Hallo Maria
Makroskopisch passt das schon
Aber riechen übers I-Net funktioniert ja leider noch nicht.
Der Juchtenellerling soll ja intensiv und ausdauernd riechen , sogar noch als Exsikat
LG
Uwe
Hallo Maria
Makroskopisch passt das schon
Aber riechen übers I-Net funktioniert ja leider noch nicht.
Der Juchtenellerling soll ja intensiv und ausdauernd riechen , sogar noch als Exsikat
LG
Uwe
Hallo Walleo,
ich widerspreche Pablo ja ungern , aber ich sehe hier einen Schleierling und zwar einen Schleimkopf.
Auf dem Hut kleben noch Nadeln, das gelbliche Fleisch und der minimal gerandet knollige Stiel deuten daraufhin
Wenn du den Pilz noch hast riech mal dran, riecht er unangenehm süslich oder nach unreifer Banane und findest du am Stiel noch Reste
des Schleiers mit rostbraunem Sporenpulver
Für mich könnte das gut Cortinarius russeoides, der Stinkende Fichten Schleimkopf sein
beste Grüße
Uwe
Hallo Pablo,
nochmal zu deinen Funden
1. Du hast schon recht, der Fund passt vom Habitus sehr gut in die Sektion "Riederi"
Im aktuellen JEC Heft ist die Sektion komplett aufgearbeitet worden
Es gibt 8 Arten in dieser Gruppe
Laubwald: C. malachoides, C.glaucocyanopus,C. argentolilacinus var. argentolilacinus, C. argentolilacinus var. dovrensis
Nadelwald: C. anomaloochrascens, C. fulvoochrascens, C.riederi, C.pallidoriederi
Ich kenne aus dieser Gruppe nur riederi und anomaloochrascens
Wenn wir die Sporen vollkommen ausser acht lassen, muss man mit deinen Standort Angaben in der ersten Gruppe suchen.
Rein optisch passt dabei Cortinarius glaucocyanopus am besten.
Laut Artikel eine sehr seltene Art die bisher nur mit 2 Kollektionen in Ungarn und Frankreich gefunden wurde
Wenn wir die Sporen beachten und bewerten, sind wir in der Sektion "Glaucopodes"
und da bei C. magicus. Die Knolle kann wie auch bei Glaucopus selber sehr schmal gerandet sein, das wäre nicht untypisch
Klarheit in die Sache würde nur eine Gen Sequenzierung bringen
2.
Zum wunderlichen, hellgelben Pilz:
Sporen stachelig (isoliert), elliptisch bis selten subamygdaliform, um 7-9,5 x 4,5-5,5; in Größe und Form also gar nicht so weit weg von denen von C. talus, aber das Ornament ist eben anders.
Da musst du in der Multiformis Gruppe suchen , ich hatte dir ja mal den JEC Artikel über diese Gruppe geschickt, wenn ich mich recht erinnere
Im Ludwig ist das auch aufgedröselt
3. Die beiden C. balteatocumatilis
Warum ich das für daselbe halte ?
Der Habitus und das Biotop passen einfach zu Balteatocumatilis
C. balteatus ist ein eher montan bzw. in Skandinavien vorkommender Pilz im Nadelwald, mit schwacher KOH Reaktion
beste Grüße
Uwe
Hallo Pablo
Die KOH Reaktion im Fleisch kann schon stark variieren
FN und Ludwig geben an "nur in gelben Teilen des Fleisches positiv"
Bei deinem Test im Hutfleisch hast du einen weitverbreiteten Fehler gemacht, nämlich das KOH ist auch auf die Huthaut gelangt, damit löst sich der gelbe Farbstoff aus der Huthaut in fließt ins Fleisch und täuscht ein deutlich positivere Reaktion vor
Also im Fleisch immer ganz vorsichtig testen so dass kein KOH an den Hutrand kommt
beste Grüße
Uwe
Hallo Chris,
da ich den Fohrenbühl gut kenne und vor allem auch die Cortinarien rund um Hornberg, gebe ich dir mal einen Namen mit auf den Weg
Vergleich mal mit Cortinarius laniger, zimtrötlicher Gürtelfuß
Das ist bei weitem die häufigste Telamonie in der Gegend, eine Typus Art des sauren Nadelwaldes bei Fichte
Wenn die alt werden, sehen die genau so aus und können schon mal 10cm Hutdurchmesser haben
Das jung weisse Velum geht im Alter komplett verloren und alles wird rötlich-braun
Gruss
Uwe
Hallo Björn,
also jetzt habe ich mir die anderen auch nochmal angeschaut
Beim zweiten passt C. talus gut , keine Einwände
Zum dritten sage ich nichts, sieht aber spannend aus
Die beiden letzten halte ich für C. balteatocumatilis , der Habitus passt jeweils perfekt dazu.
