Hallo Stefan, na eben nicht, wegen 3 Meter und auf Bäume klettern usw. ... .
Ich möchte adusta ja auch keinesfalls ausschließen, zumal die Poren eher grau als weißlich wie auf den Bildern von fumosa bei aphyllopower sind. Aber wie relevant das ist kann ich nicht einschätzen.
Beiträge von ZiUser
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Hallo Karl,
den hatte ich überhaupt nicht im Blick, ich war froh endlich was passendes gefunden zu haben.
Das kann ich aber noch testen, ich kann eines meiner Exsikkate einweichen und das probieren. Das hatten wir schon mal gemacht, hatte auch nach dem Trocknen mit eingeweichten Ex. problemlos funktioniert. Hier glaube ich das aber eher nicht, der machte frisch irgendwie nicht den Eindruck danach. - Ich melde mich dann morgen mit dem Ergebnis.
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Hallo zusammmen.
Stefan: an Mumie und deshalb nicht Schwärzen habe ich auch schon gedacht, und natürlich meinte der Bezug auf den anderen Beitrag Crepidotus. Aber ich denke der entscheidende Beitrag kam von
jan-arne: ich denke das ist die entscheidende Idee - Schwefelporling gefällt mir als Option ausnehmend gut - den habe ich im Frühherbst in diesem Gebiet mehrfach, auch an Salix, gefunden. Ich denke das können wir revidieren und Laetiporus sulphureus ranschreiben.
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Hallo - und hier noch ein letzter von mir für heute Abend von meiner Exkursion letzten Sonntag an den Sondernheimer Teichen - war ja eigentlich Wasservogelzählung, aber da war nicht viel los, die "Pilze nebenbei" haben deutlich mehr gebracht.
Diese hier habe ich leider nur von unten dokumentieren können, also keine Fotos der OS und auch keine Exsikkate zur Untersuchung zu Hause. Die wuchsen an einer alten Weide so ab 3 Meter Höhe aufwärts und aus dem Alter auf Bäume zu klettern bin ich deutlich raus
. Insofern nur Fotos der US, mit der Telefunktion gemacht, sind erstaunlich gut geworden.
Nachdem ich zuerst überhaupt keine Idee hatte kam mir das Porenbild dann doch irgendwie bekannt vor und ich kam auf Bjerkandera adusta, auch schon ein paar mal gefunden. Aber immer nur auf Fagus, nie auf Salix. Das darf der zwar auch laut GPBW, dabei bin ich dort aber auch auf B. fumosa gestoßen, schwerpunktmäßig auf Salix.
Leider gibts da kein Bild und auch die Bilder auf 123 taugen nicht zum Vergleich, da sie wohl ausschließlich ziemlich alte Ex. zeigen und vor allem kaum die US. Bei der weiteren Suche nach dieser Art bin ich dann auf diese russische Seite gestoßen, insbesondere auf dieses Bild, was so ziemlich ähnlich zu meinen Fotos ist:
Mit Bjerkandera bin ich ja ziemlich sicher - aber nun adusta oder fumosa? Was meint ihr?
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Hallo - hier noch einer von mir, genauso wie die zur Diskussion gestellten Coprinus applanatus vom letzten Sonntag von den Sondernheimer Teichen. Diese hier an Salix, nach langem Suchen habe ich als passendsten Kandidaten Meripilus giganteus gefunden - störend allerdings, dass ich das überall beschriebene Merkmal "auf Druck schwärzend" nicht nachvollziehen konnte. Und ganz so riesig waren die Bestände auch nicht, so ca. 20 - 30 cm. Ich zeige euch einfach mal die Fotos:
Mal sehen ob ich wie immer noch oft wieder völlig daneben liege - bei den im letzten Beitrag gezeigten von mir vermuteten Coprinus applanatus fühle ich mich jedenfalls wesentlich wohler (was nichts heißen muss).
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Hallo - mal wieder was von mir.
