Hallo Erich,
ein interessanter Fund und sehr hübsche Bilder. Gibt es da auch makroskopische Fotos?
Björn
Hallo Erich,
ein interessanter Fund und sehr hübsche Bilder. Gibt es da auch makroskopische Fotos?
Björn
Hallo zum Zweiten,
jetzt war auch die Nr. 10 noch mal unterm Mikroskop.
Zuerst noch mal die ampullaten Hyphen:
Dann zu den Basidien. Die sind eigentlich durchgängig 4-sporig. Das war wohl beim letzten Mal einfach der Perspektive geschuldet, daß es eher 2-sporig aussah. Urnenförmig sehen sie nicht aus, von daher würde ich tatsächlich bei Trechispora bleiben wollen.
Noch mal eine Septe, weil es so schön ist.
Und dann haben wir auch ein paar Sporen mit den Maßen (5.4+-0.4) µm x (2.9+-0.1) µm
Für T. byssinella sind die Sporen zu groß. T. amianthina würde da schon besser passen. In FE12 werden die Sporen als elliptisch bis allantoid beschrieben, das paßt. In Franks Schlüssel steht aber subglobos bis tropfenförmig.
Björn
Hallo Pablo,
vielen Dank für den Hinweis auf diesen interessanten Beitrag von Christoph. Ich glaube, da bin ich in ferner Vergangenheit auch schon mal drüber gestolpert, konnte das aber dann nicht mehr wieder finden. Also bleibt das wohl alles eine sehr verzwickte Sache. Bei Facebook hatte Björn Wergen übrigens auch einen Blick auf meine Bilder geworfen und zu D. stillatus tendiert...
Hattest du zur Nr. 9 eigentlich auch eine Meinung? Da würde ich ja erstmal zu Athelia tendieren, aber weder mit FE12 noch mi CoNE komme ich da zu irgendwas gescheitem ausgeschlüsselt.
Björn
Hallo zusammen,
hier erstmal ein genauerer Blick auf die ehemals gelben Becherchen. Haare sind dort beim besten Willen nicht zu erkennen. Das Substrat hier ist übrigens Laubholz, wobei es aber auch gut sein kann, daß da zwischen Holz und meinen Becherchen noch ein alter, ausgelutschter Pyrenomycet liegt.
Daß das mit den Deckgläschen gefährlich ist, ist mir schon bewußt. Da zerbricht auch hin und wieder mal eins beim Abtrocknen. Aber verletzt habe ich mich bisher nur beim Trocknen von Objektträgern. Die haben ganz fiese scharfe Kanten, die auch entsprechend gut einschneiden.
Björn
Hallo Felli,
Haare kann ich da mit der Lupe nicht erkennen. Ich kann heute Abend aber noch mal einen Becher unters Mikro schmeißen um das bei höherer Vergrößerung abzusichern.
Björn
Hallo Felli,
Nr. 8 wuchs auf Rotbuche. Nummer 10 hat in der Zwischenzeit dank Björn Wergen bei FB einen Namen bekommen: Lophiostoma macrostomum. Werde ich direkt maloben ergänzen.
Björn
Hallo Pablo,
bei der Sistrotrema habe ich gerade auch noch mal geschlüsselt und komme wie erwartet zu S. brinkmannii.
Den Xylodon kann ich gerne in den Sammelordner "Für Pablo" legen ![]()
Außerdem hatte ich mir auch noch diese netten Lutschbonbons mitgenommen. Liege ich da am Ende mit Dacrymyces stillatus richtig? Was mich angenehm überrascht hat, war, daß sich das Dingen doch sehr angenehm mikroskopieren ließ. Ist bei so Glibber ja auch nicht selbstverständlich. Sporengröße (12.0+-0.5) µm x (5.0+-0.3) µm
Sporen
Hyphen ohne Schnallen
Basidie
Björn
Hallo zusammen,
fürs Erste gibt es mal die Mikrobilder von der vermuteten Perichaena corticalis. Soweit ich als Laie das beurteilen kann, paßt das recht gut. Was sagt der Fachmann?
