Beiträge von Daniel224

    War heute wieder unterwegs in einem Wald nah bei uns, wo ich wegen Hexenröhrlingen, Perlpilzen und Täublingen gern schaue.

    Viel gab es nicht zu sehen, aber dann doch noch was schickes, ein recht großes Hexenei, ich denke Phallus impudicus.

    Ganz jung war es glaub ich nicht mehr, teilweise war die Haut schon aufgerissen.

    Wuchs in einer recht feuchten dickeren Erdschicht neben einem stark verottetem Buchenstumpf.

    Geruch nicht aasartig, eher so bischen aufdringlich, leicht an irgendwelche Rüben erinnernd.

    Passte sich gut, hatte am Arm eine etwas rauere Stelle, was vom kratzen vor einer Woche kam, weil mich da die Mücken angezapft hatten.

    Bischen von dem Gelee drauf und das hilft. Ist ganz weich und glatt und juckt null.


    1. Hexenei Stinkmorchel

    2.

    3.

    4. viele wunderschöne gelbe Blüten, ich denke Goldregen. Stark giftig, insbesondere die Samen.

    An dem Wegrand fand ich auch den Schuppigen Porling und die vermuteten Stadtchampignons.

    5.

    6.


    LG

    Daniel

    Könntest ja fragen, ob du darfst. Habe ich auch schon mal gemacht, als ich hinter einem Zaun reichlich Reizker sah, da war ich aber auch vorher schon mit jemandem im Garten ins Gespräch gekommen.

    Hallo Martin,

    na wenns danach geht, wer weiß wie viele Maden ich schon bei Kirschen vom eigenen Baum mitgegessen habe, da hab ich nie nach geschaut, wenn nicht offenkundig matschig oder gammelig, dann rein damit. Das gehört dazu, mich störts nicht. Da ist aber jeder anders. Kaufen außer Champignons, wenns denn mal vernünftige gibt, und Kräuterseitlinge, kaum.

    Kommt alles mit der Zeit, jeder soll so in seiner Geschwindigkeit machen, wie er möchte.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    das kommt alles mit der Zeit, wenn man sich weiter damit beschäftigt, immer mit der Ruhe.

    Besorg dir vielleicht auch noch mal ein wenig andere Literatur. Online gibts auch einiges zum Lesen, z.b. die HP der DGfM.


    LG

    Daniel

    Ich versuche es halt auch nur makroskopisch, das ist oft ziemlich schwierig.

    Wenn ich für die Küche sammle wäre z.b. grisea oder ionochlora egal, beide gut.

    Habe kein Mikro und kenne mich mit dieser Form der Bestimmung überhaupt nicht aus, daher kann ich mich nur makroskopisch so weit es geht herantasten.

    Auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema.

    Hallo Martin,

    ich bin da auch noch ganz am Anfang, aber das ist gerade das Thema, mit dem ich mich mehr beschäftigen möchte.

    Das mit der zeitversetzten rötlichen/violetten Verfärbung steht so auch z.b. bei wikipedia.

    So steht das da:

    "Unter der Huthaut ist es gleich wie diese gefärbt oder nur an einigen Stellen rotviolett, wenn es für längere Zeit der Luft ausgesetzt wird."

    Muß also laut dieser Beschreibung auch nicht zwingend überall so sein, bei meinen vermuteten ionochlora letztes Jahr war das deutlicher unter der Huthaut und sofort zu sehen, aber zum Hutrand hin eher weniger, war so ein Mix aus violett der teils ins gräuliche ging zur Hutmitte hin, je nachdem wie weit man die Haut abgezogen bekommen hat.

    Die ganz leicht schmeckbare Schärfe kommt auch hin, find ich z.b. bei parazurea etwas kräftiger ausgeprägt.

    Ganz sicher bin ich mir da auch nicht, R. grisea und ähnliches ist ja nicht ganz so einfach.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    das ist einer der zahlreichen Champignon Arten, das sind locker 50-60 Arten aufwärts, schwierig zu bestimmen.

    Der von dir gezeigte Fruchtkörper ist auch schon älter.

    Lässt sich so leider kaum bestimmen, das wäre dann ein Fall für einen Bestimmungsversuch mit Mikroskop.

    Von den zahlreichen Arten sind einge giftig und viele Arten zum Teil stark belastet mit Schwermetallen.


    LG

    Daniel

    Hallo,

    sieht nach Sommersteinpilz aus, wie die anderen auch schon schrieben, etwas trocken.

    Die andere Pils Art ist ja makroskopisch eher leicht zu bestimmen :giggle:


    LG

    Daniel

    Hallo Axel,

    der ist wirklich häufig, den finde ich sehr oft.

    Den hatte ich auch bei den Vermutungen mit dabei.

    Bei mehreren Kostproben bisher aber immer +/- leicht bitter, ganz mild nie bisher, ich weiß, es gibt manche, die schmecken bitter weniger oder gar nicht.

    Hohle Stiele kommen bei beiden genannten Arten vor.

    Vom Geruch ähneln sich beide auch, wobei der Eichenmilchling schon ziemlich markant riecht.

