Beiträge von erna52

    Hallo Bernd,

    Danke für den Tip!

    C.sphaerocephala hatte ich nicht aufn Plan, passt auf jeden Fall schon besser,wurde aber in D

    meines Wissens noch nicht gefunden.


    Die Algen sind eindeutig coccoid rund, wobei sie sehr oft zweizellig daherkommen.

    Der Zellteilung geschuldet?

    Mal sehen ob sich noch ein Flechtenprofi diesbezüglich meldet

    LG

    Ernst


    Hallo Bernd,Hallo Martin,


    Also nun doch C.trichialis! Oder ? brunneola ? Ist der Thallus von trichialis UV+ gelb?

    der von brunneus soll weß sein.

    Das einzige was mich in Richtung trichialis bringt sind die tw.bereiften US der Apothecien.



    Gut, wenn man die Morphologie der Hauptsymbiosealge negiert,welche bei fast allen Bestimmungsschlüsseln schon relativ früh bestimmungsrelevant herangezogen wird,

    dann ist ja innerhalb der Variabilität fast alles möglich.


    Der saprobiotischen Komponente (Pilz) bei der Bestimmung einer Art nicht die nötige Aufmerksamkeit zu widmen ist meiner Meinung nach einfach nicht zielführend.

    Ist es doch der Pilz ,welcher primär die äußere Erscheinung einer Flechte bestimmt,

    welcher eine. DNA Bestimmung der Flechte erlaubt und maßgeblich durch die Bildung

    von Sporen an der Verbreitung beteiligt ist.

    Soll sich ein Flechtenthallus entwickeln bleibt die Frage:

    Was war zuerst da- - Huhn oder das Ei-

    bzw. in unseren Fall- - Alge oder der Pilz

    ( d.h.: sessile Alge fängt sich eine auskeimende Spore,oder eine gekeimte Spore fängt sich

    mit ihren Mycel eine Alge und umwickelt sie.)




    Kryptogamen-das sind Dinger ohne Samen.

    Und diese samenlosen Dinger

    wickeln Weise um den Finger.




    Zum Fund : Hierzu aus dem WWW:


    LG und schönes Rest WE wünscht

    Ernst

    Hallo Martin,

    Danke für Deine Hinweise,


    Es liegen für mich hier coccoide Algen (Trebouxia )als Partner vor, damit wäre C.trichialis raus.




    C.ferruginea hat größere Sporen, Apothecium bis 2 mm,Stiel 70-150 um,

    Köpfchen 0,2 bis 0,5 mm, kommt doch schon etwas kräftiger daher ! ( Italic).


    Bliebe lt. Wirth noch C.brunneola .


    Harz ist extrem nährstoffarm und könnte in diesen Fall schon die Ausbildung eines auf Holz kaum sichtbaren Thallus begünstigen.


    Offen bliebe noch die Sache mit der grauen Bereifung der Köpchen US ! ?

    und der UV 365 nm + Gelb Reaktion des Thallus.




    LG

    ERNST

    Hallo Martin,

    Ok das mit den Algen ist nun geklärt, also coccoid. Danke Dir.


    An C.ferruginea hab ich auch schon gedacht,aber die soll erheblich größere Sporen (5,5 bis 8,0 )

    haben,Apothkopf unterseits unbereift derb und breitköpfig (0,5 mm), Stiel bis 1,7 mm hoch.

    Sporenmasse K +/- rot, wächst an regengeschützten Standorten


    Dafür spricht der deutlich sichtbare Thallus, eine einzige .leicht orange Stelle welche K+

    intensiv orange reagiert. (Abänderung NICHT Rot )

    Diese kleine Thallusstelle liegt auf Rinde, deshalb keine Farbüberlagerung durch verflüssigtes

    Harz (braun)!


    Offen bleibt das Substrat,

    Im Netz finde ich bislang kaum Hinweise auf Baumharz als Substrat für Chaenotheca.

    Einziger bislang akzeptabler Hinweis: C.brunneola.

    Würde auch passen, wenn die K+ Reaktion der Thallusstelle als Orange gedeutet wird.

    ( Chaenotheca auf Resin )




    LG


    Ernst

    Hallo, bitte um Bestimmungshilfe


    ungewöhnliches Substrat für Chaenotheca. !


    gefunden auf 610 mNN in einem lange schneebedeckten Wiesental des Thür. Schiefergebirges auf einem Harzfluss einer uralten,solidär stehenden Fichte,

    Der deutlich körniger Thallus der - Stecknadeln - wächst hier auf reinen Harz ! vollkommen lichtoffen nach NWest gerichtet.



    Mazaedium je nach Reife dunkelbraun bis graubraun, Sporenmasse hkeine Rotfärbung unter K

    Thallus körnig grün/weiß/gelb, P-/K- eine Stelle orange. reagierte mit K +Rot !

