Beiträge von Tricholomopsis

    Servus,


    an Hypholoma subviride glaube ich nicht, auch wenn der Farbton der Lamellen sehr gut passen würde - der hätte einen sehr dünnfleischigen, flachen Hut. Ich zweifle auch an Hypholoma insgesamt, da mir der Stiel mir irgendwie schuppig vorkommt. Ich denke irgendwie an Flammula flavida oder irgendwas anderes aus dem Flammula-alnicola-Komplex. Anhand des Fotos allein ist das aber schwer abzuschätzen und ich kann weit daneben liegen. Ein Sporenpulverabwurf würde reichen, um die Bestimmung zu prüfen oder alte Fruchtkörper.


    LG
    Christoph

    Servus Paul,


    es wurde ja mehrfach geschrieben: Stockschwammerl - das stimmt.
    Der "Rübling" ist ein Trichterling, aber ganz sicher nicht Lepista gilva. Man kann bei Trichterlingen am Foto nur raten. Ich würde vermuten, dass er einen starken, auffallenden Geruch hat und denke an Singerocybe phaeophthalma (was für ein Wortungetüm). Ich nenne ihn sonst immer "Nasses Huhn".


    Ich kann da aber auch weit daneben liegen - ich rieche am Foto irgendwie nichts ;)


    LG
    Christoph


    Dieses Fachwissen darf dann doch gerne an Schulen weitergegeben werden.
    Ich könnte als DGfM Sachverständiger auch VHS Kurse anbieten.
    Ich könnte sogar damit Geld verdienen. !
    Dieses, in Anführungszeichen, Gejammer kotzt mich an,


    Servus Armin,


    ich lasse die DGfM mal außen vor - ich bin nicht (mehr) Mitglied in diesem Verein und kann daher auch nicht für diesen sprechen (habe aber früher im Namen der DGfM PSV hoch DGfM ausgebildet - meine also, was das Grundprinzip des PSV der DGfM betrifft, durchaus mitreden zu können). Ich bin aber Ausbilder für die bayerischen Pilzberaster der BMG und der Pilzsachverständigen der BMG (Bayer. Mykol. Gesellschaft).


    Du hast recht damit, dass man den Schein dazu nutzen kann, beispielsweise über die VHS Kurse anzubieten. Reich werden kann man damit nicht. Und ein Hauptberuf ist das auch nicht.


    Aber warum ist die Pilzberatung ehrenamtlich? Natürlich muss das auch nicht sein. Ein Pilzberater könnte auch Geld dafür verlangen. Dann müsste er sich aber über eine Berufshaftpflicht versichern und wäre nicht mehr über den tragenden Verein (DGfM oder BMG oder...) haftpflichtversichert.
    Und warum will die BMG (als Beispiel) gar nicht, dass der zu beratene Geld für die Beratung hinblättert? Einfach: damit möglichst wenige Hemmnisse aufgebaut werden, einen Pilzberater zu besuchen und so die Vergiftungsprävention besser funktioniert.


    Was hat der Pilzberater davon?


    Zunächst: er steht mit einem Bein im Gefängnis (übertrieben ausgedrückt) bzw. er geht eine sehr hohe Verantwortung ein. Und wozu? Nur damit Anfänger mal eine eigene Pilzsuppe probieren können. Und sie bekommen nicht mal Geld dafür - das ist kein Gejammer.


    Warum machen sie das?


    Ich kann da nur von mir sprechen. Einerseits bekomme ich Kontakt zu "Normalsammlern", kann helfen, die Sammeltätigkeiten auch an Arten- und Naturschutz anzupassen, ich helfe durchaus, Vergiftungen zu vermeiden und tue einfach was Gutes dabei. Um Geld geht es mir da nicht. Ich nehme natürlich nichts dafür.
    Zudem bekomme ich auch ab und an Arten zu sehen, die ich allein vielleicht nicht gefunden habe. Und ich habe eben den Vorteil, dass ich, wenn ich mal einen Kurs an einer VHS geben will, ein Dokument habe, das zeigt, dass ich kompetent bin (bräuchte ich jetzt nicht, da ich ja meinen Uniabschluss als Biologe / Mykologe habe, aber allgemein ausgedrückt).


