Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    da gehe ich beim Fichtenzapfenrost mit! Und zwar haben wir hier die Aecien auf der Fichte. Später im Jahr bildet er dann Uredien und Telien auf Prunus aus.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gut zu wissen, daß ich da ein Dendrohyphidien-Massaker angerichtet habe, aber anscheinend nicht der Einzige bin, der sich mit dem Präparieren dieser Peniophora schwer tut.


    Was die Diatrype angeht, scheint das ja alles andere als einfach zu sein...Ich fürchte, da werde ich nicht über ein Diatrype stigma agg. hinauskommen. Aber ich habe dadurch, daß ich mir das Ästchen noch mal genauer angeschaut habe auch noch eine Cosmospora auf der Diatrype gefunden. Wenn mich nicht alles täuscht, müßte das dann C. episphaeria sein.



    Außerdem hatte ich auf Anraten von Jule noch mal den Rost auf Ficaria verna genauer angeschaut und nach kahlen Stellen gesucht (also auf den Sporen, nicht auf meinem Kopf - die zählen laut Jule nicht :D). An einigen Sporen sah es etwas kahl aus und es gab auch eine Spore, wo einiges an Ornament gerade abfiel. Aber ob das reicht? Mal warten, was Jule dazu sagt. Ich werde berichten.



    Björn

    Hallo zusammen,


    die Ziege aus der Gruga hat mal wieder etwas Neues produziert. Diesmal handelt es sich um eine Sporormiella mit vierzelligen Sporen von 55 x 10 µm mit breiter, hyaliner Hülle und Asci von (160-180) µm x (25-30) µm. Die Asci sind biseriat, wirken auf mich zylindrisch und werden unten dann abrupt schmal. Damit lande ich dann schlußendlich bei Sporormiella intermedia. Geht ihr da mit?



    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern habe ich das schöne Wetter genutzt und bin früh zu einer 18 km langen Runde bis zum Entenfang und an der Sechs-Seenplatte vorbei aufgebrochen. Neben jeder Menge Sonnenschein gab es natürlich auch dein einen oder anderen Pilz:


    1. Biscogniauxia nummularia an Buche


    2. Leptotrochila verrucosa ex Galium aparine


    3. Der Endgegner unter den Rosten im Frühjahr: Aecien auf Ficaria verna. Von der makroskopischen Erscheinung her mit den zahlreichen Aecien und den Verdickungen am Stiel wäre ich bei Uromyces rumicis. Aber wenn ich mir die mikroskopischen Details anschaue, lande ich eher bei Uromyces poae: Sporengröße (21.7+-1.6) µm. Wanddicke der Pseudoperidienzellen (6-10) µm, Gestalt der Pseudoperidienzellen eher rechteckig als rhombisch (wobei das je nach Perspektive auch unterschiedlich sein kann).



    4. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    5. Ramularia variabilis ex Digitalis purpurea


    6. Porostereum spadiceum


    7. Peniophora lycii. Die Dendrohyphidien konnte ich zwar sehen, aber nicht fotografieren.


    8. Eine Diatrype an Ahorn. Wie unterscheiden sich D. stigma und D. decorticata genau? Sporengröße (6.9+-0.4) µm x (1.7+-0.2) µm


    9. Das sieht nach einem Hymenoscyphus aus. Leider ist der auf dem Weg nach Hause verloren gegangen und kann entsprechend nicht mikrokopiert werden.


    10. Peronospora lamii ex Lamium sp.


    11. Truncatella conorum-piceae an Zapfen von Pinus sylvestris


    Björn

    Hallo zusammen,


    da habe ich aber erst einen kleinen Schrecken bekommen, als Felli mich Richtung Arnium schicken wollte. Wo Nobi mich doch erst einen Tag vorher für mein Gattungsgespür gelobt hat ;) Ansonsten wieder mal einen herzlichen Dank an Euer Feedback, insbesondere natürlich an Nobi für die ausführlichen Erläuterungen. Das Internet ist schon eine tolle Erfindung - ohne wäre ich wohl nie zu den Dungpilzen gekommen.


