Beiträge von BlonBoah

    Hallo Steffen,

    sehr schön!

    Die Fruchtkörper sehen auch besser ausgereift aus, als bei den alten Bildern.


    (Ich versuche mich in letzter Zeit auch immer wieder an Schleimpilzbestimmungen... also hier mein Senf dazu:)

    Deinen Schleimpilz würde ich als Stemonitis fusca beszeichnen.

    Diese Art kann groß werden (bis 20mm), was ich auf deinem ersten Bild der ausgereiften Fruchtkörper (schleim_5.jpg), zu sehen meine.

    Die Farbe der Sporocarpie, des Stiels und des Hypothallus passt auch.

    Die Sporen von S. fusca haben ein Netz und sind 8-10 µm groß, so sieht das auch auf deinen Mikrobildern aus.

    Leider hast du das Capillitium nicht mikroskopiert. Das ist das braune Netz, in welchem die Sporen sind.


    Liebe Grüße

    Noah

    Hallo Ulla!

    Das die Spanier die Art zu Oligonema umcombiniert haben war mir neu. Der entsprechende Artikel ist ja auch erst im letzten Jahr erschienen. Danach gehört auch Trichia affinis und T. persimilis zu Oligonema ...

    Das muß ich mir erst einmal verinnerlichen. Aber ich werde erst einmal abwarten ob das wirklich anerkannt wird.

    Wo sind denn diese Artikel zu finden?

    Und wo guckst du, ob das anerkannt wird und wer erkennt das an?

    Ich dachte, das wäre schon anerkannt, da es auf meiner Webseite als gültig beschrieben ist.


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo zusammen,

    diesen Schleimpilz stelle ich auch noch hier zur Überprüfung ein, obwohl ich mir sehr sicher bin, dass die Bestimmung stimmt.


    Sporocarpien: leuchtend gelb; "zerfetzt" (vermutlich alt); sitzend

    Hypothallus: durchscheinend, leicht bräunlich

    Peridie: gelb; durchscheinend; als unförmiger Becher bleibend

    Capillitium: gelb; 7-8µm dick; selten mit höchstens 1µm langen Stacheln; elastisch (bei starkem Druck auf das Deckplättchen habe ich nur wenige Bruchstellen gefunden); viele kurze, freie und zugespitzte Enden

    Sporen: 17-18µm; mit grobem Netz

    Substrat: morscher Baumstumpf


    Herbar-Angaben:

    Nummer: 3

    Art: Trichia favoginea

    Datum: 29.4.2023

    Ort: Bodenbachschlucht (Rems-Murr-Kreis)

    Land: Deutschland

    Höhe: 500m

    Substrat: morscher Baumstumpf


    Ich freue mich auf Antworten!


    Liebe Grüße
    Noah


    Edit: Mir ist gerade aufgefallen, dass die Art inzwischen als Oligonema favogineum beschrieben ist (auf den ersten Blick hat mich die Peridie auch daran erinnert).

    Hallo Ulla und andere Schleimpilzler,


    hier ist meine nächste Bestimmung:


    Hypothallus, Stiel & Peridie: nicht vorhanden

    Capillitium: mit (Halb-)Ringen; gelb; 5-7µm; elastisch; weitmaschig

    Sporen: gelb; mit feinen Warzen; 8-10µm


    Ich freue mich auf Antworten!


    Liebe Grüße
    Noah


    Bilder:













    Hallo Ulla und andere Schleimpilzler,


    nachdem ich mir endlich ein Mikroskop gekauft habe, fange ich natürlich gleich mit der Bestimmung an und würde gerne eure Meinung zu meinen Bestimmungen wissen um mich zu überprüfen.

    Hier habe ich einen Schleimpilz als Arcyria affinis bestimmt:


    Perdie: nur als flacher oder tiefer Becher, "Deckel" oder Stückchen am Capillitium bleibend; rot

    Stiel: ca. 0,2mm; dunkelrotbraun

    Capillitium: elastisch; rot; mit Warzen und/oder (Halb-)Ringen; 4-6µm im Durchmesser; selten mit blasig verdickten Enden; bis 1(,5)mm expandierend

    Sporen: rot; fein warzig; 7-9µm

    Substrat: Laubholz, morsch


    Ich hoffe, ihr könnt etwas dazu sagen


    Liebe Grüße

    Noah

    Hallo liebe Mikroskopierer,


    nachdem ich letztes Jahr im Sommer hier mit null Vorahnung dieses Thema gestartet habe, habe ich dank euch sehr viel (dazu)gelernt.

