Beiträge von Cortinarius

    Hallo Paula,

    Das ist wohl eher in ganz junger Schleimfuss also Gattung Schleierlinge, Cortinarius

    Die Cortina (Schleier) steckt noch komplett in der äußeren Schleimhülle

    Das braune Sporenpulver ist aber schon zu erahnen

    Aufgrund der ockergelben Velumgürtel am Stiel bin ich mir recht sicher, dass das Cortinarius delibutus, Blaublättriger Schleimfuss ist

    Gruß

    Uwe

    Hallo Claus

    Schön dokumentiert hast du diese eher triviale Art

    Diese Arbeit hab ich mir noch nie so ausführlich gemacht

    Die Kombination engstehende Lamellen, erst deutlich rötend dann langsamer schwärzend, fast milder Geschmack und nicht so gross sind für mich die entscheidenden Merkmale für R.densifolia

    Passt also alles

    Gruss

    Uwe

    Hallo Norbert,

    was besseres wie Cortinarius largus fällt mir nicht ein.
    Die Sporen wären eine Spur zu lang und zu schmal, verglichen mit Literatur Angaben.
    Auch sind die Hutfarben normalerweise etwas heller.

    Largus ist eine recht variable Art, die Franzosen haben nicht umsonst 18 Arten daraus gemacht , die dann genetisch alle wieder kassiert wurden.


    Manchmal gibt es auch Überraschungen: Beim Schleierlingskurs letztes Jahr in Hornberg hatten wir einen Fund aus dieser Gruppe, mit himmelblauem Hutfleisch. Im Ludwig Band 4 fand sich dann ein Bild und Beschreibung einer recht neu beschriebenen Art aus Sardinien + Spanien nämlich C.hemicaeruleus.

    Das passte perfekt.

    Wie kommt jetzt aber eine Mittelmeer Cortinarie in den Schwarzwald ?
    Die Sequenzierung bestätigte den Fund später und es kam auch raus das diese Art schon einmal in BW gefunden wurde, allerdings mit anderem Namen ( C.balteatus)


    Vielleicht meldet sich Günter Mykollege_Günter oder Andreas mollisia noch und habe eine bessere Idee


    Gruss

    Uwe

    Hallo Norbert,
    ich hätte da auch keine Zystiden erwartet.
    Mit der KOH Reaktion sind wir schon bei den Arten um C.variecolor

    Da gibt es wie immer einige.
    Kannst du etwas zum Hut sagen, ist der glatt oder fasrig -filzig , eingewachsen fasrig oder ?

    Hat des Blauviolett-Töne auf dem Hut ( speziell im Randbereich) ?
    Auf den ersten Bilder scheint die Hutfarbe etwas ins rot/purpur-braun zu gehen , Ist das so oder nur auf den Bildern

    Sind die Sporen vom Abwurf bzw. aus der Cortina ?
    Ist der Stiel auffällig hart ?


    Sorry für die vielen Fragen aber vielleicht lässt sich so etwas machen

    LG
    Uwe

    Hallo Beli,

    C.anserinus hat immer eine rund-gerandete Knolle d.h. es gibt keine wirkliche Kante zwischen Knolle und Stiel, wie bei den meisten Arten der

    Sektion Calochroi
    Am besten sieht man das immer bei einem Schnittbild, entsprechend gehört in eine Phlegmacien Beschreibung immer ein Schnittbild dazu.

    Denkbar wäre, dass der Übergang von Stiel zur Knolle langezogener ist und dann etwas keulig wirkt.
    Denke immer daran , dass viele Bilder speziell bei Cortinarien im Internet falsch bestimmt sind
    Ausnahmsweise stimmen aber mal alle Bilder auf "123Pilze"


    Hier mal ein Beispiel von C.anserinus mit Schnittbild

    Typische Ockergelbe Hutfarbe, Nie ein leuchtendes Gelb, bläulicher Stiel speziell im Mittelteil, bläuliche Lamelle ( bei jüngeren Pilzen) ,
    viel Cortina oft von der Knolle bis zum Hutrand
    Ockergelbes Velum am unteren Stielteil speziell am Knollenrand
    Huthaut-Schleim bitter

    Dein Bild zeigt ein wirklich schönes Exemplar mit allen Merkmalen

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen

    So rein optisch könnte man an einen Schleimfuss denken, allerdings passen die Sporen nicht dazu

    Das sind eher Telamonia Sporen

    Im Nadelwald hätte ich mal mit C.armeniacus verglichen, im Laubwald fällt mir nicht direkt was dazu ein

    Gruß Uwe

    Hallo Michael

    Wie Pablo schon gesagt hat, wohl ein Phlegmacium, Schleimkopf

    C.balteatocumatilis ist gut möglich, allerdings sind die Pilze noch sehr jung so dass die Lamellenfarbe nicht ganz klar ist

    Selbst wenn die KOH Reaktion im Fleisch bekannt wäre müsste man noch die Sporen mikroskopieren um die Artbestimmung abzusichern

    Bei den Phlegmacien braucht es halt im Idealfall eine Kollektion verschieden alter Fruchtkörper, dann kann eine Bestimmung klappen

    Gruß

    Uwe

    Hallo zusammen

    Da bin ich komplett bei Stefan.