    Stiel schwarz glänzend,unbereift, bis 10 mm

    Köpfchen linsenförmig bis rund, unten hell/grau bereift

    Sporen rund,glatt,braun, 3,5 bis 5,0.

    Symbiosealge Stichococcus (rund in 2er)


    Danke für Eure Hilfe.

    LG.

    Erna




    bereits orange Thallusstelle mit KOH. rot

    Hallo,

    Ein nicht gerade alltäglicher Fund !

    Baeomyces rufus var. callianthus




    Spottest KOH 20%. 0/2/7 min.



    gefunden auf 778 mNN an Straßenböschung einer Waldstraße,

    Störstelle im Halbschatten hier (Bild) einen Stein überwachsend.

    Hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund gegenüberliegender Sumpfwiese.

    Auffällig meist mehrere Apothecien auf einem Podetium.

    Spottest: Thallus K gelb, Nur ältere! Podetien reagieren K gelb-orange zu rot!


    LG

    Ernst


    Hallo Martin,

    danke wie immer für Deine Antwort.


    1). Die K+ Reaktion ist schon unter der Stereolupe abgelaufen! ( Bild 6)

    Dabei wurde K mit einer geschlossenen abgewinkelten Spitzpinzette in minimaler Menge ziemlich zentriert auf die Lobenunterseite aufgebracht. Die K Reaktion war in windeseile! gelb.


    Auf dieser Aufnahme sieht man auch Hyphenstränge die längs verlaufen !! Oder?


    2) interessant ist die Gegenprobe bei einer Physcia tenella aus meinen Herbar.

    Hier war die K Reaktion der US selbst nach 20 sec noch negativ!






    3)Die Pilzgallen enthalten auschließlich Pilzhyphen und Algenzellen, ( Bild 8)

    keine Ascoschläuche oder Sporen identifizierbar.

    Ich gehe immer noch davon aus,dass es sich um junge Sorale handeln könnte,welche bei Reife aufbrechen und Soredien enthalten.


    Ich werde in Kürze die Fundstelle nochmals beproben, dann wissen wir sicherlich mehr.

    Gruß

    Ernst


    Hier noch einige Bilder ( Lager feucht )



    Hallo,

    gefunden 764 mNN im Thür. Schiefergebirge.über 100 Jahre alte Ahornallee, beidseits kleiner Bach, kühl, schattig und hohe Luftfeuchtigkeit.

    An Ahornstamm , Lager dichtanliegend großflächig, Lobenbreite ca. 0,5 mm,flach auslaufend,mit überwiegend hellen Randcilien,






    Sorale(Soredien) : das ist nun die Frage ? kann es sich bei den maulbeerartigen Gebilden um junge Sorale handeln ? dann wären sie vorwiegend randständig!

    Keine Pilzinfektion erkennbar.


    Cortex K + gelb

    US: US/ Mark. K + gelb, P—, vereinzelt Hyphenstränge sichtbar,


    Eure Antwort wie immer spannend erwartend.


    LG und schöne Feiertage wünscht

    Ernst


    Danke Bernd, danke Martin,


    P.monticola seit 1994 durch Vitikainen- Taxonomie Revision of Peltigera in Europa-

    beschrieben und als eigene Art anerkannt (ID 6018).

    Index fungorum (ID 36287).

    vorliegender Fund:


    - unbeschattet,vollsonnig,trocken auf dünn übererdete Schieferhalde ( leicht basisch).

    auf 813 mNN - im Umkreis von 30 m sind P. ponojensis,rufescens , neckeri und didactyla

    dokumentiert. Nächster Fundorte von P. Praetextata liegen ca 5 km entfernt -kühl,feucht

    auf Knotenkalk

    Ich glaube nicht ,dass eine P.praetextata an einen derartigen Extremstandort lange überleben

    kann.

    Deshalb und aufgrund der für praetextata total untypischen Aderung und Rhizinen bin ich näher

    an P.rufescens.


    P.rufescens zeigt bei Streßexemplaren manchmal auch phyllidien-ähnliche Auswüchse, welche sich fast nur an Thallusbrüchen /abbrüchen entwickeln und rasch zu kleinen Läppchen ( Regenerationsläppchen ähnlich zu P.neckeri/ elisabethae. ) auswachsen. Sie sind in den mir vorliegenden rufescens Proben alle bereift oder schwach tomentös und gerade jung nicht dorsiventral !


    Also passt auch nicht so richtig zum Fund zudem dieser keine Phyllidien entlang Thallusbrüchen

    zeigt.

    Aber vielleicht meldet sich ja noch ein Kenner der Materie.

