Beiträge von kruenta

    Hallo liebe Pilzfreunde,

    und noch eine Fortsetzung von der gleichen Wiese, wo, wie ich meine auch wieder das eine oder andere Schmankerl dabei ist.


    1) eine kleine rosa Keule, wo ich nach Durchsicht der Bilder nicht mehr ganz sicher bin, ob das nicht doch die gleiche Art ist, wie vorgestern. So im direkten Eindruck ist aber deutlich schlanker, dunkler und mehr ins rosa gehend. Die ist leicht wiederzufinden

    2) ein reinweißer, kleiner Pilz, irgendwas aus der Saftlingsecke vielleicht

    3) eine Mycena

    4) der gestern abend gezeigte aber nicht komplettierte Pilz, vermutlich Hygrocybe cantharellus

    5) noch eine Mycena

    6) vielleicht nur eine etwas komisch gewachsene Entoloma infula?

    7) hier dachte ich vor Ort, dass das etwas ältere Papageien sein könnten. Aber Entoloma incanum passt doch viel besser

    8) und dann noch ein auffällig heller Saftling, vielleicht citrina?

    Und damit genug für heute. Liebe Grüße,

    Bernd

    Hallo,


    die unklare Wiesenkeule aus dem Beitrag ( Einiges von der Wiese, Teil II. Nr.4 ) habe ich heute an drei weiteren Stellen gefunden. Die Ausleuchtung war recht kompliziert, da ständig Wandel von praller Sonne zu Schatten. Einiges ist überbelichtet. Teilweise habe ich auch absichtlich mit verschiedenen Lichtverhätnissen fotografiert, in der Hoffnung dass der Gesamtfarbeindruck besser rüber kommt.


    zunächst die Bilder von vorgestern (30.8.), bei voll bedecktem Himmel

    dann die von heute (1.9.)

    (i)

    luteoalba, heißt ja gelb-weiß, deswegen zum Farbvergleich etwas in Gelb und in Weiß

    IMGP8249.JPG


    IMGP8265.JPG

    (ii)

    hier als Farbvergleich eine C. fragilis

    (iii)



    LG, Bernd

    Hallo allerseits, heute nur wenig von der Wiese, weil der Akku zur Unzeit alle war.


    1) Ein relativ großer Egerling (13-14 cm) ohne Schuppen, Geruch unauffällig pilzig, Stiel ohne Knolle aber leicht verdickt. Den habe ich jedes Jahr im Herbst in etwa an der Stelle, bin aber noch nie bis zur Art gekommen. Keine Verfärbung an den Bruchstellen (jedenfalls nicht innerhalb von 2-3 min.).


    In alt sieht der so aus, die Lamellen sind auch tiefrot wie der Hutrand.

    2) Eine weißliche Mycena



    3) Eine etwas dunklere Mycena



    4) Grell und kein Plan (abgesehen davon, dass der erste Gedanke M. oregenensis war, den Mreul(✝) kürzlich erwähnt hatte, aber dafür sollte der Stiel wenigstens etwas transparent sein), hier war leider Schluss mit Akku, die Lamellen sind in der Farbe wie der Hut, etwas heller. Mit Zwischenlamellen und weit am Hut herunterlaufend. Also schon einige Ähnlichkeit zu Rickenella.

    Nabelinge möchte ich mangels Nabelung ausschließen. Da steht jetzt also beim nächsten Wiesengang die Frage, was ich schneller wiederfinde, den oder die Keule aus Teil II.

    IMGP8014.JPG

    Gruß, Bernd

    Hallo Philipp (sorry für die Fehlschreibung vorher), da hattest Du die richtige Vermutung. Der Becher hat einen Stiel. Und daneben ist noch was winziges aufgetaucht.

    Auch die violetten sind etwas größer und zahlreicher geworden.

    LG, Bernd

    Hallo Ingo, der größte der rosaorangenen Keule war wenigstens 5 cm lang. Mir erschienen die, als würden die auch gerade erst wachsen.

    Hier noch 2 andere Bilder von kleineren Exemplaren, auf einem guckt die Keule gerade erst aus dem Moos. Auch von gestern. Heute war ich nur ganz kurz auf der Wiese in einer Regenpause, aber dann war auch noch der Akku alle - mit anderen Worten, heute habe ich die nicht wiedergefunden.