Mit dem hier wollte ich schon fast aufgeben, weil ich wegen der Größe - 4 - 6 cm - nur bei Seitlingen o.ä. gesucht hatte und nicht an die ja auch stiellosen Stummelfüßchen gedacht hatte. Nun hatte ich doch noch dort geschaut und bin auf Crepidotus applanatus -[font="Arial"] Gerieftes Stummelfüßchen - gestoßen. Das darf laut 123 wohl 2-6 (8) cm haben, die GPBW sagen 1 - 3,5 (5) cm - hier leider ohne Bild und auch sonst nicht häufig.
[/font][font="Arial"]Deshalb hier jetzt meine Beschreibung und Bilder:[/font]
[font="Arial"]- gefunden am 17.01.2016, Teiche Sondernheim am Rhein an einem liegenden Stamm, wohl Populus (evtl. Salix)[/font]
[font="Arial"]- Hut 4-6 cm, beige-gelblich, kein Stiel, Sporen gelbbraun[/font]Ich hoffe das reicht, freue mich wie immer auf eure Kommentare. Bei Bedarf habe ich auch noch ein paar Exsikkate zur Hand sowie einen fragmentarischen Sporenabwurf.
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Hallo Pablo, danke, mach Dir aber keinen Stress.
Schade dass das hübsche Präparat doch Schaden genommen hat, auch wenn es vielleicht trotzdem bestimmbar bleibt. Nächstes Mal bin ich schlauer. -
Hallo Pablo,
das sieht schon irgendwie aus als ob das die richtige Richtung ist, aber du hast die Unterschiede genau benannt, dem kann ich eigentlich wenig hinzufügen. Das Weiß könnte ausgeblichen sein, der Kleine war mit Wasser vollgesogen, ich hatte mich gewundert, dass er das Trocknen einfach auf dem Schreibtisch überhaupt überlebt hatte. Aber der augefälligste Unterschied für mich ist die Lamellenstruktur, die maximal 10 Hauptlamellen, die zu sehen sind.
Bin gespannt, hoffentlich ist er unbeschadet bei Dir angekommen - von Andreas hatte ich anlässlich der Psathyrellen die ich ihm auch jetzt gerade zugeschickt hatte den Hinweis bekommen diese doch besser in kleinen Schächtelchen zu verschicken. -
Bewahr den mal auf, am besten gut getrocknet und isoliert in einem verschließbaren Beutelchen oder Döschen. Und das Substrat um die Basis unbedingt mit dranlassen, mitsamt der Flechte, die ich da vermute.Hallo Pablo,
ich sehe Dich wieder im Forum, bist also wohl wieder angekommen - ein gesundes und erfolgreiches 2016 von mir!
Der Pilz geht dann morgen in die Post, und endlich habe ich auch begriffen, warum Du auf der Flechte rumstocherst - bei der Suche nach ähnlichen Pilzen bin ich auf Arrhenia peltigerina - Schildflechten-Nabeling gestoßen, hattes du den im Hinterkopf? Aber Peltigera hätte ich bestimmt gesehen, falls sie nicht vom Moos überwuchert wird. Das die auf Pinus wächst kann ich mir durchaus vorstellen. Bin also gespannt ...
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Hallo Ingo!
Haken wir 5d ab, es sei denn jemand anders hat noch etwas erhellendes aus eigenen Vergleichsfunden beizusteuern. Die Fotos der Leichen waren ja eigentlich auch nicht zu Bestimmungszwecken gedacht. Vor Ort war ich da ja noch der Meinung die gehören zu den daneben stehenden, erst später als Panellus stypticus entlarvten.
Aber wenn man weiß welchen Teil man in Originalauflösung ausschneiden muss, gibt so etwas dann doch noch mehr Informationen als die doch stark verkleinerten Originalbilder. Insofern bringt einen so eine Diskussion vielleicht nicht immer zum Endergebnis, aber oft doch wieder einen Schritt weiter.
