Beiträge von kruenta
-
-
-
Hallo, noch ein paar Bilder vom Karlszepter. Nach 2 Wochen über 30 Grad sind die entweder extrem schnell verblüht oder gar eingetrocknet. Ein paar Blüten habe ich aber doch noch gefunden. Übrigens ist auch der Fruchtstand sehr spezifisch und kann sogar im Winter leicht gefunden und identifiziert werden.
Derzeit kommt der Wasserhanf in Blüte, als Haupttracht für Schmetterlinge.
Gruß Bernd
-
-
Hallo Emil, da habe ich bis jetzt nicht nachgeschaut, aus welchen Assoziationen den Autoren die Idee gekommen ist, dass -ites für Fossilien steht oder besonders bei diesen verwendet wird. Spontan fällt mir nichts ein, was aber nicht so arg viel zu bedeuten hat, da man spontaner Vorrat an fossilen Arten sehr begrenzt ist. Vermutlich wird das enfach dieser Suffix ( -ites - Wiktionary ) sein, der eben auch bei wissenschaftlichen Namen von diversen Arten verwendet wird. Genau in dem Sinne, wie Du es vermutest, um Zugehörigkeit anzuzeigen.
Dann muss man natürlich beachten, dass die Angabe der Etymologie jetzt so eine Art Pflicht geworden ist, worüber nicht alle Autoren in Freude ausbrechen und ein Studie in historisch-vergleichender Sprachwissenschaft abliefern.
LG, Bernd
-
Hallo und willkomen, das könnte der Gesäte Tintling (Coprinellus disseminatus) sein, der mag gern so um absterbende Bäume herum am Stumpf dicht gedrängt wachsen.
LG, Bernd
-
Hallo Ulla, danke. Für Bulleneier sind die ein bisschen klein, falls man nicht die Bullen meint, die bei uns früher weiße Mäuse hießen

LG, Bernd
-
-
So 2-3 cm sind das. Ich stelle später noch Bilder im "Schnitt" bzw. vom Pulver ein. Außerdem kommen da irgendwelche winzigen Käfer/Springschwänze raus. Am Wochenende habe ich die Entomologische Gesellschaft zu Gast, mit etwas Glück kann jemand dann diese Art identifizieren, was bei Annahme L. flavofuscum als seltene Art als "Substrat", durchaus was exotisches sein könnte.
LG, Bernd
-
Hallo Ingo, Knäuelgras gibt es hier sehr viel und die Epichloe daran ist auch recht oft anzutreffen. Heute wollte ich, gleich auf'm Hof, nur mal den in orange fotografieren und dabei ist mir der Belag aufgefallen, den ich eingedenk deines Beitrags dann auch gleich als Hyperparasiten eingestuft habe. Wenn ich mal ein Mikroskop habe oder jemand mit einem solchen vorbeikommt, kann ich das genauer prüfen (lassen :D). Aber diese to-do-Liste ist ohnehin schon sehr lang.
LG, Bernd
-
Hallo Tuppi, an den glaube ich nicht so recht, den hatte ich schon mal. Aber irgendwas aus der Verwndschaft sollte das schon sein, vielleicht Lycogala flavofuscum, der graues Sporenpulver haben soll.
LG, Bernd
-
Hallo, ob das nun ein Schleimpilz ist, weiß ich nicht, wirkt sonst auch wie ein Bovist, jedenfalls kommt grauer Staub raus. Die beiden Beutel hängen da jetzt seit über einer Woche nahezu unverändert. Das Entstehungsstadium war mir nicht aufgefallen. Substrat ist toter Apfel, von dem Baum wo Tyromyces fissilis wohnt.
LG, Bernd
-
-
-
Jetzt habe ich mir den Original-Artikel in PLOS angeschaut. Da das eine neue Benennung ist (wann und von wem gehört unbedingt explizit in den Wikipedia-Artikel, wenn man das denn schon macht), folgt diese natürlich auch der neuen Forderung, dass die Etymologie anzugeben ist. Da die Autoren das tun, ist jedwede abweichende Interpretation der Sache in der Wikipedia sinnlos und ignorant.