In die vermeintliche Trechispora schaue ich dann morgen rein. Jetzt werden erstmal Objektträger und Deckgläschen geputzt.
Björn
Hallo Matthias,
wieder mal ganz tolle Aufnahmen von diesen kleinen Schönheiten!
Björn
Hallo zusammen,
am vergangenen Samstag habe ich mich noch mal auf in den Köllnischen Wald in Bottrop gemacht. Man merkt, daß es schon längere Zeit nicht mehr geregnet hat und die Sonne unerbittlich vom Himmel brennt. Es wird trockener und trockener... Aber ein paar Pilze habe ich dann trotzdem finden können, sogar eine handvoll Austerseitlinge für die Pfanne.
1. Lyomyces sambuci
Hyphen mit Kristallen und Schnallen
4-sporige Basidien
Sporen elliptisch mit Öltropfen
Kopfige Zystide
2. Bjerkandera adusta
3. Beim Umdrehen eines Buchenstammes fielen mir sofort kleine, weiße Kügelchen ins Auge: Die Nebenfruchtform von Bulbillomyces farinosus. Daher hatte ich erst vermutet, daß daneben die Hauptfruchtform wächst. Das stellte sich im Mikroskop aber als Trugschluß heraus. Sieht eher nach einer Sistotrema aus.
Erstmal der Bulbillomyces im Mikroskop
Dann die Sistotrema. Schnallen vorhanden
Hyphen mit Öltröpfchen
Basidien 6-8-sporig
Sporen (4.4+-0.5) µm x (2.2+-0.2) µm
4. Calloria neglecta an Urtica dioica
5. Xylodon sp.
Hyphen an den Zähnchenenden
Sporen (5.1+-0.3) µm x (3.0+-0.2) µm
Nochmal Hyphen aus den Zähnchenenden
Zystidenartige Elemente mit kugeligem Ende
6. Badhamia utricularis? Auf den Fotos erkennt man es leider nicht so gut, aber es waren die charakteristischen Fäden, an denen die sporengefüllten Kugeln hängen, vorhanden. Auch recht typisch war der Fundort: Eiche mit Schichtpilzen, daran der Schleimpilz
7. Hymenochaete rubiginosa
8. Biscogniauxia mediterranea
9. Hier würde ich zu einer Athelia tendieren.
Hyphen stellenweise mit Schnallen, großteils aber ohne. Auffallend die senkrechten Abzweigungen
4-sporige Basidien
Sporen (5.7+-0.4) µm x (3.7+-0.3) µm
10. Auf Urtica dioica. EDIT: Bei FB von Björn Wergen als Lophiostoma macrostomum identifiziert.
Schöne, große Sporen mit Öltropfen
Paraphysen dünn, septiert
Ascus ohne Haken (?), keine Reaktion mit Lugol Interessanterweise waren Sporen in rauen Mengen vorhanden, Asci konnte ich aber fast keine finden.
Björn
Hallo zusammen,
ursprünglich wollte der MAB ja schon am 3.2.2019 in die Grube 7, einen ehemaligen Kalksteinbruch in Haan-Gruite bei Wuppertal, der mittlerweile zu einem Naturschutzgebiet wurde. Leider machte uns damals der Schnee einen Strich durch die Rechnung. Als Ersatztermin ging es am vergangenen Sonntag relativ kurzfristig bei frühlingshaftem Wetter in die Grube. Das Gebiet mit zahlreichen Magerrasen ist wohl eher was für den Spätherbst, aber auch jetzt fand sich der ein oder andere Pilz.
1. Sarcoscypha austriaca sprang einem schon beim Aussteigen am Parkplatz entgegen
2. Ein kleiner weißer Helmling
3. Ein Porling, den Mario mitgenommen hat.
4. Ein Schleimer, ebenfalls von Mario einkassiert.
5. Der hier wurde von Mario mikroskopisch als Schiizopora radula bestimmt.
6. Mollisia sp.
7. Hier dachten wir vor Ort an Hymenochaete tabacina. Das paßt aber wohl mikroskopisch nicht, wie Mario mittlerweile festgestellt hat. Er wird seine Befunde aber auch noch mal hier im Forum zur Diskussion stellen.
