Beiträge von Bibliothekar

    Harald,


    du kennst doch eigentlich die Bemühungen und die gegebenen Möglichkeiten der DGfM um eine Pilzkartierung. Finanziell gab es in den letzten 30 Jahren auch erschreckende Zeiten für den relativ kleinen Verein DGfM. Die Erwartungen an eine Förderung zu gelangen werden oft viel zu hoch gesteckt. Zur Zeit arbeiten wir in Richtung einer webbasierten Lösung, sind dabei aber sehr von der Unterstützung der Kooperationspartner abhängig. Die Forderung nach Leistungen, die wir intern als DGfM gar nicht erbringen konnten ist nicht gerechtfertigt.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Claudia,


    man sieht doch aber schon die mehrfach septierten länglichen Sporen als nächsten Hinweis. Mit Lugol/Melzers die Schlauchöffnung darstellen und schon kann es weitergehen. Das Substrat hast Du ja durch Kostprobe sicher bestimmt, oder?


    Ich stehe auch schon kurz vor solchen Experimenten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Claudia,


    die häufigsten Arten sind Lachnella alboviolascens (innen graubräunlich-violett) und Lachnella villosa (innen weiß bis leicht gelblich). L. alboviolascens hat größere Sporen, wenn Du denn welche finden kannst. Das ist mir bisher nur einmal gelungen. Bei den anderen Funden half nicht einmal langes liegenlassen im Feuchten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo makhani,


    ich denke der Pilz war von Anfang an im Holz dieser Fliese, hat sich gut entwickelt und bildet jetzt erste Fruchtkörper. Man darf bei solchen Artikeln nicht erwarten, dass eine hochwertige Grundimprägnierung erfolgt und nur ausgewählteste Hölzer verwendet werden. Tausche die Fliese aus und beobachte einfach die anderen Fliesen. Das läßt sich nicht bekämpfen. Wie sollte man auch Feuchtigkeit auf einem offenen Balkon fernhalten? Ein regelmäßiger Schutzanstrich kann helfen solche Ereignisse zu vermeiden.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Jeder kann irgendwo auf der Welt solch ein mykologisches Institut errichten und dies gern im Ehrenamt betreiben. Im Ergebnis der Untersuchungen werden in der Regel wieder die schon bekannten und auch weit verbreitetsten Speisepilze stehen. Kommt dann bei Speisewert unbekannt der Praxistest? Bei der Untersuchung unbekannter, exotischer Pilzarten kommt dann allerdings noch die große Hürde der internationalen Abkommen und Vereinbarungen hinzu.


    Was ist eigentlich der Hintergrundgedanke die Menge der bedenkenlos verzehrbaren Pilze zu erweitern, Eiweißmangel, Eiweißersatz oder nur die Erweiterung der Angebotsvielfalt bei kostenlosen Nahrungsmitteln?


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Michael,


    damit ist gemeint, dass die PSV immer noch die beste Ansprechstelle zu Fragen des Speisewertes von Pilzes sind. Sie kennen die meisten verzehrbaren und auch schmackhaften Speisepilze und viele der Giftpilze. Das ist bei Mykologen im Forschungsbereich eher die Ausnahme. Es gibt keine systematische Forschung zum Speisewert von Pilzen in dem von euch erwarteten Sinne einer Forschung danach. Wirkstoffe in Pilzen geraten in der Forschung meist dann in den Fokus, wenn die Myzelien in der Petrischale ein interessantes Verhalten aufweisen, besonders in Bezug auf andere Organismen. Untersucht wird natürlich dann auch, ob der Wirkstoff vielleicht gattungsspezifisch ist.


    Noch mühsamer ist wohl die Suche nach ökonomisch verwertbaren Zuchtpilzen. Da gab es ab ca.1965 viele interessante Experimente und Versuche.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    lapidar geantwortet: "Ja die PSV mit ihren tollen Kenntnissen". Es gibt Einrichtungen, die sich intensiv mit Inhaltsstoffen der Pilze beschäftigen. Da geht es aber insbesondere um die ökonomische oder medizinische Verwertung der Ergebnisse. Diese Forschung ist aufwendig genug und sinnvoller als mit einem Negativnachweis bekannter Pilzgifte die Anzahl der Speisepilze zu erhöhen. Was machst Du mit den vielen Pilzgiften, die ihre Struktur und den Wirkmechanismus noch nicht verraten haben, wie es bei den Magen- und Darmwirkenden Giftpilzen häufig ist. Auf welcher ökonomischen Grundlage sollte so ein Institut arbeiten, nur um zu sagen, diese und jene Pilzgifte sind in Psathyrella xyz nicht vorhanden. Wie lange hat es gedauert um den Zusammenhang von Erkrankungen mit Pilzen zu erkennen, die eine sehr lange Latenzzeit haben (Paxillus-Syndrom, Equestre-Syndrom, Orellanus-Syndrom)? Wer erinnert sich bei einem akuten Nierenversagen daran, vor 14 Tagen Pilze gegessen zu haben?


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Björn,


    da sollte man bei Gelegenheit mal frisch recherchieren. Im Moment fehlt mir dazu die Zeit.


    Aus Wikipedia:


    B. Schliessbach, S. Hasler, H. P. Friedli, U. Müller: Acute kidney failure following Cortinarius splendens (Fries) or „yellow clubbed foot“ mushroom poisoning (so-called orellanus syndrome). In: Schweizerische medizinische Wochenschrift. Band 113, Nr. 4, Januar 1983, ISSN 0036-7672, S. 151–153


    und die widersprüchlichen Angaben bei Flammer


    Orellanus-Syndrom aus Flammer, Rene - Giftpilze, 2014.pdf


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Reinhard,


    das Buch von Hagara ist durch die Person wissenschaftlich autorisiert. Mangels Sprachkenntnis nutze ich es als reines Bildwerk. Anzahl der Fehler sind mir unbekannt. Es soll auch eine tchechische Ausgabe geben. Die Artenfülle und Qualität der Bilder ist, finde ich, sehr gut. Das Buch von 123 kenne ich nicht und kann so keinen Vergleich anbieten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Thomas,


    es geht beim Spaltblättling nicht um die Giftigkeit. Die Sporen sind gefährlich, weil sie potentiell in der Lage sind im menschlichen Körper auszukeimen. Für die allermeisten Pilzsporen ist es ja im Menschen viel zu warm, um das gut zu finden.


    Beste Grüße

    Stefan F.