Hallo Karl,
da habe ich durchaus Interesse.
Björn
Hallo Karl,
da habe ich durchaus Interesse.
Björn
Hallo Pablo,
gute Fragen! Also die Larve ist sicherlich nicht in jedem Stadium sichtbar, da man ja anfangs das Ei und später eine leere Galle hat. Letzteres würde ich hier ausschließen wollen, denn sie sieht ja recht frisch aus und außerdem wäre dann irgendwo ein Loch. Bleibt noch die Möglichkeit, daß irgendwo mittig das Ei sitzt. Da stellt sich dann die Frage, wie groß oder klein das ist...
Da der Schnitt hier relativ mittig ist (da würde ich Ei und Larve im Allgemeinen vermuten), sollte man da schon entsprechend was sehen können.
Ansonsten sollte halt der Blick durchs Mikro schnell Klarheit schaffen...
Björn
Hallo zusammen,
an einer Galle stört mich hier, daß man da ja im Inneren ein Ei oder eine Larve des zugehörigen Insekts finden müßte. Davon sieht man im Querschnitt aber nichts.
Björn
Hallo Hagen,
für Nr. 1 und den Verdacht auf Podospora/Schizothecium habe ich Doveri "A bibliography of Podospora and Schizothecium" (2008) benutzt. Bei den anderen beiden habe ich mangels Idee zu einer Gattung noch gar nichts geschlüsselt, da wäre aber dann der dicke Doveri meine erste Anlaufstelle.
Björn
Hallo zusammen,
Anfang Oktober war der APR ja noch auf Tour im Siegerland und Sauerland unterwegs. Dabei ging es dann unter anderem auch auf eine Wacholderheide in Elspe, die im Sommer über mit Schafen beweidet wird. Da sich am Horizont ja schon ein zweiter Lockdown abzeichnete, habe ich dann einfach mal ein Döschen voll Schafdung eingesteckt. Eigentlich dachte ich ja, daß sich da in der trockenen Dose erstmal nicht viel tut, aber Pustekuchen. ein Kontrollblick heute zeigte, daß sich da durchaus schon Pilze gebildet haben. Also kommt das ganze jetzt in die feuchte Kammer und wird beobachtet. Im Folgenden mal die drei ersten Pilze, die ich mir angeschaut habe:
1. Den würde ich bei Schizothecium oder Podospora verorten. Die Sporen messen (17.9+-0.6) µm x (9.9+-0.3) µm, Q=1.8+-0.1 bzw. (17.1-19.2) µm x (9.3-10.5) µm, Q=1.6-1.9. Leider komme ich da beim Schlüsseln auf keinen grünen Zweig... man merkt, daß ich schob länger nicht mehr nach Dungpilzen geschaut habe :-\
2. Der zweite Pilz hat riesige Sporen: (48.4+-2.3) µm x (27.5+-1.1) µm, Q=1.8+-0.1 bzw. (43.9-51.6) µm x (24.7-28.8) µm, Q=1.6-1.9. Das Perithecium hatte keine auffälligen Haare o. ä., die Asci sind 4-sporig
3. Der dritte Pilz hat auch sehr große Sporen: (46.2+-1.1) µm x (25.0+-0.8) µm, Q=1.8+-0.1 bzw. (43.6-47.6) µm x (23.3-26.5) µm, Q=1.7-2.0. Dazu zeigten sich dann mit etwas Tinte sehr lange Anhängsel. Bei einer Spore konnte ich ein über 300 µm langes Anhängsel auf einer Seite beobachten. Auf der anderen Seite war es geschützt ähnlich lang, ließ sich aber nicht so gut ausmessen. Dazu kommen hier noch septierte, steife Haare am Perithecium. Auch hier sind die Asci 4-sporig.
Da ich bei allen drei Funden irgendwie gerade nicht zu einem Ergebnis komme, bin ich über jeden Input dankbar.
Björn
Hallo Felli,
genau kann ich leider nicht sagen, was das Substrat war. Aber es standen dort vor allem Ahorn und Linde, daneben noch diverses Gesträuch. Ich habe jetzt mit Zottos Darstellugn von R. luteovirescens verglichen und das paßt perfekt. Insbesondere, wenn man annimmt, daß das Substrat kein Stöckchen, sondern der Stängel eines Ahornblattes war. Das legt ja das eine Ende der Stöckchen von der Form her auch nahe.
