Hallo Nobi,
gut, dann bleibt die Delitschia also ohne Namen. Aber die Kaninchen haben ja auch so schon einige Arten produziert (und das ganze ohne feuchte Kammer).
Björn
Hallo Nobi,
gut, dann bleibt die Delitschia also ohne Namen. Aber die Kaninchen haben ja auch so schon einige Arten produziert (und das ganze ohne feuchte Kammer).
Björn
Hallo zusammen,
es geht munter weiter... wenn man sich die Köttel in Ruhe anschaut, kommt doch einiges an Arten zusammen:
12. Trichodelitschia minuta
13. Auf den Kötteln gab es Chasmothecien(?), die ellipsoid und relativ groß waren... innen dann zur Überraschung nur diese braunen, vierzelligen Konidien. Da fehlt mir leider jegliche Idee. Konidiogene Zellen oder der gleichen habe ich leider nicht entdeckt.
Björn
Hallo Ingo,
vergleiche deinen Fund doch mal mit Athelia arachnoidea (s.l.). Die frißt gerne Moos und Algen und bildet oft nur Hyphen und Kügelchen.
Björn
Hallo zusammen,
ein weiterer Blick auf die Köttel hat weitere Arten ans Tageslicht gefördert:
7. Coniochaeta scatigena mit Sporen von 18-19 µm x 15-16 µm
8. Eine Sporormiella mit schrägen Keimspalten, transversaler Septierung und Sporen von 49-53 µm x 11 µm. Da lande ich bei Sporormiella intermedia
9. Eine Delitschia mit Sporen von 28-30 µm x 7-8 µm, die gerade septiert sind. Ein Tomentum ist mir nicht aufgefallen, aber das Substrat war an der Stelle, wo ich den Fruchtkörper gefunden habe, grünlich gefärbt. Die Asci scheinen biseriat zu sein... damit paßt in Nobis Delitschia-Tabelle erstmal nichts direkt. Kann D. leptospora so große Sporen haben? Oder kann D. trichodelitschioides so tief septierte Sporen haben?
10. Noch mal die Hypocopra brefeldii, diesmal mit Kongorot gefärbt
11. Das sollte auch noch mal Sporormiella intermedia sein. Sporen messen 50-54 µm x 10-12 µm
Björn
Hallo Matthias,
das paßt makroskopisch und von den Haaren her wirklich gut! Ich habe die mitgenommen Grashalme mal in die feuchte Kammer gelegt, vielleicht wachsen ja noch frische Fruchtkörper nach, die dann auch Asci und Paraphysen bereithalten.
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag habe ich in den Borkenbergen beim Dauerregen fleißig Kaninchenköttel eingesammelt. Auf den alten Teilen fielen im Feld schon Hypocopras auf, aber als ich dann zu Hause einen noch deutlich größeren Pilz auf den Kötteln entdeckte, den ich im Feld beim Einsammeln gar nicht bemerkt hatte, war die Freude natürlich riesig!
1. Hypocopra brefeldii. Sporen 24x14 µm, Keimspalte 14 µm und von dort auch schon bekannt.
2. Von einem anderen Köttel, hier mit Sporen (23.3-28.7)x(13.1-15.3) µm, Keimspalte 14-15) µm
3. Sordaria macrospora, Sporen messen 29.9-35.6 x 17.1-18.8, Q=1.7-2.0, im Mittel 1.7
4. Anderer Köttel, hier messen die Sporen 27.2-32.1 x 16.2-20.6, Q=1.5-1.8 im Mittel 1.6. Also auch noch mal S. macrospora würde ich denken.
5. Coniochaeta vagans mit Sporen von 12.6-13.9 x 9.1-11.3 µm
6. Und dann der Fund des Tages: Podosordaria tulasnei
Björn
Hallo zusammen,
vor einer Woche war ich im Duisburger Landschaftspark und konnte einige interessante Pilze finden. Auch hier wird es noch einen separaten Beitrag im Copro-Unterforum geben, da es u.a. eine für mich nicht bestimmbare Hypocopra gab.
