Beiträge von Wutzi

    Hallo Uli,
    das ist ja putzig. Da haben wir uns wohl um ein Haar verpasst. Wir haben gestern auch die Gegend um Kleinbreitenbach unsicher gemacht und auf ein paar Abwegen zum Wanderweg von Goethe zu Bach auch mehrere kleinere Bestände Frauenschuh entdeckt. Leider waren die für den Anfang der Route beschriebenen Orchideen schon dahin. Als der Regenguss kam, waren wir auf dem Rückweg ein paar hundert Meter vom Ortsrand. Knapp bevor es richtig zu schütteten begann, hatten wir unser Auto erreicht. Das nächste Mal machen wir das Mitte Mai und da treffen wir uns bestimmt ==Gnolm13
    Feuersalamander und Bergmolche (ich denke, das ist einer), haben wir leider nicht getroffen.


    Liebe Grüße Claudia


    große Bestände Frauenschuh an der Schautafel - hier noch ganz trocken




    Trollblumen



    Waldhyazinthe



    Blutmilchpilze?


    ich gehe mit allem konform, nur die Bezeichnung "Supergau" ist immer ein Graus für mich.


    Hallo Pilzpic, das hat sich irgendwie so eingebürgert bei der Kernschmelze. Schön ist die Bezeichnung nicht, ebensowenig wie die Folgen einer Kernschmelze.


    [quote='Rada','https://www.newboard.pilzforum.eu/board/index.php?thread/&postID=363145#post363145']


    Die Menschheit rudert unaufhörlich in den eigenen Untergang. Und wir können es deshalb nicht stoppen oder aufhalten, weil wir uns weiterhin ungebremst vermehren. All das, was wir an Umweltschutz und Energiesparen zustande bringen, wird durch die zunahme der Weltbevölkerung mehr als kompensiert.


    Hallo Ralf, ja und nein. Es ist ja so, dass die jetzt mehr als 7 Mrd. Menschen mit ihrer Lebensweise schon heute den Planeten überfordern. Aber es würde Lösungen geben. Die Zunahme der Weltbevölkerung geht ausschließlich auf das Konto der Menschen in Armut. An dieser Armut tragen wir eine Mitschuld. Wir konsumieren das, was diesen Menschen an Ressourcen genommen wird - von Bodenschätzen bis zum Wasser. Dass dabei auch noch die Umwelt gnadenlos vergiftet wird, mit dem was bei der Förderung der Ressourcen im Wege ist, nehmen wir hin. So lange der Reichtum der Erde weiter in die reichen Länder fließt, wird sich an der Zunahme der Weltbevölkerung wenig ändern. Aber wir hätten es in der Hand, das zu ändern.
     
    Wir könnten uns auch ressourcenschonender verhalten, indem wir unsere Gewohnheiten verändern. Die CO2-Emissionen aus dem Fleischkonsum sind noch höher als die aus dem gesamten Verkehrssektor. Die Erzeugung von einem kg Fleisch erfordert 7 kg pflanzliches Eiweiß und Unmengen Wasser. Damit genug Fleisch produziert werden kann, werden Wälder gerodet, um Flächen für den Anbau von Futtermitteln zu gewinnen. Wir müssen begreifen, dass es so nicht weitergehen kann, jeder Einzelne aber auch im politischen Raum. Es müssten Anreize geschaffen werden, damit sich Menschen umweltgerecht verhalten. Nur Systeme, die Belohnung versprechen, haben eine Chance auf Umsetzung. Da ist eine ganze Menge vorstellbar.


    Ach ja, und das mit dem Zitieren mache ich auch immer falsch.


    Liebe Grüße Claudia

    Das tut weh, Magellan. Und das ist noch nicht alles. Wenn die Methanbänke schmelzen und sich das Meerwasser erwärmt, wird der Golfstrom aufhören, warmes Wasser in den Nordatlantik zu pumpen. Dann wird Europa nicht nur absaufen sondern auch -zumindest teilweise - unter einer neuen Eiszeit erstarren. Die Frage ist, ob bis dahin der größte Teil der Meereslebewesen im Plastikmüll umgekommen ist, die Bäume und Pflanzen gerodet oder von Pestiziden und Herbiziden vernichtet sind und die Tierwelt ihrer Grundlage beraubt wurde. Aber - und damit sind wir wieder hier beim Pilzforum - ein paar Pilze werden es wohl schaffen, zu überleben und ein paar andere Arten sicher auch. Der Kreislauf des Lebens beginnt aufs Neue, wenn auch ganz anders, als wir ihn kennen.
    Vielleicht gelingt es aber auch, das scheinbar Unvermeidliche abzuwenden. Dazu brauchte es aber den großen Schnitt. Und den wird es nur geben, wenn die Bedrohung unmittelbarer und für alle sichtbar wird. Für den Atomausstieg hat Tschernobyl nicht gereicht. Es bedurfte des Supergaus in Fukushima um wenigstens in Deutschland umzusteuern. Das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein und die Einsicht, dass wir alle, und ich meine damit wirklich ALLE unser Verhalten ändern müssen, um diesen wunderbaren Planeten für uns lebenswert zu erhalten, fehlt im Moment noch. Ich bin allerdings eher Optimistin als Pessimistin. Das Glas ist immer noch halbvoll.


