Beiträge von Josef-08


    --- deswegen war auch der perlpilz bei mir recht früh mit am start. richtig sicher fühl ich mich bei dem aber tatsächlich nur durch das benannte kriterium "geriefte manschette". Bei mir gibt es dann immer auch noch diese übergangsphase, z.B.: " zu ein 99% Perlpilz, aber noch geschlossen, Manschette noch nicht sichtbar -> stehen lassen ..."


    Hallo Anglachel


    Ja, auch bei mir war der Perlpilz einer der ersten Pilze, die ich kennenlernte, aber ... nicht aus Büchern oder aus dem Internet ... sondern im Pilzseminar. Ich denke, dass der Perlpilz ein gutes Schulungsobjekt ist, bei dem man lernen kann, auf was es ankommt bzw. auf was man alles achten muss. Aber das muss einem dann natürlich richtig erklärt werden. Auf eigene Kappe hätte ich mich da allerdings nicht rangetraut und würde das auch einem Anfänger nicht empfehlen (wegen Verwechselungsgefahr mit dem Pantherpilz).


    Gruß
    Josef



    Ich würde zu der ersten Kategorie noch den Mönchskopf und den violetten Rötelritterling hinzufügen, weil die leicht erkennbar und kaum verwechselbar sind. Außerdem bilden diese Pilze Hexenringe, so dass man meistens bei einem Fund gleich genug für eine Mahlzeit zusammen hat und sie schmecken (mir zumindest) sehr gut.


    Der violette Rötelritterling könnte evtl. mit violetten Schleierlingen verwechselt werden.

    Hallo,


    Alle Achtung!


    Du hast Dich ja schon ziemlich kundig gemacht, und wenn Du Dir bei den von Dir aufgeführten Pilzen sicher bist, denke ich, ist das schon eine gute Reihenfolge.
    So ungefähr habe ich auch angefangen.


    Allerdings an den von Anglache vorgeschlagenen Perlpilz (und andere Amanitaarten) würde ich mich ohne Anleitung anfangs noch nicht wagen, es sei Du kennst jemanden, der Dir die Merkmale genau erklären kann. Den Scheidenstreifling würde ich auch vorerst noch weglassen (hier gilt das gleiche wie beim Perlpilz), ausserdem ist der m.M. nicht so besonders schmackhaft, dass man dafür ein Risiko eingehen müsste.


    Was in Deiner Liste vielleicht noch fehlt, wäre natürlich der Pfifferling. und wenn sie bei Euch vorkommt, die Totentrompete.
    Beides sind leicht erkennbare Pilze (zum Vergleich könntest Du Dir auch ein paar Pfifferlinge im Handel kaufen).
    Was andere Leistlinge betrifft, kommen wohl noch Trompetenpfifferlinge in Frage. Wenn man Leisten von Lamellen unterscheiden kann, sind die eigentlich auch relativ gut erkennbar; die Gefahr beim Sammeln besteht allerdings darin, dass da oft noch andere kleine Pilze drunter stehen und man die beim Sammeln mit erwischen kann; da muss man dann schon gut aufpassen.
    Auch das Kuhkaul (großer Gelbfuß) könntest Du vielleicht noch ins Auge fassen.


    Auch wenn ich sehe, dass Du Dich sehr ernsthaft mit dem Thema beschäftigst, komme ich dennoch nicht umhin, Dir zu empfehlen, bei jedem Pilz, den Du neu in Deinen Speiseplan aufnehmen möchtest, zunächst einen Pilzsachverständigen aufzusuchen. Auch die Teilnahme an Pilzwanderungen oder einem Pilzseminar wäre eine gute Möglichkeit, noch weitere schmackhafte Pilze wie z.B. den violetten Rötelritterling oder den rauchblättrigen Schwefelkopf kennenzulernen.


