Beiträge von mollisia

    Hallo,


    sehr schöne Aufnahmen jetzt und ganz klar zu erkennen der Marmorierthütige Röhrling - wie ja Jürgen schon sagte.


    Beim Wurzelnden Bitterröhrling waren wir uns ja eh schon alle einig, auch wenn recht klein.


    Warum lässt Du die Pilze aussporen? Was möchtest Du mit dem Sporenpulver dann machen?


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    einen Nachdruck wird der Ulmer-Verlag definitiv nicht realisieren. Das hat die zuständige Person erst vor wenigen Wochen nochmals bekräftigt.


    Das würde sich auch überhaupt nicht lohnen, da stimme ich dem Ulmer-Verlag absolut zu:
    Die Bände wurden damals mit Druckkostenzuschüssen des Landes gedruckt, nur so war der immens günstige Preis von 50 Euro pro Band für den Verlag zu realisieren. Und der Verlag hatte an Kosten tatsächlich nur den Satz und den Druck, denn Autorenhonorare gab es keine. Der Druckkostenzuschuss betrug bei den Pilzbänden je Band 50.000 DM (bei den Blütenpflanzen je 100.000 DM). Dieser Druckkostenzuschuss würde nun entfallen. Zwar fallen die Satzkosten weg, aber aufgrund der hohen Qualität der Bücher würde ein Nachdruck teurer werden müssen als die Bücher ursprünglich gekostet haben. Bedeutet wiederum, dass ein Preis von irgendwas über 50 Euro ( vielleicht 60, vielleicht 70 Euro, keine Ahnung) verlangt werden müsste - und denn will ja keiner zahlen. Und wegen 50 Exemplaren lohnt sich das ja eh nicht, das müssten dann schon 500 sein oder so.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    vielleicht kann ich einen Denkanstoss zur fairen Preisbildung dieser Bücher beitragen.


    Ich habe selbst vor einigen Monaten die Bände 1-3 hier angeboten. Da ich sie im Auftrag verkaufen sollte, war ich an die Preisvorstellung des Verkäufers gebunden. Der wiederum hat die Bücher zum regulären Preis von je 49.90 Euro gekauft und wollte - da sie ausverkauft und gesucht sind - seinen Einsatz wieder zurück haben. Also 150 Euro für alle drei Bände zusammen.
    Das hatte jemand akzeptiert und folglich hatte er sie auch erhalten. Nach ihm hatten noch zwei weitere Interessierte mehr geboten, aber da jener der erste Bieter mit der gewünschten Summe war, hat er sie auch erhalten.


    Der Preis der Bücher des hier diskutierten ebay-Angebotes ist natürlich sehr hoch. Für meinen Geschmack deutlich zu hoch, ich fand meinen eigenen geforderten Preis schon zu hoch (aber wie gesagt, ich habe sie im Auftrag angeboten).
    Andererseits ist es legal, so viel wie möglich für sich herauszuschlagen, auch wenn einen das nicht unbedingt bei allen sympathisch macht. Aber eine für beide Seiten als fair angesehene Preisbildung bei gebrauchten, "gehypten" Büchern ist sehr schwierig, meiner Meinung nach.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    auch von mir besten Dank.
    Dactylorhiza ericetorum kenne ich nicht, kein Wunder bei der Verbreitung.


    Dass Dactylorhiza sphagnicola als Hybride aus D. maculata x incarnata angesehen wird wusste ich bisher nicht. Wundert mich ein bischen, da beide Eltern ja schleifenförmige Lippenzeichnung haben (sphagnicola ist meines Wissens stets rein gestrichelt) und die sphagnicola eine eher kleine Art ist - kleiner als die Elterarten - und Hybriden in dieser Gattung eher größer als die Ausgangsarten werden. D. fuchsii x incarnata, die ich im Gegensatz zu D. maculata x incarnata kenne, sieht jedenfalls ziemlich anders aus als D. sphagnicola.


    Aber Dr. Kretzschmar ist auf jeden Fall eine Koryphäe, ich dagegen ganz bestimmt nicht, insofern wird er schon recht haben :)


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Angelika,


    den Namen "Blasshütiger Röhrling" kenne ich leider nicht, daher kann ich nicht sagen, ob Du damit recht hast oder nicht.


    Der erste sieht zunächst nach Fahlem Röhrling (B. impolitus) aus, eventuell auch Marmorierthütiger Röhrling (B. depilatus), aber dazu müsste ich die Hutoberfläche deutlicher und farbtreuer sehen.