    Liebe Grüße Claudia


    Hallo Wiltrud, Schönfüße gibt es hier zuverlässig. Sie sind wirklich hübsch. Ich habe den kleinen neben dem Flocki fotografiert, weil beide am selben Standort standen und ein paar ähnlich Merkmale aufweisen. Das Futter verrät sie dann aber doch zweifelsfrei.


    Lieben Gruß Claudia

    Hallo Dieter, schöne Funde. Bei den Täublingen ist es ganz hilfreich, neben der optischen und Geschmacksprobe noch andere Bestimmungsmethoden zu haben. Wenn Du den verkehrten probiert hast, sind die Geschmackszellen erst mal eine Weile unbrauchbar.


    Lieben Gruß Claudia

    Hallo Jungs,
    das ist wieder so eine faszinierende Fachsimpelei. Also ich bin mit meinem Laptop und dem Eingangsthread von Dieter zu meinem Mann gelaufen und habe ihm lachend berichtet, dass ich da reinschaue, wie ein Schwein ins Uhrwerk. Er meinte nur naja. Mittelwert und Gaussche Normalverteilungskurve, logisch. Bisschen Angst hat mir das schon gemacht. Vermutlich würde er die Pilzbestimmung auch so anpacken, wenn er denn den Ehrgeiz hätte, das tun zu wollen.
    Was ich sagen will: wenn wir Lust haben, uns auf diese oder jene Weise mit einem Thema auseinander zu setzen, dann sollten wir es tun. Wie effektiv das ist, kann ich nicht beurteilen, zumal ich gerade mal die Sporenfarbe bestimmen kann, sofern der Pilz bereit ist, welche abzugeben.
    Immerhin hat mir die Diskussion wieder einmal klar gemacht, wie viel Expertenwissen hier versammelt ist und wie wenig ich davon verstehe. Da ich kein Mikroskop benutze, muss ich mich mit maroskopischen Beurteilungen begnügen und die Grenzen akzeptieren, die der Pilzbestimmung damit gesetzt sind und da ist bei mir noch jede Menge Luft nach oben ==Gnolm7 . Ich schätze, da bin ich nicht die einzige hier.


    Liebe Grüße Claudia

    Hallo Jan, schau mal. Ich habe heute Flockis und einen Schönfußröhrling gefunden und fotografiert, weil es die ersten Röhrlinge überhaupt waren in diesem Jahr. Ich habe vier Fockenstielige eingesammelt und den Schönfuß im Wald gelassen. Deinen hätte ich sicher auch mitgenommen. Ich habe beide aufgeschnitten und unmittelbar danach fotografiert. Der Unterschied: Der Schönfußstiel ist scharlachrot, der Hut graubraun und die Lamellen gelb.


    Flocki rechts. Schönfuß links





    Liebe Grüße Claudia

    Hallo Jens, Du Banause
    "Das mit dem muß sie küssen habe ich mit Bedacht geschrieben,da für mich so etwas Zeitverschwendung ist."


    Kopfschüttelnd grüßt Wutzi

    Hallo Beli, da hast du wieder eine wunderbare Pilztour in einer reizvollen Umgebung gemacht. Die Saftige gefallen mir besonders gut. Sie sehen aus, wie aus einem Märchenbuch. Danke fürs Mitnehmen.


    Liebe Grüße Claudia

    Hallo Andreas, Danke für die Bestimmung der im Werden begriffenen Blüten.
    Du schreibst:


    Ja, Thüringen, und insbesondere Jena ist ein Eldorado für Orchideen. Unter anderem Standorte von Dreizähnigem Knabenkraut (Neotinea tridentata) mit tausenden von blühenden Pflanzen ....
    Ich habe gerade erst mitbekommen, wie groß die Artenvielfalt hier ist und ahn die Jenaer Standorte werde ich mich Stück für Stück herantasten.


    Hallo Bodo, Blutzikaden also. Danke für den Hinweis. Ich hatte gehofft, dass jemand unter der Pilzgemeinde ist, der die beiden Hübschen kennt. Aber ich finde es ganz und gar nicht gemein, was das Pärchen da tut.==2



    Danke Beli und Danke Erebus für den Bestimmungsvorschlag des Champignons. Ich schätze, das ist ein Stadtchampignon. Alle Merkmale die ich nach Euerm Tipp in der Literatur gefunden habe passen.


