Björn
Da bin ich aber mal gespannt!
Beiträge von boccaccio
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Tuppie
APR steht für Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr.Oehrling
Ich meinte damit eigentlich, daß jemand von den APR-Experten den Pilz (oder genauer die insgesamt 4 Exemplare) mit nach Hause genommen hat und da in Ruhe weiter untersucht. Bis dahin bleibt es bei Russula sp., aber sobald ich mehr weiß, werde ich das nachreichen. -
Hier ein paar Eindrücke von der APR-Exkursion in das Grutholz in Castrop-Rauxel vom gestrigen Sonntag.
3.) Auf Buche.
Grutholz-0011.jpg4.) Russula sp., wird wohl noch näher bestimmt von den Experten. UPDATE: Entweder Russula ionochlora oder Russula parazurea.
6.) Wartet noch darauf, mikroskopiert und bestimmt zu werden.
8.) Hypomyces aurantius
Grutholz-0021.jpg10.) Tubifera ferruginosa
13.) Auf Buche.
Grutholz-0031.jpgBjörn
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Gegessen werden sie aber trotzdem, wenn sie keine Schutzmaden intus haben

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Hi,
die Farben sind schon ganz gut getroffen bei den Fotos, wobei ich das jetzt mit meinen Augen als gar nicht so intensiv gelb empfinde. Was das Blauen angeht, hat er tatsächlich erst außen am Stiel auf Druck gebläut, bevor dann langsam die Farbreaktion im Inneren einsetzte. Ich hatte auch den Eindruck, daß der Druck der beiden Pilzhälften gegeneinander (nach dem die Fotos gemacht wurden) die Verfärbung im Inneren verstärkt hat.
Björn
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Vielen Dank Euch allen für die zahlreichen Rückmeldungen, insbesondere auch Jan-Arne für die Bestimmung der Peziza. Für die Zukunft werde ich versuchen, noch mehr Proben zu sammeln und die Menschheit damit zu beglücken
Von 3.) habe ich auch eine getrocknete Probe zu Hause, aber die wollte Mario Tripodi schon haben, was den Vorteil hat, daß ich das Dingen ganz bequem in Solingen vorbeibringen kann.Was den X. engelii angeht, gab es gestern eine längere Diskussion auf Facebook darüber, wobei man dann am Ende zu X. engelii tendierte, weil die roten Punkte wohl sehr klein sein können und dann nur im untersten Stielbereich auftreten, den mein Schnitt nicht erwischt hat.
Die Färbung ist nach ein paar Minuten ganz schwach aufgetreten. Auf dem Foto war der Pilz dann schon circa 5 Minuten halbiert. Nach einer geschätzten Viertelstunde war das Blau dann sogar noch ein klein wenig intensiver als auf dem Foto gezeigt.Und was die Hexeneier angeht, habe ich sie noch nicht probiert. Ich habe aber bei dem gezeigten dran gerochen...das mit dem rettigartigen Geschmack kann schon hinkommen.
Björn
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Eigentlich wollte ich ja heute nach Wissel und dort nach Flechten schauen. Aber weil der Zug nach Xanten einfach nicht kam, ging es dann spontan noch einmal nach Oberhausen in den Hiesfelder Wald. Hat sich auch, wie ich finde, gelohnt, u.a. gab es sogar zwei Röhrlinge!
1.) Xylaria polymorpha
Hiesfelder Wald-0001.jpg2.) Scutellinia sp. auf dem Boden wachsend.
3.) Vielleicht Mycoacia uda? Gefunden auf der Unterseite eines dicken Astes (Durchmesser ~10cm), der im Graben am Wegrand lag.
UPDATE: Phlebia bispora, bestimmt von Trino und Beorn, siehe hier4.) Dacrymyces ?. Ebenfalls gefunden auf einem Stock, der im Graben lag.
5.) Scutellinia sp. auf dem Boden wachsend.
7.) Das dürfte eine Nectria sein.
8.) Gefunden auf dem gleichen Stock wie die Nectria.
9.) Hier hat wohl jemand Probleme zu entscheiden, ob er Röhren oder Lamellen möchte.
10.) Peziza sp. Gefunden auf dem feuchten Boden am Wegrand, der von Rädern bearbeitet war.
11.) Phallus impudicus
Hiesfelder Wald-0049.jpg12.) Melogramma spiniferum. Gefunden auf Buche.
13.) Auricularia auricula-judae
14.) Fuligo septica
15.) Stereum hirsutum
17.) Ein kleiner weißer Knubbel, gefunden auf dem selben Ast wie der obige Schleimpilz. Der Ast befand sich halb in einem kleinen Bach.
18.) Welcher Stielporling mag das genau sein? Polyporus tuberaster?
19.) Pleurotus sp. auf toter Buche
20.) Ganoderma applanatum
22.) Vermutlich Xerocomellus engelii, auch wenn die roten Punkte in der Stielbasis fehlen. Gefunden unter Lärchen und Eichen.
Hiesfelder Wald-0111.jpgBjörn