In diesem Sinne bleibe ich mal hartnäckig an der Serie 2 und bringe 2 Ausschnitte und ein Vergleichbild aus 123Pilze - das kommt dem Altersstadium doch schon relativ nahe. Leider ist bei meinen Bildern gerade der Stiel nicht scharf, auch Bildbearbeitungssoftware kann da keine Wunder vollbringen - was nicht auf dem Bild drauf ist, kann man auch nicht herauskitzeln. Hier erstmal meine beiden Ausschnitte:
Und hier der Vergleich zu einem Bild von Sarcomyxa serotina aus 123Pilze - das sieht für mich schon ziemlich ähnlich aus:
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Hallo Ingo,
danke für deine Antworten. Dieses schorfige Aussehen bei Panellus stypticus kannte ich noch nicht, wieder was dazu gelernt. Und Lentinus torulosus ist auch wieder ein Erstfund - ist aber bei dem noch relativ überschaubaren Fundus an dokumentierten Arten noch relativ häufig ... (der Fakt Erstfund).5d bleibt natürlich im Spekulativen. Die Idee mit Sarcomyxa serotina ist zwar nicht einfach so von der Hand zu weisen, jedoch stört mich das erkennbare Herablaufen der Lamellen am Stiel, was ich so von Sarcomyxa serotina nicht kenne:
a - Sarcomyxa serotina - von einem Eichenstamm im nahen Bienwald aus dem November:
b - Lentinus torulosus - als Vergrößerung aus der Serie 1:
c - zum Vergleich die Vergrößerung aus Bild 5d - sieht eigentlich mit etwas Phantasie so ziemlich aus wie b:
Und zur Serie 2 - vom habituellen Aussehen sträubt sich so ziemlich alles gegen Pleurotus ostratus, da würde ich hier noch eher an den Gelbstieligen, also Sarcomyxa serotina denken.
Aber auch das bleibt spekulativ, da hiervon kein Excikat vorliegt.
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Hallo zusammen - und ein gesundes und erfolgreiches Pilzjahr 2016!
Beide sehen sich ja eigentlich garnicht so ähnlich, haben mich trotzdem in einige Verwirrung gebracht.
Nachdem ich im Mai am Otterbach schon Lentinus strigosus finden konnte, glaube ich jetzt im November auch Lentinus torulosus (=Panus conchatus) - den Laubholz-Knäueling dort gefunden zu haben. Der Otterbach liegt in der Südpfalz, ist ein tief eingeschnittener frei mäandrierender Flachland-Bach mit naturnahem buchendominierten Mischwald. Ich habe hier schon einige Male Funde von dort gezeigt.
Gleichenorts hatte ich am letzten Sonntag vor Weihnachten (20.12.) wohl Panellus stypticus gefunden, eine Art die ich eigentlich schon oft gesehen habe, aber vor Ort nicht erkannt. Eigenartigerweise haben die mich darauf gebracht, die Novemberfunde nochmals rauszukramen, dachte, dass könnte das gleiche sein - war es aber nicht.
Zuerst also die beiden Kollektionen vom 09.11.2015, ich denke inzwischen beides ist Lentinus torulosus:
1. - auf Fagus-Stubben, noch mit schön frischer Farbe:2. - ebenfalls auf Fagus-Stubben, aber ein schon ziemlich vergangener Bestand. Hier bin ich naturgemäß wegen des Zustands nicht ganz so sicher:
Die folgenden drei Kollektionen vom 20.12.2015 möchte ich euch auch nicht vorenthalten, da sie mich so irritiert hatten. Bei Nr. 3 und 4 hatte ich vor Ort keinen Gedanken an Panellus stypticus verschwendet, das kam irgendwie für mich nicht in Frage. Inzwischen denke ich schon, dass das typische Panellus stypticus sind, auch wenn der Stiel ziemlich lang ist und die Lamellen die typische Queraderung nicht so deutlich zeigen - aber das liegt eher daran, dass die Fotos das nicht so gut rausarbeiten. Das kleine Unbehagen habe ich inzwischen gestrichen...