LG, Bernd
-
Hallo Emil,
also erstmal ist das altgriechische Wort für Pilz irgendwas wie Mykes (Pilz, Schleim), denn daher kommt die Mykologie. Allerdings kann man nicht davon ausgehen, dass die man die klassischen ethnobotanische/mykologische Kategorien so einfach auf heutige übertragen kann. Man muss sich nur überlegen, wie man den allgemeinen und gängigen Begriff "Obstbaum" oder "Unkraut" in die wissenschaftliche Nomenklatur übersetzt
Dazu kommen reichlich Dialekt, Entlehnungen hin und her, sodass man Leuten die sehr kategorisch argumentieren und behaupten zu wissen ...Trotzdem kann man für Agarikon von einer etwas spezialisierteren Bedeutung ausgehen. Mein klassisches Altgriechisch Wörterbuch hat das Wort nicht, aber Genaust (Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen) kennt das, sehr zuverlässige Quelle im Allgemeinen mit soliden Kenntnissen in Botanik UND Sprachwissenschaft (meistens fehlt eins), demnach ist das ein "Agaricum officinale", hab ich jetzt nicht nachgeschaut, irgendein Klopper von Porling. Die Übertragung auf Agaricus erfolgte womöglich aufgrund der Größe. Kann man glauben oder auch nicht.
Neugriechisch baut auf Altgriechisch auf, ist aber gerade lexikalisch in weiten Teilen komplett anders, einfach weil es extrem viele neue Sachverhalte zu benennen gab und die Sprache von analytisch (Deklination, Konjugation) mehr in Richtung synthetisch (Syntax, Bedeutung durch getrennte Wörter) ging. So wie man früher im Deutschen ein Futur hatte "ich werde nach B fahren" (analytisch), das durch synthetisches "ich fahre morgen nach B" ersetzt wurde. Das wäre früher falsch gewesen, weil "ich fahre" bedeutet JETZT. Aber wenn genug Leute den gleichen Fehler machen, wird das richtig

Nochmal ganz was anderes sind wissenschaftliche Namen. Da obliegt es dem Autor etwas zu erfinden oder nachzunutzen, was "mit den 26 Buchstaben des Lateinischen Alphabets auskommt" und "aussprechbar ist". Was der jeweilige Autor sich dabei gedacht hat, schreibt er entweder bei der Neubeschreibung dazu, das ist heute so gewünscht, oder aber nicht und dann kann man wild spekulieren. Prinzipiell entziehen sich individuelle Wortschöpfungen der Etymologie, man kann nur vermuten, wenn der Autor es nicht explizit erwähnt hat. Deine Deutung als großartiger Gondwanapilz als Fossil finde ich gut und schlüssig. Man muss ja auch berücksichtigen, was der Wissensstand zu Agaricus war, als der Autor die Art benannt hat.
Soweit auf die Schnelle. Wobei ich Arbeit in der Wikipedia als Verschwendung ansehe (habe ich früher auch viel gemacht). Mittlerweile eine Propagandamühle die davon zehrt in Naturwissenschaften recht gut zu sein.
LG, Bernd
-
Hallo allerseits,
dieser kleine Porling wächst auf morschem Laubholz, für den Maiporling sind die Poren zu groß, sodass wohl wieder nur das Cluster um P. varius/leptocephalus überbleibt. den gibt es immerhin mal in 2 Exemplaren.
LG, Bernd
-
Hallo, also an dem Kandidat für gibba sehe ich keinen Buckel. Der ist auch ziemlich klein, wobei der als Einzelstück schwer zu beurteilen ist.