1. Coleroa circinans ex Geranium rotundifolium
2. Corticifraga fuckelii ex Peltigera sp.
3. Puccinia sp. ex Carex sp.
4. Pseudovalsa lanciformis ex Betula pendula
5. Discostroma tostum ex Epilobium hirsutum
6. Pseudombrophila hepatica auf Kaninchendung
Björn
Hallo zusammen,
hier ein paar Eindrücke aus den Borkenbergen vom letzten Sonntag. Im Dungpilz-Bereich kommt dann noch mal ein gesonderter Beitrag mit den Köstlichkeiten auf Kaninchendung ![]()
1. Neonectria hederae ex Hedera helix
2. Coleroa circinans ex Geranium rotundifolium
3. Stagonospora subseriata ex Molinia caerulea
4. Eine Anamorphe auf Molinia caerulea, evtl Richtung Colletotrichum graminicola agg.
5. Cyathicula amenti auf Salix-Kätzchen
6. Und noch ein Fund auf Mollinia. Leider war die weiße Fruchtschicht mikroskopisch ohne Asci, Paraphysen oder Basidien.... deshalb gibt es nur Bilder der Randhaare und ein dickes Fragezeichen dazu.
Björn
Hallo zusammen,
gestern habe ich den Duisburger Brauchtumstag Rosenmontag genutzt um dem Karnveal zu entfliehen und war eine kleine Runde im Essener Hespertal. Da gab es dann einige alte Bekannte wiederzuentdecken:
1. Phellinus conchatus an Weide
2. Sarcoscypha austriaca. An der Stelle wächst auch S. coccinea, aber diesmal hab ich nur Österreicher eingesteckt.
3. Exidia nigricans
4. Sclerencoelia fraxinicola
5. Helminthosporium tiliae an Tiilia sp.
Björn
Hallo Ingo,
der Artikel ist tatsächlich quasi druckfrisch vom 27.1.2023. Der Pilz selber wurde allerdings wohl schon 2018 entdeckt und ich erinnere mich, wie Ludwig Beenken, der Erstautor der Studie bei der letzten Kleinpilztagung eifrig nach dem Pilz gesucht hat. Ich selber habe den Pilz noch nicht gefunden, aber der ist wohl auch nur in entsprechenden Höhenlagen zu finden.
Björn
Hallo Stefan,
es gibt doch nichts Besseres
Mittlerweile habe ich den Feed aber einfach mal gelöscht und neu zu meinem RSS-Reader hinzugefügt. Jetzt scheint es wieder zu funktionieren. War also falscher Alarm.
Björn
Hallo zusammen,
auf die Gefahr hin, daß ich der einzige Mensch bin, der den RSS-Feed in diesem Forum nutzt: Ich habe festgestellt, daß dieser seit ein paar Tagen nicht mehr funktioniert (zumindest mit dem personalisiertem Link, den anderen hab ich nicht getestet bis lang). Gibt es andere, die das bestätigen können? Gibt es gar Lösungen für das Problem?
Björn
Hallo zusammen,
beim allerersten Foto würde ich spontan aber eher an Biscogniauxia nummularia als an Diatrype denken.
Björn
Hallo Pedro,
in dem Artikel "A morphological and phylogenetic revision of the Nectria cinnabarina species complex" von Hirooka et al. aus dem Jahr 2011 gibt es einen Schlüssel.
Björn
Hallo zusammen,
da das Wetter am Sonntag hier eher bescheiden war, habe ich nur eine kleine Runde durch den Stadtwald gedreht. Aber auch das hat sich gelohnt, denn es gab gleich mehrere für mich neue Pilze.
1. Pezicula cinnamomea auf Quercus robur
Mit Lugol
Mit Lugol nach KOH-Vorbehandlung
2. Eine Hypocrea, die ich für Hypocrea strictipilosa halte
3. Mal wieder ein Lebermoos...
4. Capitotricha bicolor an Quercus robur. Vermutlich eine übersehene Art, da sie an dünnen, noch am Baum befindlichen Ästchen wächst.
