Beiträge von Schrumz

    Hallo,

    Glaube schon, dass das was bringen kann. Es gibt ja auch Trüffelplantagen mit im Labor beimpften Setzlingen, scheint da ja auch zu funktionieren. Es gibt ja einige Pilzarten, die eine ähnliche Ökologie haben, also kann ich mir vorstellen, dass allein das Habitat schaffen bei besonders seltenen Pilzen nicht reicht. Beispiel sind da Eichenparks auf Kalkboden, da findet man schon manchmal noch Silberröhrlinge, die dort mit Abstand häufigsten Röhrlinge sind aber Wubi und Netzhexe. Wenn man aber einen mit Silberröhrlingsmyzel beimpften Baum pflanzt, werden die Chancen schon höher sein, dass dieser Baum dann auch Silberröhrlinge hervorbringt und nicht wieder Wubis. Die werden schon eine gewisse Ahnung haben, was sie tun.

    Viele Grüße

    Danke dir,

    das Buch habe ich leider nicht. Interessant, scheint wohl habitatsabhängig zu sein. Ich würde schätzen, das waren bei mir heute 3 Myzelien, alle an einem gestapften Weg im von Tannen dominierten Wald, Fichte bei allen aber auch nicht auszuschließen.

    viele Grüße

    Hallo zusammen,

    das hat mich heute auf meiner Tour im Tannen-/Fichtenwald doch recht überrascht, dachte das wäre ein Laubwaldpilz, der war aber bei Tanne regelrecht häufig.

    Sonst gab es heute noch Pfifferlinge und wieder eine neue Fundstelle von Butyriboletus subappendiculatus. Die heftigen Gewitter von letzter Woche zeigen auch schon Wirkung, es zeigen sich eine Menge Täublingsknubbel und ein paar ganz junge B. subappendiculatus, die ich nicht fotografiert habe, da noch ganz klein.

    In den Regionen die Regen abbekommen haben ist denke ich Vorfreude angesagt


    Viele Grüße

    Hallo,

    Hm ich vermisse irgendwie ein wenig das fleischbräunliche, die sehen mir irgendwie eher normal braun aus. Was ich letztes Jahr als L. brunneoincarnata bezeichnet habe, hatte auf jeden fall deutliche fleischfarbene Töne, vor Allem an der Stielbasis. War die bei dir in natura vielleicht ein bisschen rosalich?

    Außerdem hatten die einen selbst im verregneten englischen sommer verschnupft sofort warnehmbaren, sehr angenehmen süßlichen Geruch. Soll aber L. brunneoincarnata nicht auch ein Artenaggregat sein?

    Viele Grüße

    Hallo,

    hab ich auch schon gemacht :). Das waren mein letztes an der stelle gefundenes Exemplar 2021.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Netzhexen sind im Sommer sehr oft madig wenn sie bei Trockenheit und Wärme wachsen, weil sie dadurch langsam wachsen, lange stehenbleiben und die Pilzmücken gut fliegen können. Wenn sie bei Dauerregen kommen, können die Pilzmücken nicht fliegen, sie wachsen schneller, und sind oft auch mal madenfrei, das ist mir in England aufgefallen. Hier mal 2 beispielhafte, völlig madenfreie Netzhexen aus dem Englischen Hochsommer (Dauerregen). Auch als es vor 2 Jahren einen Netzhexenschub zu Halloween gab waren viele oft mal madenfrei.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    gaaaanz langsam zeigen sich die Sommerpilze, trotz mitlerweile ziemlicher Trockenheit

    1. Leccinum crocipodium im Hauswald. Über die habe ich mich riesig gefreut, da hat nämlich vor 2 Jahren der Sturm eine wunderschöne Eiche gelegt, die ich für den Mykorrhizapartner hielt, worauf sie 2 Jahre lang ausblieben. Jetzt sind sie wieder da, der kleine war schon vom Myzel getrennt, weshalb ich mal das Farbverhalten dokumentiert habe. Die werden ganz kurz (<10s) kräftig rot bevor sie schwärzen.

    2. Caloboletus radicans kommt sehr langsam, vielleicht 1 von 10 Myzelien fruchtet.

    3. Suillellus queletii kommt auch gaaaaanz langsam, das Bild dieses in natura sehr schönen Pilzes ist leider nicht optimal.

