Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Michl,


    ein Parasol im weiteren Sinn ist es eindeutig - wurde ja bereits festgestellt. Merkmale: Macrolepiota mit dickem, komplexen Ring und genattertem Stiel (wenn ausgewachsen, man sieht das erste Aufreißen der Stielhaut) und Fleisch nicht safranfarben anlaufend.


    Wenn es aber um die Artbestimmung geht, müssetst du einen Sporenabwurf machen. Ohne Sporenpulverfarbe geht bei Parasolen wenig bis nichts, will man bis auf die Art kommen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Klaus,


    gut, dass du nachhakst - ich beziehe mich darauf, was ich als Galerina clavus bishger bestimmt und gefunden habe - was impliziert, dass ich hier einfach daneben lag. Das, was ich als Galerina clavus bisher interpretiert hatte, sieht so aus: Galerina clavus


    Die Huttextur hat mir nicht gepasst - das, was jetzt aber Moreau et al. (2014) abbilden, entspricht wirklich dem, was hier gezeigt wird. Finde ich sehr spannend. So lernt man dazu... Wobei der Typusbeleg ja fehlt - jetzt ist aber klar, was "Galerina" clavus ss. Moreau et al. (2014) ist, und das entspricht wirklich mehr dem hier gezeigten. Wie gesagt: sehr spannend!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    natürlich kann ich Leratiomyces squamosus nicht komplett ausschließen. Er sieht aber jung und frisch aus und recht unverletzt - da ist so ein dezentes Velum universale untypisch. Protostropharia semiglobata hat auch ein Velum universale, das aber eben unauffälliger ist - der Stiel variiert von fast glatt bis von Velumfasern genattert - zumal es in der Gattung Protostropharia mehrere Arten gibt.


    Wäre die Ökologie beschrieben, wäre es klar - Protostropharia an Dung, Leratiomyces am Boden, in der Streu. Nur Protostropharia luteonitens kann auch ohne Dung, denn der bildet Sklerotien, das heißt, der Dung kann schon weg sein, wenn er fruktifiziert. Ganz ohne Dung wächst Protostropharia sonst nur auf sehr stark gedüngten Böden (habe ich aber auch einmal zugeschickt bekommen).


    Das Velum universale auf dem Hut ist wirklich sehr deutlich - darauf hatte ich beim Foto nicht geachtet - ich habe nur auf den Stiel geschaut und der Ring saß recht weit oben... wie gesagt, ausschließen kann ich so L. squamosus nicht. Es wäre aber eine untypische Kollektion.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    ein wirklich toller Wald. Lyophyllum favrei - das ist der zweite Fundpunkt in Deutschland. Der andere ist in Tutzing, Starnberger See, Waldschnidtschlucht (ist publiziert). Ich hoffe, dass das in die Funga der AMIS reinkommt, die geplant ist.


    Dass in so einem Wald Pholiota squarrosoides wächst, ist keine Überraschung.


    Zum Tiger - rein optisch sieht mir die Hutoberfläche mehr nach Tricholoma filamentosum aus. Das ist "der Tiger" aus dem Voralpenraum. Die Art ist ja erst seit kurzem endgültig anerkannt worden (seit sie auch genetisch definierbar ist). Bon hatte die Geruchskomponente beschrieben, die im Mehl mit drin ist - und mir ist sie auch erst aufgefallen, als ich bewusst versucht hatte, beide zu unterscheiden. Sobald man den Pilz verletzt, kommt das Mehl so stark, dass es alles übertönt. Der unverletzte Fruchtkörper riecht aber für meine Nase charakteristisch.

    Und seit ich auf die Trennung achte, finde ich praktisch nur noch Tr. filamentosum bei uns.


    Nur am Bild ist es halt schwer ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    es gibt gültige Namen für die Graublättrigen - schau z.B. hier: Hygrocybe pseudoconica var. tristis?