    Manche Pilzberater haben angefangen, ihre Privatadresse anzugeben. Hatte ich auch. Das Resultat: teils solche Schoten wie ein Stoffbeutel mit Pilzen an der Tür und dem Zettel drin ("habe ich schon gegessen, habe jetzt doch Sorge, bitte um Bestimmung". Oder Anrufe Sonntags nach 23 Uhr, weil jemande eine Pilzberatung will (montags ist in München ohnehin Pilzberatung).
    Ich habe da sehr viel mitgemacht und auch vieles positives erlebt.


    Nur weigere ich mich, beispielsweise für dich meinen Beruf aufzugeben, Hartz IV zu beantragen, um 24/7 für dich(oder ähnlich denkende Menschen) potentiell bereit zu stehen. Wie kannst du erwarten, dass Menschen extra ihren Job aufgeben, um als Pilzberater ehrenamtlich besser erreichbar zu sein? Und das müssten sie, um jederzeit ereeichbar zu sein.


    Zwischendurch habe ich keine Beratungen mehr angeboten. Ich habe genug im Beruf zu tun gehabt und hatte nebenbei auch andere, private Aktivitäten laufen. Ich war also auch Pilzberater, der nicht mehr beraten hat (außer in Ausnahmefällen, während Pilzausstellungen, während Tagungen, Treffen usw.), aber eben nicht mehr zuhause. Ich hatte schlicht die Zeit nicht. Und das kann immer so sein.


    Mache ich den Schein, habe ich keine Verpflichtung, auch wirklich zu beraten.


    Manche bestehen den Schein und wollen erstmal ein paar Jahre anderen zusehen, wie sie beraten und noch mehr Erfahrung sammeln. Auch legitim.
    Manche sind so genervt worden durch Telefonterror, dass sie weder Nummer noch Adresse herausrücken oder gar nicht mehr beraten wollen.


    Die BMG wünscht sich, dass mehr Menschen freiwillig dieses Ehrenamt ausführen. Deshalb bieten wir auch die Ausbildung an. Ich versuche immer, potentiellen Pilzberatern die Vorteile dieser Tätigkeit zu nennen - dazu gehört vor allem, mehr Pilze zu sehen, als sie sonst sehen würden, dazu gehört, sich durch die Beratertätigkeit auch automatisch noch intensiver mit Pilzen zu beschäftigen. Dazu gehört für manche vielleicht auch, den "Status" zu genießen. Jeder Mensch tickt da anders.


    Wenn aber die Pilzberater unverschämt behandelt werden, angepflaumt werden, weil sie montag vormittags nicht zuhause sind, sondern arbeiten (ist mir wirklich passiert - die Person fand es unverschämt, dass ich einer geregelten Arbeit hinterhergehe, das muss man sich mal geben!), dann ist das kontraproduktiv. Ich empfehle dann, solche Leute einfach nicht mehr zu beraten. Ähnlich sehe ich es bei den üblichen Raffern, die Körbe voll Gammelmüll sammeln und sortieren lassen wollen. Pilzberater sind keine Sortieranstalten.


    Das Thema ist vielschichtig.


    Sei lieber froh, dass überhaupt Menschen freiwillig diese verantwortungsvolle Tätigkeit übernehmen und das auch in deiner Nähe.


    Falls du selber die Ausbildung machen willst, um damit Geld zu verdienen, dann sage ich dir gleich: vergiss es, das lohnt sich nicht.
    Und falls du selbst berufstätig sein solltest, dann sollte dir klar sein, dass auch du mit einem Pilzberaterausweis nicht ständig rund um die Uhr warten kannst, ob jemand beraten werden will.


    Sei froh, wenn jemand berät und sei nicht genervt, wenn jemand nicht berät. Wie schon geschrieben, ist der Pilzberater keine Behörde, die für dich tätig sein muss, sondern eine Privatperson, die ab und an und dann, wenn sie Zeit hat, auch mal Pilzkörbe kontrolliert. Und wenn jemand gar keine Korbkontrolle machen will, sondern "nur" bereit steht, Notfalldiagnostik im Krankenhaus anzubieten, dann ist auch das besser, als wenn das niemand machen würde.


    Zitat

    P.S.: Nachwuchs von Pilzbegeisterten? Ich lese (!) oft genug dass es daran
    mangelt. Schon Mal darüber nachgedacht?


