Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    reagiert der Schneckling nur an der Stielbasis mit KOH oder verfärbt dder Hut auch? Letzteres würde zu H. discoxanthus führen. Einen Riesenrötling sehe ich bei dem zweiten Pilz auch nicht (auch mir fehlt hier die Funderfahrung, aber auf Fotos sieht der doch ganz anders aus). Ich muß aber auch sagen, daß ich hier nicht mal sicher zu einem Rötling tendiere. Auf meinem Monitor ist kein Rosa in den Lamellen zu erkennen. Aber wie immer gilt: Mikroskopieren, Mikroskopieren, Mikroskopieren! Pilze sind Mikroorganismen, da darf man nicht auf eine makroskopische Bestimmung hoffen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich sehe das ehrlich gesagt etwas anders. Auch wenn der Experte etwas sagt, ist sachlich vorgetragener Widerspruch vom Laien doch nichts Schlimmes. So kommt es zu einer Diskussion, bei der im Zweifel am Ende alle etwas lernen.


    Ansonsten stimme ich Claudia zu, daß momentan natürlich nicht alles beantwortet wird, weil das Forum von matschigen Speisepilzen überflutet wird. Da hat man als Experte dann wenig Lust seinen Senf hinzuzugeben. Aber das ändert sich ja mit dem ersten Frost und dann geht es wieder zu den richtigen Pilzen ;)


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe jetzt auch mal die Tinte für die Melastiza benutzt. Das Ornament wird dadurch schon angefärbt, aber nicht so intensiv wie mit BWB. Ich kann mir vorstellen, daß das bei weniger ornamentierten Sporen dann eben auch gar nicht ausreichend klappt. BWB in Wasser war allerdings noch schlechter vom Ergebnis her. Was aber zu funktionieren scheint ist erst BWB in Milchsäure zum Anfärben zu benutzen und dann mit viel Wasser auszuspülen. Das ist mir allerdings dann auch zu viel Aufwand. Deshalb hier mal das Tintenergebnis:



    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag ging es mit dem APR und den BoBos auf den Bochumer Hauptfriedhof. Nach dem es in letzter Zeit ja doch immer mal wieder geregnet hatte, zeigten sich dort etliche Pilze:


    1. Lactarius cf. semisanguifluus


    2. Galerina clavata


    3. Phyllactinia orbicularis ex Fagus sylvatica


    4. Melastiza cornubiensis


    5. Lactarius circellatus


    6. Amanita muscaria


    7. Russula queletii


    8. Tricholoma terreum


    Und auf einer Obstwiese in Bochum dann noch

    9. Hygrophorus pustellatus


    10. Ramularia ajugae ex Ajuga reptans


    11. Und vom Friedhof Lactarius controversus


    Björn

    Hallo Nobi,


    da bin ich aber beruhigt, daß ich nicht der Einzige bin, der Saccobolus nicht zur Lieblingsgattung auserkoren hat (wobei sie ja makroskopisch und mikroskopisch schon hübsch aussehen). Hat du den Artikel von Karin Larsen zufällig als pdf-Datei? Ich habe versucht, ihn im Netz zu finden, allerdings ohne Erfolg.


    Björn

    Hallo zusammen,


    Karl W hat vor kurzem erzählt, daß es bei E. lividoalbum eine Verwechslungsart gibt, bei der der charakteristische Mehlgeruch fehlt. Näheres kann er aber vielleicht besser selber hier ergänzen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem sich auf dem Gänsedung länger nichts getan hat, gibt es jetzt endlich mal wieder Nachschub - und dann sogar richtige bunte Becher!


    1. Iodophanus carneus wächst aktuell in großer Zahl und hübschem Orange.


    2. Auf einem Teilstück dann auch größere Mengen von Saccobolus. Das ist ja nun wirklich nicht meine Lieblingsgattung... die Farbe der Fruchtkörper läßt sich vor lauter Sporen leider nur schlecht beurteilen. Es sind aber einige leuchtend gelbe Paraphysen vorhanden, so daß ich zur zur sect. Saccobolus tendiere. Mit Sporen von 14-15 µm x 7 µm lande ich dann zwischen S. truncatus und S. minimus. Bei ersterem sollten die reifen Sporencluster kontrahieren, das war hier aber nicht zu beobachten. Im Gegenteil waren die reifen Cluster eher locker und dehnten sich bei sanftem Druck auf das Deckglas aus, wie auf einigen Bildern zu erkennen. Also ein großsporiger S. minimus? Oder eine Art, die im van Brummelen fehlt? Oder bin ich in die falsche Sektion geraten? Aber bei sect. Eriobolus paßt auch nichts wirklich gut....


