Beiträge von Rainer M.

    Hallo,

    zu unseren schönsten Winterpilzen dürften wohl die Kelchbecherlinge gehören. Ich möchte hier ein paar Aufnahmen der beiden häufigsten Arten (es gibt insgesamt drei) vorstellen. Schon vorab sei gesagt, dass sich die beiden Arten makroskopisch wohl nicht voneinander unterscheiden lassen, nur mit Hilfe der Sporenuntersuchung kann die Art zweifelsfrei festgestellt werden. Beide Arten wachsen auf am Boden liegenden, meist schon verfaulenden und bemoosten Zweigen und Ästen von Laubbäumen. Sie bevorzugen feuchte Standorte, also z.B. Au- oder Schluchtwälder oder die Nähe eines Flusslaufs. Die leuchtend roten Fruchtkörper erscheinen in manchen Jahren bereits im Dezember, die Hauptfruktifikationszeit ist jedoch der Februar und März. Sie sind bei uns selten; wenn sie aber auftreten, dann meist gesellig in Gruppen.

    Österreichischer Kelchbecherling, Sarcoscypha austriaca:





    Scharlachroter Kelchbecherling (Sarcoscypha coccinea):






    Viel Spaß beim Anschauen und herzliche Grüße,

    Rainer

    Hallo,
    ich würde vorschlagen und euch bitten, diese Diskussion nicht weiterzuführen. Sie führt in eine Richtung, die ich im Pilzforum sehr schade fände, da auch ich hier bisher immer nur auf einen netten Austausch von Meinungen und freundliche und höfliche User gestoßen bin.
    Ich denke, ihr argumentiert von verschiedenen Grundpositionen aus: Mausmann sieht die Sache vom rechtlichen Standpunkt aus und mag damit vielleicht auch Recht haben - ich kenne mich da nicht aus -, Bea empfiehlt einfach mehr Höflichkeit, was ja auch im Falle rechtlicher Korrektheit möglich ist und generell nicht falsch sein kann.
    Aber ich würde mich freuen, wenn sich diese Diskussion jetzt nicht weiter hochschaukeln würde und empfehle allen Beteiligten die Friedenspfeife.

    Einen hoffentlich schönen Abend noch und liebe Grüße,
    Rainer

    Herzlichen Glückwunsch an Olaf und Unterholzstreuner, aber auch an alle anderen Teilnehmer für ihre ausgezeichneten Bilder - und das in einem saisonal eher pilzarmen Monat!

    Timm hat meiner Meinung nach selbst genau das Treffende zu seinem Foto gesagt: Das Bild polarisiert, es findet sowohl begeisterte Aufnahme als auch Ablehnung. Obwohl der Effekt den Unschärfen des Schnees geschuldet ist, wirkt es wie mit einer straken weißen Vignette versehen. Das bewirkt einerseits eine ungewöhnliche Art der Freistellung des Motivs und verleiht dem Foto eine künstlerische Anmutung, macht es dadurch aber auch artifizieller und gewissermaßen Natur-ferner. Die Samtigruppe selbst ist wunderschön, wie gemalt!

    Herzliche Grüße, Rainer

    Herzlichen Glückwunsch an Erika zum 1. Platz und an Unterholzstreuner zum punktgleichen zweiten! Ich freue mich sehr, mit meinem Zwergknäueling mit auf das Treppchen gekommen zu sein und danke der Jury!

    Schöne Sonntagsgrüße,
    Rainer

    Hallo Claudia,

    ganz herzlichen Dank für dein großes Lob für das Kahlkopf-Foto - das freut mich natürlich sehr!

    Und danke auch für die Stellungnahme zum Rötling, interessant. Ich frage da jetzt mal in meinem heimischen Pilzverein an, wir haben da eine Koryphäe.

    Ich wünsche dir frohe und schöne Weihnachtstage!

    Liebe Grüße


    Rainer

    Hallo Rainer,


    ich habe dieser Tage auf ähnlichem Habitat (Kalk, Sand, trockener Magerrasen, mit Moos und Flechten bewachsen) ziemlich viele Fruchtkörper dieses Rötlings gefunden:



    Ich hatte ihn für den Seidigen Rötling, Entoloma sericeum, gehalten. Er ähnelt aber auch sehr deinem E. Vindobonense, wenngleich er etwas dunklere Lamellen hat. Müsste wahrscheinlich das Mikroskop bemüht werden, oder?

    Schöne Feiertage und herzliche Grüße,

    der andere Rainer

    Lieber Hartmut,

    auch an dieser Stelle nochmals meine Gratulation für diesen tollen Jahresrückblick, die beeindruckenden Funde und die wunderbaren (Sporen-)Fotos!

    Hoffentlich ist das nächste Jahr genauso schlecht!