    Warum mangelt es daran? Sicher nicht, weil Pilzberater ein Leben haben. In München mangelt es nicht an Nachwusch - auch nicht im Verein. Und in München wird auch nur an einem Tag der Woche Pilzberatung angeboten. Nur wenige Berater bieten auch privat Termine an - ich mache es mittlerweile wieder so und stehe daher auf der Seite der BMG mit Adresse und Telefonnummer. Ich mache das genre. Sagt mir aber jemand am Telefon, ich müsse bereit stehen, zu beraten, dann weigere ich mich, zu helfen.


    LG
    Christoph

    Hallo Armin,


    ich frag einfach nochmal direkt nach:


    Woraus leitest du deinen Anspruch auf für dich bereitstehende Pilzberater ab?


    Was du wie isst, das ist allein deine Verantwortung. Mich wundert nur deine Erwartungshaltung und bin neugierig, woher die kommt. Möglicherweise mangelt es ja auch an Aufklärung in der Öffentlichkeit? Es gibt immer wieder Personen, die wirklich glauben, Pilzberater hätten rund um die Uhr Gewehr bei Fuß bereitzustehen.


    Ist/war dir nicht klar, dass es eine ehrenamltiche Tätigkeit ist? Dachtest du, Pilzberater seien Teil einer Behörde?


    Vermutlich müssen die entsprechenden Träger der Pilzberater den Status der Pilzberater besser auf ihren Websites prädentieren, damit das klarer wird. Da könntest du mit einer Rückmeldung durchaus helfen.


    LG
    Christoph


    P.S.: ich stehe bei Vergifungen neben vielen anderen auch bereit, selbst Erbrochendes anzusehen. Ich bin auch Pilzberater und Pilzsachverständiger, weil ich helfen will. Und bei akuten Fällen bin ich auch nachts um drei Uhr morgens unter der Woche greifbar (oft genug geschehen).


    Ich stehe aber nicht rund um die Uhr bereit, um Pilzkörbe zu kontrollieren. Ich muss auch arbeiten und ich bin auch selbst mal im Wald - und ja, manchmal bin ich auch anderweitig unterwegs (unerhört, ich weiß).

    Servus Harald,


    der Unterschied sind eigentlich (fast nur) die Cheilocystiden. Marasmiellus tricolor var tricolor - keine oder nur äußerst vereinzelte Cheilocystiden und M. tricolor var. graminis sehr viele Cheilocystiden.


    Was mich interessiert:
    Wie waren bei deinem Fund sie Sporenmaße und wie sahen die Cystiden aus?


    Dass mein Fund irgendwas rund um M. tricolor ist, sollte ja klar sein. Die Frage ist halt, wie variabel die Art in den Mikrosmerkmalen ist. Deshalb frage ich hier ja öffentlich, da viele mehr Kollektionen gesehen haben als nur einer (oder selbst als Antonin selbst). ;)


    LG
    Christoph


    Servus Armin,


    da kann ich nur sagen: Geht's noch?


    Pilzberater üben ihre "Tätigkeit" ehrenamtlich aus. Es ist weder ein Beruf noch gibt es auch nur irgendeinen Anspruch darauf, bereit zu stehen. Wohernimmst du dieses Anspruchsdenken? Glaubst du, Pilzberater sind nur dafür da, rund um die Uhr bereit zu stehen, damit du eine Pilzsuppe essen kannst?


    Ich wurde auch schinmal angepflaumt, dass ich an einem Wochenende nicht daheim war, sondern selbst unterwegs, denn jemand wollte eine Pilzberatung und ich war nicht erreichbar. Unerhört war das. Ich habe schließelich mein ganzes Leben auf potentielle Besucher auszurichten, die - statt die Arten selbst zu erlernen - mich brauchen.


    Um nicht falsch verstanden zu werden:
    Ich helfe gerne, deshalb bin ich selber Pilzberater (und bilde solche auch aus). Wenn ich aber aus welchen Gründen auch immer mit der Beratungstätigkeit pausiere, dann ist das so und mein Recht. Genauso bei dem Pilzberater, den du meinst.


    Wenn im Umkreis von 30 km niemand ist, dann ist das halt so. Man kann und sollte über jeden froh sein, der teils viel Geld ausgibt, die Kurse zu besuchen, Bücher zu kaufen, sich das Wissen anzueignen etc. Und wozu? Um dir die Möglichkeit zu geben, dich sicher in die Pilzbestimmung einzuarbeiten. Wenn ich aber solche Aussagen höre, dann kann ich nur sagen, dass du genau die Haltung zeigst, die den Pilzberatern ihre Tätigkeit madig zu machen.


