Beiträge von Azalee

    Verstehe ich es richtig, dass du dir im Nachhinein, also nach dem Essen, Gedanken machst? Kann ich gut verstehen, ich ticke manchmal ähnlich. Mir hilft es, sämtliche Pilze zu fotografieren, die in die Pfanne kommen. Dann kann ich quasi die Endkontrolle zumindest ansatzweise auch im Nachhinein noch einmal bestätigen.


    Manchmal ist das wie mit dem Klassiker Herd ausschalten. Man schaltet ihn aus, geht aus dem Haus und unterwegs setzt die Unsicherheit ein, ob man ihn wirklich ausgeschaltet hat, ob man ihn nicht erst ausgeschaltet, aber aus irgendwelchen Gründen danach noch mal eingeschaltet hat, ob ihn nicht vielleicht ein Kind eingeschaltet hat und so weiter.


    Unser Herd macht mir da zwar keinen Stress, manchmal aber eben Pilze: Hatten die Perlpilze wirklich alle einen Rotstich? Waren bei jedem Stocki Schüppchen zu erkennen?


    In der Regel reicht mir da ein hoch aufgelöstes Übersichtsfoto, bei dem man auf das entscheidende Merkmal bei jedem Pilz einen guten Blick hat. Ist vielleicht ein Tipp fürs nächste Mal 🙂

    Du ruderst immer weiter zurück. Ist ja auch ok. Ich hätte auch nichts geschrieben, wenn du dich von Anfang an gezielt auf einzelne Äußerungen bezogen hättest. Aber es war ein Rundumschlag mit etlichen übertriebenen Pauschalisierungen.


    Gut wenn du es mittlerweile differenzierter siehst.

    "Völlig haltlos" bezog sich auf deine Behauptung, man dürfe hier nicht darüber sprechen, wenn man seine Funde gegessen habe


    Ums Essen ging es von Beginn an. "Voller Korb", "1,2kg Pilzpfanne"... So sammelt man ja nun nicht ohne Verzehrabsichten.

    Ich habe mich bewusst nur zu der Vermutung "Austernseitling" geäußert, um welchen Pilz es sich hier handelt, kann ich anhand der Fotos nicht beurteilen.


    Auch die bisher genannten Vermutungen sind nur das und keine Essensfreigaben... Hast du keinen PSV in der Nähe?

    Doch, ich sehe die Assoziation ebenfalls. In dem Gemälde geht es auch nicht um den Schrei eines Menschen, sondern einen Schrei, der durch die Natur geht. Es scheint eher die Natur selbst zu schreien. Gerade deshalb passt das Foto oben ziemlich gut.


    Hallo Thomas,

    bei Perlpilzen verhalte ich mich tatsächlich irrational. Wenn ich sie ins Körbchen lege, bin ich mir meiner immer absolut sicher. Ich putze sie vorher richtig sauber, weil ich zu Hause keine Lust dazu habe. Und jetzt kommt: Zu Hause sind dann aber die zentralen Merkmale nicht mehr vorhanden und so hab auch schon einige besonders schöne makelfreie Exemplare entsorgt, weil nicht mehr sicher war.

    Jaaaa! So geht es mir auch, teils noch krasser. Wie oft habe ich mich schon nach absolut sicher bestimmten und sogar bereits verzehrten Pilzen gefragt, ob da jetzt nicht doch etwas Böses drunter war. Pure Paranoia. Das mindeste ist seither, dass ich die Pilze, die in der Pfanne landen, fast immer komplett fotografiere. Das hilft meistens.


    Stockschwämmchen (die Bilderbuchexemplare) kann ich auch sicher, aber ich esse sie nicht. Mir ist es wie auch bei einigen anderen Pilzen einfach den Stress nicht wert. Ich google sonst die enthaltenen Gifte möglicher Verwechsler, um zu wissen, nach wie vielen Stunden ohne Symptome ich wieder aufatmen darf. Manchmal denke ich, dass Pilzesammeln - und essen! - ein bisschen Therapie für mich sind 😅

    Ich habe zu diesem Thema auch schon recherchiert. Ich habe als konkrete Angabe nur gefunden, das Pilze auf mindestens 70 Grad erhitzt werden müssen. Das betrifft natürlich auch das Innere von den Pilzstücken bzw. Pilzscheiben. Hier kommt es also auch darauf an, wie dick die Pilzstücke in der Pfanne sind und wie sorgfältig man sie wendet. Ich vermute, dass die typischerweise empfohlenen 15 Minuten eine Zeitangabe sind, in der Pilzstücke in üblicher Größe und mit regelmäßigem Wenden komplett durchgegart sein sollten.


    Sehr hohe Hitze, dafür aber nur für eine sehr kurze Zeit, könnten also unter Umständen nicht ausreichen. Siehe z.b scharf angebratenes Rindfleisch, dass innen beabsichtigt nicht durch ist.


    Mich würde allerdings interessieren, ob es auch Inhaltsstoffe in Pilzen gibt, die tatsächlich eine bestimmte Dauer über 70 Grad an Erhitzung benötigen, um unschädlich gemacht zu werden. Also falls das jemand weiß...?

    Standen bei den hellen Röhrlingen Lärchen?


    Genau, flockenstielig meint, dass rote kleine Flocken den Stiel mehr oder weniger übersäen. Im Gegensatz zu einer netzartigen Maserung beim Netzstieligen Hexenröhrling. Der flockenstielige sollte kein Netz haben.

