Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am Freitag habe ich mal eine kleine Runde über den alten Friedhof gedreht in der Hoffnung, daß dort nach den reichhaltigen Regenfällen auch mal die Pilze sprießen. Das taten sie zwar insgesamt nur sehr zögerlich, aber ein wenig gab es doch zu finden.


    1. Entyloma hieracii ex Pilosella officinarum


    2. Gymnopus impudicus

    Huthaut

    Lamelle

    Stiel

    Lamelle

    Sporen


    3. Arcyria obvelata


    4. Puccinia hieracii ex Hieracium sp.


    5. Cantharellus cibarius


    6. Pseudomicrostroma juglandis ex Juglans regia


    7. Peronospora romanica ex Medicago lupulina


    8. Uromyces sp. ex Vicia sp.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich mich auf den Weg nach Bonn gemacht und bin eine Runde im Kottenforst, einem riesigen Waldgebiet, spazieren gegangen. Da es dort Fundmeldungen von Xenodochus carbonarius aus den 70er-Jahren gab, hatte ich die Hoffnung, den Pilz dort auch zu finden. Dem war leider nicht so und es wundert mich auch, daß da mal Sanguisorba officinalis gewachsen sein soll - ist halt in erster Linie ein Eichen-Hainbuchen-Wald. Aber gelohnt hat sie die Tour trotzdem:


    1. Puccinia allii ex Allium sp.


    2. Ustilago striiformis s.l. ex Brachypodium sylvaticum


    3. Puccinia lemonnieriana ex Cirsium palustre


    4. Cantharellus subpruinosus


    5. Pucciniastrum epilobii ex Epilobium parviflorum


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Trüffel ist bei mir angekommen und hat sich unter dem Mikro begutachten lassen. Die frisch angeschnittene Peridie ist nicht marmoriert und gräulich. Die Sporen sind recht groß und messen 30-36 µm. Ich tendiere hier zu Elaphomyces asperulus.



    Björn

    Hallo Bernd,


    ich greife einfach mal dieses Thema hier auf, da ich eine Frage zum Dung habe, den du mir geschickt hast (jetzt habe ich endlich freie Kapazität um den in Kultur zu nehmen). Die meisten Tüten sind ja beschriftet (Pferd, Schaf, Kuh, Hase, Hirsch). Es sind aber auch zwei Plastiktüten ohne Beschriftung mit dabei. Ist das beides Elchlosung? Falls ja vom gleichen Fundort, so daß ich die zusammen in die feuchte Kammer schmeißen kann? Bei Bedarf kann ich auch noch mal eben Fotos von den Kötteln machen. Ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte ;)


    Björn

    Hallo Felli,


    ein ganz toller Beitrag, vor allem mit den vielen Orchideen. Da fühle ich mich direkt an meine Zeit in Genf erinnert, wo ich auch regelmäßig in den Schweizer Alpen die Orchideenvielfalt bewundert habe. Aber bei so vielen tollen Pflanzen müssen da oben ganz sicher noch viele phytoparasitische Pilze auf dich gelauert haben ;)


    Björn

    Hallo Grafei,


    das sieht meiner Meinung nach nach einer Hirschtrüffel aus. Für die genaue Artbestimmung muß man da wohl mit dem Mikroskop reinlinsen. Wenn du selber nicht die Möglichkeit dazu hast, könnte ich das gerne übernehmen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit dem zweiten Teil der Eifeltour. Wer mich kennt, wird ja gemerkt haben, daß im ersten Teil eine große Pilzgruppe gefehlt hat: Die Phytoparasiten.


    1. Erster Fund direkt am Parkplatz: Thekopsora areolata ex Prunus padus


    2. Hier wußten wir leider alle nicht, um welche Wirtspflanze es sich handelt.


    3. Nyssopsora echinata ex Meum athamanticum


    4. Ich vermute mal, daß der Wirt Crepis ist. Für die genaue Pilzbestimmung muß man aber leider den Wirt bis auf Artebene bestimmen.


