Beiträge von boccaccio
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Hallo zusammen,
ah, der/die/das Sistotremastrum ist ja so neu, daß das noch gar nicht in meinen Büchern drin ist. Und dann schaut man bei Pilze-Deutschland, wie es mit Funden aussieht und natürlich gibt es schon einen Fund von Hans Bender

Der Stamm mit dem Blättling wurde sicher nicht gedreht. Das war ein meterdicker Buchenstamm, an dem auch noch Wurzeln mit Erde dranhingen. Es war aber so, daß es neben diesen langgestreckten Fruchtkörpern noch rundlicher gewachsene Exemplare gab, die dann eben eher auf der Oberseite des Stammes saßen als an der Seite (erkennt man ansatzweise auch noch ganz links im Bild).
Was die Phlebia angeht, müßte Phlebia rufa nicht "verwinkelter" sein? Das ist zumindest mein Eindruck, wenn ich mir Pablos Portrait anschaue. Ich hatte den Fund jetzt nicht mitgenommen und unters Mikro gelegt, aber vielleicht finde ich ihn am Wochenende noch wieder.
Björn
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Hallo Stefan,
also bei arbofux steht, daß S. sapinea wohl auch auf Fichten gehen kann. Und ansonsten findet man im Netz auch nichts über eine spezielle Sphaeropsis auf Fichte.
Björn
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Hallo Thorben,
ich bin Sonntag natürlich auch mit von der Partie.
Material von Nr. 4 ist auch noch vorhanden, ich werde da bei Gelegenheit noch mal nach Schnallen suchen.
Björn
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Hallo Beli,
Fuligo leviderma scheint auch mikroskopisch gut zu passen. Mal schauen, was Ulla dazu sagt.
Björn
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Hallo Pablo,
hier ist es so, daß praktisch jedes Botrybasidium, das mir in die Hände fällt ein B. vagum ist. Die scheinen sich hier gerne im Winter an liegenden Birkenstämmen zu tummeln.
Björn
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Hallo Thorben,
vielen Dank für den Hinweis. In er Zwischenzeit hatte man mich bei Facebook auch auf die Gattung Burgoa verwiesen (als Literatur Diederichs und Lawrey, Mycol Progress 6, 61-80 (2007)). Mit dem Schlüssel lande ich dann bei B. aurantiaca, zu der es dann aber keine genauere Beschreibung gibt. Ist halt auch blöd, daß diese Kügelchen so wenige Eigenschaften haben...
Björn
PS: Bist du am Sonntag bei der APR-Exkursion im Bochumer Botanischen Garten mit von der Partie?
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Hallo Beli,
ja da hast du natürlich Recht, daß die Daedaleopsis confragosa statt tricolor ist. Da war ich wohl zu schnell beim Erstellen des Beitrags. Wird gleich editiert.
Björn
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Hallo zusammen,
hier noch der zweite Teil mit den Bildern aus dem Oembergmoor und Umgebung:
1. Chaetosphaerella phaeostroma
2. Ein unbekannter, ziemlich großer Schleimpilz, Sporengröße (7.6+-0.4) µm
3. Hier würde ich auf eine Comatricha tippen. Sporengröße (9.4+-0.4) µm. Vielleicht Comatricha alta? Oder Comatricha tenerrima var. tenerrima?
4. Cudoniella acicularis
5. Als ich an einem Garten vorbeikam und aus der Ferne Bambus erspähte, der über den Weg hin, dachte ich, daß ich da doch mal nach Rostpilzen schauen muß. Erwartet hatte ich nichts, aber dann gab es doch einen Treffer. Eventuell kann es sich hier um Puccinia longicornis handeln.
6. Und noch ein Rostpilz: Milesina kriegeriana ex Dryopteris cf. carthusiana. Sporen alle größer als 30 µm.
7. Kuehneola uredinis ex Rubus fruticosus agg.
8. Ramularia variabilis ex Digitalis purpurea
9. Hier würde ich zu Ascocoryne inflata tendieren. Sporengröße (21.2+-2.5) µm. Leider habe ich mir nur Sporen und nicht den Rest angeschaut...