    Björn


    PS

    Climbingfreak Ich sehe gerade, daß ich den Beitrag aus Versehen bei den Exkursionsberichten erstellt habe. Könntest Du den bitte in die coprophile Ecke verschieben?

    Hallo zusammen,


    ich habe zwar auch keine Idee, was das sein könnte - zumal Roste an Weiden ja sowieso zu meiden sind - aber im Klenke steht drin, daß die Weidenroste seltener auch Jungtriebe und Kätzchen befallen.


    Björn

    Hallo zuammen,


    auf dem Kaninchen aus den Borkenbergen gibt es Schizotheciums, die ich da bis jetzt noch nicht drauf hatte.


    Fund Nummer 1 habe ich schon vor zwei Tage gemacht. Leider habe ich die Sporen da nicht mit Tinte angefärbt, entsprechend ist da zum Gezumpel an den Sporen wenig zu sagen. Sporengröße (20-22) µm x (13-14) µm.


    Fund Nummer 2 von heute, war der Versuch Nummer 1 wiederzufinden. Sporengröße (20-22) µm x (13-14) µm und auch sonst sieht das alles recht ähnlich aus wie bei Nr. 1. Was die Sporengröße angeht, wäre das beides etwas zu groß für S. vesticola. Aber sind die Haare hier zusammengeklebt? Wenn sie das nicht sind, lande ich dann schließlich bei S. miniglutinans.


    Und Nummer 3, ebenfalls von heute. (23-26) µm x (12-14) µm, also schon größer als bei den beiden anderen Funden. Außerdem waren die Asci teilweise auch biseriat. Eventuell S. conicum?


    Björn

    Hallo Sandra,


    ich glaube Dryopteris wächst mehr oder weniger überall in Deutschland. Ansonsten sieht er halt wie ganz normaler, recht frischer Farn aus. Adlerfarn und Königsfarn sind ja momentan nur in getrocknet zu finden. Ansonsten gibt es aber auch an anderen Farnen Milesinas, die mikroskopisch sehr ähnlich sind. Auf Asplenium gibt es gleich eine ganz Reihe von Arten, quasi für jeden Farn ein extra Pilz. Und zumindest Asplenium scolopendrium ist ja recht charakteristisch.


    Björn

    Hallo Nobi,


    das ist in der Tat ein sehr gelungenes Portrait von Matthias bzw. von der Coniochaeta :D Und interessant, daß der da offenbar auch in einer WG mit einer Hypocopra lebte.

    Was die Gattung angeht, war ich ja erst bei der Hypocopra und hatte wegen der eierigen Sporen schon an eine Fehlbildung gedacht. Aber dann sind mir die Haare aufgefallen und dann bin ich mal Ralfs kleine Bilderübersicht hier im Forum durchgegangen. Da paßte Coniochaeta dann erstmal am besten. Im Doveri war im Schlüssel an entsprechender Stelle dann noch der Hinweis, daß das wohl die einzige Art mit Sporen, die in alle drei Raumrichtungen unterschiedlich groß sind, ist und damit war die Gattung dann schon relativ sicher klar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf der Ziege aus der Gruga gibt es seit einiger Zeit eine Anamorphe. Diese ist orange-pink, hält sich sehr lange und hartnäckig ohne daß dort etwas anderes oder gar eine zugehörige Teleomorphe zeigen würde. Die Konidien sind winzig uns messen gerade mal ca. 1 µm. Hat da jemand eine Idee zu?



