Hallo Claudia,
Dein Milchling könnte Lactarius camphoratus der Kampfer-Milchling sein. Man sollte vielleicht immer mal an den Pilzen schnüffeln um als Bestimmungshilfe auch den Geruch rüber zu bringen. Auch wäre sehr hilfreich unter oder bei welchen Bäumen der stand.
Kampfer riecht so etwas mentholartig. Die Pilze sind meist rotbraun im Hut und der Stiel ist gleichfarbig.
LG Ulla
Hallo Ulla,
nach Deinem Hinweis habe ich die Milchlinge noch einmal aufgesucht und einen intensiv beschnüffelt. Die bäume der Umgebung waren Buche, Fichte, Lärche, wie fast immer in meiner Ecke.
Auf alle Fälle war Dein Tipp goldrichtig. Der Milchling roch irgendwie würzig angenehm und ein bissi wie was zum Einreiben. Aber ich denke es ist der Kampfermilchling. Hab vielen Dank für die Bestimmung.
Liebe gRüße Claudia
Nochmal was zum rotschuppigen Raukopf und Holz. Ich finde den ausgesprochen häufig an morschem Holz (hier besonders Buche)- nicht obligat, aber häufig. Pilze machen was sie wollen.
Buchenspeitäublinge wachsen auch oft auf Baumstümpfen, besonders gerne in Kombi mit Moos.
Mycel sucht sich seine Wege, nach auf Holz oder nicht darf man nicht immer gehen.
Hallimasch hingegen finde ich zu 98% nicht augenscheinlich an Holz- selbst beim Nachgraben läßt sich häufig nichts finden.
Hallo Safran, wenn ich an der Stelle noch einmal vorbeikomme, kontrolliere ich das. Neben dem Fotografierten standen zwei kleinere Exemplare. Die dürften jetzt ihre Hüte aufgeschirrt haben. Insofern lohnt es sich sie noch einmal zu besuchen. Wie geschrieben. Ich kannte die vorher gar nicht.
Bei der Ansage, auch Holz oder nicht auf Holz bin ich mir auch nicht so sicher. Irgendwie ist doch überall im Waldboden Holz, und sei es von abgestorbenen Wurzeln. Hallimasch wächst mitten auf dem Weg oder am Stubben. Der macht, was er will, da hast Du Recht.
Wenn ich sie wieder gefunden habe, schreibe ich, ob sie am Holz wuchsen oder nicht.
Liebe Grüße Claudia
[hr]
Bei den Saftlingen: Leider keine Chance. Man muss von jedem Fruchtkörper die Hutoberfläche ganz genau anschauen, den Lamellenansatz aufmerksam beobachten, die Stieloberfläche und die Hutoberfläche betasten (wie schmierig-schleimig-klebrig das jeweils ist), eventuell den Geruch beim Zerreiben feststellen (oder nach einer halben Stunde im feuchtwarmen, geschlossenen Döschen) ,eventuell auch den Geschmack kontrollieren und auch ein oder zwei Exemplare mitnehmen und das Verfärbungsverhalten beobachten. Dann hat man eine gewisse Chance auf eine makroskopische Bestimmung bei denen.
Fällt dir für den intensiven Duft der Koralle tatsächlich kein Vergleichswert ein?
Auch nicht der Geruch von Riesenchampignons zB?
LG, Pablo.
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Hallo Pablo,
ich habe gestern einen der Saftlinge mit nach Hause genommen. Glibber war da keiner. Er hat sich auch nicht verfärbt, selbst heute früh war er noch gelb. Allerdings inzwischen leicht ramponiert. Geruch war für mich nicht wahrnehmbar. auch nicht in der Tupperdose.
Zur Koralle kann ich nur sagen, dass sie stark roch. Riesenchampignons habe ich leider in natura noch nicht getroffen, insofern fehlt mir der Vergleich.
Ich übe aber gerade schnuppern. Ist ganz interessant, wie unterschiedlich die Pilze riechen. Aber oft habe ich dafür keinen Namen.
Lieben Gruß Claudia