    Der Wurzelnde Bitterröhrling ist extrem klein, das kann ich fast nicht glauben. Aber was soll's sonst sein, wenn er ein Netz hat. Am besten wäre eine Geschmacksprobe, ob der überhaupt bitter ist.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Alex,


    auf jeden Fall eine Dactylorhiza-Art.
    Leider sind die Blätter nicht gut zu sehen. Auf dem Bild wirken sie recht kurz und breit für die Gattung und erinnern etwas an D. majalis. Deine Pflanze gehört aber auf jeden Fall in den fuchsii-maculata-Komplex oder in die traunsteineri-sphagnicola-??-Gruppe.
    Ich fände D. sphagnicola gar keine schlechte Idee, weil erstens die kurzstrichförmige Lippenzeichnung gut passt, die Lippenform ebenfalls und weil diese Art keine Blattfleckung hat. Es kommen dort neben den üblichen schlankblättrigen Formen auch gelegentlich welche mit gedrungeneren Blättern vor. Diese Sippe zeigt eine französische Seite: http://nicolas.helitas.pagespe…za-sphagnicola-plante.jpg
    Vielleicht wäre ein Hybrid von D. sphagnicola mit D. fuchsii/maculata noch passender, was auch die enorme Höhe erklären würde (Hybriden sind oft größer als die Elter-Arten). Da ich sphagnicola nur ein Mal gesehen habe und den Hybriden gar nicht kenne, sind das aber nur Denkanstöße.
    Die Art muss übriegns nicht zwingend im Sphagnum vorkommen, wie sie das bei uns (NRW und NS) immer (meist?) tut.


    beste Grüße,
    Andreas


    Hallo,


    wenn ich mal Täublinge esse, dann ist jederzeit auch Russula olivacea dabei. Gut erhitzt scheint er mir unproblematisch zu sein. Ich mag "gute" Täublinge, und da gehört der Rotstielige für mich dazu.


    beste Grüße,
    Andreas


    . Nach welchen Kriterien man die beiden Arten makroskopisch trennen kann, da bin ich noch nicht schlau genug. Ein paar weitere Funde bringen vielleicht Aufschluss.


    Hallo Pablo,


    Rotschneidiger Helmling hat einen grauen bis rosalichgrauen Hut, einen grauen Stiel und braunrote Lamellenschneiden
    Purpurschneidiger Helmling hat den gesamten Fruchtkörper in ein und denselben Farbton, nämlich Violett (Grauviolett)


    Rotschneidiger Helmling sitzt oft auf Ästchen, Purpurschneidiger eigentlich nie. O.k., an Stubben und Starkholz können beide wachsen ....


    Purpurschneidiger Helmling ist vom Habitus her immer grazil, mit einem langen dünnen Stiel und einem kegeligen Hut
    Rotschneidiger Helmling ist vom Habitus her immer eher untersetzter und mit einem (immer?) halbkugeligen Hut.


    Wenn man die Pilze life vor sich hat, dann ist die Farbe insbesondere der Lamellenschneide absolut eindeutig.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    tut mir leid für Verwirrung gesorgt zu haben: Ich habe in einem Anflug geistiger Umnachtung statt "Muskarin" versehentlich "Psilocybin" geschrieben.
    Ich habe das in meinem obigen Posting nachträglich korrigiert, nicht dass sich das noch jemand falsch merkt.


    Zur Frage "gibt es Psilocybin-haltige Risspilze" kann man aber sagen, dass es solche gibt. Definitiv nachgewiesen für Inocybe aeruginosa, aber möglicherweise auch in I. corydalina enthalten.


    beste Grüße,
    Andreas

    hallo,


    also ich wäre mit Cuphophyllus berkeleyi ganz zufrieden.
    Wie der sich genau von C. pratensis abgrenzt weiß ich auswendig nicht. Ökologisch gesehen fand ich berkeleyi immer auf recht feuchten Wiesen, meist ohne andere Saftlinge oder Ellerlinge, während pratensis trockener steht und stets in Begleitung weiterer dieser Art ist.


    beste Grüße,
    Andreas


    Ah okay. Dann neue Frage: Gibt es denn einen, der so riecht und theoretisch essbar wäre?


    Hallo,


    Inocybe adaequata, der Weinrote Risspilz, enthält kein Muskarin. Ein Bekannter von mir hat das vor einigen jahren auch ausprobiert und keinerlei negative Auswirkungen gehabt. Er schmecke allerdings nicht gut - aber wie genau hat er nicht erläutert.