Björn
Hallo zusammen,
den Corner von 1950/67 habe ich gestern Abend im Internet gefunden und mit etwas Frickelei runterladen können. Wenn jemand an einem pdf in exzellenter Qualität (~500 MB groß) interessiert ist,möge er oder sie sich melden.
Björn
Hallo zusammen,
bis jetzt hatte ich Melampsoridium hiratsukanum und Erysiphe penicillata immer nur einzeln. Auf einem Blatt zusammen fehlen sie mir noch.
Der Rost ist auf jeden Fall mikroskopierpflichtig, da es mit M. betulinum eine Verwechslungsart gibt, die sich nur dadurch unterscheidet, daß bei ihr die Sporen eine stachelfreie Tonsur am oberen Ende haben. Den Mehltau sollte man mit etwas Erfahrung schon makroskopisch ansprechen können. Erysiphe vernalis, die ebenfalls auf Alnus vorkommt, ist wohl eine Frühjahrsart, die an jungen Zweigen und weiblichen Kätzchen vorkommt und Phyllactinia alnicola hat deutlich größere Fruchtkörper als Erysiphe penicillata.
Björn
Hallo Pablo,
bei Farben bin ich ja immer skeptisch, wenn ich nicht gerade rot von blau unterscheiden soll. Aber ich habe mir jetzt Schnittbilder der beiden Arten von dir hier im Forum angeschaut und bin mir jetzt sicher, daß mein Fund C. trogii ist. Der ist nämlich innen ziemlich hell.
Björn
Hallo zusammen,
für Scutellinia gibt es doch den alten Schlüssel von Schumacher (mit dem ich nicht zurechtkomme, aber das mag an mir liegen) und eine neue Arbeit von Jeannerot (damit habe ich aber noch nicht gearbeitet).
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag war ich vormittags auf der Halde Rungenberg in Gelsenkirchen unterwegs. Auch hier macht sich bemerkbar, daß die Zeit der Großpilze langsam zu Ende geht. Außerdem war es die Woche über wieder relativ trocken. Aber Pilze gab es natürlich trotzdem
1. Clavulina rugosa
2. Auch auf dieser Halde fand sich Octospora gyalectoides
3. Helvella crispa
4. Hygrocybe conica
5. Das dürfte ein Hymenoscyphus s.l. sein. Aber weiter komme ich leider nicht. Gefunden auf Laubholzstückchen, diese auffallend schwarz überzogen, wie man das auch vom Eschentriebsterben kennt. Eschen wuchsen dort aber keine. Sporengröße (15.3+-0.8) µm x (6.9+-0.3) µm, Q=2.2+-0.1 bzw. (13.6-16.8) µm x (6.3-7.3) µm, Q=2.1-2.6. Hat da jemand eine Idee?
6. Cyathicula coronata
7. Eine Hohenbuehelia. Leider waren die Fruchtkörper nicht reif, so daß kein Sporenabwurf machbar war. Entsprechend habe ich da noch eine gewisse Restunsicherheit, ob das H. leightonii oder H. cyphelliformis ist. Ich tendiere zu letzterer.
Basidien und kristallbedeckte Zystiden
Elemente der Huthaut
Noch mal Zystiden
Huthaut mit Pileozystiden
8. Melampsoridium hiratsukanum ex Alnus glutinosa
9. Cuphophyllus virgineus
10. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor
11. Ein blauer Saftporling auf Laubholz. Sporengröße (4.6+-0.2) µm x (1.2+-0.1) µm, Q=3.7+-0.3 bzw. (4.1-4.9) µm x (1.1-1.5) µm, Q=3.1-4.2. Mit FE10 ist man sofort bei Oligoporus caesius. Bei den "Polypores de France et d'Europe" gibt es dann einen ganzen Zoo an neuen Arten, wobei wohl insbesondere die Huthauthyphen wichtig werden... da müßte ich noch mal reinschauen. In "Polypores of the Mediterranean Region" braucht man keine Huthaut, aber das Substrat. Das kenne ich leider nicht genau, so daß ich mich nicht zwischen P. populi, P. caesiosimulans, P. alni und P. subcaesia entscheiden kann.