    Wenn man das, was hier gezeigt wird, z.B. als Hygrocybe conica var. cinereifolia bezeichnen würde, würden die Dinge nicht untergehen. Dass eine spätere Revision ergeben könnte, dass auch das nicht eindeutig ist oder dass es mehrere Taxa mit grauen Lamellen gibt, dann muss man zwar auch nochmal von vorne anfangen, aber sollte es nur ein graublättriges Taxon geben, so kann man die Daten später verwenden.

    Als Hygrocybe conica agg. geht halt alles unter.


    Hygrocybe olivaceonigra ist auch gut bestimmbar (Sporenquotient über 2, Farben sehr düster-trüb). Bpertmann diskutiert das alles eben nicht einmal - das meinte ich mit, er habe da aufgegegen und dröselt bewusst nichts auf. Man kann seine Monographie halt nicht auf die Schwärzenden anwenden, da er die nicht bearbeitet hat - so meinte ich das letzten Endes.


    Hygricybe riparia ist das, was klein, rot, spitzhütig, nur an der Stielbasis rötend und an Gewässerrändern wächst. Findet man das im Sphagnum, wird es meist Hygrocybe conicopalustris genannt - nur ist H. riparia als Name älter. Ich vermute schon, dass du das kennst - ist nicht sooo selten. Nur der richtige Name...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Gerne :)


    Tulloss schreibt nichts über die Erscheinungszeit, nennt ihn aber auch "European Springtime Destroying Angel". Und schau mal unter "technical" die Kollektionen von Massard an: 1. Mai 2000, 11. März 1995 - sehr frühjährlich (nur als Beispiele - man kann auch in mediterranen Foren schauen oder in alte Literatur, Romagnesi usw. oder in die Monographie der Reihe Fungi Europaei).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Lars,


    ah, so im Detail - ja, das ist einer der Erlenkremplinge. Der sieht von unten auch ganz anders aus, finde ich (und von oben so betrachtet auch). Ich gehe mal davon aus, dass die Stielbasis etwas ausspitzt.

    Das Problem ist, dass ich mich in die Erlenkremplinge neu einarbeiten muss. Ich hatte bei meinen Kremplingsstudien makroskopisch zwei Sippen trennen können und das korreliert gut mit den Beschreibungen von Paxillus olivellus und Paxillus adelphus. Das Problem ist aber u.a., dass es ja drei Arten gibt. Und jetzt muss ich nochmal erarbeiten, was Orton mit Paxillus rubicundulus s.str. gemeint hat. Witzigerweise gibt es davon wohl nur extrem wenige Aufsammlungen (ich glaube drei), während die beiden "neuen" häufig sind.

    Jedenfalls sieht deiner hier sehr nach einem alten Paxillus olivellus aus.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Peter,


    das Velum ist schon sehr jung sehr strubbelig, flockig und wird dann durch die Stielstreckung auseinandergezupft. Man sieht, dass der Stiel oberhalb des Rings völlig glatt ist.


    Nebenbei angemerkt:

    Falls das Velum abgewischt ist, ist natürlich die Unterscheidung zu Protostropharia schwierig. Letztere wachsen an / auf Dung, erstere auf dem Boden. Daher ist Fotobestimmung immer schwierig. Man kann es mit Mühe auch mikroskopisch versuchen - Protostropharia hat im Myzel Acanthozystiden, die Leratiomyces meines Wissens fehlen. Stropharia hingegen hat isloierte Neatodenfangzellen, Acanthocysten.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus :)


    das Problem: ich hatte die echte Amanita verna noch nie in der Hand, kann daher nichts über ihren Geruch sagen. Tulloss beschreibt sie als zunächst ohne Geruch, später unangenehm riechend, was immer das heißen mag.

    Der Ring soll nur sehr schwach / undeutlich gerieft sein, was auch eine Unterscheidungsmöglichkeit wäre. Dann der glatte Stiel, der nicht genattert ist (dafür kann er aber feine Flocken haben). Die Knolle ist größer und richtig rund. Aber am einfachsten ist eben die Chemie.