    LG, Bernd

    Hallo Phillip, Peziza michelii passt doch gleich viel besser. Vermutlich braucht am auch dann Mikroeigenschaften. Nun, ich kann mit dem cf. leben. Tarzetta ist mir noch nie begegnet, dann werde ich da mal buddeln. Die heimische Literatur kennt aus der Gattung nur 3 Arten (catinus, cupularis, gaillardiana) - was dann wohl einstweilen zu cf. cupularis führen würde.


    Danke und beste Grüße,

    Bernd

    Hallo, anbei 2 Becher, die recht charakteristisch aussehen und daher vielleicht makroskopisch was zu machen ist, der letzten Tage.


    1) innen mit einem Violettschimmer auf Rohboden, aber keine Brandstelle. Unter jungen Birken und Kiefern. Vielleicht Peziza praetervisa?

    2) an, bei, unter Wurzeln von Ahorn und Zitterpappel, leider nur ein Einzelstück. Keine Ahnung

    IMGP7505.JPG


    LG, Bernd

    Hallo, also so gelb sehe ich die nicht, eigentlich gar keine Gelbtöne nur teils etwas orange. Keine Ahnung wie ich die Farbe beschreiben soll, vielleicht als orangeocker mit einem Hang zum Schweinchenrosa :D. Die Farbe auf dem Foto kommt schon ganz gut rüber. Wenn's irgendwann mal aufhört zu regnen, gehe ich noch mal hin, hoffe dass ich die wiederfinde, die war nur an einer Stelle.
    Hat die in dem Zustand schon reife Sporen? Oder sollte ich warten? Und lassen sich Clavarias an Exsikkaten untersuchen?


    LG, Bernd

    Hallo Matthias, ich werde sicher morgen wieder eine Runde drehen, dann kann ich mir die Mycenas ja mal genauer anschauen. Mit dem Geruch hab ich es aber nicht so, der muss schon ziemlich kräftig sein.


    LG, Bernd

    Hallo, aus dem "Unterholz" einer Weide habe ich dieses Pilzilein gefischt. Das war zumächst deutlicher orange. Bis ich zum Fototermin verstrichen aber ca. 10 min. Und derweil an der frischen Luft blasste der schnell aus.


    LG, Bernd

    Hallo, beim Robben durch die Weide auf der Suche nach Xylaria findet sich ja immer das eine oder andere. Heute war mal was dabei, wofür ich den Fotoapparat geholt habe. Eine kleine weiße Mycena, die mit ausgeprägten Basalscheiben an alten Grashalmen ansitzt. Vermutlich gibt es da auch wieder mehrere Arten, aber der deutsche Name bei pilze-deutschland Scheibchen-Helmling bezieht sich ja wohl auf diese deutliche Basalscheibe. Bis etwa 7 mm im Durchmesser.

    und hier noch die Basalscheibe in situ, ausgeschnitten

    LG, Bernd

    Hallo, gestern hatte ich eine Auswahl an Pilzen von der Wiese gezeigt und Florian und Karl hatten für einen Pilz davon E. prunuloides als ziemlich sichere Option vorgeschlagen. Den habe ich mir heute erneut angeschaut, weitere Bilder gemacht und möglichweise zur selben Art gehörige Exemplare an anderen Stellen gefunden.


    Soweit ich es verstanden habe, ist E. prunuloides die Typusart der Gattung, sagt jedenfalls die heimische Literatur (Mycota Lithuaniae VIII-3, 1999). Damit hört die Erwähnung aber auf, anscheinend ist die Art im Baltikum noch nicht nachgewiesen. Also sehr spannend.

    Hier die Bilder von gestern

    vom gleichen Pilz von heute, die Lamellen sehen aus wie geädert

    von anderen Pilzen 100 m weiter, vermutlich etwas jünger

    und noch anderen, ohne die Äderung der Lamellen, weil jünger?

    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    da es zu den gestern gezeigten Bildern sehr viele interessante Vorschläge gab, war ich heute erneut auf der Wiese, um die gestrigen Pilze wiederzufinden, über Nacht hat es geregnet und einige Arten sollen ja im feuchten Zustand etwas andere Eigenschaften haben. Dabei sind auch wieder eine ganze Reihe neuer Arten dazu gekommen, die ich jetzt kurz zeigen möchte, teilweise nur mit Einzelbildern. Einige der Arten von gestern, die mit plausiblen Arbeitstiteln, stelle ich dann in separate Threads.


