Beiträge von Boletus1

    Hallo



    Gefunden auf Trockenwiese:




    Leider kenn ich mich bei den Pucciniales nicht aus. Ausserdem fehlt mir auch die entsprechende Literatur. Trotzdem interessiert es mich, ob es sich hier um Rostpilze, oder um ganz was anderes handelt. Wer kennt sich aus damit? Vielen Dank für alle Infos.


    Herzliche Grüsse
    Sepp

    Hallo Zusammen,


    Ich habe mich zwar offiziell aus dem Rätsel ausgeklinkt! Trotzdem möchte ich mich noch kurz outen. Ich würde zum jetztigen Zeitpunkt die Frage stellen, ob die Stielbasis mit gelben Mycelresten überzogen ist.


    Grüsse Sepp

    Hallo


    Die letzten Jahre habe ich pilzige Frühlingstouren fast stiefmütterlich vernachlässigt. An Stelle des "Morchelfiebers" hat mich der "Orchhideenvirus" voll erwischt :D Eigentlich nicht weiter schlimm, denn Orchideen haben ja sehr wohl auch mit Pilzen zu tun. Stichwort Mykorrhiza!


    Solche Gewächse sind Schuld daran, dass ich nur noch selten Morchel & Co. finde:



    Kleine Spinnenragwurz (Ophrys araneola)


    Dieses Wochenende nun hat mich das schlechte Wetter veranlasst, für einmal nicht auf den durch den Starkregen glitschigen und sumpfigen Orchideenwiesen, sondern wieder einmal in "fungalen" Biotopen umher zu streifen.


    Bereits am Parkplatz, auf einem mit verschiedenen Hölzern geschichteten Altholzhaufen, entdeckte ich gleich 4 Arten. Neben Grünblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma fasciculare), einigen Stockschwämmchen (Kueneromyces mutabilis) und vielen Schmutzbecherlingen (Bulgaria inquinans) wuchsen da einige meiner "Favoriten". Unzählige Male hab ich zwar diese Art schon abgelichtet...trotzdem, bei diesem hübschen Pilzlein kann ich es nicht lassen...auch gestern nicht :D


    Hier mein Topfavorit:



    Gelbstieliger Nitrat-Helmling (Mycena renati)




    Der nächste Fund hat mir nicht weniger Freude bereitet. Seit etwa 5 Jahren hatte diese Art nicht mehr in den Händen. Enweder habe ich den Pilz die vergangen JAhre jedesmal verpasst...oder er hat gar nicht fruktifiziert. Nun standen wieder etwa 20 Exemplare da ...an gleicher Stelle wie anno dazumal. Der Pilz wächst am Fusse von Weisstannen die an Waldwegen stehen (ich habe den noch nie im offenen Wald gefunden).






    Weisstannen-Risspilz (Inocybe queletii)



    Die weitere Tour führte mich über einen mit Holzhäckseln befestigten Fuss- und Radweg. Am Wegesrand hatte ich die letzten Jahre wiederholt weisse Dachpilze gefunden die uns recht an der Nase herumgeführt hatten. Allen intensiven Diagnosen zum Trotz, die Mikromerkmale führten immer zum Rehbraunen Dachpilz. Nun standen wieder 3 Exemplare da.




    (Weisser) Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus)


    Kurz bevor ich wieder den Parkplatz erreichte, an einer schon bekannten Deponie von halbvermoderten Fichtenästen lugten diese Jungpilze aus dem Nadelstreu:



    Duft-Trichterling (Clitocybe fragrans)


    Nun hoffe ich auf besseres Wetter. Bei uns ist nun so etwas wie "Land unter". Diverse Erd- und Hangrutsche verursachen Verkehrsbehinderungen und lassen Feuerwehr und Rettungskräfte kaum mehr schlafen.