    Herzliche Grüße
    Josef

    Hallo Maria,


    Wenn ich das bloß früher gewußt hätte!
    Jetzt habe ich meine Steinpilze, die ich gestern noch fand und die ich heute nicht mehr als ganz astrein befand, leider entsorgt.
    Muss mal sehen, was sich noch aus dem Müll rausfischen läßt.==13
    Spaß beiseite, aber wenn ich getrocknete Steinpilze in den Supermärkten sehe, habe ich manchmal den Eindruck, dass dort vielleicht auch "so alte Schlappen" drin sein könnten.


    Liebe Grüße
    Josef

    Hi, Tuppie,


    Da kann ich mich Maria nur anschließen.
    Pfifferlinge gibts zwar nicht überall, aber je mehr Stellen ich finde, desto weniger kann ich irgendwelche Zusammenhänge mit Bodenverhältnissen oder Vegetation festmachen. Allerdings finde ich sie hier hauptsächlich in sauren Waldgebieten. In meinem Kalkgebiet habe ich sie bisher nur ein einziges Mal in größerer Menge gefunden.
    Was mir aber aufgefallen ist, dass sie nicht in jedem Jahr gleich kommen. So habe ich z.B. in diesem Jahr an meinen Hauptstellen relativ wenig gefunden, dafür aber an anderen Stellen, wo ich im vergangenen Jahr nur wenige fand, umso mehr. Das könnte aber natürlich auch Zufall sein.


    Herzliche Grüße
    Josef


    Bevorzugte Bäume konnte ich bisher nicht ausmachen.
    Ich finde sie sowohl im reinen Fichtenwald als auch im Laub- oder Mischwald, oft an moosigen Stellen aber auch an Wegrändern im Gras, wo sie sich gerne verstecken.

    Hallo Tannenzäpfle,


    das ist ja schon richtig, was Du sagst,
    aber bedenke bitte auch, dass diese Leute meist völlig unbedarft sind und ihnen die Verwechselungsgefahr oft gar nicht so bewußt ist.
    Sie wissen vielleicht, dass es Giftpilze gibt, sie haben vielleicht auch schon was von Knollenblätterpilzen gehört, aber sie wissen nicht wirklich, wieviele Verwechselungsmöglichkeiten es gibt. Die sehen nur die paar Pilze in ihrem kleinen Büchlein und glauben, dass ihnen nichts passieren kann, wenn sie nur ein bißchen aufpassen.
    Sicherlich ist es in vielen Fällen Leichtsinn, Dummheit oder Verantwortungslosigkeit; aber manchmal vielleicht ganz einfach auch "nur" pures Unwissen.
    Schlimm wird es allerdings dann, wenn man von der Gefahr weiß und es dann trotzdem tut.
    Bevor jetzt meine Worte einen Sturm der Entrüstung auslösen, möchte ich noch sagen, dass ich damit weder um Verständis werben noch jemanden von seiner Verantwortung freisprechen möchte. Ich möchte aber zu Bedenken geben, dass das, was wir machen, von Leuten, die nichts mit Pilzen zu tun haben, vielleicht auch als gefährlich (oder wenn mal was passieren sollte, auch als unverantwortlich) betrachtet werden könnte, auch wenn das vielleicht nicht vergleichbar ist und wir das anders sehen.


    Herzliche Grüße
    Josef


    Bitte seid mir nicht böse, wenn ich da Zweifel habe.


    Hallo Heidi,


    Nein, böse bin ich Dir überhaupt nicht, wenn Du da Zweifel anmeldest.
    Ich bin mir ja auch nicht ganz sicher. Dafür hatte ich den würzigen Tellerling noch nicht oft genug in der Hand.
    Ich hatte ihn letztes Jahr erstmals (bestätigt) kennengelernt, habe ihn allerdings jetzt doch nicht mehr so genau in Erinnerung, dass ich mir zu 100 % sicher wäre.
    Es gibt ja da einiges, was ähnlich aussieht.


