Beiträge von kruenta

    Hallo Raphael, der kam mir nun gar nicht in den Sinn. Den hatte ich im Laufe des Sommers relativ zahlreich, aber immer mit auffällig schlankem Stiel. Wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass der nicht auch anders aussehen kann, je nach Wuchsort und Wetterlage - meine Erfahrung beschränkt sich ja im Wesentlichen auf eine Saison + Episoden.


    LG, Bernd

    Hallo Stefan, nein, den kann ich bisher nicht ausschließen. Danke für einen zusätzlichen Arbeitstitel. Auf Bild 2 scheint es ja, als gibt es eine Braunverfärbung nach Druck auf dem Hut - was hierzu passen würde. Ich schau mir das morgen oder übermorgen nochmal genauer an.


    LG, Bernd

    Hallo, seit einigen Tagen, kann schon über ne Woche sein, sitzt im Moos auf einem alten Fichtenstubben dieses knallrote Etwas. Während ja Tubifera ferruginosa im Englischen auch gelegentlich Himbeerpilz heißt, möchte ich den ziemlich sicher ausschließen, denn dieser wäre in der Zeit gealtert und hätte die Farbe verändert. Zudem ist die Konsistenz recht hart und krustig. Man könnte meinen, der sei einer Haribo-Tüte entsprungen.

    LG, Bernd

    Hallo,

    Peter hat zwar recht, dass man eigentlich schon mehr bräuchte, aber mit dem mageren Boden, der Wiesen- bzw. Ödlandvegetation und den eindeutig zu erkennenden Poren, sollte das einer der Butterpilze sein (ich hab ja keinen Ruf zu verlieren und lehne mich daher mal weit aus dem Fenster), und zwar Suillus granulatus.


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, nö, feucht ist hier nichts, das ist auf'm Hügel, bei exorbitanten 140 m, über Sand/Kies. Davon ab habe ich an anderer Stelle, in jungem Kiefernwald auf Brache so was ähnliches gesehen, wie du hier in resupinat zeigst, da war dann keine Espe in der Nähe (100 m). Auf dem Boden, zwischen Streu und toten Ästen.


    und womöglich dazugehörend, weil gleich daneben, das hier


    LG, Bernd

    Hallo Pablo, auch den muss ich mir dann wohl die Tage noch mal vornehmen. Falls es die Art wäre, wäre das schon wieder was neues für die Region. Ne Eiche stand etwa 30 m weg, da gab es massenhaft kleine Tarzettas drunter. Die Birke mit den gallischen Hallimaschen war auch nicht so weit weg, vielleicht 60 m, aber in der Mykorrhiza-Reichweite gab es wohl keine Birken. Wobei die Pilze schon demonstrativ auf Stubben und Wurzelerbungen hockten. Schärfe im Geschmack war nicht da. Mit den Gerüchen hab ich es nicht so. Sehr deutlich fand ich auch das weiße Myzel am Stielfuß (1. Bild), was aber vielleicht auch bei anderen Arten vorkommen kann.


    LG, Bernd

    Hallo, auf einem alten, sehr modrigen Fichtenstubben wächst dieser weiße Lamellenpilz, bewacht von einer Blindschleiche. Ob das morsche Holz jetzt als Boden oder als Holzsubstrat zählt, kann ich mich nicht entscheiden. Der größte mit einem Hutdurchmesser von etwa 7 cm. Geruch undeutlich. Geschmack ziemlich bitter bis fad nach etwas Kauen. Die Lamellen würde ich als angewachsen bezeichnen mit vielen Zwischenlamellen. Mitgenommen habe ich nichts.

    Clitocybe truncicola erscheint mir als plausibler Arbeitsname.


    LG, Bernd

    Hallo, noch ein paar Bilder. Leider neigt das zu Überbelichtung mit reinweiß vor dunklem Hintergrund.

    der gleiche Pilz von gestern, mittlerweile etwas gelblich geworden und geschrumpelt


    Was den Geruch angeht, irgendwo in der Ferne in Windrichtung ist Gülle auf'm Acker, dat wörd so nix. Dann kommt noch ein gleich benachbarter Bestand von Schwefelritterlingen hinzu, aber auch die kommen gegen den olfaktorischen Hintergrund nicht an.

    LG, Bernd

    Hi Stefan, Du meinst Duosan Rapid? Der hatte doch aber Aceton als Lösungsmittel. Dann gab es da noch ein Plastekleber, da weiß ich nicht mehr wie der heißt und was der als Lösungsmittel hatte. Und den weißen Kaltleim.

