Beiträge von Navajoa

    Hallo,


    ich denke, das es im Netz zu allen Deinen Fragen ausreichend Infos zu finden gibt, wenn man sich die Mühe macht, danach zu suchen.


    Je frischer das Holz, umso besser. Später die Stämme längs halb eingraben ist ein guter Gedanke.

    Hallo,


    was bitte habt ihr alle für einen vielen Regen, das ihr im Wald Beeren habt? Und laut Claudia nicht mal wenige.


    Es ist wie immer: die Regengebiete kommen aus Westen als Regenband auf das Vogtland gezogen. Kurz davor teilt sich das Regenband. Es regnet nördlich und südlich, das Vogtland bleibt trocken. Das war dieses Jahr immer zu beobachten; wie in den letzten Jahren auch. Wenn es mal regnete, dann waren das nur sehr kleine, lokale Regengebiete.


    Ach ja: ich habe das Gartentor nun tagsüber offen, ihr könnt eure Abgaben vor die Haustüre stellen. Und für später: ich nehme auch Preiselbeeren.



    Grüße,

    Steffen

    Hallo Norbert,


    es ist immer wieder erstaunlich, das die Pilze selbst Gräser und Stängel "umwachsen", welche sich sehr leicht wegschieben lassen würden.


    Ich bin mal gespannt, was an Ende Deiner Serie für ein Pilz herauskommt wird. g:-)


    Grüße,

    Steffen

    Oh, so ein Mist aber auch...

    Hallo Claudia,


    wenn Du die lecker Beeren bei mir ablieferst, rufe bitte vorher an, damit auch zu Hause bin. :gpfeiffen:


    Himbeeren werden wir dieses Jahr wohl keine haben, es ist viel zu trocken.


    LG,

    Steffen

    Hallo Steffen, eine wirklich sehr schöne Doku toller Funde. Die Mycena finde ich ja auch sehr spannend und von den verschiedenen Scutellinia-Arten fände ich ja Mikrofotos total spannend. Keine Ahnung, ob du die Möglichkeit hast, da was zu zeigen? Auch die Bilder und Infos zum Adermoosling finde ich spannend.


    Herzlichen Glückwunsch zu der erfolgreichen Tour, Gruß Sebastian.


    Hallo Sebastian,


    ich selbst habe die Scutellinia nicht mikroskopiert und hatte von den S. auch nur eine Art mit.


    Grüße,

    Steffen

    Scutellinia scutellata ist vermutlich alles andere als "gewöhnlich"!



    Hallo Nobi,


    vielen Dank für Deine Bemerkungen zur S. scutellata.


    Du hast Recht, die S. müssen mikroskopiert werden. Die Härchen vermessen werden, etc. Ohne dem ist nichts zu machen.


    Ich vertraue der mir übermittelten Informationen zur Art völlig.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Leute,


    es ist erschreckend und schön zu gleich, es ist schon wieder eine Woche um, das Onlinetreffen ruft euch.


    Wer hat etwas zu zeigen, oder will was erzählen?


    Ich habe heute nichts zu zeigen und weiß auch noch nicht sicher, ob ich dabei sein kann.



    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Pilzfreunde,


    ich durfte dieser Tage einen Pilzkurs bei Felix Hampe besuchen.

    Wir waren in Thüringen, in der Nähe von Oberpörlitz, unterwegs. Ziel war hier ein Waldgebiet, durch welches ein kleiner Bach läuft, bzw. stellenweise Sickerwasser austritt.
    Ebenso wurden wir an einem Waldweg fündig, wo es ebenfalls feucht war; hier fanden wir auf einem leergeräumten Holzlagerplatz noch eine sehr schöne Scutellinia.


    Die hier gezeigten Feldphotos sind mit dem Smartphone oder meiner kleinen Canon-Kamera entstanden, ich wollte ganz bewusst bei der Witterung meine große Kamera nicht mitnehmen, was eine gute Entscheidung war.