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Hi.OK, beim ersten denke ich auch an >einen behangenen Faserling<. Dazu kann man im Hinterkopf behalten, daß es erstens noch ein paar ziemlich ähnliche Arten gibt und zweitens "Psathyrella candolleana" momentan wohl mehr als eine Art beinhaltet.
2: Ich denke da eher an Xylaria hypoxylon (Geweihförmige HK) oder Xylaria polymorpha (Vielgestalte HK), denn so unregelmäßig geformt sollte Xylaria longipes auch im anamorphen Stadium nicht sein, oder?
4: Auf dem letzten Bild sind die Haare gut zu erkennen. Scutellinias mit hyalinen Haaren sind meistens Scutellinia crucipila, nur kenne ich die oft mit etwas hellerer Scheibe. Auf den oberen Bildern sind die Haare für mich nicht zu beurteilen, das könnten auch Melastizas sein, oder Aleurias, jedenfalls müsste man reinlinsen.
6: ziemlich klassisch mit den Farben und Haaren und Stielchen auf kleinem Detritus um die Jahreszeit ist >Lachnum virgineum<.
9: >Rickenella fibula< oder Rickenella mellea.
10. >stimmt<
11. >stimmt<
12. >höchstwahrscheinlich<. Die Sache mit den dickwandigen Hyphen bei Wiki kannst du vergessen, das ist bei allen drei Arten mehr oder weniger variabel.
13. >auch richtig<
LG, Pablo.
Hi Pablo,
Zu 2.: Guter Punkt, irgendwie hatte ich X. polymorpha gar nicht im Kopf. Die sollte hier deutlich besser passen. X. hypoxylon würde ich aber eher ausschließen.
Zu 4.: Da habe ich mir die Fotos jetzt noch mal alle in voller Auflösung im Detail angeschaut. Da erkennt man eigentlich überall hyaline Haare. Erscheint mir auch recht plausibel, daß dort alle Plze zur gleichen Art gehören.Björn
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Hallo Oerling,
ich hab die Informationen, die ich noch im Kopf hatte, soweit nachgetragen.
Zum Geruch:
1. roch nicht typisch pilzartig, aber ich könnte jetzt auch nicht sagen, an was mich das konkret erinnert hat.
Bei 12. trifft im Wesentlichen das Gleiche zu. Er roch schwach, aber nicht nach Pilz und auch nicht nach Anis.
Bei allen anderen Pilzen habe ich leider nicht meine Nase drangehalten.Grüße,
Björn -
Hier die Ausbeute von der heutigen Tour durch das NSG Hiesfelder Wald in Oberhausen, NRW. Im Wald war es ziemlich feucht und entsprechend gab es auch den einen oder anderen Pilz zu bestaunen.
1. ??? Der Hut war circa 2 cm groß, die Pilze wuchsen am Wegesrand neben einem kleinen Graben. Der Baumbestand ringherum war hier, wie bei fast allen anderen Aufnahmen auch in der Hauptsache Buchen.
4. Eine Scutellinia, die sich die Borsten rasiert?
Gefunden zu Hunderten auf dem Waldboden am Wegesrand. Der Boden dort ist wohl vor nicht allzulanger Zeit beim Transport von Totholz durchmischt worden.
Oberhausen-0021.jpg5. ??? Auf dem Waldboden, an einer Stelle, wo der Boden wie durchgepflügt wirkte. Hutdurchmesser ca 5 cm.
6. Kleine weiße Becherchen auf Bucheckern.
Oberhausen-0037.jpg9. ??? Sehr kleiner Pilz, der an einem Bachlauf im Moos wuchs.
10. Amanita rubescens???
12. Ist das Pleurotus pulmonarius?
Oberhausen-0064.jpg13. Calocera cornea
14. Ich tippe auf Polyporus ciliatus
15. Fuligo septica? Dafür ist das ganze ja eigentlich deutlich zu blass.
Björn
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Ja, das kann auch sehr gut sein. Reingucken würd ich schon, aber wie kriegen wir die Dinger unter mein Mikro?
Sonntag will ich wieder los, falls Du Lust und Zeit hast...........................Ich versuche mal, die Dinger heute Abend einzusammeln. Kann ich die dann trocken lagern oder sollte ich sie feucht halten (riskiere ich dann, das eventuell alles einfach nur verschimmelt bis Sonntag?)? Wann und wo wolltest du genau losziehen? Ich kann momentan noch keine definitive Zusage machen, aber sollte bis morgen Nachmittag Bescheid wissen, ob das bei mir zeitlich paßt.
Björn
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Danke Euch allen für das Feedback!
Bei e) stimme ich voll zu, daß das Stockschwämmchen da viel besser als der Hallimasch paßt.
Zu g), den gelben Becherchen, hatte jemand anders bei Facebook noch Miladina lecithina in den Raum geworfen, was vom Habitat her ja sehr gut passen würde. Die Stöcke mit den Pilzen liegen noch dort, ich kann da also die kommenden Tage auch noch mal gucken gehen (und potentiell auch etwas einsammeln, wenn jemand mikroskopieren möchte).Björn