    Mal davon ab, sind die Pilze so winzig, dass deren Duftnote eher erahnt als gerochen werden kann. Nicht besonders pilzig, schwer zu beschreiben. Erinnert mich jedenfalls an keinen der genannten Kleber.


    LG, Bernd

    N'abend allerseits,


    noch ein Pilz von heute, der völlig außerhalb meiner bisherigen Funde liegt. Kleine, 1-2 cm große, weiße umgekehrt trichterförmige Fruchtkörper, teils kreisförmiger Grundriß teils "wolkenförmig". Mit Zähnchen, die an Basidioradulum radula erinnern. Auf Boden am Fuß einer Zitterpappel, wo aber auch Nadeln rumliegen. Es scheint so was, zu meinem Erstaunen, tatsächlich zu geben. Sistotrema confluens sieht zunächst erst mal passend aus - wobei es bei dem Zahnzeug sja sonst immer heißt, dass da ohne Mikroskop nichts geht.

    Das ist 100 m hin, da mach ich morgen noch bessere Fotos, einstweilen erst mal diese suboptimalen - die zeigen etwa ein Drittel der Population



    LG, Bernd

    Hallo, vorhin war ich noch ein Stündchen im Wald, ohne Fotoapparat. So ganz ging das aber doch nicht, ein paar Pilze habe ich doch gleich eingesteckt. Diesen gelben Pilz mit Schleier und beschupptem Hut habe ich auf dem Boden im Mischwald gefunden, recht zahlreich, aber nicht eng gedrängt. Dass da Totholz drunter ist, nehme ich an - geprüft habe ich es nicht. Die beiden Exemplar gehören zu den größeren, die da waren, um die 2 cm Hutdurchmesser.


    Danke für's Anschauen und für Vorschläge,


    LG, Bernd

    Hallo Ingo, danke für die Vergleichsbilder, das sieht schon sehr gut aus. Ich schaue mir, wenn ich Vorschläge bekommen, die Verbreitung (fast) immer auf Pilze Deutschlands an, um eine Vorstellung von der Seltenheit und der Wahrscheinlichkeit zuverlässige Vergelichsbilder zu finden, zu bekommen. Dort wird pullei von atroumbrina getrennt, und dann könnte da vielleicht auch noch asperulispora (dazu habe ich gar nichts gefunden) in Frage kommen. Für Litauen gibt es eine Publikation über die clavarioiden Pilze von 2009, von Shiryaev (hatte ich neulich schon verlinkt, kann ich aber gern wiederholen), und vom gleichen Autor auch aus der Oblast Kaliningrad von 2014 (auf russisch, was den Namen natürlich keinen Abbruch tut). In beiden wird pullei als selten (und jeweils Neufund) gelistet. Was nutzt du für Literatur für die Wiesenkeulen?


    Matthias Reul hat sich bereit erklärt, diese und auch die andere Keule mit anzuschauen. Irgendwann im Laufe des Herbsts kommen dann noch mikroskopische Daten dazu.


    Die Wiese gehörte bis 1992 zum hiesigen Sowchos, als Wiese und Weide. Zuletzt also vielleicht 1990 umgebrochen und neu gesät. Seitdem einschürige Mahd, gelegentlich beweidet im Herbst mit geringem Besatz. Also eigentlich schon erstaunlich, dass knapp 30 Jahre doch schon eine ganz ordentliche Artenvielfalt hervorbringen. Alles was hier in der Gegend die Sowjetzeiten als naturbelassene Wiese überstanden hatte, darunter noch vor 10 Jahren tolle Orchideenwiesen, ist jetzt komplett zugewachsen. Oder umgepflügt.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    neulich hatte ich von der Wiese eine ins Rosa gehende Keule gezeigt,

    diese hier vom 1.9.

    vorgestern sah der Pilz dann so aus

    und heute habe ich Belege entnommen

    Trotzdem habe ich bis jetzt keinen Arbeitstitel.

    Vielleicht hat ja jemand einen Vorschlag

    LG, Bernd

    Hallo allerseits, diesen Lamellenpilz habe ich heute auf magerem Boden am Waldrand gefunden. Da könnten im Boden schon Wurzeln oder Kienzapfen sein, aber eigentlich hatte ich den Eindruck, dass der aus dem Boden kommt. Das würde dann ja Pluteus ausschließen. Und was anderes fällt mir dazu nicht ein. Leider ein Einzelstück.