    Mein PSV hat mir mal erklärt, dass das Gift bei Pilzen schon in den Babies komplett enthalten ist, der Rest sei nur Streckung. Deshalb sei die Giftdosis dann auch höher, wenn man eher kleine junge Pilze gesammelt hat (bei gleicher Menge).


    Ich habe die Aussage nie nachgelesen oder so, sie fiel mir nur eben ein. Vielleicht weiß hier jemand etwas dazu?

    Mit solchen Daumenregeln ist es allgemein so eine Sache: Sie taugen nicht wirklich und man sollte sich als (Halb-)Laie niemals auf solche Aussagen verlassen, wenn es um die Essbarkeit eines Pilzes geht. Im Zweifel sollte man immer einen PSV vor Ort aufsuchen und dies von ihm abklären lassen!

    Darum geht's mir ja. Ich habe bewusst "Regeln" geschrieben, also in Anführungszeichen, und wollte genau diese Problematik ansprechen.


    Warum hingegen zum Beispiel der C.olivieri kein Widerspruch ist, wurde ja schon erklärt.

    Natürlich gibt es auch andere (bessere) Regeln oder Formulierungen, insbesondere wenn man Richtung Parasole abzielt. Aber die von mir genannte gibt es eben auch, und die ist zumindest an dieser Stelle problematisch. Sie steht z.B. bei 123-Pilze, wo häufig nachgelesen wird. Es weiß ja nicht jeder, dass man manche der dortigen Infos besser noch mal absichern sollte.

    Die immer gerne genannte "Regel" "Riesenschirmlinge mit verschiebbarem Ring, die nicht röten, sind essbar", findet in diesem Pilz einen klaren Widerspruch. Ich weiß, er zählt mittlerweile zu den Egerlingsschirmlingen, aber der deutsche Name und die lateinischen Synonyme nennen ihn ja durchaus Riesenschirmling.


    Ein gutes Beispiel, dass man diese allgemeinen Aussagen buchstäblich mit Vorsicht genießen sollte.

    Nun habe ich mich gefragt, welche Pilze bei anderen Sammlern so beliebt sind!?


    Liebe Grüße,

    Nele

    ==10

    Hi!


    Ich kann längst nicht so viele Pilze beurteilen wie andere hier, zumal ich mich meist an die einfacheren Sorten halte (ich bin doch so ein Schisser 🙈). Aber ich probiere es mal.


    Zunächst mal finde ich die Frage gar nicht einfach zu beantworten. Manche Pilze schmecken mir z.b total gut, aber wenn ich sie einmal gegessen habe, dann reicht es mir wieder für eine Weile. Die Krause Glucke ist so eine.


    Ansonsten weit vorne:

    Parasole

    Edelreizker

    Austernseitlinge

    Nelkenschwindlinge

    Morcheln

    Krause Glucke

    Hallo,


    einen Lieblingsspeisepilz habe ich nicht aber eins kann ich schreiben. Steinpilz, Pfifferling, Reizker, Parasol oder Morcheln gehören nicht zu den Top 10.


    VG Jörg

    Nicht zu den Top Ten? Also 10 bessere als Reizker, Morcheln und Parasole? 😱


    Jetzt bin ich aber neugierig, schreib doch mal ein paar, musst sie ja nicht in Reihenfolge bringen ☺️


    Edit: Hab dich gerade in der Tabelle gesucht. Okay, jetzt habe ich einen Eindruck 😋👍

    Hallo zusammen,


    gestern waren wir wieder auf Reizkerjagd :S Dabei haben wir definitiv unterschiedliche gefunden und ich wüsste gern, ob ihr meinen Bestimmungsversuchen zustimmt.


    Reizker 1: Edelreizker

    Hier bin ich ziemlich sicher. Die Stelle kennen wir mittlerweile gut, die Pilze milchen orange und die Farbe verändert sich auch nach längerer Zeit fast nicht. Deutliche Grübchen und der Fundort immer direkt bei Kiefern passen ebenfalls.

    Reizker 2: Fichtenreizker?

    Fundort im Nadelmischwald (Kiefern und Fichten sowie ein paar Laubbäume). Grünanteile im Hut, keine Grübchen am Stiel, Milch verfärbt sich nach einigen Minuten von orange zu dunkelrot.


    Reizker 3: Spangrüner Kiefernreizker...

    ... oder doch ein Fichtenreizker? Auf den Spangrünen komme ich, weil ich in der Nähe nur Kiefern gesehen habe. Der Fundort ist auch ein anderer als bei Reizker 2. Außerdem ist der Hut trotz des jungen Alters extrem grün. Die Milch verfärbt sich ebenfalls innerhalb von Minuten von orange zu dunkelrot/weinrot. Was nicht passt, ist der Stiel, richtig? Der hat keine Grübchen und ist genauso orange wie beim Fichtenreizker. Also war die Fichte vielleicht etwas weiter weg oder hat sich zwischen Laubbäumen versteckt...?


    Reizker 4: Auf derselben Wiese bei Kiefern wie Reizker 3. Ich dachte zunächst an ältere Fruchtkörper, aber diese hier haben einen sehr hellen Hut mit weinroten Flecken, hellere Lamellen und vor allem ist die Milch sofort weinrot und nie orange. Meine Vermutung ist daher ein Weinroter Kiefernreizker?


    Herzlichen Dank :)