    Ich habe mit Herr Linkenheld, sowie mit Peter Kontakt aufgenommen und habe mir letztendlich dafür entschieden, ein Mikroskop bei Peter zu kaufen und zwar heute das Olympus CH2!

    Ich bin sehr glücklich mit dem Mikroskop und habe auch schon meinen ersten Schleimpilz bestimmt.

    Jetzt geht es erst richtig los mit den Schleimpilzen!


    Vielen Dank Peter!


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo Thorwulf,


    da sollte schon noch genug übrig bleiben. ;)

    Ein größeres Problem könnte eher sein, dass der Fruchtkörper beim Ausreifen gestört wurde und deshalb eben auch ein wenig gestört fruktifiziert.

    Aber so eine einzelne Schnecke sollte nicht so einen großen Fruchtkörper vertilgen können (außer sie hat noch ihre Freunde gerufen).


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo Thorwulf,


    das würde ich als einen (großen!) Stäublings Schleimpilz bezeichnen.

    Es kann sein, dass er nicht perfekte Bedingungen hatte und deshalb ein wenig anders aussieht.

    Letzte Gewissheit würde es geben, wenn du ihn in 2 Tagen nochmal anschaust.


    Ich habe übrigens auch schon mal ein Schnecke gesehen, wie sich sich an einen unreifen Stäublings Schleimpilz rangemacht hat, anscheinend schmecken die. ==Pilz27


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo flaemmli,


    ja, das ist Hemitrichia pardina (in der Literatur "Die Myxomyceten Deutschlands..." als Hemitrichia minor var. pardina beschrieben).

    Die Warzen auf der Peridie sind ein unverwechselbares Merkmal.


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo Brynn,


    ja, das ist der Stäublings Schleimpilz Reticularia lycoperdon (früher Enteridium lycoperdon).

    Verändert sich das mit dem Alter oder sind die so variabel?

    Ja, die Oberfläche verändert sich mit dem Alter, erst sind sie eben so "blumenkohlartig" und dann wird die Oberfläche glatt und daraus entsteht dann die silbrige Cortex.


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo Tonio,

    ja, ich würde auch auf Craterium minutum tippen.

    Die Art hat diese großen Kalkknoten und die Form eines Pokals mit dem scharf begrenzten und nach oben gewölbten Deckel.

    Auch der kalkfreie, äußere Teil der Peridie des Bechers und die gelbbraune Farbe sprechen für diese Art.

    Die braunen Sporen mit 7-10 µm passen zwar auch, nur sind diese als "fein warzig" beschrieben, was auf deinen Sporenbildern aber anders aussieht. Es heißt aber auch, "bisweilen mit angedeuteten Gruppen größerer Warzen".

    Trotzdem würde es bei dieser Art belassen.


    Liebe Grüße
    Noah

    Wenn du daran kratzt, müsste es, wenn es ein Sklerotium ist, brüchig sein und einigermaßen homogen, das heißt, innen wie außen (vielleicht innen heller).

    Wenn es das ist, kannst du auch mal einen Bröckel mitnehmen und auf eine Haferflocke auf einem feuchten Kaffeefilterpapier legen.


    Liebe Grüße

    Noah

    Achso, jetzt verstehe ich:

    Du meinst, dass die Stümpfe einen Deckel haben. :gomg:


    Weißt du, wie schnell die Deckel aufgetaucht sind?


    Liebe Grüße
    Noah

    Jetzt, wo ich mir deine Nachricht nochmal durchlese:

    Du sagst, dass sie erst seit gestern diesen gelben "Deckel" haben.

    Wie sahen sie denn davor aus?


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo Oskar,


    dass das ein Schleimpilz ist, glaube ich nicht, höchstens vielleicht ein Sklerotium.

    Aber in dem Stadium könnte ich sowieso nur sagen, dass es einer der Physarales wäre.


    Liebe Grüße
    Noah

    Hallo,

    diesen Samstag war ich im Stuttgarter Pilzverein "Pilzfreunde Stuttgart e.V." und konnte, dank eines guten Mikroskops von Claudia, noch besser ausgereifte Fruktifikationen als Badhamia utricularis bestimmen.

    Genau die Art, welche ich schon vermutet hatte, da diese öfters ausgedehnte, gelbe Plasmodien bildet.


    Also kein Physarum polycephalum...

    Ich habe mir aber noch von wo anders einen bestellt und hoffe, dass es diesmal wirklich einer ist!


    Liebe Grüße
    Noah