8. Noch ein Schleimpilz, liegt jetzt bei mir zu Hause.
9. Scytinostroma hemidichophyticum
10. Eine Trechispora?
Schnallen vorhanden
Basidiolen und Basidie
Das würde ich als ampullate Septen interpretieren
Zystide mit knubbeligen Kopf?
11. Phellinus conchatus
12. Puccinia lapsanae auf Lapsana communis
13. Und dann gab es noch diese sehr kleinen, ursprünglich mal gelben Becherchen, die sich bei mir zu Hause in der Dose dann aber entfärbt haben.
Sporen (18.6+-1.7)µm x (3.6+-0.3) µm
Ascus
Ascusbasis. Hier schlecht auf dem Foto erkennbar, optisch war aber ein Haken vorhanden
Reaktion mit Lugol: Blau
Björn
Hallo Joe,
könnte das gelbe Tremella mesenterica sein, die gerade ihren Geist aushaucht?
Björn
Hallo Joe,
ich glaube der muß dann Scytinostroma hemidichophyticum heißen, S. portensum wäre eine amerikanische Art.
Björn
Hallo Felli,
in "The Lichens of Great Britain and Ireland" steht drin, daß die Apothecien bei P. aipolia oft bereift sind - was im Umkehrschluß dann wohl heißt, daß das nicht immer der Fall sein muß. Die weißen Flecken auf den Lappen gibt es in der Form aber wohl nur bei P. aipolia und nicht bei P. stellaris, so daß ich das als das härtere Unterscheidungskriterium sehen würde. Das ist aber jetzt nur so aus der Literatur übernommen, ich hoffe, daß uns unsere Flechtenexperten hier genaueres dazu sagen können.
Björn
Hallo ihr beiden,
das ist ja echt der helle Wahnsinn, was ihr beiden hier in letzter Zeit an Beiträgen raushaut. Einer besser als der andere. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus...
Björn
Hallo Pablo,
das scheint ganz gut zu passen - auch wenn sowas mit den wenigen Merkmale, die schwarze Hyphen so zu bieten haben, natürlich immer schwierig zu beurteilen ist. Die Art hatten wir vermutlich auch letztes Jahr auf einer Exkursion im Bergischen Land. Ich hatte mich auch daran erinnert, aber da sie dann schlußendlich nicht in der Fundliste auftauchte, konnte ich mich nicht an den Namen erinnern. Und Filzmattenpilz hat bei Google dann leider keine Treffer zu Tage gefördert. Komisch eigentlich, sonst ist Google doch so klug und erkennt, daß Filzmattenkugelpilz recht nahe dran liegt.
Björn
Hallo Pablo,
da warst du ganz knapp schneller als ich. Ich hatte auch noch mal geschlüsselt und bin dann bei Lindtneria hängengeblieben. L. leucobryophila scheint da in der Tat gut zu passen, auch wenn meine Sporen wohl einen Ticken zu schmal sind: (7.7+-0.6) µm x (4.9+-0.4) µm; Extremalwerte 6.8 µm; 8.6 µm und 4.3 µm; 5.4 µm.
Björn
Wie wäre es mit Spunk? ![]()
Hallo Pablo,
die Cristinia helvetica scheint in der Tat sehr gut zu passen. Die gemessene Sporengröße liegt bei meinem Fund bei (4.5+-0.2) µm x (3.8+-0.2) µm und ein schneller Blick mit Baumwollblau hat gerade auch die cyanophilen Eigenschaften bestätigt.
Ansonsten hatte ich mir auch noch dieses schwarze Gestrüpp mitgenommen, wo ich aber irgendwie keinen blassen Schimmer habe. Pilzlich ist es ja schon, aber dann hört es auch auf.
Björn
