Beiträge von sergiuspro

    Mit dem Anis-Geruch bin ich mir eher unsicher und würde den sogar lieber ausschließen. Auf Druck am Hut gilbt der Pilz nicht, auch am Stiel nicht. Gibt es noch eine andere Möglichkeit zwischen campestris und arvensis zu unterscheiden? Kann ich übrigens sicher sein, dass weil es nicht gilbt, so ist das eher essbare Art?

    Guten Abend allerseits!


    Und wieder mal melde ich mich aus Süd-Italien (Region Basilicata, Provinz Potenza). Sind die hier abgebildeten Pilze eventuell doch Agaricus campestris? Gefunden heute auf einer steinigen Gebirgswiese (typisches Terrain für die Gegend hier). Die Hüte sind sehr prall. Meine Nase ist leider nicht sehr empfindlich, aber ich glaube (unsicher!) Anis zu riechen.


    Ich wäre für jede Bestimmungshilfe dankbar.


    EDIT: Die Aussgae zum Geruch oben würde ich erstmal wegstreichen, ich bezweifle irgendwie, dass es nach Anis riecht.

    Guten Morgen!


    Heute habe ich diesen schönen Röhrling im Hof gefunden. Auffalend war die leichte Verfärbung des angeschnittenen Stiels zu grün-blau. Der Stiel ist eindeutig ohne Netz. Angenehmer Geruch mit einer Note, die ich irgendwie nich begreifen kann. Mir fällt nichts ein, was das für ein Pilz ist. Könnte mir bitte jemand helfen? Danke in voraus!

    Sooo, heute habe ich eine Gelegenheit gehabt, mit einem Einheimischen über den Pilz Nr.1 zu sprechen. Es ist in der Tat der Cardoncello, also Pleurotus eryngii, nur halt wildwachsend. Der Pilz ist so beliebt hier, dass der 15 Euro pro Kilo kostet, und der Mann meinte zu mir, wenn ich den Cardoncello nochmals finde, soll ich ihn holen und wir kochen Spaghetti mit Pilzen. :)

    Ich habe mich davor viel zu kurz ausgedrückt. Ich meinte natürlich nicht den klassischen Agaricus campestris, sondern den Braunschuppigen Wiesenchampignon (Agaricus campestris var. floccipes), der eben sehr schuppig ist (vrgl. Bilder hier: https://www.123pilze.de/DreamH…ad/WiesenchampinonVAR.htm).


    Übrigens, der Anisgeruch ist mittlerweile irgendwie ganz weg.


    Auf den Hut zu drücken, fällt es mir schwer, weil es eine feste samtige Haut hat.

    Guten Morgen!


    Schon wieder mal bin ich durch dieselbe Gegend mit Wiesen und Weiden heute gelaufen und habe dabei folgende drei Pilze gefunden, die wie eine Familie schön nebeneinander da standen. Riecht wirklich nach Anis! Oder gar nach Anis-Milch. Genau deswegen meine Vermutung, dass es sich hier um Wiesen-Champignons handelt, stimmt's?







    Nochmals zum Pilz Nr.1.
    Ich hab jetzt mal diese Seite mit einem Atlas von essbaren Pilzen in Basilicata gefunden:
    http://www.consiglio.basilicat…icazione=100241&anno=2003
    Dort etwas weiter unten unter "tipologie di funghi 7" ist eine PDF-Datei:
    http://www.consiglio.basilicat…/DOCUMENT_FILE_101394.pdf
    Drin sehe ich auf Seite 175 unten Pilze, die verdammt ähnlich mit den meinigen aussehen. Und wenn ich den Aufbau vom Atlas richtig verstehe, dann ist die Beschreibung zum Bild auf der Seite davor ebenfalls unten, demnach wäre es:
    PLEUROTUS ERYNGII var. ERYNGII (D.C.: Fr.) Quélet
    sin. P. fuscus (Batt.) Bresadola


    Hmm. Auf der verlinkten Seite lese ich "most common in areas of chalk or limestone", und der Boden hier hat (wenn ich mich nicht irre) weder Kreide noch Lehm; schwierig, schwierig.


    Und 'ne Idee zu Nr.1? :)

    Guten Morgen allerseits!


    Sooo, heute bin ich zum ersten mal ganz gezielt Pilze sammeln gegangen, hier in der Provinz Potenza, Region Basilicata, Süd-Italien. Habe zwar verschiedenes gesehen aber nur drei Pilzarten gesammelt, eine davon war wieder mal der von mir früher schon hier beschriebene Große Scheidling. Bei den anderen zwei scheiterten meine Bestimmungsversuche, daher bitte ich euch, mir dabei zu helfen. Vielen Dank schon mal in voraus! Die Gegend, wo ich sie gefunden habe, ist wieder dieselben Wiesen und Weiden mit viele Kuhfladen, sieht etwa so aus:



    1) Diese Pilze wachsen meist einzeln, gelegentlich zuzweit-zudritt. Jüngere Exemplare scheinen eine dunklere Hutfarbe zu haben. Meist ist der Stiel zentral unter dem Hut, bei manchen ist er aber auch mal seitlich. Über den Geruch kann wie immer wenig was sagen, sorry. Der Stiel ist recht fest und wie gummiartig, lässt sich gut biegen. Bei den meisten Exemplaren hat der Hut ca. 5 cm im Durchmesser, bei den größten 8-9 cm. Die Hutoberfläche ist glatt und fühlt sich auch wie aus Gummi an. Ich habe eine starke Vermutung, dass es eine essbare Pilzart ist, weil ich sie ebenda gefunden habe, wo ich schon vor wenigen Tagen andere Leute beim Pilzesammeln aus dem Fenster gesehen hatte (sie fragen konnte, was sie so alles sammelten, ich nicht).