5.- ebenfalls auf Fagus - nach langem Hin und Her denke ich auch hier Panellus stypticus, unsicher hatte mich vor allem der Lilaton der Hüte gemacht sowie die vergammelten Ex. aus Bild d:
a - ist das vorn und unscharf im Hintergrund das gleiche?
b - das sind die Exemplare, die bei a unscharf im Hintergrund stehen - also doch alles das gleiche:
c - das sieht jetzt sehr nach Panellus stypticus aus
d - schon sehr vergammelte Ex., zu groß für Panellus stypticus, die ließen mich die ganze Kollektion erst zu Lentinus torulosus stellen, aber vielleicht gehören die ja garnicht zusammen:Zum Abschluss noch ein Schreibtischbild von heute, was beide als getrocknete Excikate gegenüberstellt. Die beiden großen oben Lentinus torulosus aus dem November, darunter die beiden Ex. von Panellus stypticus aus Bild 5c und das kleine unten aus der Serie 3:
Bin wie immer auch im neuen Jahr gespannt auf eure Kommentare,
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Na dann bin ich jetzt blamiert
:shy:
- macht aber nichts!
Gruß Rainer
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Hallo Ulli, und ihr anderen!
Von mir auch euch allen noch einen schönen 4. Adventsabend - Ulli - ist das aber wirklich eine Weide?? Wenn ich hier raten müsste würde ich auf Apfel tippen - sicher bin ich natürlich nicht. Und wenn Du den Baum mit Weidenkätzchen statt mit Weihnachtsäpfeln persönlich kennst bin ich blamiert
!
Austern habe ich die letzten Tage übrigens auch keine gefunden - wahrscheinlich einfach zu warm.
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Nachdem mich Ingo in meinem 3. Teil zum Bienwald (Quercus, Bild 7) auf Phlebia radiata gebracht hatte, denke ich die Art auch heute am Otterbach, diesmal auf Fagus gefunden zu haben:
Weitere Nachsuche in nicht bestimmten Bildordnern brachten noch folgende beiden Bilder vin Mitte Oktober vom gleichen Waldstück zu Tage, ich denke auch hier bin ich bei dieser Art, bloß eben noch deutlich "frischer":
Über Bestätigung - oder Anmerkungen zu Alternativen - würde ich mich wie immer freuen. Insbesondere hoffe ich, dass das zweite Oktoberbild wirklich ein Jugendstadium darstellt und sich nicht ein "Schleimi" auf den Stubben und somit ins Bild geschlichen hat.
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Hallo Ingo,
nach Vergleich einiger Seiten bin ich schon überzeugt, dass Deine Diagnose Stereum gausapatum stimmt, auch wenn ich ihn nicht zum Erröten gebracht hatte. Hüte würde ich mir aber eher wie hier bei aphyllopower vorstellen, davon kann ich auf meinen Bildern aber nichts finden. Höchstens ein paar Exemplare, die ein wenig "den Rand heben", ich habe mal etwas auf den anderen Bildern gesucht: -
Hallo zusammen,
das wunderschön herbstliche Wetter gestern habe ich nochmal zu einem Ausflug zum Otterbach genutzt. Dort habe ich noch ein paar Sachen gefunden, die man Mitte Dezember nicht mehr wirklich erwarten würde:1. - Hypholoma fasciculare - Grünblättriger Schwefelkopf - der wächst ja nun wirklich gefühlt das ganze Jahr über, und wenn Winter nunmal nicht daran denkt Winter zu sein, warum nicht:
2. - Scleroderma citrinum - Dickschaliger Kartoffelbovist - meist sind um diese Zeit nur noch auseinandergefallene Ruinen zu finden, aber Nachzügler gibt es immer:
3. - Coprinus picaeus - Specht-Tintling - jetzt habe ich mich aber wirklich zurück in den Oktober versetzt gefühlt:
In diesem Sinne trotzdem allen ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreichen Start ins (Pilz-)jahr 2016!