    Bei damals 36 °C begaben wir uns auf Exkursion… :gomg:



    Als erstes fanden wir Helvella ephippium, die Sattellorchel. Deutlich ist die namensgebende Form zu erkennen:








    An einer kleinen Stelle mit Torfmoos, Sphagnum, fanden wir Galerina paludosa, den Weißflockigen Sumpf-Häubling.
    Dieser Giftpilz zeigt den für die Galerina typischen, längsgemusterten Stiel. Das besondere dieser Art ist der sehr fein und hell beflockte Hut, welcher sie als Alleinstellungsmerkmal unter den Galerina besitzt:






    Ebenfalls in diesem Torfmoos wuchs zusammen mit der Galerina paludosa auch Sphagnurus paluster, das Sumpf-Graublatt. Die Hüte sind hygrophan, trocken sind diese grau, im feuchten Zustand olivbraun.
    Die Besonderheit, dieser Pilz ist ein Parasit. Sphagnurus paluster parasitiert lebende Torfmoose, indem er eine Art Penetrationszapfen bildet, welche in das Sphagnum eindringen.
    Zerrieben riecht dieser Pilz mehlig, gurkig und erinnert an den Geruch von Calocybe gambosa, dem Mairitterling:











    Auf einem dünnen Baumstamm fanden wir eine sehr schöne Gruppe Scutellinia scutellata, den Gewöhnlichen Schildborstling:








    Gleich um die Ecke wuchs Xeromphalina campanella, der Glöckchennabeling, an einen morschen Stück Fichte. Immer wieder freut man sich, wenn man diesen schönen Pilz findet:









    Am Waldrand an einer feuchten Stelle, hier trat Quellwasser aus einem Berghang aus, wuchsen im Gras auch diverse Binsen. An diesen Binsen hatte Felix vor wenigen Tagen bereits Mycena bulbosa, den Knolligen Binsenhelmling gefunden. Sein Fund ist der 4te für Thüringen.
    Diesen Helmling konnten wir, sehr zu meiner Freude, nach kurzer Suche erneut finden. Ich mag solche kleinen Pilze sehr. Wir haben sie an den abgestorbenen Hüllblättern am Fuße der Binsenstängel gefunden. Die Binse konnte ich als Juncus acutiflorus, die Spitzblütige Binse identifizieren.

    Die Hüte in den Bildern hatten max. 1,2 mm Durchmesser. Unten am Boden herrscht ein feuchtes Mikroklima. Diese Pilze diesem zu entnehmen und zu transportieren ist schon nicht ganz ohne. Ich schaffte es, 3 Proben mit zu mir Syrau zu nehmen, ohne dass sie Transportschäden erlitten haben oder vertrocknet sind. Letzteres ist das größte Problem.
    Selbst für die Photos hatte ich im Lichtkasten nur 2 min Zeit. Dann konnte ich schon das Austrocknen beobachten und musste abbrechen. Zum Glück haben sich die Pilze über Nacht wieder mit Wasser vollgesogen und ich konnte die Photosession am nächsten Tag fortsetzten. Was macht man halt nicht alles…

    Markant ist die „Scheibe“, welche am Substrat haftet und aus welcher der Stiel entspringt. In den Makros ist diese deutlich zu sehen:



















    An einem Holzlagerplatz fanden wir in einer Mischung aus Sägespänen und Erde Scutellinia nigrohirtula, den Rauhhaarigen Schildborstling.

    Scutellinia gehören bei mir zu den sehr beliebten Pilzen, unter Lupe und im Makro präsentieren sie ihre volle Schönheit:













    Felix fand am Waldrand auf nacktem Boden im mageren Gras einen kleinen, grauen Pilz. Leider waren diese teilweise schon mit Schimmel befallen. Ich konnte diesen Pilz, wenige Meter weiter, mit einem jüngeren Exemplar ebenfalls finden. Das Interesse war geweckt, was das für ein Pilz sein könnte.