12. Pluteus salicinus
Huthaut
Sporen
13. Phyllactinia corni ex Cornus mas
14. Auricularia mesenterica. Das ist echt der Endgegner, wenn es darum geht, ein gescheites Präparat zu erstellen. Bei Tremella, Exidia und Dacrymyces, muß man ja nur den Fruchtkörper einweichen, ein Stückchen davon nehmen und quetschen. Aber hier ist alles knorpelig fest.
Björn
Hallo zusammen,
im Cahier de la FMBDS No. 6 wird im Clavariaschlüssel als Sporengröße für C. argillacea (8,9-11,2) µm x (4-5) µm angegeben. Daneben werden auch noch verschiedene Formen mit kleineren bzw. leicht größeren Sporen erwähnt. Außerdem erreicht man C. argillacea nur, wenn man sich im Schlüssel für glatte Sporen entscheidet.
Björn
Hallo Ingo,
ich finde leider selber nur sehr selten Keulchen und Korallen (und wenn dann meist Arten, die auch ohne diesen Band zu bestimmen sind). Von daher habe ich das jetzt selbst eher selten in aktiver Benutzung. Ich denke aber, daß es trotzdem eine lohnenswerte Anschaffung ist. Es gibt zunächst einen Schlüssel zu den Gattungen und anschließend entsprechende Gattungsschlüssel. Im Anschluß sind dann die meisten Arten mit guten Fotos dargestellt. Bei den Ramarias gibt es neben dem Makrofotos auch noch immer ein Foto der Sporen. In Verbindung mit dem günstigen Preis würde ich da also auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen.
Die drei Bände über Ascomyceten kann ich auch empfehlen. Da gibt es jeweils eine detaillierte Beschreibung der Arten und Skizzen der mikroskopischen Details sowie dann hinten Farbfotos der Pilze.
Björn
Hallo Ingo,
ich zitiere mal aus dem Cahier de la FMBDS No. 6. Dort werden bei Ramariopsis verschiedene Sporentypen definiert. R. subtilis hat Sporentyp 1 und der ist definiert als:
"Sporen glatt bis leicht rau unter dem Elektronenmikroskop. Im Immersionsobjektiv erscheinen alle oder fast alle Sporen glatt und einige wenige vage rau."
Björn
Hallo zusammen,
also ich hätte am Wochenende Zeit für eine Tour in Witten. Ich könnte an beiden Tagen so gegen 9:30 in Witten am Hbf ankommen und von dort dann zum Hohenstein laufen (das scheint nicht so weit zu sein, wenn man der Karte Glauben schenkt).
Was die Funde in Deutschland angeht, werden in der Z. Mykol. 84 (2018) noch drei Funde aus Bayern MTB 8133/21 (12.9.2016) und Hessen MTB 5221/32 (ohne Datum) und MTB 5118/22 (28.10.2017) von Jule angegeben, außerdem ein Fund aus Wangen/Allgäu aus dem Jahre 2010. Die sind aber offenbar alle (noch) nicht in Pilze-Deutschland eingegangen.
Björn
Hallo zusammen,
ich habe gerade mal Tante Google zu dem Thema befragt. Dabei kam ich zu zwei Artikeln, die die Bildung von Aleuriosporen bei Pleurotus dryinus erwähnen. In einem Artikel geht es um Mycelien, die in Kultur gezogen werden, in dem anderen Artikel wird auch erwähnt, daß das Mycel an der Stielbasis wohl ebenfalls Aleuriosporen bilden kann.
Björn
Hallo beli,
mir fehlt da die Funderfahrung, deshalb kann ich das mit den Farben nur schwer beurteilen. Aber C. trogii sollte ja weder mit KOH noch den anderen Chemikalien in irgendeiner Form reagieren. Mal schauen, was Pablo zu dem Fund sagt.