    Herzliche Grüße
    Josef


    Übrigens: Das Sporenpulver müßte fleischrosa sein. (das war bei meinen auch der Fall)

    Hallo,


    Die Gründe, warum es jedes Jahr zu zahlreichen Pilzvergiftungen kommt, dürften hier wohl jedem klar sein.
    Ich denke aber, dass es nicht nur an Unwissenheit, mangelndem Gefahrenbewußtsein oder Leichtsinn liegt, sondern auch, weil viele Leute sich das zu einfach vorstellen und glauben, mit einem Pilzbuch (oder noch gefährlicher: mit einer App) bewaffnet in den Wald gehen und die Pilze nach Bildern bestimmen zu können.
    So hatte ich auch mal angefangen, hatte mich allerdings nie getraut, die so bestimmten Pilze zu essen. Damit fing ich erst nach dem Besuch eines Pilzseminars an, und auch dann suchte ich noch lange Zeit die Pilzberatung auf, um die von mir gesammelten Pilze prüfen zu lassen. Das tue ich auch heute noch, bevor ich selbstbestimmte Pilze, bei denen ich mir noch nicht 100 % sicher bin, erstmals verzehre.
    Aber manche scheinen da wohl etwas "mutiger (?)" zu sein (wie man auch bei manchen Anfragen in diesem Forum sehen kann).


    Nun aber zur usprünglichen Frage:


    Wie kann man denn den mit was essbarem verwechseln?


    Nun, das habe ich, ehrlich gesagt, auch nie verstanden, bis mir der PSV einen jungen noch geschlossenen Pilz zeigte, den er im Korb eines Sammlers gefunden hatte.
    Der Pilz war abgeschnitten (also ohne Knolle); im Pilz war ein Fraßloch, durch das man die Lamellen sehen konnte und die erschienen mir (vielleicht durch das Licht), nicht weiß sondern cremefarben, der Hut war auch nicht grün, sondern fast weiß mit einem gelblichem Hauch, so dass ich ihn auf den ersten Blick für einen Anischampignon hielt. Erst nachdem ich den Pilz selbst in der Hand hatte und daran roch, erkannte ich, was es wirklich war. Seither kann ich mir gut vorstellen, warum es beim grünen Knolli immer wieder zu Verwechselungen kommt.


    Herzliche Grüße
    Josef


    Wo genau gibts die schon? Damit ich schnell hinfahren kann und alle einsammeln kann. Scherz


    Hallo Heidi,


    Ich denke, Du hast sie schon mal gefunden? Dann fahr mal schnell dort hin.


    Wäre ich gestern nicht zufällig an meiner Stelle gewesen, dann hätte sie fast verpaßt. Sonst kommen sie meist erst ab Mitte September.
    Aber gestern waren sie zu meiner Überraschung schon voll da.


    Herzliche Grüße,
    Josef


    Hallo,


    die ersten beiden Bilder sind eindeutig Pfifferlinge.
    Pfifferlinge könntest Du evtl. mit dem falschen Pfifferling verwechseln. Der ist aber in der Regel dünnfleischer und hat Lamellen während der Pfifferling Leisten hat.


    Auf dem dritten Bild sind Röhrlinge zu sehen. Das Bild ist mir zu undeutlich, um eine genauere Aussage zu treffen.


    HG, Josef


    Au, Florian war schneller (einen Hasenröhrling hatte ich leider noch nicht in der Hand).

    Hallo Björn,


    Herzlichen Dank für die schöne Bilderstrecke, und herzliche Grüße nach Schweden.



    Ach, das Pilzparadies Schweden - was für eine Pracht und Fülle. :thumbup:
    Wenn ich mal auswandern sollte, dann vermutlich Schweden oder Patagonien.