    Wenige Tage später hat mir Felix mitgeteilt, dass es sich hierbei um Arrhenia leucotricha, einen Adernmoosling, handelt, und dies der Erstfund dieser Art für Deutschland ist. Diese Art wurde erst 2020 beschrieben:








    Am Bachlauf selbst haben wir an dessen Rändern auf Sand noch etliche kleine Becherlinge gefunden. Leider haben diese Kleinen den Transport nicht so gut überstanden. Wir haben noch 2 Arten Risspilze gefunden, von denen habe ich keine Photos gemacht, da ich diese im Vorjahr schon ablichten konnte.


    Trotz Hitze und allgemeiner Trockenheit konnten wir sehr interessante und schöne Funde machen, mein herzlicher Dank geht an Felix Hampe.


    Danke für‘s Ansehen und Lesen, ich hoffe wie immer, ihr hattet etwas Freude und Kurzweil beim Durchforsten des Beitrags,


    Grüße,

    Steffen

    Hallo,

    Warum wachsen Pilze so oft an öffentlichen Wegen ?


    Grüße Norbert


    Hallo Norbert,


    eine meiner Theorien ist das u. U. andere Substrat des Wegeunterbaus am Wegrand. Nächstes die Tatsache, das die Wege meist verdichtet sind und das Regenwasser seitlich wegläuft. Somit erhält der Wegrand mehr Wasser.


    Grüße,

    Steffen

    Hallo,


    die Tage kam im TV ein Bericht, das es D derzeit boomt, geführte "Trips" zu erleben. Hierzu wird ein "abgewandeltes" LSD genutzt, was gerade noch so legal ist.

    Ich habe leider den Titel der Sendung vergessen.


    Im TV wurden 3 Teilnehmer interviewt, welche bereit waren, für einen(!) Trip 2.000 € zu zahlen. Dazu noch ein bisschen Meditationskurs...


    Damit lässt sich also ohne großen Aufwand viel Geld verdienen...


    Grüße,

    Steffen


    Hallo,


    dem ist nichts hinzuzufügen. Es halt so, wie bei allen/vielen Drogen. Allerdings habe ich mich, ehrlich gesagt, nicht näher mit der Materie beschäftigt.


    Grüße,

    Steffen

    Hallo Steffen,

    nach meiner Erinnerung gab es therapeutische Erfolge mit Psilocybin bereits vor dem Verbot.

    Wie sinnvoll absolute Verbote solcher Drogen sind, mag jeder beim Vergleich mit gesellschaftlich akzeptierten Drogen wie z.B. Alkohol oder Nikotin beurteilen. Wohl gemerkt: mir sind die Risiken des Missbrauchs von Cannabis oder Psilocybin bewußt und sie zu verharmlosen fände ich falsch. Aber die Ungleichbehandung ist aus meiner Sicht schwer zu rechtfertigen.

    Hallo Claudia,


    ich stimme Dir völlig zu.


    Zum Thema gibt es einen schönen Film "Fantastic Fungi".

    Fast 50 % zum Thema Psilocybin und dessen Anwendung. U. a. bei Krebspatienten, welche bald sterben werden.


    Und wenn es darum geht, solchen Menschen irgendeine Erleichterung zu ermöglichen – warum nicht.


    Liebe Grüße,

    Steffen

    Hallo Sandra,


    Dein Bemühen sei gewürdigt.


    Ob Phytos so das Richtige sind? Aus Erfahrung kann ich sagen, das eine Exkursion an einem Bachlauf wesentlich mehr liefert; also greifbare Pilze.

    Bekanntermaßen interessieren mich Phytos nicht; ich bin nur ehrlich, wenn ich das so direkt sage.

    Aber so Kleinkram auf jeden Fall.

    Mir schwebt das auch was vor, nur geht das nicht als Exkursionsziel, weil NSG.


    Also wenn Du einen Bachlauf kennst, dazu möglichst im Wald, das wäre gut.


    Ansonsten bereden wir das morgen auf unserer Exkursion.


    Liebe Grüße,

    Steffen

    Hallo Norbert,


    ich denke auch, der ist noch zu jung um etwas sagen zu können.


    Und wenn Du immer mal vorbeikommst, er wird sicherlich verraten wer er ist, wenn der größer wurde.


    Grüße,

    Steffen