    Ich beziehe mich bei der Beschreibung von Amanita verna auf Tulloss, der weltweit den besten Gattungsüberblick hat.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Matsutake,


    deine Kremplingsgruppe sieht sehr nach Paxillus involutus aus. Ich sehe auch Birkenblätter auf dem Boden, insofern müssen sie nicht an der Erle hängen. Auch der große von oben könnte aus dem Paxillus-involutus-Aggregat sein. Die Gruppe sieht hingegen wirklich sehr nach Paxillus involutus im engen Sinn aus.

    Erlenkremplinge gibt es mittlerweile drei - Paxillus rubicundulus (scheint sehr selten zu sein), Paxillus adelphus und Paxillus olivellus.


    Es wird immer komplizierter ==Gnolm9


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    trotz allem glaube ich der Bestimmung als Amanita verna erst, wenn du Kalilauge auf die Huthaut geträufelt hast. Alternativ geht es auch über die Sporenmaße, aber Lauge wäre der ultimative Schnelltest. Ist es ein rein weißer Grüner, wäre die Reaktion negativ, wäre es Amanita verna, was eine Sensation in Bayern wäre, würde die Huthaut intensiv orangegelb werden.


    Die Bestimmung wäre insofern wichtig.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: der Sparrige Schüppling ist mir deutlich zu blass - das sieht mehr nach Pholiota squarrosoides aus, was eine um einiges seltenere Art wäre.

    Servus Lars,


    die Schleimigkeit ist bei trockenem Wetter oft schlecht wahrnehmbar. Bei deinen Pilzen fällt aber auf, dass Blätter fest an der Huthaut kleben. Das passiert, wenn der Hut schleimig war und abgetrocknet ist.


    Velum universale haben prinzipiell alle Schleierlinge, aber ein so richtig stark ausgeprägtes, häutiges Velum findet man bei Schleimköpfen i.w.S. Es gibt auch welche mit richtiger Scheide an der Stielbasis.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Peter,


    da habe ich vielleicht eine Wortneuschöpfung gemacht - ich meine das schuppig und üppig ausgeprägte Velum universale - es zieht sich den Stiel hinauf und mündet in dem Ring, der die Abrisszone des Gesamtvelums ist - der Pilz ist sozusagen vom Velum universale am Stiel eng umhüllt, wie ein Stiefel am Bein / Fuß. Und oben öffnet sich das zum Ring. Gestiefelt kenne ich als Begriff von Schleierlingen. Und hier ist es aber keine glatte Haut, sondern es sind Schuppen.


    Schau dieses Bild an: Stropharia squamosa Límcovka šupinatá Schuppige Träuschling


    Dann verstehst du vermutlich, was ich meine. Leratiomyces squamosus ist auch kräftiger als Protostropharia.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    solange du nicht KOH auf den Hut gibst und eine gelbe Reaktion zeigst, glaube ich dir die Amanita verna nicht. Der glatte Stiel wäre ein gutes Merkmal, wenn der Pilz ausgewachsen wäre. Hier ist der Stiel noch nicht gestreckt genug. Ich meine zu erahnen, dass er gerade beginnt, aufzuschürfeln.


    Amanita verna ist meines Wissens noch nicht in Bayern nachgewiesen worden. In vielen Büchern steht aber (leider) immer fälschlicherweise dieser Name für die weiße Form des Grünen Knollis. Amanita verna s.str. ist zudem gerne cremefarben, nicht so rein weiß.


    Du kannst auch gerne hier vergleichen:

    Schlüssel der europäischen Arten von Amanita sect. Phalloideae


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Es geht um die gemeinsame Sache
    (mein Statement (weil es mich ärgert) zum Thread, die letzten Beiträge hier habe ich gar nicht mehr gelesen..)

    Servus Andreas,


    schade, dass du die Beiträge nicht liest, aber trotzdem die Keule schwingst. Gemeinsam wäre schön...