    Niemand muss für dich bereit stehen. Ist so. Pilzberater sind nicht Teil einer Behörde - werden nicht über deine Steuergelder finanziert und müssen dich daher auch nicht bedienen. Falls dich das stört, dann solltest du dich politisch dafür einsetzen, dass Pilzberater vom Staat bezahlt werden.


    LG
    Christoph

    Hi,


    ich habe ja nicht gesagt, dass man sich alles kaufen müsse und alles horten müsse. Ich versuche aber, möglichst Pimärliteratur zu verwenden - wenn es eben geht. Dazu gehört auch das Nutzen von Bibliotheken (wie z.B. des Vereins für Pilzkunde München). Natürlich ist es praktisch, ein kompilierendes Werk zu besitzen. Vor allem dann, wenn man querbeet interessiert ist.


    Nichtsdestotrotz komme ich hier nicht recht weiter. :( Das macht das Pilzchen aber spannender. Vielleicht ist aber jemand ja schonmal über sowas gestolpert - deshalb frage ich hier nach ;)


    LG
    Christoph


    Ich hatte vor einigen Jahren zusammen mit meinem Pilzfreund Toffel fast reinweiße Pfifferlinge (ohne Bereifung) gefunden. Die Leisten waren max. leicht gelblich; der Rest des Fructhkörpers max. rein cremefarben. Toffel kann davon Bilder gemacht haben. Wir haben die damals als Cantharellus cibarius var. pallens bestimmt. Gibt es denn eine fast reinweiße Pfifferlingsart im Laubwald?


    Hi Stefan,


    ich habe noch kein Albino gefunden, aber warum nicht? Die Frage wäre: haben die Fruchtkörper gefleckt? Wie genau sah die Farbgebung der Leisten aus? War ein kühler Farbton mit dabei? (usw.)


    Ich habe ja auch einen sehr blassen Cantharellus ferruginascens gezeigt. Falls noch Fotos da sein sollten, wäre das hilfreich. Sonst ist es reines Kaffeesatzlesen.


    Cantharellus pallens wurde ja neu typisiert und ist damit der ältere Name für Cantharellus subpruinosus. Der Reif selbst darf nicht überbewertet werden - es können auch andere Arten bereift sein.


    LG
    Christoph

    Servus Pablo,


    ich war heute wieder dort und es kamen neue Fruchtkörper - diesmal waren sie wieder Laccaria-fleischfarbig. Ich denke, die Farben spielen eine untergeordnete Rolle.


    An Omphalina pyxidata s.str. glaube ich ja auch nicht (Stielhaare, Sporenmaße). Mit dem immer wieder auftretenden Rotton (wenn man doch auf die Farben achtet) komme ich dann wieder zu Omphalina rivulicola. Mal schauen, was die Sequenz sagen wird. ;)


    LG
    Christoph

    Hi Stefan,


    nein, keine saublöde Frage. Der Grögerschlüssel hilft hier nicht weiter, da er keine näheren Angaben macht (weder Sporenmaße noch Aussagen zur Cystidenform).
    Funga Nordica geben die üblichen Sporenmaße (bis 12 µm) an. Hier käme man, wenn man die Makroskopie übergeht, wegen der Sporenmaße auf Marasmiellus candidus, aber da passt mehr nicht.
    Ludwig nehme ich meist nicht zum Bestimmen, da er ja Literaturdaten komplilert, also Sekundärliteratur darstellt. Ich halte mich da lieber an die Monographien der Spezialisten, also an die Primärliteratur.


    LG
    Christoph



    Hi,


    saublöde Frage. Hast du mal mit Ludwig, Gröger, FN geschlüsselt? Was sagen die denn? Ich schlüssle/bestimme/sichere meine Funde fast ausschließlich mit diesen Werken ab.


    l.g.
    Stefan


    Hier mal amethysteus von heute, zwei Stunden nach dem Fang fotografiert. So verfärben sich auch subpruinosus und cibarius. Jedenfalls bei uns.


    Servus Rada,


    klar, Cantharellus ameysteus fleckt - wie auch Cantharellus subpruinosus/pallens. Wenn bei euch aber auch Cantharellus cibarius so fleckt, dann ist es halt kein Cantharellus cibarius s.str. Der fleckt (bei mir) erst, wenn er gammelig wird.