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Hallo zusammen,
euch allen schöne Feiertage und Dank für die vielen Kommentare übers Jahr.Ingo: Stereum gausapatum kann ich ja noch gut nachvollziehen, sind eben ähnlich wie auf ein paar meiner Bilder von Stereum hirsutum nur rein resupinat wachsende Exemplare. Aber bei Phlebia radiata wäre ich nie drauf gekommen. Ist eben immer ein Problem wenn die Pilze ihre beste Zeit schon hinter sich haben, umso wichtiger ist es aber eben auch, Bilder aller mögliche Entwicklungsstadien zu kennen.
Pilzliesl: den kleinen Gelben hatte ich unter Nr. 2 gezeigt - Calocera cornea, Pfriemförmiger Laubholz-Hörnling - wir sind ja hier auf Eiche, nicht auf Nadelholz.
@Pablo: schön, dass ich Dich noch mit Teil 3 erwischt habe. Ansonsten gern auf nächstes Jahr im Bienwald, das ist aber ein Riesen-Gebiet. Bisher habe ich auch nur vier kleine Stellen punktuell besammelt, keine Ahnung was der noch an Überraschungen bereithält. Aber umso interessanter ...
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Hallo zusammen,
mit ein paar Tagen Abstand, aber noch vor Weihnachten, hier der abschließende Teil 3 - Quercus. Dies war eigentlich auch das Hauptziel meiner Exkursion von Anfang Dezember in den Bienwald / Südpfalz in einen Teil, wo sehr viele auch zum Teil sehr alte Eichen liegen, teils Sturmschäden, die zum Glück nie aufgearbeitet wurden, teils ziemlich unmotiviert wirkende Fällungen, die nie genutzt wurden, auch von halbmeterstarken Eichen.Ich beginne mal mit ein paar Ansichten der liegenden Eichen selbst:
1. - Stereum hirsutum - Striegeliger Schichtpilz - sie waren ja schon zu erkennen, dominant auf vielen der Eichen, nie auf den daneben liegenden Buchen zu finden:
Interessant auch die fast völlig resupinaten Formen:2. - Calocera cornea - Pfriemförmiger Laubholz-Hörnling - mehrfach auch auf Quercus zusammen mit vorigem, Pablo hatte ihn im Fagus-Teil (Bild 8) schon benannt, nun kenne ich ihn hoffentlich:
3. - ein Gelblich-Graubrauner Krustenpilz, keine Idee was da in Frage kommt, über Hinweise oder Tipps würde ich mich freuen.
4. - Coprinopsis mitraespora - Zähstieliger Tintling, Andreas (PilzMel) hatte diesen Höhlen-Tintling nach diesem Beitrag von Mitte November bestimmt und abgesichert. Ich würde den Baum immer wieder finden, dort wächst immer noch einer drin:
5. - Psathyrella spec. - am gleichen Baum wie die gelbstieligen Vietnamesenhüte von Anfang November, wie Andreas nicht ganz unzutreffend bemerkte - leider waren diese inzwischen vergangen, so dass wir dafür wirklich auf nächstes Jahr hoffen müssen. Auf den Fotos zeige ich drei Gruppen vom gleichen Stamm, sehen hier ziemlich unterschiedlich aus, nachdem sie aber einen Tag bei mir auf dem Tisch lagen,waren sie absolut identisch - leider habe ich davon kein Foto. Also heißen sie 5a, 5b und 5c:
5a - man erkennt ein leichtes hängendes Velum am Hutrand und einen etwas flockigen Stiel:
5b - Hutmitte mit leichtem Buckel:
5c - sehen eigentlich erstmal anders aus, aber am nächsten Tag nicht mehr unterscheidbar:6. - Panellus serotinus - Gelbstieliger Muschelseitling - mehrfach vereinzelt, aber nur auf Quercus:
7. - nochmal ein graubrauner Krustenpilz, ob das gleiche wie Nr. 3 - bestimmt nicht, ganz andere Struktur und geht eher ins Rosaliche:
8. - ein kleiner weißköpfiger gestielter Schleimi, wirklich gute Fotos sind leider nicht gelungen, deshlab hier noch das beste im Ausschnitt:
9. - Ganoderma carnosum - Dunkler Lackporling - oder doch applanatum? Hier fehlt mir echt noch Erfahrung:
10. - Fomes fomentarius - Echter Zunderschwamm - meist und überwiegend und schön typisch an Fagus, ich hoffe aber auch dass ich bei den beiden hier nicht daneben liege:
11. - Phellinus robustus - Eichen-Feuerschwamm - sieht nicht so ganz typisch aus, scheint aber auch noch relativ jung zu sein. Wächst auch anders als oft beschrieben noch an einer ziemlich jungen Eiche, aber etwas besseres fällt mir nicht ein:
12. - Lenzites betulinum - Birkenblättling - hier auf einem Quercus-Stubben:
13. - als letztes ein Stäubling, der auch auf einem dicken Eichenast aufsaß - ob wirklich auf dem Holz oder einfach im Moos auf dem drunterliegenden Moder habe ich nicht geprüft:
Das wars, ich hoffe euch gefällts unnd ich liege nicht zu oft daneben. Kommentare gern wie immer erwünscht!