    Liebe Grüße, Rainer

    Das ist wie bei den Maikäfern, die wir als Kinder in Schuhkartons mit Salatblättern gefüttert und in der Schule getauscht haben: Da gab's je nach Färbung des kleinen Dreiecks oben zwischen den braunen Deckflügeln Schlotfeger (schwarz), Müller (weiß) und ganz selten den Kaiser (rot)....:-)

    Herzliche Grüße, Rainer

    Hallo,


    auf Kiefernzapfen finde ich dieser Tage viele rüblingsartige Pilzchen. Handelt es sich bei den abgebildeten sämtlich um den Mäuseschwanzrübling (Baeospora myosura), wie ich glaube?


    Ich bin etwas unsicher, was die genaue Abgrenzung vom Kiefern-Zapfenrübling (Strobilurus) angeht, v.a. nachdem ich gelesen habe, dass der Mäuseschwanzrübling hauptsächlich auf Fichtenzapfen vorkommt. Ich fand diese Pilze aber massenhaft im Kiefernwald.


    Ist es richtig, dass sich Strobilurus hauptsächlich durch den nach oben weißlichen Stiel und die Erscheinungszeit (Frühjahr statt Herbst) unterscheidet?







    Danke und herzliche Grüße,

    Rainer

    Herzlichen Dank Felli,


    für diese fachkundigen und präzisen Informationen. Ich dachte mir schon, dass das ohne Mikroskop nicht möglich ist. Sollte ich nochmal in nächster Zeit in die Nähe kommen, werde ich einen Fruchtkörper mitnehmen und nach den Sporen schauen.

    Nochmals herzlichen Dank und ebensolche Grüße,

    Rainer

    Hallo,

    ich habe vor wenigen Tagen ebenfalls einen sehr ähnlichen Becherling gefunden. Die Fruchtkörper wuchsen nah beieinander am Stamm einer mächtigen toten Buche. Ich dachte bislang, dass es sich deshalb wohl um den Buchenwald-Becherling, Peziza arvernensis, handeln müsse. Nun sehe ich, dass auch Peziza varia in Frage kommt. Kann man das nur mittels Mikroskop entscheiden oder auch aufgrund des Wuchsortes? P. arvernensis soll auf Streu und dem Erdboden vorkommen - ist das auch direkt auf Buchenstämmen möglich?





    Viele Grüße,
    Rainer

    Hallo,


    inzwischen wird es leerer in den Pilzgründen, leider.


    Hier noch ein paar Funde von Mitte/Ende November aus einem Kiefernwald, dem einzigen, den es bei uns in weitem Umkreis gibt.


    Ein Samtfußkrempling:




    Semmel-Stoppelpilz:




    Nitrathelmlinge:




    Ein letzter Edelreizker:




    Fastberingter Ritterling:




    Mäuseschwanzrüblinge:




    Eine recht seltene Koralle, Ramaria gracilis, die Elegante Koralle:




    Und noch eine Seltenheit, der Wolfs-Täubling, eigentlich eher in warmen Gegenden am Mittelmeer zu Hause:



    Herzliche Grüße, Rainer

    Herzlichen Glückwunsch an Grafei für sein tolles Foto eines Pilzes, den ich noch nie gesehen habe, und ebenso an hubi131 für diese "teufelsgesichtige" Bischofsmütze! Ich freue mich sehr, es in diesem starken Teilnehmerfeld auf das Treppchen geschafft zu haben. Mein herzlichster Dank an die Jury!

    Herzliche Grüße,
    Rainer

    Hallo Christoph,


    schön, dich auch hier zu treffen!

    Herzlichen Dank für deine Stellungnahme und für die weitergehenden Infos zu Ph. melaleucus. Du weißt sicherlich, wo ich den Pilz gefunden habe!


    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch,


    Rainer

    Hallo,


    zu meiner großen Freude fand ich vor ein paar Tagen ein Vorkommen des seltenen Korkstachelings. Ich würde diesen hier als Phellodon niger, den Schwarzen Korkstacheling, bestimmen, bin aber etwas unsicher hinsichtlich der Abgrenzung von anderen Arten, z.B. von Ph. melaleucus, dem Schwarzweißen Duftstacheling.

    Die Pilze wuchsen in einem sehr nährstoffarmen lichten Kiefernwäldchen auf Kalk.


    Die Korkstachelinge sind nicht leicht so zu fotografieren, dass ihre Stacheln an der Unterseite sichtbar werden, da sie einen sehr niedrigen Stiel haben und meist mit dem "Hut" direkt auf dem Boden aufsitzen.


    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag,


    Rainer


    Hallo Wolfgang,


    vielen Dank für deine Stellungnahme. Ich habe den Pilz für einen Schneckling gehalten, meine Pilz-App behauptete jedoch Seifenritterling, das hat mich irre gemacht.

    Tatsächlich handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Großen Kiefernschneckling Hygrophorus latitabundus, wie du ja auch vorschlägst. Zumindest haben das unsere Spezialisten von den Pilzfreunden mittlerweile als das wahrscheinlichste genannt, zudem stimmt passt das Habitat (unter Kiefern, auf Kalk).


    Nochmals ganz herzlichen Dank, einen schönen Sonntag und viele Grüße,


    Rainer