Bei dem orangen Porling habe ich jetzt ein Vergleichsbild mit weiß und postgelb gemacht. Bei voller Sonne gibt es unter dem Blätterdach immer einen Grünstich und bisher habe ich noch keine Einstellung beim Weißabgleich gefunden, die das gut korrigiert. Die Poren sind schon ziemlich groß, das wird wohl bei P. fulgens enden.
LG, Bernd
-
Hallo allerseits,
1) wenn es eine elektronenmikroskopische Aufnahme wäre, würde man dies ganz im Trend als Krönchen-Virus, womöglich in der Omikron-Super-Plus-Variante, ansehen. Ist aber nur ein Makrofoto, das Zeug wächst auf umgefallener, ziemlich morscher Grauerle in eher untypischem Biotop für Grauerle.
Scheint eher kein Becher zu sein, also wohl ein Schleimi?
2) in hellblau in einem Fichtenstubben
außen an gleichen Stubben in etwas älter, vermute ich jedenfalls
Danke für's Anschauen und für Vorschläge.
LG, Bernd
-
Moin, bei der Nummer 3 habe ich mich wohl geirrt mit der Annahme, dass das ein Schleimi sei, Fotos von heute deuten eher auf Pycnoporellus fulgens, wobei sich das sicher in den nächsten Tagen und Wochen noch deutlich zeigen oder nach erneuter Revision verlangen wird.
3a)
2a) ist kaum gewachsen, nur die Lamellen sind jetzt wellig, Arbeitstitel unverändert aber C/I gibba
1a) hier sieht man jetzt bei Geastrum striatum sehr schön, wie die Gnubbel vor dem Aufplatzen aussehen
LG, Bernd
-
Hallo allerseits.
1) bei diesem filigranen Seitling tippe ich auf den Lungenseitling, erstaunlich mager auch das Substrat aus Eberesche
2) ein Tintling, bei dem ich nicht komplett ausschließe, dass ein Kenner den anhand des Hutschmucks identifizieren kann, Substrat ist morsche Weide
Vielen Dank für's Anschauen und für Vorschläge.
LG, Bernd
-
Hallo, im Frühling hatte ich am Ende des Dorfes einen alten Frk. an einer jungen, umgefallenen Zitterpappel (Durchmesser knapp 10 cm) gefunden. Jetzt war ich schauen, ob die auch wachsen. Tun sie, im Trio.
Zitterpappel ist laut Literatur und pers. Mitt. einer hiesigen Mykologin das Substrat der Wahl für diese Art. Allerdings basierend auf bestenfalls knapp 2-stelligen Funden.
Wie auch beim Apfel auf dem Hof sieht man hier sehr gut, wo der vorjährige Frk. war, und dass der anscheinend noch am stehenden Stamm gewachsen war.
Einen habe ich als Beleg mitgenommen, kommt in mit in die nächste Sendung.
LG, Bernd
-
Hallo Schupfi, vergleiche den Erdstern doch mal mit Geastrum striatum,
LG, Bernd
-
Moin,
etwas Zeugs von heute ganz aus der Nähe
1) die ersten frischen Erdsterne des Jahres, G. striatum an bekannter Stelle neben vorjährigen
2) das würde ich als C. gibba ansprechen, bisher noch keine größeren vorhanden
3) ein grelloranger Schleimi an Fichtenstumpf
4) gleich neben dem schon oft gezeigten Plectania melastoma, der immer noch in Form ist, diese Becher, die wie Humaria hemisphaerica aussehen. Einige in weiß, was sich möglicherweise mit dem in der Wikipedia genannten Hypomyces stephanomatis in Verbindung bringen lässt.
und schließlich
5) Thelephora caryophyllea, an manchen Stellen auf Weg und Magerwiese regelmäßig und recht häufig anzutreffen
LG, Bernd
-
Hallo, nicht dass ich Trüffel und dgl. kennen würde, aber bei dem hier denke ich eher an einen der Kartoffelboviste, am ehesten den dünnschaligen, der dann allerdings nicht unbedingt der Beschreibung "jung" entspricht
LG, Bernd