    Schwierig, tendiere aber zu dem von Oerling genannten, aber nicht wirklich sicher.

    Mehr Bilder wären da gut, Schnittbild, Verfärbung bei Druck, trockene Milch, Sporenpulver.

    Auf jeden Fall interessant.


    LG

    Daniel

    Der Milchling könnte Lactarius serifluus sein

    Das kommt sehr gut hin, würde ich sagen.

    Hat die Art nicht auch deutlich dunkleres Stielfleisch im Gegensatz zum Hutfleisch?

    Sieht man trotz Unschärfe des Fotos doch deutlich, macht einen recht dunklen gräulichen Eindruck.

    Der geschmackliche Eindruck der Milch passt auch, mild, eher nichtssagend. Und eher klarer wässriger.

    Und dazu noch eher selten, schicker Fund, Glückwunsch :)

    In Göttingen wurden die ersten Netzhexen des Jahres gesichtet.

    Na dann werden die bei uns auch bald zu sehen sein, denke mal so spätestens in 14 Tagen gehts los.

    Soll ja warm werden mit Gewittern aber dafür nächste Woche nachts wieder nur um 5 Grad.

    Das geht doch schon Monate so, ein paar Tage mehr oder weniger leicht bis mittel windig, Regen,dann ein paar Tage wärmer und darauf denn wieder kälter, mit steigender Tendenz, was die Temperaturen angeht.

    Bin mir nur nicht schlüssig, wo ich jetzt gleich hinfahre, will jetzt los.

    Direkt vor der Haustür siehts so aus, interessantes Gebiet :)

    https://richter-philipp.de/gallery/dji_02971-ts1586377136.jpg


    LG

    Daniel

    Hallo Michael,

    das sieht schon nach Frauentäubling aus, in dem Fall die schmierigen Lamellen, das dürfte passen.

    Glückwunsch zu den anderen Funden.

    Will heute auch los zu einer großen Tour.

    Mal schauen, was es zu sehen gibt.

    Gestern beim spazieren gehen nur das, was ich an dem Kiesteich schon die Tage hatte, Schuppige Porlinge und die vermuteten Stadtchampignons.

    Dazu an einem Stumpf viele Tintlinge, die schon etwas hinüber waren.

    Bin mir nur nicht schlüssig, ob ich eher Richtung Heide oder eher in die Laubwälder südlich von uns fahren soll.

    Oder heute da hin und morgen da :)


    LG

    Daniel

    Hallo,

    so wie es Matthias bereits schrieb, der pilzige Mitbewohner hat die beschädigte Holzkonstruktion in Beschlag genommen.

    Um weitere Schäden zu verhindern besser entfernen und je nach Größe des Schadens entweder reparieren oder Schrottplatz.

    Da ist dann Schimmel leider oft auch nicht weit weg, wenn da feuchte Stellen sind.

    Besser zeitnah machen.


    LG

    Daniel

    Die Frauentäublinge hatte ich bisher leider nur ein einizges mal. Das mit den Lamellen ist klar, die Hüte waren nicht matt, auch nicht fettig, aber so seidenglänzend sagt man doch bei Farbe, also so ein bischen, war aber auch etwas trocken. Das war klar zu erkennen, das mit den feinen Äderchen wußte ich bisher nicht, das merke ich mir. Die Hutfarben sind da sehr sehr variabel, ich weiß, aber es kann so grau sein, aber der Rest ist schon deutlich unterschiedlich.

    Viel schwieriger finde ich die rein optische Unterscheidung von grisea, ionochlora und columbicolor.

    Hallo Oerling,

    das finde ich auch. Hatte in einem Wald letztes Jahr sehr schöne Täublinge gefunden, meiner Meinung nach und auch ein paar Vermutungen hier gingen in Richtung ionochlora, Geschmacksprobe nahezu mild, minimalste Schärfe gerade so wahrnehmbar. Die unterschieden sich z.b. zu parazurea auch deutlich vom Geschmack,

    Das was du zu parazurea sagst, bezüglich der Hutfarben, absolut richtig, so sind die, ich kenne sie gut, die gabs letztes jahr reichlich in den sandigen Eichenwäldern bei uns.

    Das waren meist schon sehr dunkelgraue, aber eigentlich fast alle mit der von dir beschriebenen Hutmitte, teils schon die ziemlich kleinen.

    Gibt sicher aber auch Frauentäublinge die so ähnlich wirken können, graue Töne und etwas hellere Hutmitte gibts durchaus auch.

    Hab mir das Foto nochmal angeschaut und da das Habitat ja ziemlich gut dazu passt, da auch in der Vergangenheit welche gefunden worden sind, das passt.

    Zumindest für die Küche wärs ja egal, die sind alle gut. :)

    Aber nur so rein optisch ist schon schwierig, manche sind vielleicht besonders typisch, da sieht mans vielleicht etwas leichter, aber es ist schon sehr buntes Völkchen.

    Finde das Thema Täublinge und auch Milchlinge sehr interessant, das wird es auch sein, womit ich mich in Zukunft mehr beschäftigen möchte.

