Beiträge von Bibliothekar

    Hallo Christoph,


    sehr gut unterstützenswerte Einschätzung. Die "Panik" hatte absolut nichts mit deinem Beitrag im BMG Forum zu tun. Es ging ja nur um die Verbreitung der Meldung, in der sehr breiten Öffentlichkeit, über Funde sehr, sehr seltener Pilze. Habe den Medienbeitrag auch noch nicht gehört.


    Unbestritten ist, daß die Thematik in der PSV-Ausbildung einen Platz finden muß. Auch eine Notiz der Toxikologen dazu könnte hilfreich sein. Dazu benötigt es aber Monitoring und Detailinformationen.

    Warnen vor einem Pilz, den man vermutlich nie in die Hände bekommen wird ist ohnehin schwierig.


    Den Beratern vor Ort obliegt am Ende die Entscheidung, wie sie mit der nicht leichten Gattung Agaricus umgehen. Mir wurden im Ort bisher immer Karbolis vorgelegt, die sich hier pudelwohl fühlen, so mit richtig chromgelb und feinem Tintengeruch. Bei den Schleierlingen wäre ich noch viel zurückhaltender. Da gibt es ja auch essbare Arten, aber ein Fehler könnte gravierend sein.


    Warten wir ab, ob sich diese beiden Agaricusse aus dem Süden in Deutschland manifestieren werden und sorgen dafür die Merkmale zu erläutern und kund zu tun.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Andreas,


    ich kann dazu sagen, daß die DGfM das Thema sehr wohl zur Kenntnis genommen hat. Aber, wie schon Stefan bemerkt, eine panikfreie, sachliche Beobachtung angebracht ist.

    Es sind ja wirklich nur extrem wenige Fundorte bisher und über die Stärke der Giftwirkung ist auch nicht viel bekannt. Wichtig ist, daß man Kenntnis über diese Arten erhalten hat und sie ins Blickfeld des Monitorings geraten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Lieber Chris,


    mit dem HPM D1p mit Meßokular bist Du erst mal sehr gut aufgestellt und kannst richtig gut das Mikroskopieren lernen. Ich habe dazu noch eine Einsteckkamera 5,1 Mpx.

    Was man sich mal später, als erfahrener Mikroskopiker kauft, steht auf einen anderen Blatt. Ich wollte erst einmal eine sichere, komplette Ausstattung haben und vermeiden Dies oder Jenes zukaufen oder austauschen zu müssen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Liebe Freunde,


    die Fähigkeit des Menschen durch Zubereitung von Nahrung dieselbe effektiv und verdauungsgerecht zu gestalten halte ich für existenziell und einen sehr wirksamen Faktor in der Evolution.

    Sichere, gesunde Nahrungsmittel, deren Inhalte so viel besser aufgeschlossen werden haben auch zu einer viel höheren Lebenserwartung geführt. Nomadisierend im steten Kampf mit den Naturgewalten wollen wir ja auch nicht mehr leben, oder?


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Rotfüßchen,


    wenn er geschmeckt hat wie immer, wird es wohl nicht der Acker-Riesenschirmpilz sein. Meiner Frau hat jedenfalls nicht besonders als Schnitzel geschmeckt und wir hatten den direkten vergleich mit dem Parasol.

    Da kann man mit gutem Willen auch mal eine leichte Natterung in den Stiel hinein interpretieren.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo AnKh,


    das ist kein Champignon sondern ein Hallimasch mit hellen Lamellen und weißem Sporenpulver. Ein Champignon hätte jung rosa Lamellen, die später dunkel schokoladenbraun werden.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo KittyKatz,


    ich versuchs mal.


    1. Substrat?

    - An welchem Baum oder welcher Holzart wuchs der Pilz

    - Wie war der Pilz am Substrat angewachsen? (flächig, als Kruste, hutförmig oder teilweise hutförmig, gestielt, Größe der Anwuchsfläche etc.)

    - Läßt er sich leicht vom Substrat lösen oder ist er fest mit dem Substrat verwachsen?


    2. Form des Pilzes?

    - Flächig, als Kruste, hutförmig oder teilweise hutförmig, viele Konsolen, gestielt, Größe der Anwuchsfläche etc


    3.Oberfläche des Pilzes?

    - glatt, glänzend, haarig, schmierig, trocken, Farbe, gezont etc.


    4. Fruchtschicht?

    - bei hutförmigen Pilzen meist an der Unterseite

    - Poren (rund oder nicht), lamellige Strukturen (wie ausgeprägt), zahnartige Struckturen, glatt etc

    - Sporenpulverfarbe, wenn der Pilz auch aussport


    5. Konsistenz des Pilzes?

    - hart, holzig, weich, saftig, trocken etc.


    6. Farbveränderungen? (auch bei Druck auf Elemente)

    - gut beobachten und notieren


    7. Geruch


    8. Geschmack?

    - da geht es meist um bitter


    9. Saft oder Tropfen?


    10. Innere Struktur?

    - Schnitt durch den Pilz mit einem scharfen Messer

    - Schichtaufbau und deren Stärke, besonders der Fruchtschicht

    - Farbunterschiede?

    - Konsitenzunterschiede?


    Wenn Du dann eine geeignete Literatur hast kannst Du makroskopisch mit diesen Merkmalen schon eine Menge klären. Alles andere ist dann eine Frage der Erfahrung und des Mikroskops oder einiger Chemikalien.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Nosozia,


    ich habe an mehreren Stellen gelesen, das er von pilzartig-würzig bis mandelartig oder obstig riechen kann. So habe ich es auch in Erfahrung gebracht.


    Beste Grüße

    Stefan