    4. Caloboletus calopus ist im Nadelwald häufig

    5. Boletus reticulatus kommen auch ein paar

    6.Amanita strobiliformis

    7. Und Russula cf faginea zeigen sich.

    8. In den noch feuchten Gräben wächst der rötliche Gallerttrichter

    Man merkt, das sind eigtlich alles Pilze, die Trockenheit ertragen können. 2 Wochen Sommer ohne Niederschlag reichen halt leider völlig aus, um die 800l des restlichen Jahres auszutrocknen. Mein Blick geht jetzt sehnsüchtig nach oben, heute soll es regnen.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Das ist wahrscheinlich nicht unbedingt hilfreich, ich hatte im Fichtenwald aber auch mal ähnlich gefärbte Amanitas, die ich A. gemmata genannt habe, da sie in der Nähe zu normal gefärbten A. gemmatas wuchsen. Wenn aber die ganze Kollektion so gefärbt ist und auf 1600m Höhe kann man bestimmt auf etwas interessanteres hoffen, ich bin gespannt was rauskommt.

    Viele Grüße

    Hallo,

    ja das ist ein Schönfuß. Interessant ist das sehr enge Stielnetz, hier wäre vielleicht auch interessant mal mit Caloboletus polygonius zu vergleichen, wobei C. calopus auch im Laubwald vorkommen kann.

    viele Grüße

    Hallo zusammen,

    kaum eine Woche ohne Regen nach sehr ergiebigen Niederschlägen letztes Wochenende ist der Kalk schon wieder trocken. Direkt auf der Alb hält sich das Pilzaufkommen daher zwar in Grenzen, dafür ist die Natur schön.

    1. Kreuzenzian kurz vor der Blüte

    2. Eine sehr beliebte Blüte

    3. Kaisermantel auf wildem Oregano

    4. Gelber Fingerhut

    5. Natürlich gibt es trotzdem ein paar Pilze. Amanita ceciliae

    6. Etwas wohl Reiftäublingsverwandtes bei Buche

    7. Hübsche, milde, gelbsporige Täublinge bei Fichte auf Kalk

    8. Aufgrund der Trockenheit habe ich heute dann einen bachnahen, höher gelegenen Nadelwald aufgesucht, der die Feuchtigkeit besser hält. Und siehe da: Es gab einiges zu finden. Zuerst: Strubbelkopfröhrlinge! Absolut überall, ich habe die letzten zwei Jahre nicht einen gesehen. Ich glaube die brauchen einen feuchten Sommer.

    9. Flockehexen! Fast so häufig, ich habe mir eine Pfanne mitgenommen, das war aber lang nicht alles was da war.

    10. Auch Schönfüße gabs einige

    11. Gallenröhrlinge waren auch einige da, hier mit weißem Netz an der Stielspitze!

    12. Eine Art der Wegränder ist der rötliche Gallerttrichter

    13. Nach Iod riechende Täublinge bei Fichte/Tanne

    14. Immer noch Pfifferlinge da, jetzt leider etwas angetrocknet

    15. Perlpilze gabs vereinzelt

    16. Ein hübscher Scheidling auf Nadelholz. Kann V. bombycina auf Nadelholz?

    17. Und zum schluss noch der einzige Schleierling im Wald: Der spitzgebuckelte Raukopf. Zu denen mal eine Frage: Wann haben die Saison? Ich habe sie jetzt in Gebieten in denen ich häufig unterwegs bin exakt zweimal gesehen: 2021 und dieses Jahr, immer im Juli und immer nach viel Regen, sonst sind die mir auch in guten Pilzjahren nie begegnet.

    Damit schließe ich meinen Bericht ab und hoffe nun auch auf Regen.

    Viele Grüße

    Ja das mit den Schnecken ist wirklich krass, aber was erwartet man; wir gehen hier niederschlagstechnisch steil auf ein Rekordjahr zu. Seit an unserer Wetterstation genau aufgezeichnet wird (2002), war 2007 das niederschlagsreichste Jahr mit 1166,3l. Wir sind jetzt schon bei 843,7l; das ist nach etwas mehr als der Hälfte des Jahres schon mehr als in manchen trockenen Jahren.

    Viele Grüße