10. Octospora affinis ex Orthotrichum affine
11. Schwarze Punkte an Zapfen von Picea abies lieferten diese Sporen mit (15.6+-0.8) µm x (5.6+-0.3) µm, Q=2.8+-0.2. Kann ich das als Sphaeropsis sapinea ablegen? Geht die Art überhaupt an Fichte?
Björn
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Hallo zusammen,
am Sonntag war ich mal wieder auf Pilztour, diesmal ging es vor allem in das NSG Oembergmoor in Mülheim, wo sich wieder der eine oder andere Pilze zeigte:
1. Trameters versicolor mit Schleimpilz
2. Phlebia radiata
3. Ein Gloeophyllum an Buche
4. Dacrymyces stillatus. Warum sind die Sporen im Abwurf (da sollten ja die reifen Sporen sein) nicht oder kaum septiert und im normalen Präparat schon?
Sporenabwurf, (15.6+-0.8) µm x (5.8+-0.4) µm, Q=2.7+-0.3
Sporen im obigen Präparat
Hier noch mal das Abwurf Präparat nach Zugabe von Kongorot und KOH
5. Bei diesem Crepidotus lande ich mit glatten Sporen und ohne Schnallen bei C. epibryus
Sporen (7.2+-0.5) µm x (2.8+-0.2) µm, Q=2.5+-0.3
6. Phleogena faginea
6. Fomitopsis pinicola
8. Das sieht mir nach einer Sistotrema aus: Basidien 6-8-sporig mit Basalschnalle, Schnallen vorhanden, keine Zystiden, Sporen (6.1+-0.5) µm x (2.8+-0.3) µm, Q=2.2+-0.3
9. Daedaleopsis tricolor. EDIT: Ist natürlich D. confragosa, wie Beli unten richtig angemerkt hat.
Björn
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Danke! Französisch ist soweit kein Problem für mich.
Björn
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Hallo zusammen,
das war wohl mal Tremella foliacea. Mittlerweile ist die Art aufgespalten und in eine eigene Gattung gestellt worden. Phaeotremella foliacea ist es sicher nicht, der wächst nur an Nadelholz. Siehe auch den Schlüssel hier.
Björn
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Hallo Eike,
vielen Dank für deine Rückmeldung zu den Pyrenomyceten. Gibt es für Eutypas einen guten und aktuellen Schlüssel?
Björn
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Hallo Pablo,
ich hab jetzt bei der Nr. 2 mal die Sporen genau ausgemessen und komme auf (8.9+-0.6) µm x (5.3+-0.4) µm, Q=1.7+-0.1, womit es sich dann wohl um B. vagum handeln dürfte.
Björn
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Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen zu meinen Funden.
Die Sporengröße von (3.6+-0.2) µm x (2.8+-0.2) µm, Q=1.3+-0.1 bei Nr. 1 sollte gut zu Schizopora flavipora passen. Dabei wollte ich doch eigentlich Schizoporas meiden

Nr. 2 hat Sporen von (3.9+-0.2) µm x (0.9+-0.1) µm. Außerdem war auf der Rückseite meines Belegs, der teilweise die Grenzfläche von Röhren und Subikulum offenliegen hatte, eine grünliche Verfärbung zu erkennen. Damit sollte C. pannocinctus gut passen.
Björn
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Hallo zusammen,
die Sporen bei Nr. 2 sind (7.3+-0.5) µm x (4.0+-0.3) µm, Q=1.8+-0.2 groß. Das scheint etwa klein für C. laeve. Andererseits meine ich auf den Mikrobildern hier und da Elemente zu erkennen, die Zystiden sein können. Von daher würde ich den Fund dann insgesamt doch schon als C. laeve ablegen.
Nr. 5 kommt dann einfach mal als getrockneter Beleg in meine Sammlung - sowas hält sich ja lange.