    Viele Grüsse


    Sepp

    Hallo Stefan




    Das sieht ganz nach Pflanzensaft / Harz aus. In einer Grünanlage in meiner Nachbarschaft wurde vor rund 3 Wochen Hartriegel-Sträucher und Bäume (Cornus controversa) geschnitten bzw. ein alter kranker Baum entfernt. Dabei haben die Schnittflächen sehr stark "geblutet". Nach eiiniger Zeit hat sich der Saft gelb-orangefarbig verfärbt. Hier ein paar Bilder:



    Schon ziemlich angetrocknet




    Strunk in den schönsten Farben


    Viele Grüsse
    Sepp

    Da steh ich nun mal ganz arg auf dem Schlauch und habe wahrscheinlich Tomaten vor den Augen :angry: Die Ideen sind mir nun gänzlich ausgegangen. Mein erster Kandidat und die Alternativen dazu sind ausgestiegen weil der Unbekannte weder Poren noch Röhren noch Lamellen besitzt. Was bleibt denn da noch übrig..?
    Schlauchpilze, Stachelinge, Korallen, Bauchpilze, Rindenpilze und ein paar Exoten. Dass der Stefan nach Astüberzügen fragt, schliesse ich zum Vornherein mal aus. Dann, ein Gedankenblitz...ein paar Bilder ergoogelt...ja das könnte stimmen. Kurz das blaue Büchlein (Bollman, Gminder, Reil) konsultiert...Sche....! :crying: im Gerhart 1997 ist er drin. Nun steh ich ausgeschossen da.....
    Ich weiss im Moment nicht was mir weiterhelfen würde. Deshalb ist mir jede Frage recht!


    LG Sepp

    Hallo Zusammen,



    Beim neuen wäre für mich interessant, ob er tödlich giftig ist?


    @Claudi: ich weiss worauf Du hinaus willst. Daran hab ich auch gedacht. Weitere Fragemöglichkeiten:
    1. Riecht das Teil stark nach Chlor?
    2. Wächst der Pilz im Frühjahr auf Nadelholzstrünken?


    1 Kandidat (wofür soll ich mich entscheiden???) werde ich demnächst Stefan posten!


    Liebe Grüsse
    Sepp

    Hallo


    Heute Mittag war es mir endlich wieder mal vergönnt ein paar Stunden durch den Wald zu streifen -und das bei strahlenden Frühlingswetter. Kaum im Wald begrüsste mich bereits der erste 2015er Schmetterling. Leider setzte er sich nur ganz kurz nieder, ich konnte nur ein einziges Mal auslösen. Deshalb ein eher suboptimales Bildchen.



    Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)




    Auf einer Deponie mit zum grösstenteil bereits zu Humus vermoderten Fichtenästen die ersten Pilze. Vorerst wollte ich daran vorbei gehen als ich feststellte dass es sich um Trichterlinge handelt. Dazu muss man wissen, dass ich die Clitocyben mehr hasse als liebe weil sie in vielen Fällen (noch) nicht restlos geklärt und dadurch oft nicht 100%ig, weder makroskopisch noch mikroskopisch, bestimmt werden können...und dafür fehlt mir Geduld und Zeit :veryannoyed: Trotzdem, als ich daran gerochen habe, Marzipan pur! hab ich mich der Pilzchen erbarmt und nichts desto Trotz ein Bildchen geschossen. Zudem steht ja das Wörtlein "spec." jederzeit zur Verfügung :giggle:




    unbestimmter Trichterling Clitocybe spec.






    Natürlich musste ich nun auch meine Standorte des bestgetarnten Pilzes des Vorfrühlings besuchen. Sind sie schon da trotz der Nachtfröste der letzten Tage? Der gelbe Flatterer hat mich sehr optimistisch gestimmt! Hoffentlich hat mich dabei niemand beobachtet wie ich den Walboden peinlich genau absuchte. Immer Fuss vor Fuss um ja nichts pilziges zu zertreten (die spinnen, die Pilzler :freebsd: ) Plötzlich 50 cm vor mir, Überreste von Schwärztäublingen des letzten Herbste? Nein, passt nicht! Zu klein, zu glänzend! Ja!! sie sind da, noch klein, kaum sichtbar! Das Auge gewöhnt sich daran, da ein Nest, dort ein Nest, immer etwa 5 bis 10 Pilze! Noch nicht erntereif machen sie trotzdem grosse Freude :D




    Märzellerling Hygrophorus marzuolus





    Auf dem Rückweg zu Parkplatz entdeckte ich noch diese Weisstannenleiche. Wunderschöne Feuerschwämme in 5 Meter Höhe...und ich nur mit 100er Makroobjektiv. Probieren kann ja nicht schaden! Mit Auschnittvergrösserun sollte da schon noch etwas zu erkennen sein.




    besser als erhofft ;)





    Während ich so am üben bin, entecke ich am Boden liegend den oberen Teil des Stammes... und auch der ist mit dem Pilz bewachsen. Die Chance für ein formatfüllendes Bild des wuderschönen Fruchtkörpers.