Beim letzten auch die schmalen , teilweise amygdaloiden, bis beidseitig zugespitzten Sporen
nochmal zum ersten: die Sektion " Riederi" hat große Sporen 11-12um und länger ( riederi selbst 13um)
Die sehe ich hier nicht, deshalb komme ich in die Sektion "Glaucopodes"
Gruss
Uwe
Hallo
Schleierlinge sind alles Symbiose-Pilze und wachsen nicht an Holz.
Bei deinem Pilz kann ich mir einen recht alten Geflecktblättrigen Flämmling , Gymnopilus penetrans vorstellen
Gruss
Uwe
Hallo Björn
Ich starte mal mit der 1.Kollektion
Leider gibst du nirgends Sporenmasse an
Makroskopisch sprechen die fasrig, bläulich metallisch glänzenden Stiele , die eingewachsenfasrige Huthaut mit leichten Grüntönen für C.magicus , dem Elfenring Klumpfuss
Die Sporen sollten dann kurz bis max 9 um und eher schmal sein. Wenn ich mir den Maßstab anschaue könnte das passen
Den Rest muss ich mir detaillierter anschauen
Kannst du noch Sporenmasse ergänzen ?
Gruß
Uwe
Hallo Maria,
Betrachte die Huthaut mal mit der Lupe
Erscheint die Huthaut glatt ohne das du deutliche Fasern der Huthaut Hyphen sehen kannst, ist die HH nicht eingewachsen fasrig
Siehst du einzelne Fasern die dann noch minimal änderst gefärbt sind ( sieht feinst gestreift aus), dann hast du höchstwahrscheinlich eine eingewachsen fasrige Huthaut.
Immer daran denken das diese HH unter der Schleimschicht , die sehr unterschiedlich dick sein, kann liegt
Die Sektion Calochrous (inkl. Fulvi) hat eine sogenannte Simplex Huthaut, die typischerweise nicht eingewachsen fasrig ist
Andere Sektionen haben eine andere Art von HH
Gruss
Uwe
Hallo Maria
C.bergeronii ist eine eher mediterran verbreitete Art
Ich denke Klimawandel sei Dank wird sie häufiger.
Ich habe sie dieses Jahr das erste Mal und gleich mit drei Mycelien gefunden
Die Art wird teilweise mit C.cedretorum var. suberetorum synonymisiert
Generell ist so was in D selten wegen der Biotop Ansprüche ( warmer Buchenwald auf Kalk)
Gruss
Uwe
Hallo Maria,
Ich sehe hier eine Klumpfuß mit gelbem Hut, nicht eingewachsen fasrigem Hut und blass Lila Lamellen ( du schreibst weiss , ich sehe violett ?)
Mit diesen drei Merkmalen bin ich in der Calochrous Sektion
Da die Pilze nicht mehr die Jüngsten sind gehe ich davon aus, dass die Lamellen jung deutlicher violett waren
Ohne nennenswerte KOH Reaktion und wenn die Fruchtkörper eher klein waren bin ich beim "echten" C.calochrous
Das ist ein Arbeitsname und müsste mikroskopisch überprüft werden
Talus gehört ja in die Sektion Multiformis,
die hat +/- eingewachsen fasrige Huthaut und nur schwach gerandete Knollen
Alles nicht so einfach und braucht etwas Erfahrung, ist aber machbar sobald du die Arten oft genug gesehen hast
Wichtig ist genau hinzuschauen und auch genau zu dokumentieren
Gruss
Uwe
Hallo Maria,
Du hast auf jeden Fall richtig geschlüsslet, makroskopisch kann das schon noch C. elegantissimus sein
Es gibt halt aber noch C. bergeronii , der makroskopisch kaum zu unterscheiden ist, aber die Blautöne im Stielfleisch haben soll.
KOH Reaktion ist auch ähnlich . Ich tendiere entsprechend eher zu C.bergeronii.