    Björn

    Halloo zusammen,


    am letzten Sonntag ging es nach langer Zeit mal wieder auf eine Pilzexkursion in die Gruga. Hier und da standen einige Pilze, wobei es durchaus ein optisches Highlight gab:


    1. Leucoagaricus ionidicolor

    Huthaut

    Ring

    Cheilozystiden

    Basidien

    Sporen in Wasser


    2. Agaricus augustus


    3. Golovinomyces macrocarpus ex Matricaria chamomilla


    4. Entyloma cosmi ex Cosmea bipinnata


    5. Und noch ein Rindenpilz mit Fragezeichen. Gattungstechnisch lande ich bei Hypochnicium. Die entscheidende Frage ist jetzt, ob die Sporen glatt oder ornamentiert sind. Mit BWB meine ich bei einigen Sporen wenige, ganz feine Punkte auf der Sporenoberfläche gesehen zu haben. Die meisten Sporen erschienen aber auch mit BWB glatt. Sporenmaße sind 6-7 µm x 5,5-6,5 µm, Schnallen sind vorhanden, Zystiden sind nicht inkrustiert. Wenn ich von glatten Sporen ausgehe, lande ich bei H. eriksonii oder H. subrigescens. Ersteres paßt von den Sporenmaßen her nicht so gut, würde aber zu dem lockeren Hyphengewebe, welches nicht gelatinisiert ist, passen. Bei den warzigen Sporen wäre H. cremicolor wohl ein heißer Kandidat. Was sagen die Experten?


    Björn

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit einem Bericht von einer kleinen Runde durch den Duisburger Stadtwald. Nachdem es Ende September hier einigen Regen gab, stand alles voll mit Pilzen.


    1. Entoloma sordidulum


    2. Mycena alliaceus


    3. Ciboria batschiana


    4. Oudemansiella mucida


    5. Ist das Polyporus badius in untypisch hell oder kann das auch etwas anderes sein?


    6. Clitocybe odora


    7. Gegen Ende dann eine Stelle mit echten Kolossen: Aspropaxillus giganteus


    Björn

    Hallo Karl,


    das scheint im Großen und Ganzen tatsächlich gut zu passen. Was mich allerdings irritiert: Ludwig und Robich erwähnen, daß M. aetites graue Lamellen hat. Bei meinem Fund sind die allerdings klar weiß gewesen. Kann M. aetites das auch?


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem mich Ende September Corona erwischt hat, ging es Anfang Oktober dann erstmals wieder raus in die Pilze. Zunächst nur eine kleine Runde auf dem alten Friedhof in Duisburg, aber auch da ließen sich interessante Funde machen:


    0. Marasmius oreades


    1. Auriscalpium vulgare


    2. Agaricus xanthodermus


    3. Rickenella fibula


    4. Phaeolus schweinitzii


    5. Meripilus giganteus


    6. Lycoperdon pratense


    7. Amanita pantherina

    K-K-Reaktion

    Huthaut

    Velumsflocken auf dem Hut

    Marginalzellen der Lamellenschneide

    Basidien

    Sporen


    8. Bis hierhin war es einfach. Dann kam eine Mycena. Wuchs unter einer Kiefer auf magerem Boden zwischen alten Nadeln. Sporen 9.2+-0.7 x 4.8+-0.3 µm, Q=1.9+-0.1, 8.4-11.1 µm x 4.2-5.4 µm, Q=1.7-2.2, amyloid. Basidien 4-sporig mit Basalschnalle, Cheilzystiden mit fingerförmigen Auswüchsen, Zellen am Stiel mit kleinen Aussstülpungen, oberste Schicht der Huthaut wahrscheinlich auch mit solchen Ausstülpungen. Geruch habe ich keinen wahrgenommen, aber das ist so kurz nach Corona natürlich nicht unbedingt aussagekräftig. Fruchtkörper ohne Milch, Lamellenschneide weiß. Wenn ich mit der Funga Nordica bzw. den Fungi of Northern Europe losschlüssel, komme ich irgendwie an kein Ziel. Hat da jemand eine Idee zu?





    Huthaut in Wasser

    Lamelle in Kongorot















    Sporen in Wasser








    Sporen in Melzer



    Stiel




    Huthaut in Kongorot



    Björn

    Hallo zusammen,


    C. rutilus ist ein Artenaggregat. Im ersten Schritt sollte man die Amyloidität der Lamellentrama prüfen, dann landet man evtl. bei C. mediterraneus. Ansonsten muß man noch genauer reinmikroskopieren.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die erweiterte Suche habe ich ausprobiert, da bleibt das Problem aber eins zu eins so bestehen. Dann warten wir einfach mal ab, was der Update-Abschluß bringen wird.


    Björn