    Tannen-Feuerschwamm (Phellinus hartigii)



    Viel zu schnell war der Nachmittag wieder Vergangenheit. Allen ein schönes Wochenende mit ganz tollen Funden!


    Liebe Grüsse
    Sepp






    Mit dem Nein zur Frage ist nun doch bereits eine grosse Gruppe mit mehreren Möglichkeiten ausgeschaltet. Die nächste Frage muss wohl überlegt sein. Mich würde nun die Fragen nach Velum oder dann ob die Lamellen ausgebuchtet am Stiel angewachsen sind interessieren.


    vG Sepp


    hier mußte ich echt erstmal googeln, was ein Wachsblällter überhaupt ist. Und so GANZ klar ist es mir sogar nach googeln noch nicht.


    Wenn Du zu dem Gebiet zufällig fundierte Ahnung hast,. wäre ich über eine genauerere Erklärung dankbar. Falls nicht (sprich es geht Dir ähnlich wie mir) - auch kein Problem,.


    Aber gibt es hier jemand, der das gut erklären kann (am besten Laienverständlich)?- bitte!!!!!!- auch ich will ja weiter lernen!!!


    Hier ist der Begriff "Wachsblättler" relativ gut erklärt. Die Anzahl der Gattungen ist natürlich abhängig von der aktuellen Nomenklatur. Grob auf die deutschen Bezeichnungen bezogen sind dies die Schnecklinge, Saftlinge und Ellerlinge.


    LG Sepp
    [hr]


    Die Frage, ob schleimig oder nicht, würde auch meinen Kandidaten bestätigen oder ausschließen. Bei der Gruppe der Wachsblättler würde, je nachdem, wie die Frage gestellt ist, eine Portion Restunsicherheit bleiben. Es gibt ja auch Pilze, die nicht zu den Wachsblättlern gehören und trotzdem so ähnliche Lamellen haben, wenn ich mir das richtig gemerkt habe ...


    Auf was einigen wir uns nun? :)


    Die Restunsicherheit bleibt natürlich auch bei der Frage schleimig oder nicht. Wachsblättler (Hygrophoraceae) wie auch Ritterlingsartige (Tricholomataceae) beinhalten schleimige und trockene Arten.
    Trotzdem ist mir die Fragestellung egal... ich werde nach nur einer Antwort wahrscheinlich nicht klüger :crying:


    VG Sepp

    Hallo


    Die weisse Farbvariantedes Judasohres habe ich zum ersten mal 2008 an einem dicken Buchenast in Gesellschaft von braunen Exemplaren entdeckt. Die nächsten 4 Jahre darauf hat er zuverlässig jeweils Anfang Dezember fruktifiziert. Inzwischen hat sich das Substrat so stark abgebaut, dass heute weder braune noch weisse Ohren am nun morschen Holz wachsen.



    Aufnahme von 2009


    Viele Grüsse
    Sepp


    warte mal ab, bis du einen gefunden und daran gerochen hast.


    Auwei! Das kann ich bestätigen. Der Pilz riecht (je nach Alter) tatsächlich fast brechreizerregend. Die Frage, nach was riecht er denn ist gar nicht einfach zu beantworten. Dazu folgendes:
    Im Teenageralter, also schon bald vor 4 Jahrzehnten hatte ich ein anderes Hobby. Meine Leidenschaft galt alten Röhrenradios an denen ich mit grosser Begeisterung herumbastelte. Dabei geschah es einmal, dass ich einen Kurzschluss produzierte -die Folge davon, ein Selengleichrichter wurde überlastet, verbrannte und fing an zu rauchen. Das ganze Haus stank fürchterlich.
    Als ich dann 25 Jahre später zum ersten mal den Geruch vom Orangeseitling in die Nase kriegte, war dieses Missgeschick schlagartig wieder gegenwärtig -genau so hat der verbrannte Gleichrichter gestunken.


    VG Sepp