Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende habe ich mal wieder eine kleine Runde durch den Duisburger Stadtwald gedreht und ein paar Stöckchen mit nach Hause genommen:


    1. Pezicula acericola ex Acer campestre


    2. Dialonectria episphaeria ex Diatrype stigma


    3. Hypoxylon fuscum ex Corylus avellana


    4. Tremella mesenterica


    Björn

    Hi everyone,


    I don't speak any Spanish, so I will just reply in English. I don't think this is a smut fungus because there are basically no smut fungi on ferns. It does not look like a Cordyceps either, but I lack any good idea what it could be. So we need microscopic information to get further...


    Björn

    Hallo zusammen,


    ja Brennnesseln lohnen eigentlich immer. Ingo Wagner hat auf seiner Homepage ja auch mal ganz explizit seine Brennnesselfunde zusammengefaßt vorgestellt.


    So richtig warzig sind die Massaria-Sporen nicht.... aber auch nicht ganz glatt. Da waren schon einige Hubbel drauf, aber eben nicht an allen Sporen und auch nur sehr lokal. Keine Ahnung, wie man das jetzt zu interpretieren hat.


    Den Bulbillomyces hier hatte ich nicht mikroskopiert, aber ich hatte kürzlich hier im Stadtwald einen Fund, wo Anamorphe und Teleomorphe von der Partie waren.


    Björn

    Hallo Pablo,


    ja, Entoloma vindobonense hat auch Mehlgeruch und ist mikroskopisch praktisch identisch (bis auf den mutmaßlichen Unterschied mit den Vakuolen) zu E. sericeum. Tatsächlich ist es aber wohl so, daß praktisch alle spätherbstlichen Funde von dunkles E. sericeum eigentlich E. vindobonense sind.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag ging es bei frostigen Temperaturen dann weiter in den Duisburger Landschaftspark, ein ehemaliges Hochofengelände und jetzt eine Parklandschaft


    1. Das dürfte wohl Entoloma vindobonense sein, auch wenn ich in der Huthaut keine granulären Vakuolen finden konnte.


    2. Auch diese Kollektion ist wohl E. vindobonense


    3. Arrhenia spathulata


    4. Deconica montana


    5. Arrhenia rickenii


    7. Bovista plumbea


    8. Neottiella rutilans


    9. Tulostoma brumale


    10. Phylloscypha boltonii


    11. Hohenbuehelia sp.


    12. Typhula cf. setipes, ohne Schnallen, ohne Sklerotium, mit amyloiden Sporen


    13. Das dürfte Entoloma graphitipes f. cystidiata sein


    14. Corticifraga fuckelii ex Peltigera sp.


    15. Hawksworthiana peltigericola ex Peltigera sp.


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzten Samstag war ich nach längerer Zeit mal wieder in der Rheinaue Walsum unterwegs. Auch wenn es Frost gab und entsprechend kalt war, ließen sich einige Pilze finden, zum Teil sogar optisch sehr ansprechend:


    1. Trichopeziza sulphurea ex Urtica dioica


    2. Flammulina elastica


    3. Bulbillomyces farinosus


    4. Pholiota conissans


    5. Puccinia lagenophorae ex Senecio vulgaris


    6. Spilopodia nervisequa ex Plantago lanceolata


    7. Massaria gigantispora ex Acer campestre


    8. Peroneutypa scoparia ex Tilia sp.


    9. Illosporopsis christiansenii


    11. Marchandiomyces aurantiacus


    12. Torula herbarum ex Urtica dioica


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich kann mir hier ganz gut eine Peziza s.l. vorstellen. Was bei den Sporen auffällt, sind die Ansammlungen kleiner Öltropfen an den beiden Sporenenden. Das würde einen dann in die neue Gattung Phylloscypha führen. P. labessiana oder P. boltonii scheinen doch erstmal gar nicht unplausibel mit den Daten, die wir bisher so haben.


    Björn

    Hallo Pablo,


    gut, daß hier wenigstens einer aufpaßt ;) Ich habe die Sporen jetzt einmal gründlich vermessen und komme auf 4.1+-0.2 µm x 3.2+-0.2 µm, Q=1.3+-0.1, 3.7-4.5 µm x 2.6-3.5 µm, Q=1.2-1.4. Pseudozystiden sind mir tatsächlich nicht aufgefallen, stattdessen hatte ich die mit Kristallen besetzen Hyphenenden falsch interpretiert. Von daher paßt Schizopora flavipora hier deutlich besser als das junge Huhn.


    Björn

    Hallo zusammen,



    1. Golovinomyces sonchicola ex Sonchus oleraceus


    2. Exidia glandulosa


    3. Tulasnella violea


    4. Bertia moriforme


    5. Mycena capillaris


    6. Inonotus radiatus


    7. Junghuhnia nitida


    8. Helvella crispa


    9. Phleogena faginea


    10. Bjerkandera adusta


    11. Hypoxylon fragiforme


    12. Cylindrium aeruginosum auf Quercusblättern


    13. Phlebia subochracea


    14. Daedaleopsis confragosa


    15. Sclerencoelia fraxinicola


    16. Thyronectria aurigera ex Fraxinus excelsior


    17. Lasiosphaeria ist klar, aber wie genau unterscheidet man L. hirsuta und L. hispida?


    Björn

    Hallo zusammen,


    das mit der Namensgebung bei P. myriaspora/myriospora ist ja interessant. Bei pilze-deutschland und im Index Fungorum ist jeweils die Schreibweise P. myriospora verwendet. Dabei wird im IF aber darauf hingewiesen, daß die ursprüngliche Beschreibung der Art als Sordaria myriaspora erfolgte. Jetzt müßte man wohl Latein können um zu entscheiden, ob myriaspora grammatikalisch falsch oder akzeptabel ist...


