Hallo zusammen,
diesen Wald, den ich auf euren Fotos erkannt habe, besuche ich alljährlich je nach Witterungslage in der zweiten Oktober- oder ersten Novemberhälfte, wenn es viel und ausgiebig geregnet hat. Die Erbsenstreulinge oder Pfifferlinge sind dann freilich schon hinüber. Aber dann gibt es dort Pilze zum Bei-jedem-Schritt-Drauftreten (viele sind im Sand "vergraben" und müssen ausgebuddelt werden), und ganz unglaubliche Arten, die man sonst nirgendwo findet. Ich habe dort schon gefunden: Sarcodon regalis, Sarcodon squamosus, Hydnellum aurantiacum, Phellodon confluens, Phellodon niger, Phellodon melaleuca, Bankera fuligineoalba, Rhizopogon obtextus, Rhizopogon vulgaris, den Frostschneckling, den Heide-Schleimfuß, dazu eine ziemlich vollständige Ritterlingsflöte: focale, equestre, frondosae, boudieri, virgatum, joachimii, avernense, terreum, albobrunneum, pessundatum, striatum (!), portentosum, aestuans. Man fühlt sich dort meist wie auf einer Live-Pilzausstellung, nur dass es keinen Eintritt kostet und keine Namensschildchen an den Pilzen hängen. KaMaMa die "Sandkästen" in der Oberrheinebene kommen auch in dieser Hinsicht mit der Artenvielfalt nicht nach. Für mich ist es eines der interessantesten Habitate in Mitteldeutschland überhaupt, bevor man wieder so etwas findet, müsste man nach Brandenburg oder Vorpommern zu einem anderen Ingo
fahren. Oder gleich nach Skandinavien.
FG
Oehrling