Hallo
Hut und Habitus sehen sehr nach C.anomalus aus
Allerdings fehlen die ockergelben Velumgürtel am Stiel.
Hast du die beim pflücken eventuell abgewischt ?
Da fehlt auch ein Stück vom Stiel
Gruß Uwe
Hallo
Hut und Habitus sehen sehr nach C.anomalus aus
Allerdings fehlen die ockergelben Velumgürtel am Stiel.
Hast du die beim pflücken eventuell abgewischt ?
Da fehlt auch ein Stück vom Stiel
Gruß Uwe
Hallo Michael
Wie Pablo schon gesagt hat, wohl ein Phlegmacium, Schleimkopf
C.balteatocumatilis ist gut möglich, allerdings sind die Pilze noch sehr jung so dass die Lamellenfarbe nicht ganz klar ist
Selbst wenn die KOH Reaktion im Fleisch bekannt wäre müsste man noch die Sporen mikroskopieren um die Artbestimmung abzusichern
Bei den Phlegmacien braucht es halt im Idealfall eine Kollektion verschieden alter Fruchtkörper, dann kann eine Bestimmung klappen
Gruß
Uwe
Hallo zusammen
Da bin ich komplett bei Stefan.
C.delibutus
Gut am keuligen Stiel und ockergelben Velum, das ganz jung auch schleimig ist, zu erkennen
Anserinus hätte eine gerandete Knolle und ein kaltes Gelb auf dem Hut , sowie bittere Huthaut
Delibutus ist der häufigste Schleimfuss bei uns und kommt in verschiedenen Biotopen vor
Gruß
Uwe
Hallo Raphael,
zu Nr1. fällt mir wirklich nichts anderes ein, die Lamellen sind auf jeden Fall blau-violett wenn du ganz junge Pilze gehabt hättest, auch das passt zu C.glaucopus
Eventuell gibt es im Dunstkreis von C.glaucopus ja noch weitere Arten die bisher nicht wirklich erkannt sind
Im Atlas de cortinaire sind auch noch Arten im beschrieben , die Glaucopus sehr nahe kommen.
In wieweit diese allerdings genetisch trennbar wäre, ist mir nicht bekannt.
Bei Nr 2. sieht man auf den Bildern jetzt, dass die Pilze ja richtig filzig behaart sind am Hut , wie am Stiel
Das ist schon speziell, damit ist C.patibilis natürlich raus
So filzig ist z.B. C.balteatoalbus , dafür sind die Sporen aber deutlich zu gross
Alles sehr spannend.
Hast du Exsikkate dazu ?
Wenn ja, hätte ich zumindest an Nr.2 Interesse und würde die eventuell mal, am Ende der Saison, sequenzieren lassen
Schreib mir eine Mitteilung wenn du interessiert bist, ich kann dir auch eine Schweizer Adresse für den Versand angeben.
Gruss
Uwe
Hallo
Arten der Sektion Griseinae, zu der R.parazurea gehört sind fast alle minimal bis leicht schärflich in den Lamellen sonst aber mild.
Das schwankt von Exemplar zu Exemplar etwas.
Diese Schärfe ist nicht mit der eines Speitäublings oder ähnlichem zu vergleichen.
Die Täublingsregel ist eher eine Faustregel und macht ja keinen kritischen Fehler, wenn sie die Arten der Griseinae ausschliesst.
Die Natur hält sich halt nicht immer so 100% an menschengemachte Regeln
Es gibt übrigens noch einige weitere Arten die sich ähnlich Verhalten.
Gruss
Uwe
Hallo Raphael, Hallo Pablo,
also für mich passt die Nr 1. schon zu C.glaucopus
Kleine, dichtwarzige Sporen , eingewachsen fasrige Huthaut, etwas metallisch glänzender Stiel, schwach gerandete Knolle.
Das Biotop sollte ein Nadelwald ( Fichte) auf +/- Kalk sein
Wie war den die Lamellenfarbe des jüngsten Exemplars , da sollte noch ein deutlicher Blauschimmer zu sehen sein ?