    Dass aber Bestimmungsversuche nach Fotos schwierig sind, da sind wir völlig beisammen. Und gerade bei Pfifferlingen - alte Exemplare sind halt einfach gelb. Einen alten Cantharellus pallens, der den weißen Belag verloren hat, kann ich oft nur noch am Flecken und an den am Hutrand gelberen Leisten erkennen. Ich bin sicher, dass sowas immer direkt als normaler Pfifferling angesprochen wird.


    LG
    Christoph

    Servus beinand,


    heute habe ich trotz Regenwetters heute einen Trockenrasen (der jetzt nass waren) unsicher gemacht. Unter anderem fand ich einen kleinen Marasmiellus, der nicht ganz aufgehen will.




    Die HDS passt äußerst gut zu Marasmiellus tricolor - gerade die Keulen ohne Divertikel, dafür aber an der Basis extrem dichte "Noppen" - genau wie von Antonin & Noordeloos (2010): A monograph of marasmioid and collybioid fungi in Europe. gezeichnet und beschrieben.
    Die Basidien sind vorwiegend 4-sporig, Cheilocystiden treten recht häufig auf.


    Sporen: 10,5-12,8-14,25(-15,25) x 4,75-5,3-5,75 µm; Q = 2,1-2,40-2,7


    Was passt also nicht auf Marasmiellus tricolor var. graminis?


    1. Die Sporen sind zu lang - Antonin & Noordeloos geben (8,0-)9,5-12,5(-13,5) x 3,5-6,5 µm, Q = 1,8-3,0 an


    Gut, sie schreiben, dass die Sporenmaße sehr variabel innerhalb M. tricolor s.l. sein können. Für Marasmiellus trabutii sind sie aber noch zu kurz.


    2. Die Form der Cheilocystiden passt nicht - ich sehe verzweigte, teils recht dünne Cheilocystiden, die etwa sknorrig verzweigt sind und am Ende Divertikel aufweisen können - Antonin & Noordeloos zeichnen aber keulige Cheilocystiden mit einzelnen, kleinen Divertikelnm. Das passt nicht gut zusammen.


    3. Die dunkle Hutmitte im Alter mit einem Hauch von schmutzig bläulich - auch an der Stielbasis teils mit einem winzigen Blauhauch (auf den Fotos schlecht zu erkennen). Die Hutmitte kann aber ein Trocken-/Hitzeartefakt der letzten Woche sein.


    Standort:
    Kalktrockenrasen, sehr mager.


    Meine Frage:
    Habt ihr schonmal Marasmiellus tricolor var. graminis unter dem Mikro gehabt und wie waren da die Sporenmaße und die Cheilocystiden?
    Wegen der HDS denke ich durchaus, dass es diese doch variable Art sein kann, aber sicher bin ich mir da nicht wirklich. Jedenfalls komme ich mit Antonin & Noordeloos (2010) da auf keinen Grünen Zweig.


    LG
    Christoph

    Servus Andreas,


    der Stiel müsste schon schleimig sein (schleimiges Velum universale) - das Foto suggeriert in der Tat einen trockenen Stiel. Die Farben passen ansonsten. Ich kenne die gelbe Limacella nur aus einem Auwaldrest an der Windach (bei München) - da aber auch als Massenbestand zusammen mit der weinroten Limacella.


    LG
    Christoph


    hi christoph


    gibt es die nicht auch hellgelb?


    Hi Tornado,


    ich habe noch keine gelbe Bauchwehkoralle gesehen.


    Zitat

    sie war recht gross (ca 20cm)...eher unüblich für eine "junge meirei" oder?


    Nein, Ramaria mairei kann recht groß werden. Bei alten Fruchtkörpern neigen die Astspitzen dazu, rötlich zu werden, weshalb sie dann mit dem Hahnenkamm i.w.S. verwechselt werden kann.


    Wie gut kennst du dich denn bei Ramarien aus? (Ernst gefragt - sonst reden wir schnell aneineander vorbei)


    Zitat

    geschmack war aber schon fad/unbedeutend.


    Ich wüsste nicht, dass der Geschmack bei Ramarien ein Bestimmungskriterium ist. Jedenfalls haben Josef und ich das nicht im Ramarienschlüssel eingebaut. Schmecken die nicht alle etwas fad bis bitterlich?


    Du hast die doch hoffentlich nicht als Speisepilz gesammelt und verspeist?