    Vielen Dank für die guten Beschreibungen.


    LG

    Daniel

    Hallo.

    Da könnten sich in diesem Fall kleine Bruchstücke der Gifthäublinge zwischen dem anderen Sammelgut befinden, sich dort verhaken und unbemerkt mit in die Pfanne gelangen.

    Auch solch kleine Stücke können gesundheitliche Folgen haben, die nicht unterschätzt werden sollten, daher ist es in so einem Fall immer die sicherste Methode, dem Sammler zu raten alles wegzuwerfen.


    LG

    Daniel

    Hallo.

    Da du die ja vor Ort schon mehrfach gefunden hattest lag der Verdacht nahe, daß es sich um die Art handeln könnte.

    Hätte aber auch etwas anderes sein können, was unter vergleichbaren Bedingungen vor Ort auch möglich gewesen wäre.

    Nur von oben betrachtet und dem milden, allenfalls +/- leicht merkbar schärflichen Geschmack hätte auch anderes in Frage kommen können.

    Die Hutfarbe als solches sagt ja gerade bei Täublingen oft nicht zwingend viel, auch bei R. parazurea ist das ziemlich variabel.

    Schön, daß du nochmal geschaut hast und ihn wieder gefunden hast.


    LG

    Daniel

    Die Brühe ist gut. Eher fleischig, weniger Pilzig. ich werde sie zum Ablöschen bei Angebratenem benutzen.

    Mit was für weiteren Zutaten hattest du die Brühe denn noch angesetzt?

    Klingt auf jeden Fall interessant, da ich ja auch vorrangig für die Küche sammle und gern an neuen Rezepten herumbastel.

    Das "Fleischige" bzw. "Fleischähnliche" findest du z.b. auch beim Riesenbovist, der hat so ein sehr mildes, an Geflügel erinnerndes Aroma, wenn man ihn paniert und brät.

    Oder beim Schwefelporling soll das auch so ähnlich sein, den habe ich bisher nicht probiert, den nennt man ja u.a. auch Chicken of the woods.

    Mal schauen, ob ich die mal etwas abseits von Bahn und Hundewiese finde, dann probier ich das auch mal aus.

    Werd mich mit denen mal etwas beschäftigen, die wachsen ja fast vor der Haustür.

    Hallo Hanshier,

    gurkig ist auch relativ, aufdringlich trifft es recht gut, der Geruch ist schon markant. Was die Gurken angeht, eher so wie bei Gurken aus dem Garten oder bei frischen Einlegegurken, mit den Gewächshausgurken aus Südeuropa eher weniger vergleichbar, finde ich. So Gurken mit einer dicken Schale und so einer "pickligen" Oberfläche.

    Die Geruchswahrnehmung ist sicher bei jedem etwas anders. Raucher z.b. haben da durchaus Veränderungen mit der Zeit. Manches muß man auch nur mal öfter gerochen haben.

    Aber der besagte Maipilz ähnliche Geruch, der ist schon sehr einprägsam. Da gibts ja noch diverses, was so ähnlich riecht.

    Zum essen sammel ich beide nicht, ging nur um die Bestimmung, bei Maipilzen bin ich mir noch nicht sicher genug, also defintiv erst, wenn ich das zu 100% kann. Die Porlinge werd ich vielleicht irgendwann mal testen, mal schauen. Kommt alles mit der Zeit.

    Von dem Standort da aber sowieso nicht, lag direkt an einer Hundewiese und knapp daneben eine stark befahrene Bahnstrecke mit Güterverkehr, keine gute Idee.


    LG

    Daniel

    Dazu natürlich die Gefährlichkeit der Art erklären, das Ganze dokumentieren und dem Sammler raten, die Finger von den Stockschwämmchen zu lassen, bevor man sich nicht zu 100% sicher mit denen auskennt. Auch falls es nur um Bestimmungszwecke gehen sollte, dem Sammler raten, unbekannte Arten in einem extra Behälter zu sammeln und daruf zu achten das keinerlei Bruchstücke in den Korb gelangen. Messer und Hände reinigen ist sicher auch nicht verkehrt

    Hallo Oerling,

    das hat mir dann ja doch keine Ruhe gelassen und ich bin vorhin noch einmal kurz zum See.

    Habe einen frischen FK gefunden und ja, der riecht eindeutig gurkig/mehlig.

    In etwa so ähnlich wie Maipilze etc., die Maipilze sammel ich nicht, doch ein Bekannter meiner Eltern sammelt die seit Jahrzehnten, daher ist mir der Geruch vertraut, diverse weitere Arten haben ja auch diesen vergleichbaren Geruch, mal mehr oder weniger stark.

    Der erste war wohl scheinbar ziemlich trocken oder ich habe nicht genug dran gerochen.

    1. Fruchtkörper von heute, kleiner, deutlich weicher, frischer wirkend, Geruch deutlich erkennbar gurkig/mehlig, der teils schwarze Stiel zur Basis hin ist deutlich erkennbar, Fleisch im Stiel weißlich


    2. Unterseite


    LG

    Daniel