und die Erfahrung mit aereus, um mich festzulegen. Laut Großpilze BW besitzt die HDS bei aereus (ausschließlich) zylindrische Endzellen, bei aestivalis sind sie dagegen keulig und zylindrisch untermischt. (Für den Fall, dass doch noch mal jemand nachsehen und alle Restzweifel beseitigen will. ;) Falls die bei euch überhaupt bestanden.)


    Der Schleimpilz ist Physarum nutans.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Der dritte Punkt: Wo ist die Bataille - Linie (orangeroter Röhrenboden) in dem Schnittbild? Hast du da mal nach geguckt? Ist natürlich so schwer zu erkennen, weil ziemlich dünn. Da müsste man mal die Röhren ablösen und druntergucken.


    die Bataille-Linie ist bei B. luridus leider nicht immer vorhanden. Die Abwesenheit dieses Merkmals ist daher kein Hinweis auf oder gegen eine Art. Nur die Anwesenheit ist ein gutes Merkmal von B. luridus (und B. mendax ;)). Weiteres habe ich in der anderen Diskussion geschrieben.


    Zitat


    Nochmal zurück zu deinem Pilz im anderen Thema, Christian:
    Ich bin mir nicht sicher, ob es mild schmeckende Schönfüße gibt. Alle, die ich bisher probiert habe, schmeckten deutlich bitter. Bei Gallenröhrlingen (T. felleus) hatte ich allerdings auch schon mild schmeckende Exemplare.


    Mich würden wie Stefan auch die Umstände interessieren. ;)


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo,


    die samtige (eigenartig schimmernde), gelb-braune Huthaut ist typisch für B. luridus. Ich halte die Hutoberfläche übrigens auch gegenüber B. erythropus für ein besseres Abgrenzungsmerkmal als die Stieloberfläche!


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Sonja,



    Ob ihr das wisst, weiß ich gar nicht, aber einfach laufen ist für die Konzentration wesentlich weniger anstrengend als Pilzegucken, daher habe ich das bisher noch gelassen.


    glaube ich gern, nur könnte ich das gar nicht, in der Natur zu wandern und nicht nach Pilzen zu gucken. ;)


    Zitat


    Klassischer Röhrling direkt unter einer Eiche. Huthaut hellbraun rissig, Röhren gelb, Stiel glatt hellbeige/weiß mit einem deutlichen roten schimmer im untersten Drittel. Kein Blauen, Geruch dezent unauffällig nach nichts mit ein bisschen Pilz. Geschmacksprobe konnte ich vor dem anwesenden Kleinkind nicht machen ;)


    Da gibt es mehrere Röhrlinge, die auf die Beschreibung passen. Was mir einfällt, ist der Eichen-Filzröhrling (Xerocomellus engelii/X. communis). Schau mal, ob du in der Stielbasis rote Punkte findest.


    Viele Grüße
    Toffel


    Edit: Ach so, du wirst den Pilz sicher nicht mitgenommen haben. Dann wird der Röhrling wohl geheim bleiben. ;)

    Hallo Reinhard,



    Der geruchsneutrale Dachpilz


    das spricht nicht gerade für den Rehbraunen. Aber den Geruch nimmt ja jeder anders war. P. cervinus ist trotzdem noch mein Favorit.


    Zitat


    wuchs an einem am Boden liegenden abgestorbenen Buchenaestchen.


    Dann treten Zwergenformen bei Dachpilzen wohl doch unabhängig vom Subsratangebot auf, sondern sind eher witterungsbedingt (vorausgesetzt es ist wirklich cervinus).


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo,


    den Grauen Wulstling sehe ich genau so.


    Bei dem Dachpilz wäre in der Tat cervinus mein Favorit (Huthaut, Stielfarbe). Ich hatte mal so einen kleinen auf Holzhäckseln. Da war ich auch erstaunt, dass ich am Ende bei dem raus kam. Der Geruch und auch sonst passte aber alles. Ohne mikr. Untersuchung würde ich aber auch keine sichere Aussage wagen.
    Wie war denn der Zustand des Substrats?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Mausmann,



    Ist das ein häufig vorkommender Pilz oder verdient der besondere Beachtung?


    eigentlich ist der nicht selten, zumindest bei mir. ;) Beachtung verdient er aber trotzdem. ;)


    Viele Grüße
    Toffel[hr]
    Hallo Pablo,


    bei deinen Bildern würde ich auch Trichia decipiens (inkl. var. olivacea) bevorzugen. Die Farben sind zwar ähnlich, auf deinen Fotos weisen die dunklen Fruchtkörper aber m. E. immer so eine Art Olivton auf. Im Bild von Tuppie ist mir das zu tief grau und metallisch. Außerdem würde ich bei T. decipiens erwarten, dass sie erst ganz am Ende der Reife oder bei Durchfeuchtung so dunkel wird. Die von Tuppie sehen ober noch frisch und unreif aus.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Die Rötungen an Verletzten Stellen, an Fraßgängen und unter der Huthaut sind in der Gattung ein Alleinstellungsmerkmal des Perlpilzes.


    ja, aber nur bei uns. ;) In Europa gibt es noch Amanita flavorubescens und weltweit noch eine Hand voll mehr rötender Wulstlinge.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    Nr. 6 könnte Trichia decipiens (Buntköpfiger Schleimi) heißen.


    so dunkel? Der ist doch eigentlich orange-gelblich-ocker.


    Viele Grüße
    Toffel[hr]
    Hallo Mausmann,



    So kam ich bislang zu dem Schluß daß ein gewisses Maß an Zusammenfließen wohl auch zur Bestimmnung ... :D Gerade merke ich daß ich damit die Zusammengedrängte Kohlenbeere, Annulohypoxylon cohaerens beschreibe.
    Ich Knallschote! :rolleyes:


    Also, ich habe nichts gesagt. Ich schließe mich Toffels Einwand an.
    Meine Bilder zeigen wohl die Zusammengedrängte Kohlenbeere, Annulohypoxylon cohaerens welche ich Tuppies Bild gleichsetzen wollte.


    :D


    Zu deinen Bildern:
    Nr. 1: sollte H. cohaerens sein.
    Nr. 2: Das links, oben und unten sieht nach Eutypa spinosa aus.
    Nr. 3: Sieht für mich alles nach Eutypa spinosa aus.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Pablo,



    ich beschäftige mich ja noch nicht lange mit Myxos, aber ist es tatsächlich so, daß die var. poroides im Jahr vor der var. fruticulosa auftaucht?
    Oder war diese meine Beobachtung heuer einfach nur Zufall?


    ich habe mir gerade mal meine Funde angesehen. Da ich die var. poroides noch nicht so oft gefunden habe, kann ich nichts Genaues sagen (z. B. ob das Gegenteil der Fall ist), aber so viel, dass deine Annahme, zumindest bei mir, nicht zutrifft. Die var. fruticulosa habe ich von Mai bis September etwa gleich oft gefunden, im April nur einmal. Die var. poroides zweimal im Juni, viermal im August und einmal im September. Wäre die var. poroides häufiger, hätte ich vermutlich auch schon früher Funde. Sonst gehe ich davon aus, dass es da keine jahreszeitlichen Unterschiede gibt.


    Viele Grüße
    Toffel


    Nachtrag: Bei den Offenbechern hatten wir die var. fruticulosa am gleichen Tag wie Trino die var. poroides.