    5. Urocystis primulae ex Primula veris


    6. Urocystis bromi ex Bromus erectus


    7. Cercospora mercurialis ex Mercuriales perennis


    8. Gymnosporangium clavariiforme ex Crataegus sp.


    9. Epichloe sylvatica ex Brachypodium pinnatum


    10. Puccinia veronicae ex Veronica montana


    11. Puccinia sessilis ex Polygonatum mit Tuberculina persicina als Hyperparasit


    12. Flechten gab es auch. Das dürfte Graphis scripta agg. sein


    Björn

    Hallo zusammen,


    Karl hatte heute ja schon einen ersten Fund von der gestrigen Eifeltour gezeigt, hier kommt jetzt ein erster, etwas längerer Beitrag von mir von der grandiosen Tour mit Karl W, nobi_†, Rada, melanieoderimmer und Rainer. Den Anfang machten zwei Wiesen mit jeder Menge Orchideen und Arnika


    1. Dactylorhiza fuchsii


    2. Pseudorchis albida


    3. Arnica montana


    4. Pseudorchis albida


    5. Dactylorhiza fuchsii


    6. Platanthera chlorantha


    7. Aculepeira ceropegia


    8. Arnica montana


    9. Pedicularia sylvatica


    10. Arnica montana


    11.


    12. Aporia crataegi


    13. Coeloglossum viride


    14. unbekannte Raupe


    15. Himantoglossum vhircinum


    16. Epipactis atrorubens


    17. Ophyris insectifera


    18. Anacamptis pyramidalis


    19. Es gab aber auch Pilze! Calocybe carnea


    20. Clitocybe squamulosa


    21. Russula delica agg.


    22. Boletus reticulatus


    23. Tricholomopsis rutilans


    24. Suillellus mendax

    Huthaut

    Röhren

    Stiel

    IMG_9618.JPG

    Sporen (13.6+-0.6) µm x (5.0+-0.2) µm, Q=2.7+-0.2


    25. Ramaria flavosalmonicolor


    26. Auf der Tour hatte ich noch gewitzelz, daß ich nur noch rundsporige Scutellinias einpacken werde. Gesagt getan, aus einer Treckerspur habe ich Scutellinia trechispora mit nach Hause gebracht.


    Björn

    Hallo Raphael,


    die Keimporen sind leider nicht immer einfach zu sehen, vor allem wenn da keine Kappen drauf sitzen. Da hilft auch Anfärben wenig (bei Grasrosten nimmt man gerne Hoyers Medium um die Keimporen besser sichtbar zu machen, ob das bei Gymnosporangium auch hilft, weiß ich nicht). Bei G. cornutum sollten die Keimporen in der Nähe der Scheidewand oder an der Spitze sitzen, bei G. amelanchieris nahe der Spitze, bei G. tremelloides eine an der Spitze und 2 nahe der Querwand.


    Ich hänge mal zwei Bilder von G. cornutum an, wo man die Keimporenkappen halbwegs erkennen kann. Die sind da aber bei weitem nicht an jeder Spore so gut ausgebildet


    Manchmal hilft es auch, sich die auskeimenden Teliosporen anzuschauen. Du hast in deinem Präparat ja die gelben Würste schwimmen, das sind die Basidien, die aus den Keimporen herauswachsen.


    Björn

    Hallo Raphael,


    eine schöner Fund! Das sieht makroskopisch auf jeden Fall nicht wie die häufige G. clavariiforme aus. Für die Bestimmung relevant ist, ob die Telien an großen, gallenartigen Anschwellungen der Äste sitzen oder nur an geringen Anschwellungen. Dann ist die Anzahl der Keimporen wichtig. G. tremelloides hat in der oberen Zelle 3 Keimporen, die anderen Arten haben 1-2. G. cornutum ist dann aufgrund der Kappen auf den Keimporen gut zu erkennen. Falls die fehlen, landet man bei G. amelanchieris.

    Wenn du möchtest, kannst du mir gerne einen Beleg zusenden und ich schaue mir den dann selber mal an.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure Rückmeldungen zu meinem Fund. So im direkten Vergleich sehen die Sporen von mendax und queletii schon arg verschieden aus, wobei mendax laut Klofac/Krisai-Greilhuber-Schlüssel unter Fagus, Castanea und Quercus wächst und somit sowieso nicht in die engere Wahl gekommen ist.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf dem Rückweg vom Uedesheimer Rheinbogen habe ich einen kurzen Zwischenstop in Hösel eingelegt, weil ich dort noch die Blüte einer Pflanze, auf der ich vor kurzem einen falschen Mehltau gefunden habe, genauer untersuchen mußte. Die Gelegenheit habe ich dann genutzt um einen Wegrand direkt in Bahnhofsnähe zu begutachten, an dem im Sommer gerne Hexenröhrlinge wachsen. Und auch diesmal wurde ich fündig. Die Pilze wuchsen unter Tilia, weisen am Stiel kein Netz auf, der Röhrenboden ist gelb, das Fleisch blaut im Schnitt stark und ist im Stielbereich rötlich. Auffallend sind zumindest bei den jungen Exemplaren die warmen Hutfarben. Damit lande ich insgesamt bei Suillellus queletii. Geht ihr da mit?