    beste Grüße,
    Andreas

    [quote pid='291177' dateline='1438417272']
    Im Laux "Der große Kosmos-Pilzführer" waren die zwei Arten vom Spateling für mich makroskopisch nicht zu unterscheiden. Jetzt denke ich, dass nur der Dottergelber Spateling (Spathularia flavida) fotografiert worden ist, kein Spathularia neesii.
    [/quote]
    Hallo,
    stimmt, ist mir auch aufgefallen, darum habe ich das Bild in der neuen Auflage tauschen lassen. Dank Karl Keck ist nun in der Neuauflage des LAUX ein richtiger Spathularia neesii drin :thumbup:
    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Mario,


    das Guajak schien mir nur sehr blau im Farbton, wusste nicht dass meines auch so blau reagiert, vielleicht hast Du eine Version mit ziemlich viel Alkohol drin, ich habe eine Zeit lang eine leicht abgeänderte Rezeptur verwendet.
    Guajak ist immer braun, das ist kein Zeichen für kaputt sein. Wenn Du Russula velutipes hast. und es reagiert auf den Lamellen nach 10-20 Sekunden, aber bleibt auf dem Stiel negativ (= braun), dann ist das Guajak noch richtig. Oder Ockertäubling stark und schnell reagierend, Spei-Täubling negativ (aber emetica nehmen, nicht griseascens!!)
    Eisensulfat ist dagegen oxidiert wenn die Lösung gelblich ist und nicht mehr völlig klar.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Mario,


    also "spröde" eher nicht. Vielleicht sind sie nicht so matschig wenn man stark reibt. Aber dass sie wirklich spröde werden passt nicht gut.


    Andererseits weist die FeSO4-Reaktion klar darauf hin. Wenn das Eisensulfat kaputt geht, dann oxidiert es und wird mehr und mehr gelblich. Wenn es noch in Ordnung ist, dann ist es völlig durchsichtig.


    Noch eine Frage: Woher hast Du Dein Guajak? Machst Du das selbst? Oder ist es Marcel Lecomte?


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo abeja und Stefan,


    na da bin ich dann aber doch mal froh, dass ich nicht gleich die seltenen kleinen milden "Speitäublinge" ausgeschlossen habe! Dein Posting hatte ich nicht gesehen, wo war das zu finden?
     
    R. minutula würde ich ausschließen, das ist ja eine Roseine, und da sieht die Huthaut doch etwas anders aus (soweit am Bild beurteilbar). Außerdem sollte die eigentlich (fast immer) etwas rot am Stiel sein.
    Wen ich aber außer R. emiticicolor noch in Betracht ziehen würde wäre R. puellula. Insbesondere wenn der Boden etwas oberflächlich abgesauert ist, wäre das mein Favorit. Aber wissen werden wir's ohne Exsikkat nie ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    ja, eigentlich schon, da wäre ich mir fast 100% sicher. Auf jeden Fall dass es kein Speise-Täubling ist. Möglicherweise kommt da was seltenes mildes wie Russula emiticolor in Frage, das kann ich nicht ganz sicher ausschließen.


    Der ganze Pilz wirkt zerbrechlich, der Stiel ist so strahlend weiß, fast schon glasig, die Lamellen so rein weiß, alles zierlich und zerbrechlich - das ist gar nicht der Habitus vom Speisetäubling.
    Des weiteren werden die Stiele zur Basis hin breiter - typisch Speitäubling, aber sehr untypisch für den Speise-Täubling. Dessen Stiele sind immer zur Basis hin ausspitzend.
    Die Hutfarbe ist für mich rosa, nicht fleischfarben. Also ein ausblassendes reines Rot. Aber da kann man sich natürlich drum streiten ....
    Naja und den Hutrand, den sollte man eh nicht überbewerten ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    herzlichen Glückwunsch den Siegern, und allen insgesamt zu ihren tollen Bilder!


    Als Anmerkung zu Bild 7: Das ist kein Speisetäubling, sondern einer der Spei-Täublinge!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    was spricht denn gegen den Frauentäubling? Dessen FeSO4-Reaktion ist praktisch negativ, wird sogar nach einiger Zeit ganz schwach grünlich.


    beste Grüße,
    Andreas

    Liebe Anna,


    auch von mir ganz herzliche Glückwünsche! Wenn auch leicht verspätet, doch nicht minder herzlich!


    Grüß mir auch den Stefan und lasst es Euch gut gehen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen irgendwann irgendwo ...


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Dieter,


    ich kenne sowohl Porpoloma metapodium als auch Dermoloma magicum und kann nur bestätigen, dass Dein Fund absolut sicher Porpoloma metapodium ist.
    Sehr schmächtige Exemplare können vielleicht Dermoloma magicum ähneln, aber so ritterlingartige wie die vfon Dir gezeigten sind eindeutig.
    Sehr interessanter Fund, der unbedingt den Weg zum Landeskoordinatoren deines Bundeslandes finden sollte. Die Art steht übrigens auf der Roten Liste in Kategorie 1 ("vom Aussterben bedroht"). In den letzten 5 Jshren sind aber dann doch ein paar neue Fundorte zu den 2-3 in Deutschland bekannten dazu gekommen, aber mehr als 10 sind es dennoch nicht ....


    beste Grüße,
    Andreas