    C.delibutus

    Gut am keuligen Stiel und ockergelben Velum, das ganz jung auch schleimig ist, zu erkennen

    Anserinus hätte eine gerandete Knolle und ein kaltes Gelb auf dem Hut , sowie bittere Huthaut

    Delibutus ist der häufigste Schleimfuss bei uns und kommt in verschiedenen Biotopen vor

    Gruß

    Uwe

    Hallo Raphael,

    zu Nr1. fällt mir wirklich nichts anderes ein, die Lamellen sind auf jeden Fall blau-violett wenn du ganz junge Pilze gehabt hättest, auch das passt zu C.glaucopus
    Eventuell gibt es im Dunstkreis von C.glaucopus ja noch weitere Arten die bisher nicht wirklich erkannt sind
    Im Atlas de cortinaire sind auch noch Arten im beschrieben , die Glaucopus sehr nahe kommen.
    In wieweit diese allerdings genetisch trennbar wäre, ist mir nicht bekannt.


    Bei Nr 2. sieht man auf den Bildern jetzt, dass die Pilze ja richtig filzig behaart sind am Hut , wie am Stiel
    Das ist schon speziell, damit ist C.patibilis natürlich raus
    So filzig ist z.B. C.balteatoalbus , dafür sind die Sporen aber deutlich zu gross

    Alles sehr spannend.

    Hast du Exsikkate dazu ?

    Wenn ja, hätte ich zumindest an Nr.2 Interesse und würde die eventuell mal, am Ende der Saison, sequenzieren lassen

    Schreib mir eine Mitteilung wenn du interessiert bist, ich kann dir auch eine Schweizer Adresse für den Versand angeben.

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Arten der Sektion Griseinae, zu der R.parazurea gehört sind fast alle minimal bis leicht schärflich in den Lamellen sonst aber mild.
    Das schwankt von Exemplar zu Exemplar etwas.
    Diese Schärfe ist nicht mit der eines Speitäublings oder ähnlichem zu vergleichen.
    Die Täublingsregel ist eher eine Faustregel und macht ja keinen kritischen Fehler, wenn sie die Arten der Griseinae ausschliesst.

    Die Natur hält sich halt nicht immer so 100% an menschengemachte Regeln

    Es gibt übrigens noch einige weitere Arten die sich ähnlich Verhalten.


    Gruss

    Uwe

    Hallo Raphael, Hallo Pablo,

    also für mich passt die Nr 1. schon zu C.glaucopus
    Kleine, dichtwarzige Sporen , eingewachsen fasrige Huthaut, etwas metallisch glänzender Stiel, schwach gerandete Knolle.
    Das Biotop sollte ein Nadelwald ( Fichte) auf +/- Kalk sein

    Wie war den die Lamellenfarbe des jüngsten Exemplars , da sollte noch ein deutlicher Blauschimmer zu sehen sein ?

    Wenn ja, wäre ich mir mit C.glaucopus recht sicher


    Die Nr 2. ist kein C.saginus ,da fehlt der "Geschmückte Stiel" , Saginus hat deutliche Velumgürtel am Stiel und wächst im sauren Nadelwald
    Die Sporen wären auch zu gross

    Eigentlich passt sehr viel zu C. patibilis , ausser der KOH Reaktion im Fleisch
    Diese sollte bei C.patibilis mit schwacher Kalilauge ( 3-5%) sehr deutlich gelb-orange ausfallen.
    Wenn du noch eine hast , verdünne die Lauge mal deutlich und teste nochmal
    An berührten Stellen sollte die Art recht deutlich braunfleckig werden.
    ANsonsten wäre das sicher ein interessanter Kandidat für eine Sequenzierung


    Vielleicht schaut Mykollege_Günter noch rein und hat eine bessere Idee


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo

    Du kannst deinen Fund mal mit R.parazurea vergleichen

    Der kann manchmal sehr dunkle grau-blaue Hutfarben haben

    Ein gutes Merkmal ist das graue Hutfleisch unter der abgezogenen Huthaut

    Parazurea kann etwas schärflich in den Lamellen sein,gilt aber trotzdem als essbar

    Gruß

    Uwe

    Hallo Lukas,

    Bilder von älteren Exemplaren wäre gut .
    Interessant wäre zu sehen ob ältere hygrophan sind d.h. verschiedenfarbig auf dem Hut.
    Die keglige Hutform und die entferntstehenden Lamellen kommen z.b. in der Sektion "Hinnulei" vor , die wären aber deutlich hygrophan

    Sonst habe ich gerade auch keine Idee , wo diese Telamonien hingehören könnten.

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    T.bresadolanum wird schon als verzögert scharf angegeben.
    T.sciodes kenne ich eigentlich nur stärker gebuckelt und eher glatt eingewachsen fasrig , grau-glänzend und auch nicht so dickfleischig.
    Beide Arten haben gerne schwarz gesprenkelte Lamellen , besonders an der Lamellenschneide.
    Mit diesem Merkmal könnte man zumindest andere Arten ausschliessen.

    Alles andere ist nicht wirklich festzumachen, ohne die Pilze in der Hand gehabt zu haben.

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Öhrlings Idee mit T.bresadolianum gefällt mir gut. Der wäre erst bitter und dann verzögert scharf

    Ist wärmeliebend und wächst gern bei Eiche

    Sciodes ist es sicher nicht der sieht anders aus

    Gruß

    Uwe

    Hallo Sebastian,

    deine 02 - C.acutus sind recht eindeutig und passen schön.

    ob 03 - an C.obtusus glaube ich hier nicht, der geriefte Hutrand und die Zystiden passen nicht, eine anderen Vorschlag habe ich aber auch nicht.

    05 - C.hemitrichus ist bei so jungen Pilzen schwer zu sagen aber gut möglich, manchmal hat man Glück und die Babys riechen nach Geranien-Blättern dann bist du bei C.flexipes.


    beste Grüße

    Uwe