    Ja, ich auch, aber nur im Sommer.
    Ich fürchte, bei den langen Wintern dort wäre man über Sommer wahrscheinlich so mit dem Holzmachen beschäftigt, dass für die Pilze keine Zeit mehr bleibt.:D


    LG, Josef

    Hallo,


    meine Frage ist, ob das, was Alexander als Schimmel beschreibt, auch tatsächlich Schimmel im eigentlichen Sinne ist, oder ob es nicht um irgendetwas anderes handelt, das beim Gärprozess entsteht und sich dann nach oben absetzt (ich denke da z.B. an Hefe o.ä.).
    Ich erinnere mich noch, als meine Mutter noch selbst Sauerkraut herstellte (geht ja so ähnlich) bildete sich immer so eine Art weißlicher Film auf der Oberfläche, der regelmäßig abgeschöpft werden musste. Das wurde damals als ganz normal betrachtet und nicht als Schimmel (im Sinne von verdorben) empfunden und auch nicht so genannt.
    Soweit ich mitbekommen habe, gibt es hier im Forum einige Leute, die im Lebensmittelbereich/-kontrolle tätig sind. Vielleicht könnten die etwas dazu sagen.


    Herzliche Grüße
    Josef

    Hallo Pablo,
    Herzlichen Dank.
    Verlassen würde ich mich auf ein Merkmal nie. Aber wenn alle anderen Merkmale passen, könnte sowas vielleicht die letzten Zweifel beseitigen. Also lasse ich erstmal die Finger davon, bis ich mir ganz sicher bin. Am besten würde ich sie wohl dem PSV vorlegen, aber der ist meist gerade dann nicht erreichbar, wenn ich sie finde ==3. Und bis die Pilzberatung aufmacht, dauerts noch ein Weilchen.


    LG, Josef

    Hallo Pablo,


    Herzilichen Dank.
    Mit dem Geruch ist das immer so eine Sache. Da bin ich mir nie so sicher. Aber den Geruch von Maipilz kenne ich, den finde ich eher als unangenehm. Leider hatte ich noch nie einen Riesenrötling zum Vergleich.
    Ich habe mal gelesen, dass beim Riesenrötling die Huthaut leicht abziehbar sei, beim Tellerling nicht.
    Kannst Du das bestätigen.


    LG, Josef

    Hallo,


    Ich finde den würzigen Tellerling auch öfters, bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass er es ist, traue mich aber doch nicht, ihn zu essen, da ich immer Angst habe, ihn mit dem Riesenrötling zu verwechseln.
    Gibt es da verläßliche Unterscheidungsmerkmale, womit ich den Riesenrötling ausschließen kann?


    Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus
    Josef

    Hallo Alexander,


    Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen und interessanten Bericht.
    Ich wollte schon immer mal wissen, wie das geht, habe auch Rezepte gefunden, aber eine solch eine schöne und ausführliche Dokumentation hatte ich bisher noch nicht gesehen. Lädt direkt zum Nachmachen ein.
    Ob ich's mal ausprobieren werde, weiß ich noch nicht, dafür fehlt mir einfach die Zeit.
    Zu den Gewürzen: Wenn man keinen Garten hat und auch keinen Nachbarn, der einem da aushelfen kann, dürfte es insbesondere mit den schwarzen Johannisbeerblättern etwas schwierig werden. Dill könnte man ja noch selber ziehen. Ich könnte mir vorstellen, dass man statt der Johannisbeerblätter auch Weintraubenblätter nehmen könnte? Die sind vielleicht einfacher zu besorgen.


    Herzliche Grüße
    Josef

    Hallo Feinschmecker,


    Mit dem Wetter und der Trockenheit war es bei uns genauso. Während es in anderen Gebieten teilweise heftig regnete und zu Überschwemungen führte, zog es an uns meist vorbei. In den letzten drei Wochen hat es dann endlich auch bei uns mehrmals geregnet, aber das ging einfach noch nicht tief genug. Bis zur letzten Woche hatte ich noch befürchtet, dass es einen genauso pilzlosen Sommer/Herbst wie letztes Jahr geben könnte, aber seit ca. 1 Woche kommen die Pilze auch hier erstaunlich zahlreich und fast alle Arten auf einmal. Was ich allerdings noch befürchte, ist, das es eine zwar heftige, aber kurze Saison werden könnte.


    Ausserdem wollte ich mit "meiner Prognose" Tannenzäpfle etwas aufmuntern.