    Gruß

    Ernst


    Vergleich der Phyllidien pratextata/ rufescens zu monticola ❗️


    Hier Phyllidien Peltigera rufescens ‼️ z. Vergleich.





    und hier auch noch Phyllidien von Peligera praetextata‼️





    Hallo Martin,


    Danke wie immer für Deine Antwort,

    Mit lichtoffen meinte ich : wenn Sonne,dann volle Sonne.


    Es gibt eigentlich lt. zugänglicher Literatur nur 2 Arten ,welche derartige Phyllidien

    aufweisen.

    P.praetextata, deren OS bulliger ,welliger und zentral nie so glänzend daherkommt,

    Ränder breit nach unten gebogen , US dünne erhabene Adern mit randlich hellen

    glatten Rhizinen, welche zum Zentrum hin dunkler weden aber glatt bleiben !

    Lappen nicht solang gestreckt .


    Diese Peltigera gehört meines Erachtens eindeutig in die Nähe von P. rufescens!

    Rufescens kann zwar auch Phyllidien bilden,vor allen an geschädigten Stellen, diese wachsen aber in aller Regel rasch zu kleinen Läppchen aus.


    Ansonsten bleibt hier nur noch die P. monticola .übrig

    Zu dieser Art gibt es im Netz leider nur wenige ,teils widersprüchliche Angaben.

    Was die Os betrifft weitgehende Übereinstimmung, die US betreffend helle bis braune

    braunrote ,dunkle breite flache Aderung.

    Aber schau selbst,vielleicht findest Du etwas genaueres im Netz. Würde mich freuen.



    inaturalist.org zeigt zum Beispiel dunkle Aderung.

    Italic schlechtes Bildmaterial

    Oder auch hier: Bemerkenswerte Flechtenfunde aus Brandenburg


    LG

    Ernst


    Hier noch einige Aufnahmen der Peltigera m.




    Hallo,

    Peltigera Art gefunden auf 813 mNN, übererdeter Schieferfelsen, lichtoffen,

    OS: randlich anliegend tomentös, zum Zentrum hin haarlos,glänzend und runzelig ,Lappenränder nach oben gedreht,

    teilweise dicht gesäumt mit Schizidien/Phyllidien.


    US: hell mit dunklen,breiten,flachen.filzigen anastomosierende Adern,zum Zentrum mehr gebräunt.

    Rhizinen im Randbereich hell,einfach,lang, zum Zentrum hin schwarz kürzer und auffassernd.

    Keine Apothecien! auch nicht ansatzweise.

    Alle Aufnahmen wurden im abgetrockneten Zustand der Flechte gemacht, Flechte befindet sich im Wachstum.

    Eure Meinung zu diesen außergewöhnlichen Fund wie immer mit Spannung erwartend!

    LG

    Ernst



    Habitat



    Hallo Martin,

    danke für Deine Hinweise.


    Bei allen chem.Proben ist parallel zur gesuchten Stereocaulon 1 auch ein Acetonextrakt

    einer S. vesuvianum 2 mitgelaufen.Beide waren, wie Du schon bemerktest, in der K Reaktion

    sehr schwach ( Jahreszeit bedingt ?).

    Die P Reaktion war bei beiden Proben etwa gleich, wobei 1 schon mehr Gelb aus dem Extrakt

    mitbrachte.

    Unterschiede gab es bei der KC Reaktion welche bei 1 deutlich anschlug aber auch sehr flüchtig

    war und schnell von rosa über violett in mehr oder weniger braun endete.

    Der UV Test diente nicht als Fluoreszenz Test sondern sollte zeigen,daß durch die Zugabe von C

    bei 1 eine Reaktion abgelaufen war.

    Bei 2 fand eine derartige KC Reaktion nicht statt, im UV Licht war ebenfalls nichts sichtbar.

    Inwieweit diese UV Sache bestimmungsrelevant anwendbar ist bleibt offen.

    Für mich war es der Anlass auf der P+ / KC+ gelben Seite zu schlüsseln ,

    zumal ich auch aufgrund bestimmungsrelevanter Merkmale. bei P + orange Arten keine

    vertretbare Übereinstimmungen fand.


    Danke. Bilder weiter unten!

    LG

    Ernst


    1.



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    2.


    8

    Hallo Ihr, Hallo Martin,


    habe am 12/02/26 nochmals eine Probe von der Stereocaulon entnommen.


    Die Aufschüttung wasserseitig ( Bild von 1955 ) besteht schon seit über 70 Jahren,

    sie ist genau nach Süden geneigt.

    In der Mitte wächst die noch offene Stereocaulon Art ( max. 2 cm hohe dichte graue Polster bildend).



    Diesmal gezielte Suche nach:

    —Apothecien (mit hellen Rand )

    — ursprüngliches Lager, welches mit Podetienbildung schwindet ( im Randbereich zu finden).