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Gestern abend habe ich eine kleine Runde um den Entenfang an der Grenze zwischen Duisburg un Mülheim an der Ruhr gedreht. Anschließend ging es noch in den Wald, hier insbesondere in das NSG Oembergmoor und Wambachtal, wo sich der ein oder andere Pilz finden ließ:
a) Am Entenfang gibt es etliche morsche Birken, an denen man dann auch Inonotus obliquus finden kann:
b) Auf einer der Birkenstämme konnte ich dann auch Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides entdecken.
c) Im Wald dann zunächst Trametes hirsuta
d) Auf dem selben Ast auch Lasiosphaeria ovina
f) Etwas weiter dann Xylaria longipes welche auf einem Stock in unmittelbarer Nähe des Wambachs wuchs.
g) Im gleichen Umfeld fand ich auch dieses gelbe Becherchen
h) Etwas weiter bachaufwärts, ebenfalls an einem Ast im Morast außerdem diese seltsamen Gestalten
i) Auf der Unterseite eines dicken Eichenastes dann das hier (eine Molisia?)
j) Bon appetit! Hypholoma fasciculare
l) Weitere kleine weiße Becherchen auf Buche oder Eiche
Björn
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So, ich war heute noch mal unterwegs und kann ein paar Updates bereitstellen (Fotos gibt es leider nicht, weil ich meine Speicherkarte im Büro vergessen hatte):
Zu c): Der Schleimpilz war heute leicht gelblich gefärbt und erinnerte somit in Farbe und Konsistenz sehr an den Vanillepudding, den es heute mittag in der Mensa gab. Ich hab den Schleimpilz dann auch mal mit dem Messer angeschnitten. Das Innere war farblich und konsistenzmäßig wie das Äußere.
Zu j): Das Substrat war definitiv keine Buche sondern eher eine relativ glattborkige Eiche oder Erle/Esche (Ich sollte wirklich mal lernen, Bäume an der Rinde zu erkennen...). Die Kügelchen waren auch entgegen ihres Aussehens ganz hart und trocken, von daher scheiden Dacrymyces wohl tatsächlich aus.
Zu l): Da lagen in der Tat einige Nadelholzstämme im Stapel (Ich meine, es war Kiefer) und genau die beiden Stämme mit diesem Pilz waren solche Nadelhölzer. Von daher dürfte es dann wohl doch Phlebiopsis gigantea sein.
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Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zu meinen Funden.
Was die Seitlinge angeht, sollte ich vielleicht noch dazusagen, daß die drei letzten Bilder an einer anderen Stelle aufgenommen wurden als die restlichen Fotos. Von daher könnten da auch durchaus zwei verschiedene Arten zu sehen sein.
Dem Schleimpilz werde ich eventuell heute Abend noch einen Besuch abstatten, wenn ich das zeitlich hinbekomme. Mal schauen, was sich da in der Zwischenzeit getan hat.Zu j): Ich habe die Dinger zwar nicht angepackt, aber so rein von der Erscheinung her wirkten sie wabbelig. Libertella scheint mir da eher trocken zu sein? Das Substrat waren tote Laubhölzer, mit hoher Wahrscheinlichkeit Buche, ansonsten evtl. auch Erle/Esche (ich hatte da nicht wirklich drauf geachtet, weil mich die blutroten Tränen so fasziniert haben, aber das sind hier im Stadtwald die gängigen Gehölze). Damit ist bei l) dann auch der Phlebiopsis gigantea wohl raus, denn Nadelholz gibt es hier (fast) gar nicht im Wald.
Rotfuß: Ich bevorzuge die wissenschaftlichen Namen, weil die einfach eindeutiger sind. Man denke nur an die zig verschiedenen lokalen Bezeichnungen für Pfifferlinge und Maronen. Im Normalfall sollte es aber auch recht einfach sein, einen deutschen Namen zu den von mir benutzten wissenschaftlichen Namen zu finden: Einfach den Namen markieren, rechte Maustaste drücken und (im Firefox) auf Wikipedia/Google-Suche klicken.
Björn
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Nach dem es heute Vormittag hier in Duisburg zweimal heftige Gewitterschauer gab, mußte ich heute Nachmittag natürlich direkt in den Wald (NSG Hangquellen an der Tannenstraße in Mülheim an der Ruhr) und nachschauen, was sich da so getan hat. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Insbesondere die Seitlinge schießen hier momentan aus quasi jeder Buche.
a) Pleurotus sp. Der Geruch war eventuell ganz leicht anisartig, aber ansonsten schon eher neutral-pilzartig. Geschmack war auch unauffällig neutral. Gefunden auf diversen Buchen. Bei den beiden letzten Bildern sieht man übrigens rechts unten vor dem dunklen Hintergrund schön, wie er aussport.
Tannenstraße-0005.jpg
Tannenstraße-0006.jpgc) Ich vermute mal, daß das ein Schleimpilz (Enteridium lycoperdon) ist. Oder ein Alien