    Herzlich Grüße,
    Josef

    Hallo Tannenzäpfle,


    Mir ging es bis letzte Woche genauso. Überall Fundmeldungen, aber bei uns nix, ausser einer Handvoll Pfifferlinge.
    Aber seit letztes Wochenende gehts hier richtig ab, zumindest in den Wäldern, die noch nicht von der Forstwirtschaft zerstört sind und wo die kommerziellen Steinpilzsammler noch nicht waren.
    Am vergangenen Mittwoch war ich gegen abend zu meinem Steinpilzhotspot: (noch) nichts!
    - aber 100m weiter bin ich fast "verrückt" geworden. Es war schon ziemlich dunkel im Wald und die Pilze waren von weitem schwer zu erkennen. Aber wenn ich einen entdeckt hatte, standen drei weitere drum herum. Und so ging das weiter. Ich musste mich regelrecht von der Stelle losreißen, denn eigentlich wollte ich noch ein paar Pfifferlinge zum Abendessen.


    Gestern war ich wieder dort. Alle Steinpilze, die ich stehen gelassen hatte, fort!. Dafür überall Schnittspuren u. zerstörte Pilze. Da hatte sich meine Befürchtung bewahrheitet, dass die "Profis" mal wieder unterwegs waren, denn schon auf Hinweg hatte ich bemerkt, dass in fast jedem Waldweg ein Auto mit einem der "berühmt-berüchtigten" auswärtigen Kennzeichen parkte.
    Dafür fand ich dann aber genügend Pfifferlinge und andere Pilze. Schade, dass mir die Anischampignons nicht schmecken, denn die standen in langen Reihen u. riesigen Hexenringen in Massen herum, einer neben dem anderen. Die tauchen zwar dort jedes Jahr in größeren Mengen auf, aber sowas hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen. Leider war es zum Fotografieren schon zu dunkel.


    - Da Karlsruhe ja nicht so ganz entfernt von uns ist, ungefähr auf gleichen Breitengrad liegt und das Wetter im allgemeinen von Westen kommt, würd' ich mal schätzen, dass es kommende Woche bei Euch auch so weit ist... ==Pilz25


    Herzliche Grüße aus dem Saarland,
    Josef


    Josef, genau so soll es sein. Immer raus damit, weil dafür ist ein Forum da. Daß man sich untereinander austauscht. :)
    Cantharellus amethysteus kenne ich übrigens nie "bereift", sondern eben jung violettbräunlich beschuppt, und diese Beschuppung im Alter zu einem hellockerlichen bis isabellfarbenen "Filz" vergehend. Ich denke, diesen Filz / Bereifung meinst du?


    Ja, genau das habe ich gemeint, hab' mich wohl nur etwas ungenau ausgedrückt.


    HG, Josef

    Hallo,


    entschuldigt bitte, wenn ich mich als ziemlicher Laie hier in Eure Diskussion einmische.
    Ich glaube, an dem oberen rechten Pilz (auf Marco's Bild) eine Bereifung zu erkennen.
    Da Marco in etwa den gleichen Pilzrevieren (Hochwald) wie ich unterwegs ist, möchte ich sagen, dass dort der Cantharellus amethysteus ein sehr häufiger Pilz ist (häufiger als der cibarius). Je nach Standort findet man ihn auch schon mal in einer etwas blasseren Form und spätestens nach 2 Stunden beginnt er sich auch braun zu verfärben.
    Ich möchte jetzt zu Marco's Pilzen keine eigene Beurteilung abgeben, sondern wollte das nur mal in die Diskussion einbringen.


    HG, Josef

    Hallo Heidi,


    Lange Zeit glaubte ich, Ziegenlippen recht gut zu erkennen. Aber in letzter Zeit kommen mir immer wieder Exemplare unter, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob es sich nicht doch um Rotfuß- oder andere Filzröhrlinge handelt. In diesem Fall würde ich Dir aber - ganz vorsichtig - erstmal recht geben.


