Beiträge von Peter

    Hallo Gabi,


    die Pilzler gehören beim Mikroskopieren (leider ;) ) meist zur "quick & dirty" Fraktion. Fast immer werden Quetschpräparate zum schnellen Gebrauch und zum anschließenden Wegwerfen hergestellt. Man hat ja gesehen, was man wollte.


    Dauerpräparate von Sporen lassen sich recht leicht herstellen. Als Eindeckmittel kann z. B. Hydromatrix verwendet werden. Dieses künstliche Harz wird innerhalb einer Stunde fest und die Sporen verbleiben unter dem Deckglas zum weiteren Mikroskopieren. Die Präparate halten sich viele Jahre. Das Zeug ist leider recht teuer.

    Fast genauso gut (und deutlich günstiger) lässt sich Glyceringelatine verwenden. Die Gelatine wird allerdings nicht ganz fest. Insofern ist es sinnvoll, solche Präparate mit einem Deckglasring zu versehen.

    Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, es kommt immer darauf an, was man an den Präparaten später noch sehen will.


    Es gibt nicht viele Pilzler, die Dauerpräparate herstellen. Als Beispiel ein Mikrotom-Schnitt einer Genea-Art gefärbt mit Baumwollblau, eingedeckt mit Hydromatrix und mit Deckglasrand versehen.


    Das Präparat ist heute noch so schön, wie vor 8 Jahren.



    Bei schönen Schnitten lohnt sich das Eindecken. Mir macht es Freude.


    Gruß

    Peter


    PS: Die Färbung mit Melzers Reagenz bleibt im Dauerpräparat leider nicht erhalten.

    Hallo,


    freut mich, dass ich es geschafft habe, das Video online zu stellen und natürlich besonders, dass euch das Video gefällt.

    Die Einzelbilder sind am OLYMPUS BH2 Mikroskop entstanden und wurden bei 400 ASA 1/40 und 1/160 Sekunde gemacht. Dazu suche ich dann natürlich Stellen, bei denen die Kugeln möglichst still halten. Das ist wie bei Pilzsporen - man sucht die besten Stellen für die Fotos aus. Die Sporen haben erfreulicherweise einen geringeren Bewegungsdrang. ;)

    Für den Video habe ich nichts verändert, außer die Kamera auf "Video" verstellt. Den Rest macht das Ding von alleine. Das Video ist sogar gänzlich unbearbeitet.

    Die Kamera ist eine einfache CANON EOS M 50 - aber ich bin sicher, das klappt mit anderen Kameras auch.


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Man sieht am Ende des Videos sogar eine Geburt. Rechts oben die "Mutterkugel" öffnet sich und lässt "Tochterzellen" frei.

    Hallo,


    mein erster Versuch ein Video sichtbar zu machen:

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    Vielleicht klappt es ja. (danke Tuppie!)


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    nachdem es draußen saukalt ist und sich kaum "gescheite" Pilze finden lassen, suche ich mir eben andere Motive zum Mikroskopieren. Von einem Mitglied des Mikroskopie-Forums habe ich kugelige Algen aus seiner Kultur erhalten. Ich freue mich jedesmal, wenn ich die sich drehend fortbewegenden "Bälle" durchs Bildfeld "fliegen" sehe.




    Es handelt sich um Volvox aureus, eine meiner Lieblingsalgen. Die Algen finden sich immer wieder mal in Teichen. Die Aufnahmen entstanden im Dunkelfeld. Bin mal gespannt, ob es mir gelingt, die Wesen selbst weiter in Kultur zu halten.


    Gruß

    Peter


    PS: Leider ist es mir nicht möglich, einen kleinen Video einzustellen (meine digitalen Kenntnisse sind beschränkt).

    Hallo "mushroomfairy",


    eine in meinen Augen vergleichbare Version haben die Stuttgarter (Pilzfreunde Stuttgart e. V.) auf ihrer Homepage im Downloadbereich. http://www.pilzverein.de

    Das Programm läuft unter Excel, sieht vielleicht zuerst etwas kompliziert aus, ist aber leicht bedienbar.

    Man muss nur die Längen/Breiten-Maße von mindestens 5 (besser 10 oder 20) gemessenen Sporen eintragen. Der Rest wird vom Programm ausgeworfen.