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Hallo Pablo, hallo Wolfgang,
interessantes Thema, welches ich soweit bisher nicht gedacht habe. Dem gebührt aber eigentlich ein eigener Thread - das hat man so manchmal hier, dass sich Diskussionen verselbsständigen, die mit dem ursprünglichen Thema nur noch wenig bis nichts zu tun haben. Ist aber auch nicht weiter schlimm, weil fast immer auch interessant.Zum Thema Flechten zurück: vielleicht habe ich mich lange nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, aber der Artbegriff bei Flechten definiert sich m.E. doch aus der konkreten Kombination aus Pilz und Flechte, wobei ich noch nie etwas gesehen habe in der Art "Flechte xy definiert sich aus der konkreten Art Pilz x und der konkreten Alge y" - das Ganze exisitiert nur als Kombination aus beidem, vielleicht sogar ohne dass es möglich ist, den einen Partner ohne den anderen zu beschreiben. Die Tiefe und Absolutheit der Symbiose ist da bei Mensch, Tier oder Pflanze zu ihren Partnern doch noch eine andere - Grenzen wie immer in der Natur fließend.
Konsequent zu Ende gedacht müssten wir hier aber ein Unterforum "Flechten" haben - sind ja auch primär eher Pilze - nur benötigt man dafür natürlich auch jemanden, der das inhaltlich betreut.
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Hallo Pablo,
ja von Phellinus conchatus, ich hebe sowas immer auf. Und dass Basidiomyceten auch lichenisieren können ist mir auch neu, muss ich mich wohl mal ein wenig belesen. Ansonsten ist mir schon klar dass Flechten eigentlich eher hierher gehören als zu den Pflanzenfreunden, aber sind eben Zwitterwesen.Quercus habe ich heute nicht mehr geschafft, musste noch Wein kaufen beim Winzer und danach bin ich dann nicht mehr so produktiv. Aber irgendwann die Woche wirds noch was, so dass ich mich noch nicht in die Feiertage verabschiede.
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Hallo Jan-Arne,
alles spricht dafür dass Du Recht hast, und trotzdem stört mich irgendwas am Habitus. Nur 7 Hauptlamellen pro Seite ist extrem wenig (vielleicht ja garnicht relevant, habe ich so aber auf keinem Helmlingsfoto bisher gefunden) und dann hätte ich bei Helmlingen auch am trockenen Ex. eine Längsriefung auf der OS des Hutes erwartet, die fehlt aber völlig.
Ansonsten passt Deine Interpretation: 6. Dez., auch in der Südpfalz gab es schon Nachtfröste, der Winzling war so schwammig nass, dass ich total überrascht war, dass er schadfrei einfach auf dem Schreibtisch getrocknet ist. Und das fast totale Ausbleichen mit nur noch leichtem Anflug einer dunkleren Färbung am Stielanstz zum Hut - alles nachvollziehbar, aber trotzdem ...
[hr]
Hallo Pablo,das hat sich jetzt überschnitten. Gern kann ich Dir das Pilzchen Mitte Januar zusenden, incl. Substrat, so wie auf den Fotos 4-6 zu sehen, ich passe gut drauf auf.