    Hutdurchmesser etwa 5 cm. Hut leicht samtig beschuppt, das kommt leider auf dem Foto nicht rüber. Geruch unauffällig, nicht verkostet. Lamellen deutlich frei. Stiel längsfaserig und hohl, etwas verdickt unten, relativ kurz.

    Vielen Dank für's Anschauen und für Vorschläge.


    LG, Bernd

    Hallo, noch 2 Bilder von dem gelben Dachpilz, von gestern. Etwas abgetrocknet wurde der deutlich hygrophan. Heute ist der komplett eingetrocknet und eingetütet.

    LG, Bernd

    Hallo Werner, erst mal vielen Dank für Deine Vorschläge. Gestern bin ich endlich dazu gekommen, die Nummer 1 zum Absporen abzulegen. Das Ergebnis ist rosa. Damit würde ich zum würzigen Tellerling tendieren. Der abgesporte Hut riecht ganz angenehm, stärker als im Wald, das könnte auch hinkommen. Auch das Wachstum im Cluster.


    LG, Bernd

    Hallo, danke für Eure Vorschläge


    1) wegen der Galerina da traue ich mir nicht zu G. sphagnorum von G. tibiicystis zu unterscheiden (ich hab's auch noch nie versucht, vielleicht geht es ja makroskopisch), die wachsen beide auf Schwingrasen und Hochmoor werden in den Biotopen als häufig bezeichnet

    2) aha, wahrscheinlich Sphagnurus (Lyophllum) palustris


    4) Leccinum holopus traktiere ich nach der heimischen Literatur und da ist holopus der typische und häufige weiße Birkenpilz von Mooren - wobei hier nur Kiefern waren. Sonst käme höchstens noch L. percandidum in Frage, der unterscheidet sich aber vom Biotop und Erscheinungsbild und sagt mir persönlich nichts.


    6) Lactarius ist eine sehr gute Idee. Die kam mir vor Ort leider nicht, sodass ich weder Milch, noch Geschmack getestet habe. Leider etwas weiter weg. So eine moräne Hügelkette mit Fichte, Kiefer, Espe, Birke, Eiche und viel Hasel. Das erlaubt auch keine Einschränkung. Laut der heimischen Literatur sind picinus und fuliginos nur sehr vereinzelt gefunden worden.


    7) an L. repraesenteus glaube ich nicht, der sollte doch haarig sein und sich verfärben



    LG, Bernd

    Hallo allerseits,

    heute war ich mal nach der Clavaria sphagnicola suchen, die ich vor längerer Zeit mal gefunden hatte ( Clavaria sphagnicola ). Die habe ich leider nicht gefunden, zumal es gerade beim Rumlaufen auf dem fraglichen Schwingrasen anfing zu regnen. Interessantes gab es trotzdem. Da ich mit meinem Sohn unterwegs war, gab's nicht ganz so viele Fotos.


    0) Moorsee Nr. 1

    dieser ehemalige See ist komplett zugewachsen und hat keine offenen Wasserflächen mehr

    Moorsee Nr. 2

    1) vermutlich Galerina sp. vom Schwingrasen

    2) keine_Ahnung sp. (davon gab es besonders viele :D), auch vom Schwingrasen

    3) Galerina sp.?


    4) Leccinum holopus

    5) Lactarius sp. mit samtiger roter Huthaut, im Nachklapp meerrettichartig ätzend scharf

    6) bis zu den anderen beiden Seen gab es nun etwas hügeliges Festland, samtiger Krempling, nur ohne Samtfuss

    7) Artomyces pyxidatus

    8) Lactarius scrobiculatus

    9) einer der Egerlinge mit Anisgeruch

    10) das könnte jetzt was richtig interessantes sein, ein knallgelber kleiner Dachpilz (m.E.), kurz vorm See im nassen Erlen-Weiden-Fichten-Gestrüpp, leider nur ein Einzelexemplar (Beleg mitgenommen). In Frage käme da ja nach Wuchsort am ehesten Pluteus chrysophaeus. Nur so wie Pablo den hier ( Erstfunde im Auwald. ) zeigt, hat der einen weißen Stiel, ist aber vielleicht kein Hinderungsgrund.

    11) das sah mir erst aus wie Trichoglossum hirsutum, aber da keine Haare zu erkennen sind, muss es wohl Geoglossum sphagnophila sein, auch davon habe ich Belege mitgenommen.





    LG, Bernd