5. Meloderma desmazieri auf Pinus strobus, auch eine wohl oft übersehene Art. Einfach mal am Baum befindliche Nadeln von Pinus strobus nach Spaltlippen absuchen.
6. Auf Fagus sylvatica. Eine Chaetosphaeria?
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag habe ich mal wieder eine kleine Runde im Neandertal gedreht und dabei ein paar Pilze eingesackt.
1. Bremia lapsanae ex Lapsana communis
2. Hypoxylon intermedium ex Fraxinus excelsior
3. Merismodes anomala
4. Ein Lebermoos, leider ohne Mniaecia jungermanniae
5. Ein Polytrichum-Blatt im Querschnitt. Man sieht sehr schön die "Lamellen"
6. Eine Coniochaeta auf Fagus sylvatica. Leider scheint es auf Holz eine ungeheure Menge an Coniochaeta-Arten zu geben, die Bestimmung also nicht so einfach wie auf Dung.
7. Phragmidium fragariae ex Potentilla sterilis
8. Hysterium angustatum auf einer Bank aus Eichenholz
9. Auf einem Polytrichum-Blättchen war dann dieser winzige Fruchtkörper zu finden. Mutmaßlich Epibryon interlamellare, aber leider ließ sich das Dingen dann nicht gescheit präparieren und weiter untersuchen.
Björn
Hallo zusammen,
als Ergänzung dazu: Nectria cinnabarina ist ein Artenkomplex, aus dem in Europa drei Arten vorkommen. Die sichere Bestimmung auf Artebene geht nur mikroskopisch.
Björn
Hallo Sebastian,
so vom Bauchgefühl her würde ich das erste für eine Flechte halten. Die Ketten beim Zweiten sind Cyanobakterien und mit den Hyphen dazu dann wohl auch wieder eine Flechte.
Björn
Hallo Felli,
eine Idee hab ich zu dem Pyrenomyceten zwar nicht, aber hast du mal die Schlüssel der Niederländer probiert?
Björn
Hallo Florian,
sehr schön! Und am Ende schmeckt ja sowohl Schaf Hawaii als auch Wildschwein Hawaii ;D
Björn
Hallo Nobi,
das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm, das P. excentrica so selten ist und in Sachsen noch ganz fehlt. Ich selber hatte die Art schon einmal, damals auch von einer Wacholderheide auf saurem, sandigen Boden, wo im Sommer/Herbst offenbar Schafe unterwegs waren, deren Hinterlassenschaften ich dann im Winter eingesammelt habe.
Björn
Juhu! Hawaii-Feeling im tristen Duisburger Winter ![]()
Björn
Hallo Nobi,
ich hab zwar keine genaue Liste über meine untersuchten Proben, aber von 124 Proben bin ich definitiv noch weit entfernt ![]()
Björn
Hallo zusammen,
es geht langsam aber stetig weiter auf dem Walsumer Schaf. Zwar tummelt sich da viel Schimmel und noch mehr Nematoden, die dann auch die Makrofotos unschön dekorieren, aber ich glaube, daß ich dennoch einen schönen Fund machen konnte. Ein Ascobolus mit warzigen Sporen, die 17.7-23.1 µm x 10.0-12.2 µm messen. Die Fruchtkörper sind weißlich, so daß ich hier insgesamt bei Ascobolus hawaiiensis lande, was ja ein eher seltener Fund wäre.
Björn
Hallo zusammen,
neben den Kaninchenkötteln gab es in der Westruper Heide auch Schafdung. Der wirkte insgesamt noch relativ frisch, da weit und breit keine Schafe mehr zu sehen waren, ist er aber vermutlich älteren Datums. Entsprechend gab es darauf auch schon ein paar erste Pilze zu sehen. Mal schauen, was sich da in Kultur noch alles entwickelt.
1. Podospora excentrica. Die seitliche Cauda ist zwar in dem Tintenbild nicht so gut zu sehen, war aber vor in einem anderen, insgesamt schlechteren Präparat erkennbar.
2. Eine Sporormiella mit Sporen von 49-56,5 µm x 9-12,5 µm, die ich als S. grandispora ablegen würde.
Björn