Das eindeutige Unterscheidungsmerkmal sind die Sporen : elegantissimus hat bis zu 15um große zitronenförmige und bergeronii max. 12 um große citri- bis amygdaloide Sporen
Wenn du also Sicherheit willst, trockne eine Hälfte und schick sie mit den anderen, dann prüfe ich das.
beste Grüße
Uwe
Hi,
Typischer geht's nicht
Gruss
Uwe
Hallo
vergleich Mal mit der rötenden Tramete, Daedaleopsis confragosa
Gruß
Uwe
Hi Maria
Ich hatte dir schon im anderen Beitrag zu den Pilzen geschrieben
Mit den neuen Bildern bin ich beim Ersten auch bei einem Fälbling, da gibt es etliche mit Cortina
Ohne Mik geht da gar nichts
Der zweite ist Der Fuchs Seidenkopf, C. vulpinus
Gruss
Uwe
Hallo Maria,
wieder mal wunderschöne Bilder
Die Nr. 10. kann schon eine Cortinarie sein. Für eine Artbestimmung reicht das Bild leider nicht aus
Die Nr. 11. ist dann eindeutiger, das sollte Cortinarius vulpinus, der Fuchs Schleimkopf ( Seidenkopf) sein , eine Phlegmacie mit sehr trockenem Hut und viel Velum am Stiel
Eine recht häufige Art im Kalk-Buchen Wald - unter Buche und Hainbuche . Unter Hainbuche gibt es dann noch den gilbenden C.pseudovulpinus
Gruss
Uwe
Hallo Karl
Hattest du die dunkel violetten mikroskopierst ?
Makroskopisch wäre das für mich recht eindeutig C.eucaeruleus.
Die wachsen gerne auch durcheinander
Eucaruleus und terpsiphores kann man an den rein ellipsoiden Sporen von caerulescens unterscheiden
Caerulescens hat die zugespitzten, mandelförmigen Sporen
Gruss
Uwe
Hallo Maria,
wunderschöne Bilder, Gratulation
Und deine Bestimmungen sehen alle ganz OK aus
LG
Uwe
Hallo Phillip
Vergleich mal mit dem Pagagei Täubling
R.ionochlora
Das Sporenpulver sollte aber Creme-Farben sein
LG
Uwe
Hallo Pablo
Schöne Kollektionen
Bei mir am Bodensee sah es fast identisch aus dieses Jahr
In welcher Gegend hast du die gefunden ?
Zu den Pilzen:
1) C. Citrinus passt gut, makroskopisch sehr ähnlich wie splendens aber immer etwas mehr grünlich
Sporen etwas kleiner wie splendens , Fruchtkörper etwas größer
2) C.splendens passt gut
Immer eher kleine Fruchtkörper und Recht häufig
3) C.bergeronii
Den hatte ich dieses Jahr auch zum ersten Mal. Makroskopisch ein elegantissimus mit einem grünlich/bläulichen Stiel
Durch die kleineren Sporen klar getrennt von elegantissimus
Alkalinophilus hat keine Blau und Grüntöne
4. C.caerulescens,
Wenn die etwas älter sind gehen die himmelblauen Farben verloren und alles wird Graugelb
Die Schwesterart aus dem Nadelwald , caesiocanescens sieht schon jung so aus
Gerne mit Ockergelbes Velumplacken auf dem Hut
Ergänzung:
Also falls da irgendwo ein Nadelbaum ( Fichte,Tanne) in der nähe war würde ich doch zu C. caesiocanescens tendieren, da passen die Farben wirklich optimal.
Ich poste heute abend nochmal Vergleichsfotos
LG
Uwe
PS: Anbei Vergleichsfoto zu bergeronii
Hallo Pablo,
die sehen auch interessant aus.
Hast du die als C. alcalinophilus geschlüsselt oder noch etwas anderes ?
Und die Einladung steht auch von meiner Seite
LG
Uwe
Hallo Maria
Ja, schick mir die gerne.
Ich denke schon dass das C.suaveolens ist
Diese sogenannten Orangenblüten-Cortinarien riechen dermaßen stark, das sie eigentlich unverkennbar sind
Das sind:
C.suaveolens, mit blau-violettTönen
C.odoratus, mit grünen Farben
C.osmophorus, mit gelb-braunen Farben
Neulich hatte ich osmophorus gefunden
Man könnte den Pilz aus 3m Entfernung schon riechen, das war extrem intensiv
Bei der BMG Tagung hat Stefan was erwähnt, wegen einem möglichen Forumstreffen, mal schauen
Gruss
Uwe
Hallo,
Das sind eindeutig Grüne Knollis und zwar nicht mehr die Frischesten
Gruss
Uwe
Hallo Maria,
da hat Gunnar natürlich recht, wenn der Geruch nur leicht fruchtig war und die Huthaut bitter ist, dann sind wir bei C.anserinus , dem Buchen Klumpfuss. Der passt makroskopisch auch.
Ich hoffer aber eher auf C. suaveolens, wäre der spannendere Fund
Auf der BMG Tagung letzte Woche habe ich erfahren, dass das Altmühltal bei Cortinarienfreunden sehr bekannt ist und von dort schon viele seltene Funde gemeldet wurden
Gruss
Uwe