    Herzliche Grüße
    Josef

    Hallo Abeja, hallo Craterelle,


    Es ist keinesfalls so, dass ich die Stockschwämmchen nicht bereits im Wald sorgfältig kontrolliere oder mir im Wald nicht bereits sicher bin.
    Aber doppelte Kontrolle halte ich, gerade bei Stockschwämmchen, für besser. Denn trotz aller Sorgfalt könnte man doch mal etwas übersehen haben.
    Ist mir zwar bisher noch nicht passiert, aber völlig ausschließen könnte ich das nie (und das hat nichts mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun).
    Aber das kann natürlich jeder halten, wie er will. Sollte ja auch kein Vorwurf und keine Kritik sein.
    Ich fühle mich jedenfalls sicherer, wenn ich nochmals nachkontrolliere (und was dann nicht mehr eindeutig erkennbar ist, fliegt eben raus).


    Liebe Grüße
    Josef

    Hallo,


    Als ich mit den Stockschwämmchen anfing, war alles noch ganz einfach (Stockschwämmchen an Laubholz, Gifthäubling an Nadelholz hieß es damals noch).
    Und so hatte ich die Stockschwämmchen dann auch ganz unbedarft gesammelt, weil ich mich bei Laubholz ja auf der "sicheren Seite" fühlte.
    Als dann bekannt wurde, dass der Gifthäubling auch an Laubholz vorkommen kann, wurde von der hiesigen Pilzberatungsstelle ausdrücklich davor gewarnt.
    Daraufhin hatte ich dann erstmal kurzzeitig auf die Stockschwämmchen verzichtet und mir vom dortigen PSV mehrmals die Unterscheidungsmerkmale genau erklären und am praktischen Beispiel zeigen lassen, bis ich mir ganz sicher war. Angst hatte ich eigentlich nie davor, aber immer noch großen Respekt.



    Ich mache übrigens jegliche Kontrolle nur vor Ort, d.h. Büschel ernten, im Büschel jeden Pilz gründlich auf Schüppchen untersuchen, einzeln wachsende Pilze besonders gründlich , Stiel kürzen und "einsacken - bzw. - korben " - zu Hause untersuche ich sie nicht noch mal.
    Und zwar aus dem Grund, dass man sich dann verrückt macht - je nach Länge des Transportes und Feuchtigkeit sehen die Stiele und Rest-Schüppchen dann auf einmal gar nicht mehr so 150-prozentig aus.


    Hallo Abeja,
    sei mir bitte nicht böse, wenn ich das für nicht ganz unbedenklich halte.
    Ich kontrolliere grundsätzlich sämtliche Pilze, nicht nur die Stockschwämmchen, zuhause beim Putzen nochmals nach.
    Wie schnell hat man sich im dunklen Wald vertan und etwas ins Körbchen getan, was nicht hinein gehört.
    Wenn dann Pilze dabei sind, die nicht mehr so eindeutig erkennbar sind oder mir zweifelhaft erscheinen, sortiere ich sie einfach aus.
    Stockschwämmchen nehme ich dabei möglichst im ganzen Büschel mit. Dann macht das Nachkontrollieren nicht mehr ganz soviel Arbeit.


    LG, Josef



    Da würde ich voll zustimmen: richtig gut und einfach sind die Stielschuppen nur frisch zu erkennen, nach Berührung und ein paar Stunden eher mit Mühe, vielleicht Lupe.


    Wenn die Stockschwämmchen frisch geerntet, richtig transportiert werden (im offenen Korb) und nicht zu lange herumstehen, sind sie m.E. auch nach ein paar Stunden noch gut erkennbar. Stockschwämmchen, die schon weiter fortgeschritten sind, lasse ich grundsätzlich stehen.


    Ich frage mich da immer, wie das die Pilzberater/PSV machen, wenn sie solche Pilze vorgelegt bekommen.


    Bei unserer Pilzberatungsstelle wird bei Stockschwämmchen grundsätzlich keine Essensfreigabe erteilt.