    LG
    Christoph

    Servus beinand,


    nur eine kleine Anmerkung zur Nomenklatur. Der Typus von Boletus reticulatus blaut im Fleisch - und das sogar deutlich. Daher kann Boletus aestivalis Schaeff. kein Steinpilz sein. Daher ist der eigentlich richtige Name Boletus aestivalis.


    Der Typus ist übrigens kein Beleg, sondern eine Farbtafel (eben die in Schaeffers Werk). Ich habe zwei Exemplare gesichtet - in Wien und in Regensburg - um ein Artefakt an der Farbtafel auszuschließen.


    LG
    Christoph

    Servus Dippold,


    die Gattung ist klar: Hohenbuehelia


    Die Art so nicht - makroskopisch ähnlich sieht Hohenbuehelia fluxilis aus. Die hat durchgehend zweisporige Basidien - ich kenne sie selbst nur von Sorbus, kommt aber auch an anderen Laubhölzern vor. Ohne genauere Mikromerkmale (Sporengröße, 2- oder 4-sporige Basidien usw.) wird es schwierig. Ist aber auf alle Fälle was Besonderes.


    LG
    Christoph

    Servus Anita,


    wo siehst du denn Gelbtöne (gelbe Koralle)? Das sieht für mich nach einer jungen Ramaria mairei aus. Ramaria rasilispora ist es sicherlich nicht ;)


    LG
    Christoph



    ich bin auch mal wieder hier 😃...
    und interessiert was ihr meint!


    gefunden im nadelgehölz (in den alpen) auf boden

    Servus Morchella,


    die Funde im reinen Buchenhochwald stammen von Ricek, Pilzflora des Attergaus ... (https://www.zobodat.at/pdf/AZBG_23_0001-0439.pdf).


    Die Mykorrhiza an Betula - da war ich indirekt mit beteiligt. Die Ringlosen Butterpilze wuchsen in einem Steinbruch bei Birken - da dort keine Kiefern waren (es haben auch Botaniker nach Jungbäumen gesucht), kam nur Birke in Verdacht. Es wurde dann Prof. Agerer mit einbezogen - ich war damals Teil der Arbeitsgruppe Agerer und hatte das daher live mitbekommen. Die Mykorrhizen wurden damals glaube ich nicht eindeutig nachgewiesen, aber es blieb nichts anderes übrig. Dieser Stand wurde dann zumindest im Tintling publiziert: http://tintling.com/inhalt/2003/butterpilz.html
    Ob dann doch noch ein Positivbefund kam, weiß ich nicht (mykorrhizatechnisch). Ich meine, auch anderswo über Suillus collinitus an Laubbäumen gestolpert zu sein, aber da habe ich die Zitate nicht im Kopf.


    LG
    Christoph

    Servus Sergius,


    warum schneidest du die Stielbasis von Pilzen, die du bestimmt haben willst, weg? Bei den Erdschiebern (erstes Bild, egal ob mit oder ohne Milch) wäre es besser, du nimmst dir nur einen oder zwei mit, die aber ganz und machst dann Detailfotos. Abgeschnittene, weiße Pilze auf einem Teller serviert wirst du nicht bestimmt bekommen. Man kann da nur raten. Und ganz ohne Beschreibung? Kam Milch raus, kam keine Milch raus? Allein ein Detail der Huthaut bzw. euin näheres Foto eines(!) Fruchtkörpers würde reichen, um festzustellen, ob es ein Lactifluus (einer der beiden Wollmilchlinge) oder einer der Weißtäublinge wäre.


    Der Zitronenblättrige Täubling hat - nunja - zitronengelbe Lamellen (Name!). Ledertäublinge haben gelbocker Lamellen (Name - wie ein Lederputztuch - dieses helle, gelbliche Lederbraun). War er mild, war er scharf? Warum fehlt die Stielbasis? Welche Sporenpulverfarbe hatte er?


    Der Hasenröhrling ist mancherorts selten - die Babies hätten andere erfreut, die den Hasen dann auch mal sehen dürfen.


    Und Champignons ohne Stielbasis sortiere ich selbst in der Pilzberatung vor Ort sofort raus. Du kannst auch mehr als eine Art gesammelt haben.


    Bei Filzröhrlingen bitte eien Längsschnitt durch den (ganzen!) Fruchtkörper und nicht einen Querschnitt durch den Stiel und dann den unteren Teil wegwerfen. Xerocomellus porosporus kann aber in der Tat passen.


    LG
    Christoph