Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Jan,

    inwiefern man solch ein Substrat, wie einen einzelnen Stamm oder Stumpf unter Schutz stellen lassen kann, weiß ich nicht. Richtig offiziell von behördlicher Seite, wie der unteren Naturschutzbehörde, dem Landratsamt, stell ich mir kompliziert vor.

    Wenn dann über Kontakt zum örtlichen Förster bzw privaten Waldbesitzer. Am besten dann natürlich indem man dem Verantwortlichen diesen wunderschönen Pilz zeigt und er dafür sensibilisiert wird.

    Ich denke aber, dass diese Stachelbärte im geeigneten Habitat mit entsprechendem dicken Totholz nicht wirklich selten sind und ihr Vorkommen schon darauf hinweist, dass da eh relativ nachhaltig gewirtschaftet wird bzw darauf geachtet wird, dass Totholz im Wald verbleibt.

    Der Tannenstachelbart kann z.B. in den tannenreichen Wäldern im Voralpenland südwestlich von München regelmäßig gefunden werden.

    Ich denke auch, dass man einen Stumpf nicht schützen muss, dem will doch eh keiner was. Genauso verhält es sich bei einem schon angefaulten Stamm, der eh nicht mehr entnommen wird.

    Wichtiger wär es darauf hinwirken zu können, dass in den Wäldern mehr dickes Totholz liegen bleibt bzw alte Bäume zumindest zu einem gewissen Grad einfach sterben dürfen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Ingo,

    das ist Therrya fuckelii.

    Die Art zeigte mir mal Peter Püwert bei einer Kartierungsexkursion der PKA Coburg. Seitdem finde ich sie praktisch in jedem Kiefernwald.

    Mit Therrya pini gibt's noch eine zweite makroskopisch nicht unterscheidbare Art, die etwas andere Sporen hat. Die Sporenanhängsel sind z.B deutlich kürzer.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Wastl,

    naja...zwischen samtig und striegelig gibt's natürlich Übergänge. "Ist das jetzt noch samtig oder schon striegelig?" könnte man manchmal fragen.

    Für die Unterscheidung zwischen S. hirsutum und S. subtomentosum sind aber andere Kriterien wichtiger.

    S. hirsutum hat im Gegensatz zu S. subtomentosum relativ dickfleischige Fk und wächst resupinat mit Hutbildung, also effusreflex. S. subtomentosum wächst in der Regel pileat, bildet größere Hüte und ist dünnfleischiger. Das frische Hymenium gilbt noch dazu beim Bereiben. S. subtomentosum finde ich hpts an Erle, Weide, Birke, S. hirsutum an Eiche, Birke, Buche. Trotzdem können beide wohl ziemlich alle Laubhölzer besiedeln. Und S. hirsutum ist, wie der Name schon sagt, typischerweise stärker behaart (striegelig) als die samtig behaarte S. subtomentosum.

    Zudem ist S. subtomentosum deutlicher zoniert.

    Trotzdem wird man immer mal wieder Aufsammlungen haben, wo die Zuordnung nicht ganz einfach ist, gerade wenn die Fk schon älter sind, oder S. hirsutum besonders große Hüte gebildet hat.

    Wenn Du beide Arten öfter in typischer Ausprägung gefunden hast, geht das aber schon.

    Aber dann gibt's da ja auch noch die wärmeliebende dunklere S. insignitum hpts an Buche und die oft gar ned so leicht zum röten bringende S. gausapatum an Eiche, die aber eigentlich keine echten Gelbtöne hat.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi,

    der hat doch Lamellen!

    Das ist Panellus stipticus, der Herbe Zwergknäueling. Häufig an Eiche, aber auch anderen Laubhölzern.

    Der Schichtpilz im oberen Post könnte auch Stereum hirsutum sein. Das ist nur anhand des Fotos schwer zu sagen.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Dieter,

    an der groben wolligen Hutschuppung und dem zweiteiligen Ring.

    Eigentlich hat Schupfi alles schon gesagt.

    Hast Du Dir die tolle von ihm verlinkte Arbeit von Gernot Friebes überhaupt angeschaut?

    Dann müsste Dir doch klar sein, dass der nicht in die Mastoideaecke gehört.

    Ich glaub ja auch, dass das nicht M. procera s.str. ist. Ich könnt mir hier M. (procera var) fuliginosa vorstellen, auch wenn relativ hell ist. Für den wär aber die schlecht ausgeprägte Stielnatterung typisch.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Dieter,

    Du kannst Deinen Schirmling natürlich ablegen als was Du willst, auch als M. mastoidea.

    Wie Dir Schupfi schon ausführlichst schrieb, (ich mag mir gar nicht ausdenken wie lange er für die ausführliche Antwort samt Links drangesessen ist) ist Dein Schirmling aber eine Art aus dem M. procera Aggregat und bestimmt keiner aus der Artengruppe um M. mastoidea.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Servus beinand',

    mMn kommt bei der Cystoderma mit dem ausgeprägten Stielstrumpf und derart typisch ausgeprägten aufsteigenden Ring nichts anderes als C. carcharias infrage, Geruch hin oder her. C. (granulosum var) ambrosii soll doch makroskopisch wie ein weißlicher C. granulosum aussehen, also ohne dem deutlichen Strumpf und Ring.

    Gerüche sollte man zu der Jahreszeit ned überbewerten.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Jezicek,

    das ist, wie Beli schon geschrieben hat, Postia ptychogaster. Und zwar die porenlose Nebenfruchtform, die Weißer Polsterpilz genannt wird. Die Polster zerfallen später zu Sporenpulver. Mit diesen ungeschlechtlichen Sporen klont sich der Pilz, d.h. dass die neu gebildeten Mycelien identisch sind. Die poroide Hauptfrucht ist viel seltener.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    GriasDi Schupfi,

    beim ersten wär die Tramafarbe und das Substrat interessant.

    Ich schätz mal die Tramafarbe ist braun und gewachsen ist das Ding auf Esche.

    Da wüed ich dann mit den weiten Poren erstmal an alte Fk von Funalia gallica denken.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Danke Werner,


    dachte jetzt nicht dass das nun auch Weichritterlinge sind..ich hab welche in der Nähe, aber die sehen ganz anders aus von der Hutfarbe.

    Servus,

    Weichritterlinge sind sehr verschieden.

    Die Lamellen hier sind nicht ausgebuchtet und sehr engstehend, der Stiel ist zwar braun aber langsstreifig, der Stiel ist fleischig und nicht "berindet ausgestopft", die Stielbasis nicht aufgeblasen. All das spricht gegen einen Butterrübling. Merkmale gegen den Violetten Rötelritterling mag ich gar nicht aufzählen, ich seh da keinerlei Übereinstimmungen ganz abgesehen von den Farben her.

    Die makroskopische Beurteilung solch eines Fundes hängt immer auch mit dem Ausschluss etwaiger infrage kommender Gattungen /Arten zusammen. Außer Melanoleuca fällt mir nichts ein, das so ausschaun könnte.

    An liabn Gruaß,

    Werner