    1) vermutlich Entoloma sp.

    IMGP7647.JPG

    2) noch eine Entoloma

    3) hier hatte ich vermutet, dass das die gleiche Art ist, wie diejenige, für die gestern E. prunuloides vorgeschlagen wurde. Aber das scheint doch was anderes zu sein, die Lamellen sind freier und nicht gewellt.

    4) eine Wiesenkeule, vermutlich Clavaria fumosa in jung - oder gibt es dazu Verwechslungsarten?

    5) ein oranger, nicht schmieriger Saftling

    IMGP7711.JPG

    6) keine Ahnung, und mit dem einen Bild wird es auch dabei bleiben :D

    7) ein Bovist

    8) ein als Mycena getarnter Rötling?

    9) Clavaria fragilis, sehr brüchig, an mehreren Stellen auf der Wiese, im dichteren Gras auch bis 10 cm groß

    10) eine langestielte Entoloma

    11) vielleicht das selbe wie 8)

    12) eine auffälig langstielige Entoloma mit blauen Lamellenkanten


    und das war's auch schon. Wobei Pilze auf der Wiese nur stellenweise sind, aber da wo welche sind, gleich dicht beeinander und viele Arten zusammen.

    LG, Bernd

    Hallo, das ist eine foreninterne virtuelle Währung. Die so virtuell ist, dass sie nicht mal softwaremäßig existiert, sondern manuell von den Forenten gezählt und verwaltet wird. Startwert pro Nase - 100. Nur relevant, wenn du an Rätseln, Wetten etc. teilnehmen magst.


    LG, Bernd

    Hallo Kadir,

    zumindest bei Pfifferlingen sehe ich da keinerlei Probleme. Die anderen neigen bei Nässe schon etwas mehr zu matschen, was man aber durch weniger dichtes Packen beheben kann. Aber das Verzehren ist ja schon für den selben Tag vorgesehen? Lagern würde ich da nichts mehr.


    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank. Ich habe gerade Deine Ausführungen von 2019 zur Unterscheidung caesiocinctum / serrulatum gelesen. Und die Bilder von vor knapp zwei Wochen - genau da hatte ich die vor kurzem gesehen, Rötling mit schwarzen Lamellenkanten. Jetzt bringst Du aber noch E. linkii ein, da muss ich erst mal schauen ... Und dann gibt es bei pilze-deutschland noch eine E. atromarginatus, was ja übersetzt auch "schwarzkantig" heißt. Anscheinend also doch einiges an Verwechslungsarten.

    Den müsste ich wiederfinden und kann dann das Altern dokumentieren.


    Viele Grüße, Bernd

    ich hab jetzt noch die Rötlinge durchgeblättert


    bei der 5) scheint mir Entoloma oliviaceotinctum nicht übel auszusehen, von der Beschreibung her, dass der älter rosa wird, käme das auch gut hin. Vom Biotop her eher nicht. Dass das eine südliche Art sein soll, wird durch einzelne funde aus Schweden und Finnland relativiert


    bei der 8) habe ich nur eine Art gefunden, die mit schwarzen Lamellen in Frage kommt, und das wohl was echt exotisches Entoloma caesiocinctum. Da scheint dann alles zu passen.


    Ich glaube Karl W hatte sich letztens mehrfach zu Rötlingen geäußert. Würdest Du da bitte mal drüber schauen?


    Mäßig zu ergänzen, dass alle fraglichen Arten nicht in der heimischen Literatur (Litauische Funga, Bd. VIII-3) erwähnt werden.

    LG, Bernd

    Servus Florian, Danke. Bei der 2. war ich im letzten Jahr - rein makroskopisch - auch bei "vermutlich acutoconica" hängengeblieben.


    7. der sieht gut aus - da muss ich wohl mein Grundverständnis von Entoloma erheblich überarbeiten - in der Größe und Kräftigkeit hätte ich keinen Rötling vermutet. Sehr charakteristisch fand ich die ausgedellten Lamellen.


    9. der Papagei stand auf meiner Wunschliste sehr weit oben, und dann hat es erst Klick gemacht, als ich die Fotos angesehen hab - meine Erwartung ging mehr in richtung grün, dabei sind gelben noch schicker


    LG, Bernd