    Unter einem Dachverband, dem sich andere Gruppierungen in verschiedenen Punkten unterordnen müssen.

    Nein! Niemand muss sich der DGfM unterordnen.


    Genau das ist der springende Punkt! Gemeinsam? Gerne. Dann aber wirklich gemeinsam! Der Zwang, sich unterordnen zu müssen, dieses Herabsehen auf Andere ist genau das, was mich so endlos nervt.


    All deine Wünsche kann ich nachvollziehen und ich denke da sehr ähnlich. Aber ich bin ein Gegner des Zwangs für alle. Und genau gegen diese Geisteshaltung wehre ich mich - genau hier denke ich völlig anders.


    Dieser Zwangsdachverband mag in einer Diktatur durchsetzbar sein. Zum Glück lebe ich aber in einer Demokratie.


    Zudem bin ich ein Fan von Argumenten. Zwang lehne ich entschieden ab. Meist kommt der Zwang, die Gewalt ja erst dann, wenn die Argumente ausgehen. Das wäre dann sehr schlecht für die Wissenschaft. Freies Denken und Offenheit für Kritik - die Möglichkeit zuzugestehen, Fehler zu machen gehört auch dazu - das sind die Werte, die ich wichtig finde. Du kannst das anders sehen. Solange du mich nicht zwingen willst, ist das kein Problem. Ich finde deine Vorstellung aber sehr abschreckend.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    das ist eine Protostropharia, möglicherweise Protostropharia semiglobata (was ja schon vermutet wurde). Leratiomyces squamosus (ehemals Stropharia squamosa) kann man ausschließen - der Stiel ist viel zu glatt, nicht schuppig gestiefelt. Das Gesamtvelum ist dafür viel zu schwach ausgeprägt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Lars,


    da bist du weit daneben. Das hier ist ein Schleimkopf i.w.S., Cortinarius anomalos war früher eine Sericeocybe (Seidenkopf), heute gehört das zu den Telamonien.

    Man sieht übrighens wunderschön das Velum universale auf dem ut (die Hüllreste). Zusammen mit den blauen Lamellen und den Hutfarben kann ein Spezialist sicher was dazu sagen - ich halte mich da zurück, weil ich bei den Phlegmacien i.w.S. den Anschluss verloren habe. Wenn, dann würde mir Cortinarius glaucopus i.w.S. einfallen.

    Cortinarius anomalus hat dezente Himmelblautöne, keinen feucht schleimigen Hut, keine üppigen Velumreste am Hut (eigentlich gar keine) usw.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    das war ja auch keine Kritik an Boertmann - und deshalb gibt es eben im Moment keinen Namen für den Graulamelligen, der hier gezeigt wird. Man kann aber dennoch versuchen, Trennmerkmale herauszuarbeiten. Ich sage ja nicht, dass man das Ding jetzt neu beschreiben soll ;)


    Was ich aber schade finde (am Boertmann-Buch):

    Hygrocybe conicoides und Hygrocybe riparia (inkl. H. riparia var. conicopalustris) sind schon gut abgrenzbar. Ersterer wird noch als Varietät anerkannt, letzterer einfach komplett weggeworfen, was schade ist. Hier ist es durchaus naturschutzfachlich relevant, aufzudröseln. Und man kann da auch in dubio pro reo sagen - finde ich jedenfalls.


    Ich hatte übrigens mal einen Schwärzenden Saftling mit subglobosen Sporen - der sah von außen ganz normal aus (gelbroange), aber die Sporen... Irgendwann wird sich jemand der Gruppe annehmen - und dann wird's spannend. ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    tolle Fotos! Gratuliere zu den reichen Funden.


    Die Amanita verna dürfte allerdings eine Amanita phalloides var. alba - du kannst mal KOH auf die Huthaut geben. Amanita phalloides reagiert nicht, Amanita verna reagiert gelborange. Sie wächst zudem im Frühjahr und ist mediterran verbreitet. Zudem zeigt einer ja auch schon die gelbgrünen Farben...