Wenn ja, wäre ich mir mit C.glaucopus recht sicher
Die Nr 2. ist kein C.saginus ,da fehlt der "Geschmückte Stiel" , Saginus hat deutliche Velumgürtel am Stiel und wächst im sauren Nadelwald
Die Sporen wären auch zu gross
Eigentlich passt sehr viel zu C. patibilis , ausser der KOH Reaktion im Fleisch
Diese sollte bei C.patibilis mit schwacher Kalilauge ( 3-5%) sehr deutlich gelb-orange ausfallen.
Wenn du noch eine hast , verdünne die Lauge mal deutlich und teste nochmal
An berührten Stellen sollte die Art recht deutlich braunfleckig werden.
ANsonsten wäre das sicher ein interessanter Kandidat für eine Sequenzierung
Vielleicht schaut Mykollege_Günter noch rein und hat eine bessere Idee
beste Grüße
Uwe
Hallo
Du kannst deinen Fund mal mit R.parazurea vergleichen
Der kann manchmal sehr dunkle grau-blaue Hutfarben haben
Ein gutes Merkmal ist das graue Hutfleisch unter der abgezogenen Huthaut
Parazurea kann etwas schärflich in den Lamellen sein,gilt aber trotzdem als essbar
Gruß
Uwe
Hallo Lukas,
Bilder von älteren Exemplaren wäre gut .
Interessant wäre zu sehen ob ältere hygrophan sind d.h. verschiedenfarbig auf dem Hut.
Die keglige Hutform und die entferntstehenden Lamellen kommen z.b. in der Sektion "Hinnulei" vor , die wären aber deutlich hygrophan
Sonst habe ich gerade auch keine Idee , wo diese Telamonien hingehören könnten.
Gruss
Uwe
R.versicolor ist schon leicht scharf in den Lamellen, das passt schon
Ich würde da eher einen etwas ungenauen Schlüssel vermuten.
Mit was hast du geschlüsselt ?
Gruss
Uwe
Hallo zusammen,
T.bresadolanum wird schon als verzögert scharf angegeben.
T.sciodes kenne ich eigentlich nur stärker gebuckelt und eher glatt eingewachsen fasrig , grau-glänzend und auch nicht so dickfleischig.
Beide Arten haben gerne schwarz gesprenkelte Lamellen , besonders an der Lamellenschneide.
Mit diesem Merkmal könnte man zumindest andere Arten ausschliessen.
Alles andere ist nicht wirklich festzumachen, ohne die Pilze in der Hand gehabt zu haben.
Gruss
Uwe
Hallo
Öhrlings Idee mit T.bresadolianum gefällt mir gut. Der wäre erst bitter und dann verzögert scharf
Ist wärmeliebend und wächst gern bei Eiche
Sciodes ist es sicher nicht der sieht anders aus
Gruß
Uwe
Hallo Lars
Bei Birke mit gelben Flecken und gerieftem Rand kommt mir sofort
R.versicolor, Vielfarbiger Täubling in den Sinn.
Makroskopisch und nach deinen Angaben passt alles ganz gut
Beste Grüße
Uwe
Hallo Sebastian,
deine 02 - C.acutus sind recht eindeutig und passen schön.
ob 03 - an C.obtusus glaube ich hier nicht, der geriefte Hutrand und die Zystiden passen nicht, eine anderen Vorschlag habe ich aber auch nicht.
05 - C.hemitrichus ist bei so jungen Pilzen schwer zu sagen aber gut möglich, manchmal hat man Glück und die Babys riechen nach Geranien-Blättern dann bist du bei C.flexipes.
beste Grüße
Uwe
Hallo Frank,
den hätte ich auch so benannt.
Für mich riecht die Art immer gern nach älterem, abgestandenem Essen
Gruss
Uwe
Was anderes !!!
Hallo Wutzi
Die Nr. 2 sollte der Lästige Ritterling, Tricholoma inamoenum sein.
Grau beiger, kleiner Hut, langer Stiel
Geruch unangenehm chemisch, aber nicht so penetrant wie beim Schwefelritterling.
Biotop mit montanem Nadelwald passt perfekt
Vor 2 Woche im Schwarz Wald waren die häufig zu finden.