    2) Auffalend bei diesen Pilzen ist der Ring (bei einem Exemplar ist runtergefallen). Die Hutoberfläche ist trocken-glatt. Am Stiel sind Schüppchen erkennbar. Auf der Huthaut sind kleine "Feldchen" zu sehen. Bei Exemplare wurden nicht am selben Platz gefunden. Hutdurchmesser ca. 6 cm.






    [hr]
    Ich bin gerade selber fleißig am Googeln, ist die erste Pilzart nicht zufällig eine Varietät von Pleurotus eryngii?

    Es ist heute trocken gewesen, nur hatte es 2-3 Tage lang davor geregnet.
    Der Hutdurchmesser ist ca. 10-12 cm groß, der Stiel ist genauso lang.
    Die Hutoberfläche war schon etwas schmierig-schleimig-klebrig, wurde aber mit der Zeit immer mehr trocken-glatt.

    Guten Morgen!


    Ich bin zur Zeit (und längerfristig) in Süd-Italien, genaugenommen in der Provinz Potenza (Region Basilicata). Bin heute zum ersten Mal in die Natur spazieren gegangen, bin dabei natürlich auf Pilze gestoßen, aber nur einen habe ich mitgenommen. Würde mich freuen, wenn jemand mir eventuell bei der Bestimmung helfen könnte. Ich tippe mal auf den Großen Scheidling, auch Ackerscheidling genannt. Der wuchs einfach so im Gras unter lauter Wiesen, Acker- und Weidefelder. Der Geruch ist erdig (glaube ich zumindest) an den Lamellen, die graue Hutoberseite riecht aber irgendwie anders, ich kann nicht wirklich beschreiben.





    dass dein Pilz Nr. 3 giftig ist, hattest du mitbekommen?


    Ja, habe ich.


    Laß Dich ... nicht entmutigen.


    Entmutigen wird mich keiner und niemals. Beruflich bin ich ein Astronom und habe mit meinem riesigen und facettenreichen Interessengebiet täglich viel, sogar zu viel zu tun, um genug Zeit zur ausreichenden Auseinandersetzung mit noch anderen Dingen zu haben, was mich aber nicht davon abhalten soll, auch mal was neues und ganz anderes kennenzulernen, um mein Wissenshorizont zu erweitern, Pilze gehören eben auch dazu. Und wenn ich mal von einem Laien über astronomische Themen übelst fehlerhaft gefragt werde oder wenn ich höre wie er z.B. Begriffe wie Meteor, Meteoroid und Meteorit völlig falsch versteht und verwechselt, da bleibe ich einfach mal ein rücksichtsvoller Mensch und erkläre ihm schön ruhig, sachlich und geduldig alles, statt... naja, egal. Deswegen danke nochmals an die, die einfach mal sachlich geholfen haben, Pilze zu bestimmen, wo ich als Laie schlicht und einfach keine ausreichende Zeit hatte, um einen intensiveren Bestimmungsversuch selber zu machen. Bis zum nächsten Mal!

    Guten Morgen!


    Ich habe heute am 10.10.17 in einem Mischwald nahe Wiesbaden-Klarenthan folgende Pilze gefunden, die ich selber leider nicht bestimmen kann, es ist das erste Mal, dass ich Pilze Anfang Oktober sammle, viele sind mir unbekannt. Könnte mir, bitte, dabei helfen? Danke in voraus!


    Manche Pilze haben schleimige Hüte, weil es in der Nacht davor geregnet hat.


    1) Dieser Pilz wuchs in einer Gruppe, die meisten standen eng beieinander zuzweit-zudritt, aber einige auch einzeln.




    2) Ist das zufälligerweise die noch ganz ganz junge Krause Glucke?



    3) Bei dem bin ich total ratlos:




    4) Hier vermute ich den Fuchsigen Röteltrichterling:





    5) Dieser Röhrling war mein Fund des Tages: richtig groß und dennoch so gut erhalten. Mindestens 20-25 cm hoch, der Stiel hat 6-7 cm Dicke unten.




    6) Von dieser Pilzart gibt es aktuell ganz viel. Ich vermute den Bleibraunen Täubling.



    Guten Morgen!


    Heute am 24.08.17 habe ich diesen Pilz in einem Mischlaubwald nahe Wiesbaden-Klarenthal auf einem toten Baumstamm gefunden. Es waren ca. 7-10 Exemplare nebeneinander. Könnte mir jemand bei der Bestimmung helfen? Ist das eine Seitlingart? Danke in voraus!




    Hallo,
    Bei Nr. 1) kommt mMn auch R. Cyanoxantha var. Cutefracta, also eine Varietät des Frauentäublings in Frage. Hier sollte man mal die Lamellenprobe machen, ob es splittert oder nicht. Genauso bei Nr. 2). Einen "Gelbgrünen Ledertäubling" gibt es freilich nicht, höchstens den Rotstieligen Ledertäubling, aus dem allerdings dottergelbes statt weißes Sporenpulver kommen müsste. Bei Nr. 2) könnte ich mir auch noch den Violettstieligen Täubling/Pfirsichtäubling (Russula violeipes) vorstellen, der leicht fischig bzw. Krabbenartig riechen müsste.
    FG
    Oehrling


    1) Was genau ist mit einer Lamellenprobe gemeint? Wie macht man sie richtig?
    2) Wieso gibt es den Gelbgrünen Ledertäubling nicht? Ich habe ihn (Russula Luteoviridans) auf einer anderen Webseite gefunden (in diesem Forum, so wie ich mitbekommen habe, ist die Verlinkung dorthin unerwünscht, sonst hätte ich den Link gegeben).