Nun ja,
Arsch abfrieren (Ofenheizung nur in einem Zimmer), morgens mit kaltem Wasser waschen, kein Auto, keine Waschmaschine, keine Plastikwegwerfwindeln, allein zu Fuß oder mit dem Bus zur Schule, kein Telefon, kein Handy, kein Internet, kein Fernseher, keine Urlaubsreisen höchstens mal ein Schulausflug, keine 150 km entfernte Großraumdisco. Stattdessen Kinderarbeit in der Landwirtschaft, dafür aber voll Bio.
Das alles u. noch mehr kenne ich noch aus meiner Kinder- und Jugendzeit. Ob man dahin wieder zurück will, wage ich allerdings zu bezweifeln. Vieles von dem, was wir heute haben, hätte ich nicht gebraucht, habe ich nicht verlangt, gegen manches habe ich mich auch lange gewehrt, es wurde mir einfach aufdrängt, weil alle es haben u. dadurch Alternativen fehlen, eingeschränkt o. ganz abgeschafft wurden. Und nun will man mir ein schlechtes Gewissen einreden?
Ich fürchte, dass der Verzicht auf dies oder das allein das Problem nicht lösen wird, solange man sich nicht traut, auch an die Ursachen heranzugehen, nämlich an das Prinzip "Wachset und mehret Euch". Das gilt nicht nur für das Bevölkerungswachstum, sondern auch für unsere Wirtschaftssysteme, die statt auf Qualtität nur noch auf Wachstum u. Konsum ausgerichtet sind. Mehr möchte ich dazu nicht ausführen, denn ich höre schon jetzt das Geschrei der Demografen, Wirtschaftsverbände u. Religionsfanatisten.
Über das bißchen Plastik auf Gretas Frühstücksplatz würde ich mich nicht groß aufregen, wahrscheinlich konnte sie sich auch nicht dagegen wehren. Ist halt vieles in Plastik verpackt. Hauptsache, sie fährt mit der Bahn und der Salat ist vegan.
Liebe Grüße - in der Hoffnung, dass ich jetzt nicht jemandem auf die Füße getreten bin.
Josef