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Da haben wir mal Glück, dass er zu klein ist um uns seine Schlinge um den Hals zu werfen.
Hi Claudia,
da musst du keine Angst haben. Peter K. hat da den Austernpilz mit der Gattung Hohenbuehelia verwechselt.
Deren Nebenfruchtformen sind berühmt für die Fangschlaufen.
Der Austernpilz nutzt kleine Gifttröpfchen, die er in seinem Myzel produziert. Die Nematoden müssen den Tropfen nur berühren und das Kontaktgift lähmt sie. Er wächst dann über die Mundöffnung in den Wurm hinein und verdaut ihn. Das gibt es sogar als Lehrfilm vom IWF - sehr spannend. Müsste Peter eigentlich wissen, denn er kennt diesen Film...
Dem Zuschauer wirds egal sein - Fangschlaufen klingen halt spektakulärer. Vielleicht hat er's deshalb so "erklärt".
(dass der Austernpilz keiner war, dürfte dem Sammler auch klar gewesen sein, sonst hätte er den nicht so schnell in den Korb geworfen - Fake für den Zuschauer...).
LG
Christoph
Hallo Christoph, da siehst Du mal, wie manipulativen das Internet ist
. Ein Austernseitling der keiner ist und dann auch noch nicht einmal Fangschlingen sondern fiese Kontaktgifte nutzt. Aber enttäuschend ist die kleine Schummelei ganz und gar nicht, sie macht vielmehr neugierig auf die Geheimnisse, die sonst noch in den Pilzen schlummern.
Mich hat der Hinweis elektrisiert, dass der Zimtfarbene Weichporling ein legendärer Färbepilz zum violett Färben von Wolle ist. Dass stellt mich, als eine gerade vom Seifensiederei-Virus Infizierter vor ganz neue Fragen. Kann man die Hautkopf-, Braunporling-, Samtfußkremplings und Weichporlingsfarbe auch zur Seifenherstellung verwenden? Ich glaube aber, dass die Zielgruppe, die das wissen kann, hier wahrscheinlich nicht mitliest und so werde ich einen neuen Fred aufmachen.