    Statistik-Liebhaber finden auch aussagekräftige Diagramme im Programm.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    so unterschiedlich kann die Vorgehensweise sein. Ich nutze fast nie eine Pinzette. Ein winziges Pilzstückchen lege ich auf den Objektträger, halte es mit der Präpariernadel fest und schneide mit dem Skalpell kleine Fragmente ab. Das kleinste verbleibt und wird mikroskopiert.

    Bei den Gallertpilzen kann es auch hilfreich sein, sie antrocknen zu lassen und dünnste Scheibchen mit der Rasierklinge abzuschaben.

    Wie oben schon gesagt, hilft KOH ungemein, damit die Zellen "auseinander driften".


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo,


    das Meixner'sche Buch stellte eine Kompilation aller dem Autor bekannt gewordenen Farbreaktionen dar.

    Selbstverständlich bezog er sein Wissen vor allem aus der vorhandenen Literatur. Und da wurde auch schon sehr häufig abgeschrieben.... ^^


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    eine meiner mikroskopischen Sternstunden erlebte ich vor über 14 Jahren. Damals hatte ich das Programm picolay heruntergeladen und war begeistert, dass damit mikroskopische Stereofotos möglich sind.



    Das obere Bildpaar ist für Kreuzblick, das untere für Parallelblick. Auch heute noch gefällt mir der Stereoeindruck.


    Es zeigt die stacheligen Sporen der Périgordtrüffel Tuber melanosporum.


    Freundliche Grüße

    Peter

    Hallo Sabine,


    da gibt es nichts zum Kapieren. Jeder Mensch darf heutzutage seinen "Auswurf" (geistigen Dünnschiss) öffentlich im Netz präsentieren.

    Dabei ist es egal ob jemand von Intelligenz gesegnet wurde oder sein IQ unterhalb dem von Knäckbrot angesiedelt ist.


    "Fame" - nur das ist, was zählt. :gkopfwand:


    Gruß

    Peter

    Hallo FloFri,


    die weite Variationsbreite der Austernseitlinge in Aussehen und Erscheinung kennen langjährige Züchter am besten. Da erlebt man dann direkt, wie unterschiedlich die Dinger aussehen können und trotzdem alle zu derselben Art gehören.


    Nicht umsonst gab es den Ausspruch: "Wer neue Pilz-Arten beschreiben will, den sollte man vorher ein paar Wochen in einer Pilzzuchtanlage einsperren." ;)


    Gruß

    Peter

    Hallo,


    ich könnte dir noch eine ganze Menge anderer Pilzarten anbieten, mehr oder weniger essbar, die in Frage kommen. :)

    Was soll das bringen?

    Eine eindeutige Aussage wird niemand bei den suboptimalem Bildern und der dürftigen Beschreibung machen können.

    Insofern braucht man nicht über die Essbarkeit nachdenken.


    Gruß

    Peter

    Hallo Corne,


    dickes Kompliment für deine Arbeiten!

    Da kommen sehr viele Stunden Arbeit zustande. Am fertigen Objekt wird das kaum jemand mehr sehen.

    Mache bitte weiter so und lasse uns teilhaben.

    Und ganz wichtig - bleibe dabei - Qualität geht vor Masse!


    Danke für's Zeigen.


    Gruß

    Peter

    Hallo Michael,


    die weiße Schicht ist die gelifizierte Huthautschicht, die sich mit Kongorot nicht anfärbt.

    Mit Toluidinblau sollte sich diese violett anfärben lassen.

    (siehe z. B. www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39482.0)


    Zu den kristallähnlichne Teilen kann ich nur vermuten. Die Hüte sind klebrig. Da setzt sich alles mögliche ab, was herumfliegt. Vielleicht war da was in der Nähe ....


    Freundliche Grüße

    Peter


    PS: Es ist zum ......, der Link funktioniert nur durch kopieren und einfügen in die Adresszeile.

    Hallo,


    ich finde circellatus gar nicht so abwegig.

    Für flexuosus gefallen mir die langen Stiele gar nicht. Ich kenne den nur kurzstielig und mit richtig scharfer Milch.

    Eventuell könnte die Mikroskopie weiter helfen.

    L. circellatus hat zebrierte Sporen, flexuosus nicht, sondern eher netzmaschig verbundene.


    Man muss auch zugeben, dass die irgendwie braunen Lactarien schwer bestimmbar sein können und immer wieder Fragen aufwerfen.


    Gruß

    Peter