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Samstag habe ich eine kleine Runde auf der Halde Schurenbach in Essen gedreht. So langsam läßt hier in der Gegend zwar das Wachstum von Großpilzen nach, aber es gibt ja auch noch genug Kleinkram, den man sich anschauen kann.
1. Lachnella alboviolascens auf alter Brennnessel
2. Calycina herbarum ebenfalls auf Brennnessel
3. Ein haariger Porling auf Laubholz. Das Fleisch färbt mit KOH braun (allerdings nicht zu dunkel) während die Poren da eher eine pinke Verfärbung zeigten. Mit Eisensulfat reagiert das Fleisch grün-schwarz und mit Ammoniak verfärbte der Pilz pink. Sporengröße ist (10.5+-0.7) µm x (3.2+-0.3) µm, Q=3.3+-0.4 bzw. (9.5-12.0) µm x (2.8-3.6) µm, Q=2.6-4.2. Kann ich den als Coriolopsis gallica ablegen?
4. Spilopodia nervisequa
5. Octospora gyalectoides
6. An gleicher Stelle wie im Vorjahr auf Peltigera: Arrhenia peltigerina
7. Ich wußte gar nicht, daß Tubaria furfuracea so groß werden kann...
8. Sphaerobolus stellatus in rauen Mengen
9. Arrhenia retiruga
10. Entoloma sericeum
11. Octospora musci-muralis
Björn
Hallo zusammen,
ich würde mal in der Huthaut schauen. Wobei es ja auch nicht gesagt ist, daß der Seitling immer diese Aleuriosporen bildet (oder daß der Fund von B&K einfach von irgendetwas anderem befallen war, was sie dann als Aleuriosporen interpretiert haben.
Björn
Hallo Thorben,
das ist echt ein toller Fund! In welchen Wald muß man denn da gehen? ![]()
Björn
Hallo zusammen,
ich benutze Fiji bzw. ImageJ, das man hier kostenlos herunterladen kann. Das Programm kann Sporen messen und noch viel mehr und hat den Vorteil, daß es als Java-Programm plattformübergreifend nutzbar ist, also auch etwas für Linux-Nutzer wie mich.
Björn
Hallo Grüni,
ich glaube, daß es schon ok ist, wenn man einen Beitrag im Laufe eines Tages erstellt, sprich immer wenn gerade Zeit ist, ein paar Bilder hochladen oder etwas Text schreiben. Wichtig ist nur, daß man das Browserfenster dabei nie schließt und immer offen hält. Dann kann man am Ende des Tages, wenn alles fertig ist, den Beitrag abschicken und es sollte alles glatt laufen...
Björn
Hallo zusammmen,
an den maximal 20 Bildern, die da im Disclaimer erwähnt werden, kann es nicht liegen. Ich lade ja regelmäßig mehr als 20 Bilder in meinen Beiträgen hoch und mir ist noch nie ein Beitrag abgeraucht. Ich denke, daß das einfach passiert,wenn man seinen Entwurf mit Bildern speichert und dann später weiter bearbeitet. Dabei scheint die Software wohl nur den Text und nicht die Bilder zu speichern. Deshalb die goldene Regel für Beiträge mit Fotos: Alles in einem Rutsch erstellen.
Björn
Hallo Roland,
grundsätzlich gibt es hier im Ruhrgebiet ja etliche Pilzler mit Mikroskop - mich inklusive. Wenn du also mal spannende Funde machst, die mikroskopiert werden müssen, lohnt es sich immer einen Beleg anzufertigen, der dann später untersucht werden kann.
Björn
Hallo Roland,
das erste ist sicher kein Stachelbart, sondern ein Porling. Da kann Pablo vielleicht näheres zu sagen.
Pilz Nr. 3 und 6 ist das gleiche: Phlebia radiata. Bei Nr. 5 könnte ich mir auch eine Phlebia radiata in ganz jung vorstellen.
Pilz Nr. 4 kann in der Tat eine Bisporella/Calycina sein, ich würde da aber eher zu B. sulfurina/C. claroflava tendieren. Zur Sicherheit sollte man bei Ascomyceten eigentlich immer einmal kurz reinmikroskopieren.
Björn