    Björn

    Hallo zusammen,


    machen wir hier mal weiter im Text, zunächst mal mit den Funden vom Hirsch.


    1. Ein Lasiobolus mit Sporen von 22-23 µm x 13,5-14,5 µm, Q=1,6-1,7, Haarbasis 12-13 µm breit, also L. cuniculi


    2. Ein Schizothecium mit 32 Sporen im Ascus, Sporen um 21 x 13 µm, also S. dakotense. Paßt auch behaarungstechnisch, da keine steifen Haare vorhanden waren.


    3. Noch ein Schizothecium, diesmal 8-sporig. Sporen messen 19-22 x 10,5-12 µm. Ohne biegsame Haare und mit den sehr kleinen Schuppen werfe ich mal S. vesticola in den Raum.


    4. Ein Saccobolus ohne gelbe Farben und mit Sporen von 11-12 x 6 µm, Sporencluster 30x10 µm, da würde ich gerne S. depauperatus draus machen.


    5. Und noch eine Podospora mit Sporen von 31-36,5 x 19,5-20,5 µm. Sporen zählen ist hier mühselig...aber es werden schon 64 oder 128 sein. Mit Lunqvist kann man die 128er-Arten dann aufgrund der Sporengröße ausschließen und es bleibt mit 64 Sporen P. myriaspora übrig, was auch insgesamt ganz gut paßt.


    Ansonsten gab es noch einen Coprotus sexdecimsporus, den ich aber nicht abgelichtet habe.


    Björn

    Hallo zusammen,


    mich erinnern die Fotos an einen Fund, den ich am 10.9.2022 hier im Duisburger Stadtwald an einem heruntergefallenen Buchenast machen konnte. Das hat sich mikroskopisch als Anamorphe entpuppt, die ich dann aber nicht bestimmen konnte.



    Björn

    Hallo Oliver,


    wenn man Ascomyceten ganz klassisch bis zur Gattung schlüsseln möchte, kann man sich mal das niederländische Ascomyceten Project anschauen. Da gibt es entsprechende Schlüssel, die ich z.T. schon probiert habe und die dann für Pyrenomyceten auch ganz gut funktioniert haben.


    Björn

    Hallo zusammen,


    genau, die runden Kugeln sind die Basidien, die vierfach septiert sind, was man auf einigen Bildern auch erkennen kann. Aus der Basidie wachsen dann die vier Sterigmen, die hier wie bei vielen Phragmobasidiomyceten sehr lang sind im Verhältnis zur Basidie. Oben an den Basidien dann wie von anderen Pilzen gewohnt dann die sich bildenden Sporen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzten Sonntag konnte ich im Duisburger Stadtwald auf einem abgestorbenem Buchenast eine Bourdotigloea finden. Mit dem Bourdotigloea-Schlüssel des niederländischen Phragmoprojekts kann ich B. lanea und B. cerea aufgrund der Fruchtkörperstruktur und moniliformen Zystiden ausschließen. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die Form der Zystiden genauer zu beurteilen: Deutlich moniliform oder unregelmäßig bzw. schwach moniliform. Der Vergleich mit den Mikrozeichungen bei Spirin et al. 2018 hilft mir da auch nicht wirklich weiter. Sporenmaße sind 19.6+-1.1 µm x 6.4+-0.4 µm, Q=3.1+-0.2, 18.0-21.2 µm x 5.7-7.3 µm, Q=2.7-3.6, aber damit bekommt man die Arten auch nicht gescheit getrennt. Hat jemand Erfahrung mit der Gattung?



    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war ich auf einer kleinen Runde im Stadtwald Duisburg unterwegs:


    1. Hier werden die meisten wohl sofort Myxarium nucleatum schreien. Aber es gibt mit Myxarium hyalinum eine Verwechslungsart, die sich nur mikroskopisch unterscheiden läßt. Laut niederländischem Phragmoprojekt gibt es so z.B. noch keine molekular bestätigen Funde von M. nucleatum aus den Niederlanden. Hier maßen die Sporen 13.4+-0.6 µm x 4.7+-0.4 µm, Q=2.8+-0.2, bzw. 12.4-14.3 µm x 4.2-5.7 µm, Q=2.5-3.1 und man landet bei M. hyalinum.


    2. Sawadaea bicornis ex Acer pseudoplatanus, wieder etwas für Tuppie


    3. Massaria anomia ex Robinia pseudoacacia


    4. Biscogniauxia nummularia an Fagus sylvatica


    Außerdem gab es noch eine Bourdotigloea, die ich aber gesondert vorstellen möchte.


    Björn

    Hallo zusammen,


    mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so gibt es aktuell nur zwei weitere Dungpilze vom Damhirsch zu vermelden:


    1. Mit Sporen von 26-27 µm x 11,5-12,5 µm lande ich hier bei Ascobolus albidus


    2. Ein Klassiker auch ohne Makrofoto: Iodophanus carneus


    Björn