d) Ich tippe auf Tremella mesenterica
f) Auch sein Seitling? Wuchs an einer noch lebenden Esche.
h) Hypoxylon multiforme auf Birke
o) Ich tippe auf Trametes versicolor
Björn
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Hallo Björn,die tollen Stemonitis habe ich schon bei Facebook bewundert. Gerade die Fotos mit den Guttationstropfen (?) sind ein Augenschmaus!

Wenn du Namen zu Schleimern haben möchtest (jetzt oder in Zukunft), die sich nicht makroskopisch bestimmen lassen, kannst du sie übrigens ruhig sammeln und sie mir, wenn du mal wieder zu einer APR-Exkursion kommst, mitbringen.

LG, Jan-Arne
Danke für das Angebot, da komme ich in Zukunft sicher gerne mal drauf zurück. Wie bewahrt man so Schleimpilze, die noch nicht ganz reif sind, am besten auf?
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Vielen Dank für die zalhreichen Antworten, insbesondere Pablo für H. rubiginosa und P. punctatus/ferruginosus und Peter und Jan-Arne für die Eutypa. Was den Baum angeht, stimme ich abeja zu, daß das definitiv kein Faulbaum ist, da wären mir nämlich tatsächlich Blüten oder Blütenreste aufgefallen. Wenn ich noch mal Rindenzeugs finde (und das mache ich ja doch relativ häufig), werde ich versuchen etwas für dich, Mario, und dein Mikroskop einzusammeln.
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Hier ein paar Bilder von meiner Exkursion in die Ohligser und Hildener Heide in Solingen/Hilden, NRW vom 25.5.2017.
b) Rindengedöns auf toter Kiefer
c) Noch mehr Rindengedöns, diesmal auf einem lebenden, mir unbekannten Baum, siehe Foto
d) Ist das Psathyrella candolleana?
f) Braune Kruste auf entrindeter Eiche
g) Eine Kohlenbeere? Gefunden auf unbekanntem Laubholz (Erle/Buche?)
i) Weiße Becherchen , die im Matsch auf totem Holz wuchsen.
k) Suillus sp. Ich habe im ersten Moment an S. grevillei gedacht, konnte dort in der Nähe aber auf die Schnelle keine Lärche erspähen.
Björn
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Hi,bei Schleierlingen ist es aufgrund der vielen Arten wichtig, dass man mit einem gescheiten Schlüssel arbeitet. Der einzige gescheite Cortinarien-Schlüssel ist derzeit nur in der Funga Nordica zu finden. So aus der kalten raus ist das immer schwierig, zumal du ja eine Dermocybe gefunden hast. Die sind etwas tricky in der Bestimmung, weil es da teilweise wirklich auf Farbnuancen ankommt, bzw. die Deutung der Beschreibung der Farbnuancen im Scglüssel.

Wenn du dich in die Cortinarien einarbeiten willst, kann ich dich nur dazu ermuntern. Allerdings brauchst du da neben der Funga Nordica einiges an Literatur...
l.g.
StefanIch glaube, daß ich mir für den Anfang erstmal etwas einfacheres als Cortinarien suche

LG Björn
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Danke an Ralf und Pablo für die Erklärungen. Ich habe die Mallocybe und den Stielporling entsprechend upgedated

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