    Deine Tigerritterlinge sind (zumindest großteils) Tricholoma filamentosum. Riech mal dran - du wirst eine seltsame, aromatische Komponente wahrnehmen, süßlich, teils etwas wiederlich, fast an Tricholoma album erinnernd - das aber in Mehlgeruch eingebettet. Schneidest du ihn durch, hast du erst reines Mehl, dann kommt das Aromatische wieder durch. Die Huthaut passt auch besser auf diese Art. Einer der abgebildeten könnte ein echter Tiger sein (der mit den wirklich dunklen Schuppen), aber auch das kann ein alter Tr. filamentosum sein.

    Beide sind gleich giftig - ich hatte heuer einen Vergiftungsfall mit Tricholoma filamentosum.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beli,


    sehe deinen Thread gerade - ich möchte nur bestätigen, was Pablo schrieb. Deine Butyriboleten sind keine Königsröhrlinge, was aber ja mittlerweile klar ist. B. fuscoroseus kann übrigens ziemlich braun ausfallen. Rein makroskopisch gibt es alle Übergänge hin zu B. appendiculatus, nur nicht, wenn man die Poren anfasst oder sie aufschneidet (B. appendiculatus blaut langsamer).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Wastl,


    welches Pilzbuch verwendest du denn? Schirmlinge (i.w.S.) haben freie (!) Lamellen, Hut und Stiel sind leicht zu trennen (Sollbruchstelle), die Huthaut schupt typisch beim Aufschirmen auf, der Stiel zeigt ein Teilvelum und meist auch Reste eines Gesamtvelums.


    Kurz gesagt: es gibt bis auf das Prädikat "Lamellenpilz" praktisch keine Gemeinsamkeiten. ^^


    Leucopaxillus ist eine sehr gute Idee, zumal der Stiel wirklich nackt zu sein scheint ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    Boertmann schreibt aber auch, dass die Gruppe revidiert gehört - was er eben nicht gemacht hat. Kurz gesagt: Boertmann hat da aufgegeben und kennt die Gruppe / die Arten / die Taxa nicht. Morphologisch trennen kann er durchaus, aber die Korrelation mit der Anatomie ist schwierig. Morphologisch deshalb, weil es eben ein klarer Unterschied ist, ob die Lamellen früh richtig grau sind, oder gelb, gelbrot oder rot. Mit grauen Lamellen findet man Schwärzende Saftlinge i.w.S. z.B. in Küstendünen, aber auch im (Hoch-)Gebirge.


    Die graulamelligen von der Küste sehen anders aus (und wurden als eigene Art schon beschrieben) als die aus dem Gebirge. Ich selber habe aber keinen Namen für die gelbgrünlichhütigen mit grauen Lamellen. Mich würde aber sehr wundern, wenn das nicht ein eigene Art wäre. Die Gruppe müsste mal durchsequenziert werden, dann hat man erste Anhaltspunkte.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Doktor...


    die Birkenpilze sollten Leccinum (cyaneobasileucum var.) brunneogriseolum sein - typisch sind die schwach ausgeprägten Schüppchen. "Der" Birkenpilz ist kräftig und hat schwarze Schuppen am Stiel. Das Fleisch sollte eigentlich nach ca. 10 Minuten durchaus in Richtung rosa verfärben, in der Stielbasis kann er blauen. Dass der vom obersten Bild nicht verfärbt, wäre untypisch, daher schreibe ich nur "sollte sein" statt ist. Es sind übrigens keine Unterarten, sondern "echte" Arten. ;)


    Die Schwefelköpfe dürften Grünblättrige sein - die Stielfarbe passt nicht zum Rauchblättrigen.


    Der Krempling sieht sehr nach Paxillus involutus s.str. aus, also dem Kahlen im engen Sinn.


    Liebe Grüße,

    Christoph