Etwas flechtenartiges kann ich unter dem Bino nicht sehen, keine Ahnung wo die weißlichen Reflexe auf dem Bild 6 herkommen. Die Stielbasis ist unter dem Bino etwas striegelig-filzig weiß, das kann man auf den Fotos nur beim besten Willen erahnen. Und die Größe ca. 3cm lässt sich ja am Millimeter-Papier gut nachvollziehen.
Also warten wir mal die 4 Wochen ...
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Hallo zusammen,
in meiner Exkursionsvorstellung Bienwald Dezemberpilze - auf Pinus hatte ich nachfolgenden Winzling gezeigt, der dort einige Diskussion ausgelöst hatte. Deshalb möchte ich ihn hier nochmal mit ein paar mehr Bildern vorstellen. Pablo hatte Helmling oder "was nabeliges" ins Spiel gebracht - leider ohne eine konkrete Idee zu haben.Der Pilz stand einzeln auf einem schon ziemlich vermoderten liegenden übermoosten Kiefernstamm, kein spezifischer Geruch, nicht gekostet. Stiel ca. 3cm, Durchmesse 1-2mm, Hut Durchmesser ca. 1cm. Biotop ist ein naturnaher Mischwald im Schwemmsandfächer der Lauter, viel Eiche, aber auch Buche, mit eingemischten forstlichen Beständen von Kiefer und Fichte.
Ich zeige drei Aufnahmen vom Standort an:
und drei die ich heute am trockenen Ex. auf dem Schreibtisch gemacht habe:
Vielleicht hat ja jemand eine Idee, in welche Richtung wir uns bewegen könnten. Ich habe das Gefühl genau sowas schonmal gesehen zu haben, weiß aber nicht mehr wo.
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Hallo Andreas,
die cf. piluliformis könnte ich eintüten, die gelbstieligen Chinesenhüte - wie Ingo nicht ganz unzutreffend ungefähr beschrieb - leider nicht, die haben wegen Unachtsamkeit die Sammlung nicht überstanden. Schade. Da bleibt wohl nur warten bis nächstes Jahr. Aber wer bei dem Hobby keinen langen Atem hat ist eh falsch am Platze. -
Danke ihr drei für die netten Tipps - und als nichts anderes habe ich es verstanden.
Aber jeder tickt eben anders, wie Ingo auch schon sagt. Und viele der Pilze aus den Bilderbüchern kenne ich eben auch schon, habe damit schon in meiner Kindheit insbesondere meine Mutter zur Verzweiflung getrieben, wenn ich meinte, der ist doch essbar, steht hier im Buch und ich will den in die Pfanne. Sie kannte eben nur 3 - 5 Arten von ihren Eltern ...
Und nun muss man eben schauen, dass man diese Grundordnung auch in weitere Gruppen bekommt, eh es sich dann lohnt sich evtl. zu spezialisieren und diese auch mit dem Mikroskop zu bearbeiten. Insofern ist eine Einordnung in die verschiedene Gattungen ohne konkrete Artzuordnung oder mit einem cf. im Sinne von "sieht so aus wie xy, müsste man aber mikroskopisch absichern" auch ein lohnendes Ziel. So jedenfalls mein Plan, wenn man davon sprechen möchte.
In diesem Sinne versuch ich mal mein Glück und probier es hier mit verschiedensten Formen der Dokumentation. Schauen wir mal was in einem Jahr ist, bin ja erst ca. genau ein Jahr hier im Forum.
Mit den 70 - 80% halte ich es trotzdem so, nehme nicht mehr wahllos alles mit sondern selektiere im Wald vor, und versuche auch nur eine begrenzte Anzahl von Arten mitzunehmen (was leicht fällt, die Schachtel / der Korb ist irgendwann voll) bzw. zu fotografieren (was schwerer fällt, der hat ja unendlich Speicher). Aber die Ergebnisse einer Exkursion benötigen dann eben 4 Wochen und länger bis sie bearbeitet sind und das erzieht auch zur Mäßigung.