Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    bei der Tour durch die Rheinaue Walsum am 10.12.2022 habe ich auch eine Dose voller Schafsdung mit nach Hause genommen. Da das Substrat offenbar recht frisch war, tat sich am Anfang erstmal außer Schimmel nicht viel. Aber so langsam kommt das ganze jetzt doch ins Rollen.


    1. Pilobolus crystallinus


    2. Schizothecium tetrasporum


    3. Ascobolus albidus mit Sporen von 24-27 µm x 12-14 µm


    Björn

    Hallo Uwe,


    die blauen Fotos sind mit normalere Tinte gefärbt. Was aber für die Gelhüllen und Caudae viel besser funktioniert ist Chinatusche, die in den braunen Bildern benutzt wurde. Die lasse ich dann auch einfach von der Seite ins Wasserpräparat reinlaufen (und gerade die Chinatusche läuft da auch wirklich mit Begeisterung ins Präparat und bleibt nicht am Rand).


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier noch ein paar weitere Funde vom Pferd:


    1. Eine Coniochaeta mit Sporen von 18.9-20.7 x 15.2-16.4 µm, also wohl C. scatigena


    2. Eine Trichodelitschia mit Sporen von 24-26.5 µm. Im ersten Fruchtkörper gab es leider nur Sporen, an denen sich die Gelhülle nicht beurteilen ließ. Aber in weiteren Exemplaren gab es dann auch hübsche Sporen mit dreiteiliger Gelhülle, also T. minuta


    3. Auch auf dem Pferd: Podospora decipiens


    4. Eine Podospora mit großen Sporen von 43-51 x 28-30 µm. Da bleiben dann nur P. intestinacea und P. fimiseda in der Auswahl. Da das Pedicel hier nach unten dünner wird und die Keimpore subapikal sitzt, wird es wohl erstere Art sein, auch wenn die charakteristisch darmförmigen Strukturen bei den Caudae nicht zu sehen waren.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vorgestern habe ich noch eine Runde durch den Duisburger Stadtwald und an der Regattabahn gedreht. Nach dem die Temperaturen wieder gestiegen sind und es ausgiebig geregnet hat, sprießen die Pilze nur so aus dem Totholz.


    1. Octospora leucoloma


    2. Trichaptum abietinum


    3. Steccherinum fimbriatum


    4. Botryobasidium subcoronatum


    5. Hypocrea aureoviridis


    6. Peronospora alsinearum ex Stellaria media


    7. Ramularia glechomatis ex Glechoma hederacea


    8. Chromocyphella muscicola


    9. Auricularia auricula-judae


    10. Exidia glandulosa


    11. Eine Lasiosphaeria.... für L. ovina ist mir das ganze nicht mit genug weißem Tomentum eingehüllt. Aber die anderen Arten, die bei Candoussau et al. 2001 ausgeschlüsselt werden, passen auch nicht so recht. Hat da jemand Ideen?


    12. Tremella globispora


    13. Nectria cinnabarina s. str.


    Björn

    Das Paper schweigt sich ja leider zu der benutzen Notation aus. Aber da hier Klammer-Wert-Klammer für das Camarosporium benutzt wird, würde ich das eher so interpretieren als wären die beiden Klammerwerte Maxima und Minima und der Wert dazwischen ein Mittelwert. Ansonsten würde das ja bedeuten, daß praktisch alle Sporen gleich groß sind... was ja erfahrungsgemäß eigentlich nicht sein kann.


    Björn

    Hallo Eike,


    nach dem Artikel von Crous et al. sind die Sporenmaße bei S. lyciicola 20.5-30.5 x 10-15 µm und bei C. quaternatum 20-26.5 x 10-13 µm. Damit liegt dein Fund doch eigentlich perfekt im Rahmen von C. quaternatum.... nur daß diese Art dann ja dummerweise auch im sehr breiten Rahmen der Sporen von S. lyciicola Platz hat.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende habe ich mal wieder eine kleine Runde durch den Duisburger Stadtwald gedreht und ein paar Stöckchen mit nach Hause genommen:


    1. Pezicula acericola ex Acer campestre


    2. Dialonectria episphaeria ex Diatrype stigma


    3. Hypoxylon fuscum ex Corylus avellana


    4. Tremella mesenterica


    Björn

    Hi everyone,


    I don't speak any Spanish, so I will just reply in English. I don't think this is a smut fungus because there are basically no smut fungi on ferns. It does not look like a Cordyceps either, but I lack any good idea what it could be. So we need microscopic information to get further...


    Björn

    Hallo zusammen,


    ja Brennnesseln lohnen eigentlich immer. Ingo Wagner hat auf seiner Homepage ja auch mal ganz explizit seine Brennnesselfunde zusammengefaßt vorgestellt.


    So richtig warzig sind die Massaria-Sporen nicht.... aber auch nicht ganz glatt. Da waren schon einige Hubbel drauf, aber eben nicht an allen Sporen und auch nur sehr lokal. Keine Ahnung, wie man das jetzt zu interpretieren hat.


    Den Bulbillomyces hier hatte ich nicht mikroskopiert, aber ich hatte kürzlich hier im Stadtwald einen Fund, wo Anamorphe und Teleomorphe von der Partie waren.