LG
Uwe
Hallo Claus,
den hatte ich heute auch, denke ich ( Mikros stehen noch aus, SPP sehr hell aber noch nicht endgültig bestimmt)
Bei mir mit etwas mehr violett und unter Eiche , wie es sich gehört
Der heisst nicht umsonst Wechselfarbiger Speitäubling, sicher äusserst farbvariabel, es gibt ja auch komplett entfärbte Kollektionen
Gruss
Uwe
Hi Anton,
der erinnert mich an meinen allerersten Pilzkurs 2004 in Hornberg beim legendären Walter Pätzold
Ganz stolz habe ich ihm den mit dem Ausruf " Walter, ich hab einen Kaiserling gefunden !!!" präsentier
Also deiner ist wirklich ein Prachtexemplar vom Orangegelben Scheidenstreifling, Amanita crocea
Gratulation zum Fund
LG
Uwe
Hi Anton
Bei Sporenreife überlagert das violett-schwarze Sporenpulver die grüngelbe Lamellenfarbe
Gruß
Uwe
Hi
Ich kann noch etwas ergänzen
1. Gürtelfuss , eventuell Rettich Gürtefuss, Cortinarius evernius
2. Einer der Speitäublinge
7.Cortinarius subtortus, Weihrauch Schleimkopf
8. Keine Xerula radicata , der Stiel wäre typisch für einen Horngrauen Rübling
Gruß
Uwe
Hallo Karl,
ich hab das vor kurzem getestet.
Also die Schärfe geht komplett weg.
Geschmacklich kommt aber nicht viel rüber, es schmeckt halt nach Angebratenem mit leichter Bitter-Note.
Gruss
Uwe
Hallo Andreas
falls ihr den Fund sequenzieren lasst, wäre es toll das Ergebnis zu erfahren.
zu C.violaceomaculatus , den gibts schon noch
der hat aber zumindest jung und frisch ein deutliches violettes Velum, dass bei Berührung erstmal stärker violett wird und dann später in braun umschlägt.
Man findet ihn gelegentlich im Schwarzwald und den Alpen aber eigentlich immer auf Kalk
Hier habe ich ein Bild davon
Gruss
Uwe
Hallo Safran,
ich hab mir jetzt mal die 123 Seite zu C.crassus angeschaut
Das ist teilweise haarsträubend
Von den Bildern halte ich kein einziges für C.crassus
Ich sehe da sicher 3 verschiedene Phlegmacien, teilweise aus der Variecolores Gruppe.
Auch in der Beschreibung sind Fehler z.b. die KOH Reaktion
Die Sporen sind mit 9-11,2 x 6,3-7 µm deutlich zu gross angegeben, Crassus ist kleinsporig mit 6,5-8,5 x 4-5
µm
Leider ist das bei vielen Cortinarien so
Cortinarien bestimmen/vergleichen ist mit 123 Pilze ist leider nicht möglich.
Ich empfehle da Cortinarius subgenus Phlegmacium - The Phlegmacium Website zumindest für die Phlegmacien
beste Grüße
Uwe
Hallo Safran,
C.crassus scheidet aus , er zeigt keine gelbe KOH Reaktion im Fleisch und ist auch etwas mehr rot-braun
Crassus haben wir am Wochenende bei der Stuttgarter Tagung in Hornberg auch mehrfach gefunden.
Da die beiden Arten C.crassus und C.patibilis schon recht ähnlich sind habe ich hier mal ein Bild gemacht mit beiden Arten
Die Unterschiede sind einigermassen gut zu erkennen
C.crassus in der Mitte mit mehr rotbraunen Farbtönen
Gruss
Uwe
Hallo Claudia,
wie es der Zufall so will habe ich gestern im Schwarzwald den ominösen Cortinarius patibilis gefunden.
Hier mal die Bilder für dich zu vergleichen
Meine waren teilweise noch sehr jung und hatten schön blass-blaue Lamellen und auch einen blassblauen Ton im Stielfleisch
Meine Pilze haben über Nacht dann an den Druckstellen am Stiel stark gebräunt, das ist ein stabiles Merkmal der Art
Die Formalin Reaktion , die von Karl Soop beschrieben wurde hat nicht funktioniert
Wobei ich nicht weiss ob das Formol überhaupt noch Ok war und welche Konzentration benötigt wird
Allerdings schreibt Soop in seinem Schlüssel auch formalin inconsistently yellow-red (<5')
was immer das dann genau bedeutet
Erhard Ludwig hat das im Pilzkompendium übernommen allerdings die Bemerkung "inconsistently" einfach weggelassen
Hier die Bilder zum vergleichen
beste Grüße
Uwe