    Junge Fruchtkörper

    Älterer Fruchtkörper unter dem gleichen Baum

    Mikrobilder stammen wenn nicht anders erwähnt vom alten Schlappen

    Sporen (11.5+-0.5) µm x (5.6+0.3) µm, Q=2.0+-0.1, (10.5-12.5) µm x (5.2-6.3) µm, Q=1.8-2.3

    Stieltrama in Wasser...

    ...und Melzer

    Röhren

    Pileipellis

    Stielaußenseite

    Huthaut des jungen Exemplars


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Samstag war ich im Uedesheimer Rheinbogen unterwegs, der sich als Paradies für Phytoparasiten herausgestellt hat, aber sehr selbst:


    1. Peronospora arborescens ex Papaver rhoeas


    2. Das Gras dürfte Arrhenatherum elatius sein, der Pilz somit Urocystis avenae-elatioris


    3. Plasmopara densa ex Rhinanthus alectorolophus


    4. Entyloma ernygii ex Eryngium campestre


    5. Aecidium euphorbiae ex Euphorbia cyparissias


    6. Plasmopara densa ex Rhinanthus alectorolophus


    7. Pustula obtusata ex Tragopogon pratensis


    8. Urocystis bromi ex Bromus inermis


    9. An anderer Stelle noch mal Urocystis bromi ex Bromus inermis

    IMG_8080.JPG


    10. Peronospora sanguisorbae ex Sanguisorba minor


    11. Thecaphora melandrii ex Silene latifolia


    12. Den Wirt würde ich für Roggen halten, den Pilz dann für Puccinia recondita


    13. Microbotryum scabiosae ex Knautia arvensis


    14. Tuberculina persicina ex Aecidium euphorbiae


    Björn

    Hallo Tuppie,


    die ziemlich runden Dinger sind die Uredosporen. Die stammen aus den hellbraunen Lagern (Uredien), die man am Schnittlauch erkennt. Die dunkleren, meist zweigeteilten Dinger sind die Teliosporen, die aus den dunkelbraun-schwarzen Lagern, den Telien. Das besondere an diesem Pilz ist, daß die Teliosporen zum Teil zweizellig, zum Teil einzellig sind. Normalerweise gibt es entweder das eine oder das andere. Das Verhältnis von einzellig zu zweizellig ist hier auch bestimmungsrelevant, aber da fehlt mir aktuell noch die Erfahrung, um das gut einschätzen zu können.


    Björn

    Hallo Felli,


    der erste Pilz ist Puccinia symphyti-bromorum. Der bildet auf Symphytum becherförmige Aecien. Melampsorella symphyti würde auf der Unterseite orangefarbene Uredien bilden, wo man dann im wesentlichen nur die austretende Sporenmasse sieht.


    Bei Puccinia punctiformis sind die kleinen, orangenen Strukturen Spermogonien. In braun dann die Uredien. Später im Jahr kommen auch noch die braunen Telien mit zweizelligen Teliosporen.


    Der Falsche Mehltau auf Klappertopf ist Plasmopara densa. Die braunen Strukturen sind glaube ich nur abgestorbene Pflanzenteile.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Exkursion im Landschaftspark am vergangenen Donnerstag fand ich auch ein Marienkäferpärchen, bei dem einer der beiden Partner von Hesperomyces virescens befallen war. Im Feld waren die beiden Käfer etwas zu agil, also sind sie erstmal mit nach Hause gewandert und dort sanft entschlummert, bevor es dann unters Mikroskop ging.



    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Donnerstag war der erste Tag des Pilzfreundetreffens im Ruhrgebiet. Als Exkursionsgebiet war der Landschaftspark in Duisburg auserkoren, da dort neben Pilzen auch jede Menge Industriekultur vorhanden ist.


    1. Auf dem Weg zum Landschaftspark habe ich schnell im Botanischen Garten Hamborn nach Pilzen geschaut. Auf Allium fand ich einen Rostpilz, der entweder Uromyces ambiguus oder Puccinia mixta ist.


    2. Mycena acicula


    3. Calocybe gambosa


    4. Peronospora myosotidis ex Myosotis sp.


    5. Bovista plumbea


    6. Urocystis avenae-elatioris ex Arrhenatherum elatius


    7. Ein Rost an Hordeum vulgare, vermutlich Puccinia graminis


    8. Noch ein Rost an Hordeum vulgare


    9. Puccinia pulverulenta ex Epilobium hirsutum


    10. Helvella acetabulum


    11. Coleroa robertiani ex Geranium robertanium


    12. Ein Rost auf Dactylis glomerata, vermutlich Puccinia coronata


    Björn