    Björn

    Hallo Pablo,


    ja, Entoloma vindobonense hat auch Mehlgeruch und ist mikroskopisch praktisch identisch (bis auf den mutmaßlichen Unterschied mit den Vakuolen) zu E. sericeum. Tatsächlich ist es aber wohl so, daß praktisch alle spätherbstlichen Funde von dunkles E. sericeum eigentlich E. vindobonense sind.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag ging es bei frostigen Temperaturen dann weiter in den Duisburger Landschaftspark, ein ehemaliges Hochofengelände und jetzt eine Parklandschaft


    1. Das dürfte wohl Entoloma vindobonense sein, auch wenn ich in der Huthaut keine granulären Vakuolen finden konnte.


    2. Auch diese Kollektion ist wohl E. vindobonense


    3. Arrhenia spathulata


    4. Deconica montana


    5. Arrhenia rickenii


    7. Bovista plumbea


    8. Neottiella rutilans


    9. Tulostoma brumale


    10. Phylloscypha boltonii


    11. Hohenbuehelia sp.


    12. Typhula cf. setipes, ohne Schnallen, ohne Sklerotium, mit amyloiden Sporen


    13. Das dürfte Entoloma graphitipes f. cystidiata sein


    14. Corticifraga fuckelii ex Peltigera sp.


    15. Hawksworthiana peltigericola ex Peltigera sp.


    Björn

    Hallo zusammen,


    letzten Samstag war ich nach längerer Zeit mal wieder in der Rheinaue Walsum unterwegs. Auch wenn es Frost gab und entsprechend kalt war, ließen sich einige Pilze finden, zum Teil sogar optisch sehr ansprechend:


    1. Trichopeziza sulphurea ex Urtica dioica


    2. Flammulina elastica


    3. Bulbillomyces farinosus


    4. Pholiota conissans


    5. Puccinia lagenophorae ex Senecio vulgaris


    6. Spilopodia nervisequa ex Plantago lanceolata


    7. Massaria gigantispora ex Acer campestre


    8. Peroneutypa scoparia ex Tilia sp.


    9. Illosporopsis christiansenii


    11. Marchandiomyces aurantiacus


    12. Torula herbarum ex Urtica dioica


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich kann mir hier ganz gut eine Peziza s.l. vorstellen. Was bei den Sporen auffällt, sind die Ansammlungen kleiner Öltropfen an den beiden Sporenenden. Das würde einen dann in die neue Gattung Phylloscypha führen. P. labessiana oder P. boltonii scheinen doch erstmal gar nicht unplausibel mit den Daten, die wir bisher so haben.


    Björn

    Hallo Pablo,


    gut, daß hier wenigstens einer aufpaßt ;) Ich habe die Sporen jetzt einmal gründlich vermessen und komme auf 4.1+-0.2 µm x 3.2+-0.2 µm, Q=1.3+-0.1, 3.7-4.5 µm x 2.6-3.5 µm, Q=1.2-1.4. Pseudozystiden sind mir tatsächlich nicht aufgefallen, stattdessen hatte ich die mit Kristallen besetzen Hyphenenden falsch interpretiert. Von daher paßt Schizopora flavipora hier deutlich besser als das junge Huhn.


    Björn

    Hallo zusammen,



    1. Golovinomyces sonchicola ex Sonchus oleraceus


    2. Exidia glandulosa


    3. Tulasnella violea


    4. Bertia moriforme


    5. Mycena capillaris


    6. Inonotus radiatus


    7. Junghuhnia nitida


    8. Helvella crispa


    9. Phleogena faginea


    10. Bjerkandera adusta


    11. Hypoxylon fragiforme


    12. Cylindrium aeruginosum auf Quercusblättern


    13. Phlebia subochracea


    14. Daedaleopsis confragosa


    15. Sclerencoelia fraxinicola


    16. Thyronectria aurigera ex Fraxinus excelsior


    17. Lasiosphaeria ist klar, aber wie genau unterscheidet man L. hirsuta und L. hispida?


    Björn

    Hallo zusammen,


    das mit der Namensgebung bei P. myriaspora/myriospora ist ja interessant. Bei pilze-deutschland und im Index Fungorum ist jeweils die Schreibweise P. myriospora verwendet. Dabei wird im IF aber darauf hingewiesen, daß die ursprüngliche Beschreibung der Art als Sordaria myriaspora erfolgte. Jetzt müßte man wohl Latein können um zu entscheiden, ob myriaspora grammatikalisch falsch oder akzeptabel ist...


    Björn

    Hallo zusammen,


    machen wir hier mal weiter im Text, zunächst mal mit den Funden vom Hirsch.


    1. Ein Lasiobolus mit Sporen von 22-23 µm x 13,5-14,5 µm, Q=1,6-1,7, Haarbasis 12-13 µm breit, also L. cuniculi


    2. Ein Schizothecium mit 32 Sporen im Ascus, Sporen um 21 x 13 µm, also S. dakotense. Paßt auch behaarungstechnisch, da keine steifen Haare vorhanden waren.


    3. Noch ein Schizothecium, diesmal 8-sporig. Sporen messen 19-22 x 10,5-12 µm. Ohne biegsame Haare und mit den sehr kleinen Schuppen werfe ich mal S. vesticola in den Raum.


    4. Ein Saccobolus ohne gelbe Farben und mit Sporen von 11-12 x 6 µm, Sporencluster 30x10 µm, da würde ich gerne S. depauperatus draus machen.


    5. Und noch eine Podospora mit Sporen von 31-36,5 x 19,5-20,5 µm. Sporen zählen ist hier mühselig...aber es werden schon 64 oder 128 sein. Mit Lunqvist kann man die 128er-Arten dann aufgrund der Sporengröße ausschließen und es bleibt mit 64 Sporen P. myriaspora übrig, was auch insgesamt ganz gut paßt.


    Ansonsten gab es noch einen Coprotus sexdecimsporus, den ich aber nicht abgelichtet habe.


    Björn

    Hallo zusammen,


    mich erinnern die Fotos an einen Fund, den ich am 10.9.2022 hier im Duisburger Stadtwald an einem heruntergefallenen Buchenast machen konnte. Das hat sich mikroskopisch als Anamorphe entpuppt, die ich dann aber nicht bestimmen konnte.



    Björn