    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hatte es ja gerade in einem anderen Beitrag schon angekündigt: Beim Versuch auf dem Kaninchen aus den Borkenbergen noch mal die Hypocopra unters Mikro zu bekommen, ist am Ende ein ganz anderer Pilz auf dem Objektträger gelandet. Hier fehlt die positive Reaktion mit Lugol. Die Keimspalte scheint über die ganze Sporenlänge vorhanden zu sein. Sporenlänge 11-14 µm, Sporenbreite 8-10 µm, Sporenhöhe 6 µm. Haare gab es an den Perithecien auch. Diese sind dunkel, unseptiert und grob geschätzt 20-30 µm lang. Wenn ich gattungstechnisch mit Coniochaeta richtig liege, dann paßt leider keine der drei Arten im Doveri so richtig. Am ehesten noch C. leucoplaca, wobei die Sporen dafür schon zu groß sind.



    Björn

    Hallo Nobi,


    ich muß gestehen, daß ich keine Ahnung habe, wie die Hypocopra makroskopisch aussieht. Ich habe da mehr oder weniger auf gut Glück schwarzes Zeug aus dem Köttel gepfriemelt. Entsprechend hatte ich beim Versuch, gerade noch mal die Hypocopra zu präparieren auch wieder etwas anderes unterm Mikroskop - das stelle ich gleich mal separat ein. Ansonsten hänge ich einfach mal zwei Bilder an, vielleicht sieht du da mehr als ich.



    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe ja immer noch die Kaninchenkötttel aus den Borkenbergen bei mir zu Hause und so wie es ausschaut, wächst die Hypocopra da auch weiter nach. Die Sporengröße ist (24-26) µm x (12-13) µm, Keimspalte (14-16) µm. Unreife Sporen habe ich leider keine gefunden. Deshalb die Frage zur Zweizelligkeit: Ist das dieser kleine Nupsie an den Sporen, den man bei einigen Arten in den Skizzen an einem Sporenende sieht? Falls ja, habe ich davon bei meinem Fund nichts ausfindig machen können. Dafür hatten die Sporen aber teilweise eine Gelhülle.

    Von den Arten im Doveri scheint am ehesten H. brefeldii zu passen, auch wenn die Sporen da teiweise einen Ticken zu breit sind. Was meinen die Experten?



    Björn

    Hallo zusammen,


    dann gibt es also auch bei den Dungpilzen Problemkinder. Na gut, da kann man nichts machen. Ich danke Euch beiden auf jeden Fall für das Feedback zu meinem Fund.


    Björn

    Salü zämme,


    ich kann zwar zur Bestimmung der Exidiopsis nicht viel beitragen, möchte an der Stelle aber auf die belgisch-niederländischen Schlüssel für Heterobasidiomyceten hinweisen. Die sind zwar auf niederländisch, aber irgendwie kann man sich da schon durchbeißen. Anscheinend ist bei der Bestimmung auch das Aussehen und die Beschaffenheit des Pilzes im trockenen Zustand wichtig.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Sonntag war ich ein wenig am Duisburger Rhein unterwegs und habe auch dort ein paar Pilze entlang des Weges aufgegabelt:


    1. Eine Flechte auf der Hochfelder Eisenbahnbrücke. Sieht stark nach Stereocaulon sp. aus.


    2. Leptotrochila verrucosa ex Galium aparine


    3. Entyloma ficariae ex Ficaria verna


    4. Peronospora arvensis ex Veronica hederifolia agg.


    5. Peronospora ficariae ex Ficaria verna


    6. Trochila craterium ex Hedera helix, sowohl Teleomorphe (dunkle Punkte) als auch Anamorphe (helle Punkte, früher auch als Cryptocline paradoxa bekannt)


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf der Grugaziege hat sich gestern Abend ein Saccobolus gezeigt. Er ist extrem winzig und bestand im wesentlichen nur aus einer Ansammlung von Asci, mit ganz wenigen Paraphysen dazwischen und sonst eigentlich nichts. Die Sporencluster sind circa 40 µm x 15 µm groß, einzelne Sporen sind (14-15) µm x (6-8) µm groß und die Asci 70-100 µm lang. Die Sporen sind im 3-3-2-Schema in den Clustern angeordnet. Die Sporenoberfläche erscheint minimal angeraut zu sein. Liege ich mit Saccobolus depauperatus richtig?



    Björn