Björn
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Hallo Nobi,
das sind eindeutig Teliosporen eines Rostpilzes aus der Gattung Phragmidium. Die findet man besonders gerne auf Rose und Brombeere (wo es jeweils mehrere Arten gibt und man mikroskopisch reinschauen muß). Das Problem mit deinem Fund: Auf Cytisus scoparius gibt es nur einen Rostpilz, Uromyces sarothamni, der einzellige Teliosporen bildet. Das heißt also, daß deine Sporen da einfach rübergeweht worden sind. Damit wird das mit der Bestimmung sehr schwierig bis unmöglich.
Björn
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Hallo John,
du kannst den Pilz offenbar nicht mit 100% Sicherheit bestimmen. Daher ist er für dich nicht eßbar. Verzehfreigaben über das Internet gibt es nämlich nicht.Björn
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Hallo zusammen,
Toll Thorben,
am Niederrhein gibt bisher nur einen Fund in Essen.
LG KarlSeit wann liegt denn Essen am Rhein?
In Duisburg hatten wir letzten Herbst bei der APR-Exkursion im Landschaftspark aber auch T. brumale.Björn
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Hallo Werner,
bei Junghuhnia nitida sollte es mikroskopisch inkrustierte Zystiden geben, die bei meinem Fund nicht vorhanden sind.
Björn
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Hallo Beli,
so auf den ersten Blick sehen unsere Funde schon ähnlich, wobei mein Fund aber an Laubholz wuchs. Mal schauen, was Pablo dazu sagt.
Bei Nr. 6 bin ich mir sicher, daß es D. montana ist. Der vermeintliche Trichter, den du auf dem Bild zu sehen glaubst, ist einfach eine kleine Delle im Hut (die Fruchtkörper waren alle nicht mehr ganz frisch), die durch das Licht dann trichterförmig aussieht. Ansonsten hatten die die typische Hutform. Außerdem paßt das Habitat auch sehr gut: Eine offene Sandfläche stellenweise mit Moosen bewachsen, zwischen denen dann die Fruchtkörper standen.
Björn
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Als kurzer Nachtrag noch die Sporen von Nr. 4 mit einer Größe von (8.1+-0.6) µm x (4.0+-0.2) µm, Q=2.0+-0.1. Das scheint also die Gruppe von B. robustius, B. candicans, B. aureum und B. ellisposporum zu sein, die nur über die Anamorphe zu trennen wären.
Interessanterweise waren da auch noch eine größere Anzahl dieser runden Fremdsporen
Björn
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Hallo Ulla,
aah, da hab ich die beiden Trichias wohl zu schnell hintereinander verarbeitet und hatte im Kopf noch die kurz ausgezogenen Elateren von T. varia im Kopf. Wenn ich mit lang gestielten Elateren schlüssel, lande ich dann korrekterweise bei T. decipiens.
Björn
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Hallo Werner,
vielen Dank für deine Einschätzung. Ich hab mich bis jetzt noch nie intensiver mit Kohlenbeeren und Co beschäftigt, kannte aber die von dir erwähnte substratbasierte Einteilung. Und da kam Birke halt nicht vor (bzw. hat die dann ja mit Jackrogersella multiforme ihre eigene Kohlenbeere, die aber zum Glück ja schon makroskopisch anders aussieht als die beiden Hypoxylonse), deshalb meine Unsicherheit/Nachfrage. Was H. howeanum auf Buche angeht, kann ich mal die Augen offen halten - Buchen haben wir hier im Stadtwald mehr als genug.
Björn
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Hallo Carina,
die sind eigentlich schon fertig, da muß sich nichts mehr entwickeln. Wie schnell die jetzt wieder verschwinden, hängt von Witterung und Freßfeinden ab - mit etwas Glück und ohne Starkregen sind die sicher morgen noch da.
Den Test macht man am besten, wenn man mit einer spitzen Pinzette vorsichtig oben an der Fruktifikation zupft. Entweder zupft man dann oben alles in einem Rutsch ab, oder aber nur kleine Teile.
Björn