    Verena, herzlichen Dank für das Lob. Ich habe gar nicht so viel getan. Die Sonne stand einfach in einem perfekten Winkel, der Hang war da und der tote Baum. Dabei wollte ich das Foto eigentlich anders machen. Das hier ist nur ein Ausschnitt. Ich hänge das Original mal mit an, du wirst sehen, es hat nicht gestimmt.



    Liebe Grüße Claudia

    Moin Tuppie und Uli, Danke für Euer Interesse.
    Tuppie, Du hast Recht, Orchideen sind wesentlich überschaubarer als Pilze. Zumindest die heimischen. Ich trau mir locker zu, 50% kennenzulernen. Bei den Pilzen wäre ich mit 5% schon ganz zufrieden.
    Uli, für die Frauenschuhe ist es nächste Woche an meinem Fundort bei Rudolstadt (mehr per PN) schon zu spät. Die meisten waren gestern schon dahin. Es gab nur noch einzelne vorzeigbare Exemplare. Ich weiß nicht, wie es um Kleinbreitenbach aussieht. Da will ich die Tage auch noch mal hin. Vielleicht hast Du noch Glück. Ich würde aber nicht lange warten. Die Hitze setzt den Pflanzen ganz schön zu, wenn sie an exponierten Standorten wachsen.
    Und ja, es ist das Zweiblatt :thumbup: . Auf einem meiner Fotos sind die beiden Blätter deutlich erkennbar. Ja, Würzburg hat auch hübsche Orchideen. Die hab ich gestern nicht gefunden, aber ich arbeite noch dran.==Gnolm7


    Liebe Grüße Claudia


    Liebe Forianer,


    nachdem Karl mir mit seinen Orchideenfotos den Mund wässrig gemacht hat und pilzmäßig hier so gar nichts los ist, haben wir uns heute auf die Socken gemacht und eine kleine Orchideenexkursion unternommen. Für zwei Arten waren wir zwar spät dran, aber nicht zu spät. Mir hat es mordsmäßig viel Spaß gemacht und gelernt habe ich auch wieder eine ganze Menge. Zum Beispiel, dass Thüringen das orchideenreichste Bundesland ist und dass die hiesigen Frauenschuh-Vorkommen die Aufkommen in Hessen und Niedersachsen zusammen übertreffen. Das ist doch mal was für die frühjahrspilzmangelleidende Seele ==Gnolm3 Am Ende habe ich heute sogar noch ein paar alte Champignons gefunden.
    Die ersten beiden Fotos zeigen Orchideen aus den Feuchtgebieten entlang meiner täglichen Spaziergangsstrecke im Schwarzatal. Die anderen stammen aus der Gegend um Rudolstadt.


    1. Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)



    2. Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha)



    3.Nestwurz (Neottia)



    4.vielleicht eine Korallenwurz (Corallorhiza)?



    5.Purpur Knabenkraut (Orchis purpurea)



    6.Bleiches Waldvöglein (Cephalanthera damsonium)


    P1040011.jpg


    7. Frauenschuh (Cypripedium calceolus)




    8. ist noch in Arbeit



    9. Champignon (aber was für einer?)



    10. Käferpärchen




    Wenn es stimmt, dass in Thüringen 50 verschiedene Orchideenarten zu finden sind, habe ich die nächste Zeit noch allerhand zu tun.==Gnolm9


    Liebe Grüße Claudia

    Danke Verena und Röhrling und natürlich auch Stefan für die Klarstellung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit der chemischen Analyse noch etwas Zeit habe. Je mehr ich über Pilze lese, desto bewusster wird mir meine Ahnungslosigkeit.


    Liebe Grüße Claudia

    Hallo Jungs,
    ich sag Euch mal, wie sich das für ein Pilz-Greenhorn liest.
    Nach Ralfs Beitrag: gut zu wissen, so ist das also!==9


    danach: totale Verwirrung==Gnolm11


    Nobi: endlich etwas, was ich sofort begreife ==Gnolm7


    danach: bitte keine neue Verwirrung, Nobis Erklärung war so schöööön einfach, von mir aus auch mit größeren schwarzen Punkten==Gnolm15


    Ich liebe dieses Pilzforum. Danke, dass Ihr so wunderbar diskutieren könnt.
    Liebe Grüße Claudia

    Danke Björn, das klingt zumindest interessant. Kriebelmücken sind ja auch so ein Teufelszeug. Vermutlich ist das normale Balloistol-Waffenöl wirksamer als das Insektenschutzmittel. Das hat offenbar nur mittelprächtig im Test abgeschnitten.


    Liebe Grüße Claudia

    Danke Verena und Oehrling, ich muss erst einmal etwas mehr über die Pilzgattungen und arten lernen, bevor ich mich an die Chemie heranwage. Es würde sicher nicht bviel Sinn machen, jeden beliebigen Pilz mit Guajak zu beträufeln. Was ist Guajak überhaupt und was sind die Chemie-Basics zur Pilzbestimmung und wo bekomme ich sie? (für später mal==4)


    Liebe Grüße Claudia