Beiträge von Schrumz

    Hallo zusammen,

    in den meisten Quellen gilt der Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis) ja einfach schlicht als Mykorrhizapilz. Einige Quellen schreiben aber auch, dass er manchmal fakultativ saprotroph leben kann. Ich selbst finde immer wieder Trompetenpfifferlinge an Stubben. Es ist ja zwar bekannt, dass Mycel auch durch Totholz wachsen kann aber bei keinem anderen Mykorrhizapilz sehe ich das so oft und auch so deutlich. Ich kenne zum Beispiel einen Stubben da kommen jedes Jahr in 30 cm Höhe aus dem Inneren des Stubbens im Sommer Trompetenpfifferlinge. Der Wald ist komplett voll mit Myzelien dieser Art aber es fruchtet immer nur dieses eine im Sommer und immer aus dem Stubben heraus.

    Bild von heute:

    Bild letztes Jahr zur selben Jahreszeit:

    Und das ist echt nicht das einzige Beispiel. Ich kenne keinen anderen Mykorrhizapilz bei dem das so oft der Fall ist und der vor allem dann nur aus dem Totholz und nicht drumrum fruktifiziert. Könnte es sein, dass die saprotrophe Tendenzen haben? Oder wirklich einfach nur von Myzel durchwachsenes Holz?

    Viele Grüße

    Danke dir. Mich hat nicht nur die fehlende Appendix stutzig gemacht. KOH ist übrigens nicht rot auf der Huthaut.

    Wäre dann auch eine Stelle an der appendiculatus und subappendiculatus fast direkt nebeneinander wachsen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Heute hab ich mal wieder einen Butyriboletus gefunden. Etwas nervig dass der schon so mitgenommen ist (3 andere Exemplare die ich stehen lassen habe sahen noch viel schlimmer aus). Der sieht zwar etwas nach Mumie aus aber das täuscht ein Bisschen, der Hut war nur leicht weich, der Stiel sogar noch komplett fest.

    Zum Habitat: Das ist ein Tannendominierter Nadelwald mit Fichte und eingestreuten, kleinen Buchen (die am nächsten stehende etwa 5m hoch). Dort ists an den meisten Stellen zumindest oberflächlich angesäuert aber es gibt auch an einigen Stellen eine Menge Kalk (im Herbst viele Phlegmacien, kalkliebende Schnecklinge und weiteres). Außerdem ist dort Butyriboletus subappendiculatus ein häufiger Pilz, ich kenne dort einige Fundstellen, eine nicht mal 30 m entfernt. Exemplar aus dem Oktober 2024:

    Ich dachte eigentlich, ich verstehe die appendiculatus/subappendiculatus Problematik langsam aber immer wieder tauchen Exemplare auf, bei denen es schwierig wird.

    Hutfarbe: Warmes Rotbraun, feldrig aufreißend, etwas geschuppt. Schneckenfraßstellen gelblich, Durchmesser etwa 16 cm


    Stiel leider sehr angefressen, an einigen Stellen aber noch die gelbe Grundgarbe mit engem Netz zu sehen

    Hier ein herangezoomtes Bild

    Die Röhren sind gelbbräunlich, auf Druck recht schnell und kräftig blauend.

    Das Fleisch ist weißlich mit gelb an manchen Stellen, in der Stielbasis deutlich rötlich. Es riecht auch in diesem Zustand noch sehr angenehm steinpilzartig, sogar noch etwas süßlicher und fruchtiger. Der Geschmack (im Stielfleisch probiert) ist mild und sehr angenehm. Kaum blauend, nur die Röhren blauen deutlich. An der Stielbasis ist kein Anhängsel sichtbar.

    Sporen schau ich mir noch an.

    Eigentlich halte ich das für B. appendiculatus, aber das Habitat, das fehlende Anhängsel und das nicht Blauen im Fleisch macht mich etwas stutzig. Kann den jemand festnageln? Übrigens müssen die bei desaströser Trockenheit gewachsen sein, die kamen sicher noch vor dem Regen am Dienstag; am Dienstag letzte Woche kamen zwar 10l aber davor wars furztrocken. Das Habitat hält zwar die Feuchtigkeit sehr gut (was auch irgendwie gegen appendiculatus spricht, ich kenne den von eher trockenen Stellen) aber das ist trotzdem krass.

    Viele Grüße

    Viele Grüße