    — In Form abweichende Phyllocladien ( nur 1 x im Oberen Bereich von Podetien gefunden )


    Chemie diesmal alles auf Acetonextraktbasis ( = unverändert zu 1. Probe ).



    LG

    Ernst









    Hallo Martin,

    danke für Deine Anntwort.

    Ich glaube dass hier auch die TLC keine eindeutige Aussage treffen kann.


    Ich bin aufgrund des Fundortes ,Pseudopodetien unten schwarz,, mittig rosa Schimmer, der Form der Phyllocladien und der deutlichen doch großen (gestielten) clusterförmigen Cephalodien

    eher bei Stereocaulon paschale gegenüber S.evolutum/saxatile.



    LG

    Ernst

    Hallo,

    gefunden auf 670 mNN im Thür. Schiefergebirge ,auf bemmosten Bereich eines Granitblocks an einen Staudamm, locker befestigt, Aufschüttung wasserseitig ca 2 m über Wasserspiegel,

    Ausrichtung nach Süden und damit Extremstandort ( UV Einstrahlung durch Reflexion verstärkt,ungeschützt gegenüber Wind und Wetter, hohe Luftfeuchtigkeit).


    Lager ca 10 x 4 cm, knapp über 1 cm hoch, weißgrau.flachpolstrig,zwischen den Steinen

    Podetien an der Basis geschwärzt,unterer Abschnitt leicht rosa,ohne auffälliges Tomentum,

    Podetien oben verzweigt mit warzigen Phyllocladien, zu Clustern gehäuft mit vielen Kleinen Cephalodien ( mit Stigonema ),einige große zu Clustern gehäuft,dunkelgrün-schwarz,im Herbar

    braun ( letztes Bild).

    Teilweise Tomentum im oberen Bereich .

    Basales Lager warzig -körnig, mit Pseudopodetienbildung schwindend,

    Chemie siehe Bild 7.


    Wer bin ich ?


    Danke für Eure Antworten.

    LG

    Ernst









    Hallo,

    Ist eine Ramalina ! aber welche?

    heute gefunden auf 370 mNN in Feuchtgebiet an einer alten Salix, lichtoffen abstehend hängend.

    Thallus dünn ,reich verzweigt mit Soralen,ohne Apothecien ,ohne isidiomorphe Strukturen.

    Basal keine Flächen- bzw. Randsoralen, Chemie alles negativ, UV -,

    Peripher am Thallus sehr wenige kleine Soralen.

    Die Endzweige zur Spitze hin hakenförmig ,fast immer mit kleinen kugeligen Soralen.

    Ich lande bei R. roesleri.


    Bin gespannt auf Eure Antworten.

    Danke!


    LG

    Ernst


    Hallo Martin,

    danke Dir wie immer für Deine Antwort.

    Folgendes hat mich bewogen hier auf S. alpinum zu setzen:

    KC+ deutlich violett und somit lt. Literatur P+ gelb ! Nostoc in den Cephalodien.


    Lt. Wirth kann der Filz bei S.alpinum weißlich ,cremefarbig,rosa bis grau sein


    dactylophyllum ist KC- ,hat fast immer Apothecien und enthält lt. Italic in den Cephalodien Stigonema,

    paschale//evolutum/ saxatile enthalten Stigonema

    Incrustatum enthält zwar Nostoc, die Phyllocladien sollen jedoch kleinwarzig sein.


    Somit bleibt eigentlich für D nur noch S alpinum noch übrig.


    Ich hoffe ich konnte Dich hiermit überzeugen.

    Danke

    LG

    Ernst

    Hallo,

    in Ergänzung meiner Nachricht vom 15/05/25 zu S.alpinum hier noch einige

    weiterführende Punkte:

    Podetien grauweiß ca 2,5 cm hoch,Phyllocladien rundlich fingerartig geteilt,


    Chemie: P + schwaches gelb, K + grüngelb, C -, KC+ violett !! , UV + blauweiß

    Cephalodien enthalten Nostoc Ketten



    LG

    Ernst



    Hallo,

    Stereocaulon. gefunden auf 650 m NN auf Quarzit mit Humusauflage,zwischen Moosen,

    Podetien ca 3 cm hoch,verzweigt,US deutlich grau filzig, keine Apothecien,

    Phyllocladien flach, rundlich ,kurz fingerartig gelappt, OS tw.schuppig,

    Cephalodien klein, enthalten Nostoc-Ketten,


    Chemie: P + kräftiges Gelb( schon Orange ???). K +gelb,C-, KC( Acetonextrakt) — ,

    UV+ blau


    Sorry,Bild 1 und 2 gehören eigentlich nach hinten!


    Lande bei der Bestimmung bei S tomentosum.

    Was meint Ihr, lieg ich richtig?


    LG

    Ernst


    Ernst